Wirtschaft & Finanzen

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Li will die Türen für ausländische Investoren weiter öffnen

29.06.2016, In einer Rede vor zahlreichen Unternehmensvorständen hat Ministerpräsident Li Keqiang in Tianjin am Dienstag einen breiteren Marktzugang für ausländische Investitionen und stärkere Anstrengungen zur Bekämpfung von Finanzrisiken zugesichert.

“Die Beteiligung ausländischer Firmen ist nötig, damit China seine Bemühungen um Wirtschaftswandel und Modernisierung mittels Reform und Innovation vorantreiben kann und um ein gesundes und nachhaltiges Wachstum zu erzielen“, erklärte Li.

Er nahm an einer Fragestunde am Rande des Jahrestreffens der New Champions, auch bekannt als „Sommer Davos“, teil.

Marc Benioff, Vorstand und Geschäftsführer von Salesforce, einem Unternehmen aus Kalifornien, fragte Li nach den größten Herausforderungen für Chinas Wirtschaft.

Nach Lis Angaben zählen die Behinderung der Reform und des Wandels im Land dazu, dort könnten ausländische Unternehmen eine Rolle spielen.

Technologie und Managementerfahrung aus dem Ausland könnten für chinesische Unternehmen und die industrielle Modernisierung des Landes hilfreich sein, so Li.

China werde den Marktfür ausländische Investitionen weiter öffnen und habe sich dem Aufbau eines fairen Wettbewerbsumfelds verpflichtet.

Zu den Bereichen, für die der Zugang gelockert werden soll, machte er keine näheren Angaben. Zur Eröffnung des „Sommer Davos“ am Montag erklärte Li jedoch, China werde den Dienstleistungs- und den allgemeinen Produktionssektor weiter öffnen und chinesische und ausländische Unternehmen gleichberechtigt behandeln.

“China besitzt das größte Potenzial für Investitionen und sollte das attraktivste Investitionsziel der Welt werden“, erklärte er.

Trotz der Schwierigkeiten oder gar Unstimmigkeiten, die ausländische Investoren während ihrer Geschäftsaktivitäten in China erleben können, könnte die überwiegende Mehrzahl der Unternehmen hohe Rendite erzielen, fügte Li hinzu.

“Überwiegende Mehrzahl bedeutet unter Umständen 99 Prozent”, so Li.

Er dankte KPMG für die Unterstützung und das Know-how beider Verbesserung von Chinas Rechnungswesen.

John B. Veihmeyer, Präsident und Vorstandsvorsitzender von KPMG International, fragte den Ministerpräsidenten, wie das Land seine Kapitalmärkte und sein Finanzsystem stärken wolle.

“Wie in der chinesischen Wirtschaft ist es auch auf den chinesischen Kapitalmärkten schwierig, kurzfristige Unbeständigkeiten zu vermeiden, aber wir werden keine starken Anstiege oder steilen Abstürze auf diesen Märkten zulassen“, sagte er.

China werde Maßnahmen zur Stabilisierung seines Finanzmarkts ergreifen und große Schwankungen vermeiden, erklärte er.

Der Shanghai Composite Index erholte sich und stieg am Dienstag um 0,58 Prozent auf 2.912,56, den höchsten Wert seit drei Wochen. (german.china.org.cn)

Chinas Exporte im Mai gestiegen, Importe brechen ein

10.06.2016, Chinas Exportwachstum hat sich im jährlichen Vergleich im Mai verlangsamt. In Yuan gerechnet hat es sich auf 1,2 Prozent verlangsamt, verglichen mit 4,1 Prozent Wachstum im Vorjahr, wie Zolldaten am Mittwoch zeigten. Die Importe sind um 5,1 Prozent gewachsen, womit sie im Vergleich zum April mit 5,7 Prozent signifikant eingebrochen sind. Das zeigen die Daten der Generalverwaltung für Zoll (GAC). Der Handelsüberschuss belief sich im letzten Monat auf 324,8 Milliarden Yuan (ungefähr 50 Milliarden US-Dollar), im April waren es noch 298 Milliarden Yuan. Der Außenhandel ist im jährlichen Vergleich um 2,8 Prozent auf 2 Billionen Yuan im Mai gestiegen. Wenn man die ersten fünf Monate zusammenrechnet, ist er um 3,2 Prozent gesunken, und zwar auf 9,2 Billionen Yuan. Damit erholt er sich von einem 4,8 Prozent-Rückgang in der Periode von Jänner bis April.

In den fünf Monaten sind die Exporte im jährlichen Vergleich um 1,8 Prozent gesunken. Die Importe sind um 5 Prozent nach unten gegangen, was zu einem Handelsüberschuss von 1,4 Billionen Yuan geführt hat. Der Leitindex für die Exportaussichten ist im Mai um 0,7 Punkte auf 33,1 Punkte zurückgegangen. Das zeigt einen steigenden Druck auf das Exportwachstum im dritten Quartal 2016, wie aus einem Statement des Nationalen Statistikbüros hervorgeht. Der Handel mit der Europäischen Union, Chinas größtem Handelspartner, ist in den ersten fünf Monaten im jährlichen Vergleich um 2 Prozent gestiegen. Der Handel mit den Vereinigten Staaten und ASEAN, Chinas zweit- und drittwichtigsten Handelspartnern, ist in der Periode jeweils um 5,2 Prozent und 1,6 Prozent zurückgegangen. Der Handel mit Japan, Chinas fünftgrößtem Handelspartner, ist um 0,3 Prozent nach unten gegangen. Das Nationale Statistikbüro sagte, die Importe für Eisenerz, Rohöl und Ölprodukte hätten sich in den fünf Monaten „merkbar erholt“ – sie gingen jeweils um 9,1 Prozent, 16,5 Prozent und 4,5 Prozent nach oben. Allerdings fielen die Importe für Automobile um 12,8 Prozent. Plastik- und Stahlimporte mussten ebenfalls Rückgänge verzeichnen. (german.china.org.cn)

Beijinger verdienen am meisten

08.06.2016, 20 chinesische Provinzen und Städte haben vor kurzem Zahlen über den durchschnittlichen Jahreslohn im Jahr 2015 veröffentlicht. Unabhängig von einer Anstellung im Privat- oder Staatssektor führen Angestellte in Beijing die Rangliste an.

Laut Daten des Staatlichen Amts für Statistik betrug im Jahr 2015 das durchschnittliche Jahresgehalt für Arbeitnehmer im Staatssektor in chinesischen Städten 62.029 Yuan (8.036 Euro), während diejenigen, die bei privaten Unternehmen tätig waren, lediglich 39.589 Yuan (5.301 Euro) verdienten. In den meisten Provinzen, welche Daten veröffentlicht haben, lag das Gehalt unter dem nationalen Durchschnitt.

Unter den 20 Provinzen ist das Durchschnittsgehalt im Staatssektor in der Provinz Henan mit 45.403 Yuan (6.079 Euro) am niedrigsten und in der chinesischen Hauptstadt Beijing mit über 110.000 Yuan (14.729 Euro) am höchsten. Hinter Beijing folgen die Provinz Zhejiang mit 66.668 Yuan (8.927 Euro) und Guangdong mit 65.788 Yuan (8.809 Euro).

Den Statistiken zufolge liegt das Durchschnittsgehalt im Staatssektor in allen 20 Provinzen höher als bei Privatunternehmen. Die Arbeitnehmer bei Privatunternehmen in der nordostchinesischen Provinz Jilin verdienen dabei mit 27.774 Yuan (3.719 Euro) am wenigsten, während die Arbeitnehmer in Beijinger Unternehmen mit 58.689 Yuan (7.858 Euro) am meisten verdienen.

Zum Staatssektor zählen vor allem Ministerien, nationale Institutionen sowie staatliche und börsennotierte Wirtschaftsunternehmen, die seit längerem eine hohe Effizienz besitzen. Deshalb ist der Durchschnittslohn bei staatlichen Unternehmen höher als im Privatsektor.

Darüber hinaus ist das Gehalt im Finanzsektor durchschnittlich höher als in den anderen Branchen. Im Westen Chinas, wie im Autonomen Gebiet Ningxia der Hui-Nationalität, haben zudem Arbeitnehmer in der Strom-, Wärme-, Gas- und Wasserindustrie ein höheres Gehalt. (German.people.cn)

China erhält Wettbewerbsvorteil aufrecht

06.06.2016, China erhält seinen Wettbewerbsvorteil trotz Anzeichen stagnierender Exporte aufrecht, wie es in einer Mitteilung der HSBC vom Freitag heißt.

Die Exporte sind schwach, insbesondere im Vergleich zu ihrem schnellen Tempo vor zehn Jahren, doch dies liege an schwacher globaler Nachfrage und nicht daran, dass das chinesische Festland seinen Wettbewerbsvorteil verloren habe, lautet die Mitteilung. “Sogar steigerte China im vergangenen Jahr wieder einmal seinen Anteil an den globalen Exporten - und das mit doppeltem Tempo als gewöhnlich“, heißt es.

Chinas realer effektiver Wechselkurs steigt seit 2006, und zwar um rund 30 Prozent allein seit 2010, was manch einen zu dem Schluss veranlasst, China sei mit der Zeit weniger wettbewerbsfähig geworden, so die Mitteilung weiter. Allerdings ist Chinas Anteil an den weltweiten Exporten im Vergleich zu 2010 um 40 Prozent gestiegen, was andeutet, dass die Wirtschaft des Landes nicht ihren Wettbewerbsvorteil verloren hat, heißt es weiter. Yuan-denominierte Exporte stiegen im April um 4,1 Prozent im Jahresvergleich, während die Importe um 5,7 Prozent sanken, wie offizielle Daten vom 8. Mai belegen. Das Exportwachstum im April war milder als der 18,7-prozentige Anstieg im März, während die Importe im Vergleich zum 1,7-prozentigen Rückgang vom Vormonat schneller sanken. (German.china.org.cn)

Lufthansa will Zusammenschluss mit Air China vorantreiben

06.06.2016, Lufthansa-CEO Carsten Spohr will kommende Woche mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Beijing reisen, um ein Joint-Venture mit Air China zu unterzeichnen. Experten glauben, dass dieses für seine Firma wichtig ist, um den Zugang zur zweitgrößten Volkswirtschaft sicherzustellen.

Spohr will sich mit hochrangigen Vertretern der chinesischen Fluglinie treffen. Das Ziel sei, Fortschritte im kommerziellen Pakt zu erzielen, sagte der CEO. Die Gespräche bezeichnete er als „komplex“.

Die Lufthansa strebt ein Joint-Venture an, um die Verluste auf den attraktiven Langstrecken durch die schnell wachsende Konkurrenz vom Persischen Golf aufzufangen. Solche Deals erlauben es den Partnern, die Kapazitäten zu koordinieren und die Einnahmen zu teilen. Es ist die engste Zusammenarbeit in der Industrie, die vor einer vollständigen Verschmelzung möglich ist.

Eine endgültige Vereinbarung mit Air China würde dazu führen, dass Lufthansa alle wichtigen Langstreckenmärkte abdeckt. Ursprünglich hätte das Abkommen bereits letztes Jahr unterzeichnet werden sollen.

Europas drittgrößte Fluglinie arbeitet bereits mit Air Canada und der United Contental zusammen, um Transatlantikflüge anzubieten, sowie mit ANA für eine Verknüpfung mit dem japanischen Markt. Im November wurde eine Kooperation mit Singapore Airlines angekündigt, die den Stadtstaat mit Deutschland und der Schweiz verbinden soll. (German.china.org.cn)

Alibaba verbietet Tmall-Shops den Verkauf von Medikamenten

01.06.2016, Der chinesische Internet-Handelsriese Alibaba hat den Anbietern auf seiner Onlineplattform Tmall befohlen, den Verkauf von Medikamenten einzustellen. Eine lokale Behörde hatte zuvor eine Direktive zum "dringenden" Verkaufsstopp von Medikamenten über Drittanbieterplattformen veröffentlicht.

Alibaba zitierte in einer Mitteilung vom vergangenen Freitag laut Reuters ein Rundschreiben der China Food and Drug Administration (CFDA) der Provinz Hebei bezüglich "(...) dringender Maßnahmen in Bezug auf Arzneimittel". Genauere Gründe für diese Entscheidung wurden nicht genannt.

Die überraschende Richtlinie kommt zu einer Zeit, in der die Regierung den Verkauf von Over-the-counter (OTC-) Medikamenten fördert – und eigentlich auch versprochen hat, moderne Technologien zur Lösung von Problemen wie den hohen Preisen von Arzneimitteln sowie langer Warteschlangen vor den Krankenhäusern einzusetzen. Beim Verkauf von Medikamenten dominieren derzeit die öffentlichen Krankenhäuser den Markt.

Die Direktive beziehe sich nur auf den Medikamentenverkauf auf Online-Marktplätzen und Shoppingseiten, sagte Alibaba. Über derartige Webseiten verkaufen Apotheken und Medikamentenhersteller jedoch einen Großteil ihrer online verkauften Medikamente.

"Bitte bieten Sie ab heute keine derartigen Produkte mehr an", sagte Alibaba in seiner Mitteilung an die Unternehmen. Die Direktive gelte jedoch nicht für andere medizinische Produkte, heißt es in der Erklärung.

Eine Firmensprecherin sagte Reuters, dass Alibabas Webseite für medizinische Produkte, yao.tmall.com, "(...) mit der Regierung bei der Einhaltung der neuen Verordnung zum Online-Verkaufsstopp von Medikamenten auf Drittanbieterplattformen kooperiert."

"Während die Änderung der Politik Auswirkungen auf die gesamte pharmazeutische Industrie einschließlich yao.tmall.com haben könnte, erforschen einige Unternehmen neue Möglichkeiten zur Nutzung des Internets für die Verbesserung des traditionellen Einzelhandelssystems für Medikamente", sagte die Sprecherin.

Die CFDA von Hebei lehnte es ab, den Bericht zu kommentieren.

Die Direktive ist die neuste Störung bei der Reform des chinesischen Marktes für Gesundheitspflege. Brancheninsider hatten schon letztes Jahr gesagt, dass die Reformpläne – einschließlich der Öffnung des Online-Medikamentenmarkts – zurückgehalten würden, weil die Behörden wegen der vielen Herausforderungen der Regulierung des Onlineverkaufs von Medikamenten besorgt seien.

Auf dem Spiel steht ein OTC-Markt, dessen Umsatz sich laut BMI Research bis 2025 auf fast 200 Milliarden Yuan verdoppeln soll, wobei erwartet wird, dass Onlinehändler eine wichtige Rolle spielen werden.

Eine Führungskraft einer Apothekenkette mit einem Shop auf Tmall sagte, dass die Auswirkungen der Richtlinie beträchtlich sein könnten, da viele Unternehmen sich bei ihrem Vertrieb über das Internet voll auf Tmall verlassen.

"Die meisten Internet-Apotheken haben einen Shop auf Tmall", sagte der Manager, der wegen des sensiblen Themas nicht namentlich genannt werden wollte. "Diese Entscheidung wird die gesamte Industrie massiv beeinflussen." (german.china.org.cn)

China investiert über 640 Milliarden Euro in den Infrastrukturausbau

30.05.2016, Ein enormer Investitionsplan wurde entworfen, um abgelegenere Regionen in China verkehrstechnisch besser anzubinden. Als Teil eines Drei-Jahres-Plans für die Entwicklung der Infrastruktur sollen mehr als 300 neue Projekte realisiert werden.

China plant 4,7 Billiarden Yuan (642 Milliarden Euro) in große Infrastrukturprojekte zu investieren, um zuverlässigere Verkehrsanbindungen in Chinas abgelegeneren Gebieten zu gewährleisten. [Foto: Xinhua]

Mehr als 300 Infrastruktur-Projekte sollen im Zuge eines Drei-Jahres-Plans in Angriff genommen werden. Unter ihnen haben viele zum Ziel, eher isolierte und arme Teile des Landes über Straße und Schiene mit regionalen Verkehrsknotenpunkten zu verbinden. Chinesische Behörden planen, in den nächsten drei Jahren insgesamt 4,7 Billiarden Yuan (642 Milliarden Euro) in diese Projekte zu investieren.

Zheng Jian von der Staatlichen Kommission für Entwicklung und Reform erklärt, dass der riesige Ausgabenplan Teil des Versprechens sei, bis 2020 jeden in China aus der Armut zu befreien. „Wir denken, dass der Zugang zu zuverlässigen Transportformen ein wichtiges Bindeglied für die Armutsbekämpfung darstellt. Deshalb haben wir den ländlichen Straßenbau in unsere neuen Pläne aufgenommen, welche in den nächsten drei Jahren abgelegene Gebiete mit regionalen Verkehrsknotenpunkten verbinden werden.“

Chinas einzigartige Topografie ist ein Grund dafür, dass – besonders im Süden und Südwesten – zahlreiche Gemeinden vom Rest des Landes eher isoliert sind. Dadurch haben sie nur eingeschränkten Zugriff auf staatliche Unterstützung und hinken im nationalen Vergleich in der Entwicklung etwas hinterher.

Der neue Infrastrukturplan beinhaltet auch Projekte, um Chinas wichtigste Zentren besser miteinander zu vernetzen, wie Überland-Verbindungen zwischen der Jangtse- und Perlflussdelta-Region sowie neue Verbindungen im Gebiet Beijing-Tianjin-Hebei. (german.people.cn)

Industriemagnat Jack Ma verspricht Großspende

27.05.2016, Der chinesische Magnat und Alibaba-Gründer Jack Ma hat laut einem Bericht der Beijing News versprochen, einen großen Teil seines Einkommens für wohltätige Zwecke zu spenden.

Ma bestätigte dem Vorstand des Unternehmens schriftlich, dass er alle seine Anteile an Yunfeng Capital an den gemeinnützigen Fonds der Alibaba-Gruppe oder andere von ihm ausgesuchte Entitäten, die karitative Zwecke verfolgen, spenden werde. Yunfeng Capital war ein privater Beteiligungsfonds, der von Ma 2010 mitbegründet wurde.

Ma versprach zudem, dass er die sich aus der Spende ergebende Gelegenheit für Steuereinsparungen nicht in Anspruch nehmen werde.

Darüber hinaus gab Ma bekannt, dass er seine direkte und indirekte Beteiligung an Ant Financial Services reduzieren werde. Als Alibabas finanzieller Arm beläuft sich der Marktwert von Ant Financial – nach Abschluss einer Aufstockung des Kapitals um 4,5 Milliarden Dollar im April – derzeit auf etwa 60 Milliarden US-Dollar.

Ma hatte sich in Alibabas Jahresbericht für das Geschäftsjahr 2016 zu den Spenden verpflichtet. Alibaba schätzt, dass Ma durch die Spenden auf einen hohen zweistelligen Milliardenbetrag verzichtet.

Laut Forbes liegt Ma mit seinem Vermögen von 20,5 Milliarden Dollar derzeit auf Platz 33 der reichsten Menschen der Welt. Im Jahr 2014 hatten Ma und sein Vize Joe Tsai zwei Prozent ihrer Aktienbezugsrechte gespendet, was zu aktuellen Kursen einem Betrag von 24,5 Milliarden Yuan entspricht – und seinerzeit die größte einzelne Spende in ganz China war. (german.china.org.cn)

China wird Yuan-Staatsanleihen in Großbritannien ausgeben

24.05.2016, Das chinesische Finanzministerium kündigte am Montag an, dass es bald Staatsanleihen im Wert von 3 Milliarden Yuan (409 Millionen Euro) in London ausgeben werde. Dies gilt als ein wichtiger Schritt für die Internationalisierung des chinesischen Yuans.

In Kürze wird China in Yuan notierte Staatsanleihen im Wert von 3 Milliarden Yuan (409 Millionen Euro) in Großbritannien ausgeben, die an der Londoner Börse gehandelt werden. Die Bank of China und die HSBC werden als globale Koordinatoren zuständig sein.

In den letzen Jahren haben China und Großbritannien eine engere Zusammenarbeit in der Förderung der globalen Yuan-Nutzung gepflegt. Im vergangenen Oktober hat die chinesische Zentralbank Yuan-Schuldscheine in Höhe von 5 Milliarden Yuan (681 Millionen Euro) in London ausgegeben. Dies stellte das erste Mal dar, dass Chinas Volksbank Geld in der chinesischen Währung Yuan außerhalb Chinas ausgegeben hat.

Großbritannien ist auch das erste Land außerhalb Chinas, welches Yuan-Anleihen ausgibt. Im Oktober 2014 hat das britische Finanzministerium Staatsanleihen in Höhe von 3 Milliarden Yuan (409 Millionen Euro) für einen Zeitraum von drei Jahren angeboten, der Kupon betrug 2,7 Prozent.

Seit 2011 hat das Vereinigte Königreich bilaterale Swap-Vereinbarungen getroffen, Yuan-dominierte Finanzprodukte ausgestellt, eine Yuan-Clearing-Bank eingerichtet und die Niederlassung chinesischer Banken erlaubt.

Seit 2009 hat das Finanzministerium bereits das siebte Jahr in Folge Yuan-Anleihen in Hongkong ausgegeben. Zu den Investoren gehören institutionelle Investoren, ausländische Zentralbanken, lokale Währungsbehörden und Bewohner Hongkongs. (German.people.cn)

Aufwind für die China Shipping Group durch Seidenstraßen-Initiative

19.05.2016, Im Jahr 2005 hat die China Shipping Group Company (CSGC) in der Türkei ihre Filiale errichtet. In den letzten Jahren hat die Filiale nach allen Kräften seinen Markt in der Türkei ausgebaut und deutliche Leistungen erzielt. Damit ist sie zu einem neuen Star beim Seetransport in der Türkei sowie im Nahen Osten geworden. Der Generaldirektor der CSGC-Filiale in der Türkei, Wang Xiuping, sagte, aufgrund der Seidenstraßen-Initiative habe die CSGC seinen Marktausbau im Ausland beschleunigt und die Investitionen in die Türkei verstärkt. Allein 2015 habe sie in türkischen Küstenstädten wie Mersin, Izmir, Iskenderun und Bursa Niederlassungen oder Vertretungen etabliert. Wang Xiuping schätzt die Rolle der neuen Seidenstraße dabei hoch ein:

„Die Seidenstraßen-Initiative hat unserer Firma eine gute Entwicklungsmöglichkeit geboten. 2014 hat sich unser Container-Transportvolumen um das 24- bis 25-Fache erhöht. Trotz des Rückgangs des türkischen Außenhandels 2015 um 14 Prozent ist das Exportvolumen der CSGC-Filiale um über 35 Prozent gestiegen. Bei Containervolumen, Einnahmen und Profiten haben wir ausgezeichnete Leistungen erzielt."

Über die Erfolge seines Betriebs angesichts der negativen Konjunktur des internationalen Handels in den letzten Jahren ist Wang Xiuping sehr erfreut:

„Jede Firma hat ihre eigene Kernwettbewerbsfähigkeit. Erstens, wir haben Erneuerungen bei Verwaltung und Service intensiviert. Die Kosten sind verstärkt kontrolliert worden. Gleichzeitig wird stärker nach zwischenregionalen Güterquellen gesucht. Mit einem Wort, Innovation, die Erschließung neuer Geschäftsquellen und Kostenreduktion sind unsere Richtlinie für gute Leistungen."

Wang Xiuping fügte hinzu, in Zukunft werde seine Firma neben der verstärkten Entwicklung des maritimen Gütertransports aktiv den maritimen Online-Handel und den Finanzmarkt in der Türkei erschließen. In diesem Sinne sollen Investitionen und Übernahmen in türkischen Häfen vermehrt werden. Vor kurzem habe die Firma bereits die Fusion des drittgrößten türkischen Container-Ladeplatzes Kumport vollendet. Die Firma werde den Um- bzw. Ausbau des Ladeplatzes beschleunigen. In Zukunft würden Kumport und der griechische Hafen Piräus für Chinas Seetransport auf der maritimen Seidenstraße eine wichtige, koordinierende und unterstützende Rolle spielen. (CRI)

Chinas überseeische Fusionen und Übernahmen sollen 2016 um 20 Prozent wachsen

Chinesische Unternehmen widmen sich seit Jahren Fusionen mit und Übernahmen von ausländischen Unternehmen, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit auf dem internationalen Markt zu erhöhen. Dieses Jahr soll das Transaktionsvolumen um 20 Prozent steigen.

 

18.05.2016, Die internationale Investmentbank UBS gab am gestrigen Montag bekannt, dass das erwartete Transaktionsvolumen chinesischer Firmenzusammenschlüsse und -übernahmen im Ausland in diesem Jahr um 20 Prozent steigen und damit einen neuen Rekord aufstellen werde.

Nach Berichten der britischen Nachrichtenagentur Reuters gab UBS an, bis zum 10. Mai habe das Transaktionsvolumen der Firmen der Volksrepublik bereits 111 Milliarden US-Dollar (98 Milliarden Euro) erreicht und damit das Gesamtvolumen des Vorjahrs überholt.

 

Die auffälligste Übernahme dieses Jahr stellte die des schweizerischen Agrochemiekonzerns Syngenta durch ChemChina im Februar dar. Mit 43 Milliarden US-Dollar (37,95 Milliarden Euro) handelte es sich um die bisher größte Übernahme eines ausländischen Unternehmens durch eine chinesische Firma.

 

Lu Suicheng, der Leiter der Abteilung für Fusionen und Finanzen in der Region Asien bei der UBS, erklärte, dass das Vorgehen chinesischer Firmen bei überseeischen Fusionen und Übernahmen immer ausgereifter werde. Die Reaktionsgeschwindigkeit ließe sich mit amerikanischen und europäischen Unternehmens vergleichen. Gebote mache man, um zu gewinnen. Man bemühe sich um die Beschleunigung der Transaktionen und vermeide Auktionprozesse.

Stadtbahnen vielleicht auch bald in kleineren Millionenstädten Chinas

Die wachsenden städtischen Bevölkerungen Chinas haben stetig steigende Mobilitätsbedürfnisse. Die Mindestanforderungen für den Bau städtischer Schienennetze sind derzeit noch hoch. Doch sie könnten sich in naher Zukunft senken und zu Milliarden an Investitionen führen.

 

18.05.2016, Economic Information Daily berichtete am Montag, dass die Schwelle für städtischen Schienenverkehr von 3 Millionen auf 1,5 Millionen Bewohner gesenkt werden könnte. China befinde sich in einer neuen Phase des wirtschaftlichen Wachstums und mit der Erweiterung der Städte haben deren Bevölkerungen steigende Mobilitätsbedürfnisse. Zudem sollte eine hohe Bevölkerungsgröße nicht mehr länger das Hauptkriterium für den Bau eines städtischen Schienennetzes sein.

In einigen westlichen Ländern können Städte schon mit lediglich einer Million Menschen U-Bahnsysteme aufbauen. Chinas aktuelle Mindestanforderungen umfassen neben einer Bevölkerungsgröße von drei Millionen Menschen auch noch finanzielle Einnahmen von 10 Milliarden Yuan (1,4 Milliarden Euro) und ein städtisches BIP von 100 Milliarden Yuan (13,4 Milliarden Euro).

In den nächsten drei Jahren plant China rund 4,7 Billionen Yuan (636,4 Milliarden Euro) in Verkehrsinfrastrukturprojekte zu investieren. Die Investitionen umfassen etwa 303 Projekte in den Bereichen Wasserwege, Straßen, Flughäfen, Eisen- und U-Bahnen. Eisenbahnen und der städtische Schienenverkehr sollen dabei Arbeitsschwerpunkte bilden. In 103 Städten sollen insgesamt 2.000 Kilometer Schienenverkehrsnetz aufgebaut werden und sich die Gesamtinvestitionen auf 1,6 Billionen Yuan (217 Milliarden Euro) belaufen.

Liu Yuanchun, Präsident der Nationalen Akademie für Entwicklung und Strategie an der Renmin-Universität, meint, dass das Straßennetz in großen und vielen Städten mittlerer Größe schon ausreichend entwickelt sei. Aber es gebe noch einen riesigen Raum für Investitionen in U-Bahnsysteme.

Laut Ning Jizhe, dem stellvertretenden Leiter der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission, können Infrastrukturinvestitionen bei der Realisierung der wirtschaftlichen Wachstumsziele eine wichtige Rolle spielen. Die lokalen Regierungen seien ebenfalls am Aufbau der U-Bahnsysteme interessiert, weil dies das Wirtschaftswachstum ankurbeln und das öffentliche Bild der Regierung verbessern könne. (German.people.cn)

Ausländische Investitionen steigen um knapp fünf Prozent

17.05.2016, Beijing - In den ersten vier Monaten des Jahres 2016 hat China nach offiziellen Angaben 45,3 Milliarden US-Dollar real angewandt. Dies entspricht einem Wachstum von 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahrszeitraum.

Handelsministeriumssprecher Shen Danyang zeigte sich zufrieden:

„Die Investitionen beziehen sich in erster Linie auf den Dienstleistungssektor und die Highend-Produktion. Dies entspricht vollkommen unseren Vorstellungen."

Chinas Investitionen ins Ausland stiegen in den ersten vier Monaten um mehr als 70 Prozent auf 60 Milliarden US-Dollar an. Die Investitionen in den USA verdoppelten sich sogar.

Zur Umstrukturierung der chinesischen Industrie sagte Shen Danyang, die Wurzeln der verarbeitenden Industrie sollten in China beibehalten werden:

„Wir hoffen, dass sich die verarbeitende Industrie von Ostchina in die westlichen Landesteile verlagern kann. Die Verlagerung ins Ausland soll ganz allmählich hinzukommen. Nach Möglichkeit soll die verarbeitende Industrie in China bleiben." (CRI)

Chinas Infrastrukturplan nicht vergleichbar mit Konjunkturmaßnahmen von 2008

17.05.2016, Beijing - Chinas Ausgabenplan für die Infrastruktur sei nicht vergleichbar mit den Konjunkturmaßnahmen von 2008, so ein Ökonom bei J.P.Morgan.

 

Das Verkehrsministerium und die Nationale Kommission für Entwicklung und Reform hatten angekündigt, dass von 2016 bis 2018 insgesamt 4,7 Billionen Yuan (636 Milliarden Euro) für die Infrastruktur ausgegeben werden, die für 303 Projekte zugewiesen sind. Die Entscheidung sei als weitere wichtige Konjunkturmaßnahme fehlinterpretiert worden, ähnlich wie die, die der weltweiten Finanzkrise gefolgt war, aber dies sei nicht der Fall, heißt es in einer Forschungsmitteilung von Zhu Haibin, Chef-Ökonom bei J.P.Morgan China. Zhu erwartet, dass zu den Projekten einige gehören, die bereits im Gange sind, und die Ausgaben stünden im Einklang zu der bestehenden Politik und seien keine zusätzlichen Ausgaben.

 

Der 13. Fünf-Jahres-Plan beinhaltet im Vergleich zum vorigen Fünfjahresplan leicht geringere Ziele hinsichtlich der Ausgaben für Züge und Autobahnen, dafür aber höhere hinsichtlich Straßenbahnen und Flughäfen. Die Ausgaben seien immer noch kritisch, wenn die Ziele der Politik erreicht werden sollen, sagte Zhu. Vor dem Hintergrund, dass die Fertigungsinvestitionen weiterhin sinken, während die Kapazität reduziert wird und die Immobilienvorräte weiterhin hoch sind, ist die Infrastruktur der Fokus der Politik geworden. Außerdem stellte Zhu heraus, dass das Konzept der Infrastruktur sich in den vergangenen Jahren ausgeweitet habe und mittlerweile neue Bereiche abdecke, wie Straßenbahnen, Pipelines, Wasserwirtschaft, und Umwelt.

 

Darüber hinaus seien 4,7 Billionen Yuan heutzutage nicht vergleichbar mit vier Billionen Yuan im Jahr 2008. Der Betrag nehme heutzutage einen Anteil von 6,9 Prozent des BIP von 2015 ein, oder 8,5 Prozent der Anlageinvestitionen, und werde auf die kommenden drei Jahre verteilt. Im Jahr 2008 repräsentierte der Betrag 14,9 Prozent des BIP von 2007 und 33,8 Prozent der Anlageinvestitionen. Die Gesamtausgaben für Infrastruktur betrugen 2007 nur 2,3 Billionen Yuan und liegen heute bei über elf Billionen Yuan. Außerdem sei vier Billionen eine ungenaue Schätzung der Konjunkturmaßnahmen von 2008 bis 2009, da der eigentliche Betrag weitaus größer sei, wie es sich im Kreditwachstum und der Ausweitung der Schulden der lokalen Regierungen niederschlage, fügte Zhu hinzu. (german.china.org.cn)

Zukünftige Industrien werden neue Wachstumsquelle für Shenzhen

13.05.2016, Im Jahr 2012 hat die Stadt Shenzhen ein Entwicklungsprogramm für zukünftige Industrien initiiert, um den Entwicklungsraum für strategische aufstrebende Branchen zu vergrößern. Im Zentrum stehen dabei Leben und Gesundheit, Raum- und Luftfahrt, Maritim-Wirtschaft, Roboter, tragbares Equipment und intelligente Anlagen. Dank der starken Produktionskette und Grundlagenforschung in den vergangenen Jahren konnten zukünftige Industrien in Shenzhen eine sprunghafte Entwicklung verzeichnen. Zahlreiche florierende Betriebe für neue Technologien haben außerdem vielfältige Innovationserfolge erzielt. Zukünftige Industrien sind zu einer neuen Wachstumsquelle für Shenzhen geworden.

Liu Zihong, Gründer der Royole Corporation in Shenzhen, sagte, gegenüber dem Silicon Valley in den USA habe Shenzhen in gewissen Aspekten eine einzigartige Übermacht:

 

„Die Produktionskette für Elektronik ist in Shenzhen sehr gut entwickelt. Diese Überlegenheit besitzt das Silicon Valley nicht. Shenzhens Produktionskette für Elektronik ist viel stärker als die des Silicon Valley. Das ist also nicht nur in China, sondern auch weltweit einzigartig. Heutzutage versammeln sich hier außerdem immer mehr internationale Fachkräfte, was auch auf die aktive Förderung wissenschaftlicher Innovationen durch die Regierung Shenzhens und den Staat zurückzuführen ist. Die Fachkräftepolitik hat zahlreiche internationale Experten angezogen."

 

 

Statistiken zufolge gab es 2015 in Shenzhen 5.524 Unternehmen für neue Technologien. Der Wert strategischer aufstrebender Branchen entsprach 2,3 Billionen Yuan RMB. Zukünftige Industrien mit einem Wert von über 400 Milliarden Yuan RMB, darunter die Branchen Leben und Gesundheit, Roboter, tragbares Equipment und intelligente Anlagen, sind zu einem neuen Wachstumspunkt geworden. Während des 13. Fünfjahresplans hat Shenzhen vor, seine Überlegenheit weiterhin zu verstärken. Bis 2020 sollen sich über 10.000 staatliche Betriebe für neue Technologien und strategische aufstrebende Branchen im Wert von drei Billionen Yuan in Shenzhen niederlassen. Zukünftige Industrien sollen bis zu einem Wert von einer Billion Yuan ausgebaut werden. Shenzhens Bürgermeister Xu Qin sagte:

„Während des 13. Fünfjahresplans haben wir ein großes Ziel. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir hart arbeiten. Erstens muss die Innovationsfähigkeit kontinuierlich verstärkt werden. Zweitens muss eine günstige Branchenpolitik verabschiedet werden. Drittens müssen noch mehr in- und ausländische Innovations- und Branchenressourcen sowie Fachkräfte versammelt werden. Nur dann können zukünftige Industrien in kurzer Zeit sprunghaft erstarken, was gleichzeitig eine innovative und integrierte Entwicklung mit hohem Niveau ermöglicht." (cri)

 

Arbeitsstellen in China immer beliebter bei Ausländern

11.05.2016, Ausländer werden mit hohen Gehältern angelockt, doch die Konkurrenz kann groß sein, was die Chance auf ein Angebot schmälert.

Hohe Gehälter und bessere Karriereaussichten sind die beiden Hauptgründe, die Jobsuchende aus Industrieländern nach China ziehen, meinen Personalvermittler und Experten. Audrey Deng, Personalvermittlungsmanager mit mehr als acht Jahren Erfahrung beim Personalvermittler Spring Professional, sagte, chinesische Arbeitgeber seien gewillt, die Höhe des Gehalts zu verdoppeln, um ausländische Talente zu gewinnen, und würden dazu Zuschüsse für die Ausbildung von Kindern und für eine Wohnung bezahlen.

Laut Expat Insider 2015, einer Umfrage von InterNations, liegt China nur auf Platz 38 bei der Gesamtbewertung, aber das Land erreichte Platz 5 hinsichtlich Einkommen beziehungsweise Platz 17 hinsichtlich der Karriereaussichten, und liegt damit höher als die USA und Frankreich. Die Gehälter, die von chinesischen Unternehmen geboten werden, scheinen Unternehmen zu helfen, Expats zu gewinnen, die dem Einfrieren der Löhne und der um sich greifenden Arbeitslosigkeit des überschuldeten Westens entkommen möchten.

Robert Parkinson, Chef und Gründer von RMG Selection, eine Organisation für internationale Personaldienstleistungen mit Fokus auf China, sagte, die Sichtweise, dass Arbeiten in China hart sei, hat sich im Vergleich zu einigen Jahren zuvor geändert. Viele Expats finden das schnelle Wachstum der chinesischen Wirtschaft aufregend. Mit Stand von Ende 2012 gab es mehr als 240.000 ausländische Arbeitnehmer auf dem chinesischen Festland, ein Anstieg von 17 Prozent im Vergleich zu 2007, wie es vom Ministerium für Personal und Soziale Sicherheit heißt.

Im Vergleich zu anderen Ländern ist die Zahl nicht unbedingt hoch, und sie hat das Potential zu steigen. Wang Huiyao, Präsident des Zentrums für China und Globalisierung, sagte, die Zahl der Menschen, die im Ausland geboren sind und in Beijing, Shanghai und Guangzhou leben und arbeiten, sei zwischen 2000 und 2013 um mehr als 50 Prozent gestiegen und nehme nun einen Anteil von rund 0,5 Prozent der Bevölkerung ein.

Dennoch wird der Jobmarkt nicht unbedingt jeden ausländischen Jobsuchenden aufnehmen. Personalexperten meinen, erfahrene Fachkräfte mit spezialisierten Fähigkeiten und Kenntnissen von fortschrittlicher Technologie oder Industrieprozessen werden stark nachgefragt werden, während hohe Managementpositionen und Einstiegspositionen sinken werden. Einige qualifizierte Arbeitskräfte aus asiatischen Ländern, wie Singapur, sind beliebt wegen ihres Einblicks in den Westen, der chinesischen Sprachkenntnisse und geringerer Kosten. Deng von Spring Professional sagte, Gehälter, die für europäische und US-amerikanische Experten gezahlt werden, seien 50 Prozent höher als die ihrer asiatischen Kollegen. (german.people.com.cn)

Neue Zollbestimmungen für den grenzüberschreitenden Online-Handel angepasst

09.05.2016, Die neuen Zollbestimmungen für den grenzüberschreitenden Online-Handel werden zunächst angepasst und in naher Zukunft verkündet, berichtete die Zeitung Shanghai Securities News am Dienstag.

Die Anpassungen sehen vor, dass das Inkrafttreten der neuen Bestimmungen um ein Jahr verschoben wird. Während der einjährigen Übergangszeit können grenzüberschreitende Händler sich auf die neue Verordnung vorbereiten.

Diese Nachricht folgt nur einen Monat nachdem China eine neue Steuerpolitik eingeführt hatte, die vorgab, dass Produkte, die auf grenzüberschreitenden E-Commerce-Plattformen gekauft wurden, Einfuhrzöllen unterliegen.

Es ist die dritte Anpassung der neuen Beschränkungen für Online-Importe. Die Behörden hatten zuvor zunächst die Regelung für importiere Waren präzisiert und anschließend eine zweite „Positivliste“ veröffentlicht, um eine höhere Zahl von Handelswaren abzudecken.

Zwischen Donnerstag und Samstag haben mehrere Ministerien und Behörden, einschließlich des Handelsministeriums, der Allgemeinen Zollverwaltung und des Ministeriums für Finanzen, intensive Forschungen zu den Auswirkungen der neuen Bestimmungen angestellt und Meinungen von einigen Online-Handelswebseiten wie Tmall Global, Jumei.com, vip.com und xiaohongshu.com eingeholt.

Während eines Treffens stellten die Behörden klar, dass China den grenzüberschreitenden Online-Handel unterstützen werde, mit Fokus auf Geschäften zwischen Unternehmen und Exporte. Allerdings bedeute dies nicht, dass die Entwicklung des Handels zwischen Unternehmen und Verbrauchern eingeschränkt werde.

Eine Person, welche am Freitag an der Sitzung in Henan teilnahm, sagte der Shanghai Securities News, Vertreter aus mehreren grenzüberschreitenden Online-Shopping-Plattformen hofften, dass sich die Einführung der neuen Bestimmungen noch etwas verzögern werde. China solle eine neue Handelsmanagement-Kategorie für den grenzüberschreitenden Online-Handel definieren.

Sie hofften auch, dass in der Umsetzung der neuen Bestimmungen eine "Positivliste" einer Einfuhrerlaubnis gleich komme und Zollabfertigungsbescheinigungen überflüssig werden.

Man gehe davon aus, dass es eine Übergangszeit geben werde, sagte Zhang Li, stellvertretender Leiter der E-Commerce-Forschungsabteilung unter dem Handelsministerium. Die neuen Bestimmungen für grenzüberschreitenden Online-Handel seien zu hastig verabschiedet worden. China solle weichere Maßnahmen beschließen und Unternehmen Zeit geben, sich an diese anzupassen, sagte Zhang. (german.china.org.cn)

Alipay erweitert ihren ausländischen Dienst

04.05.2016, Alipay gilt als das populärste Zahlungssystem in China. Nun beginnt es auch die Kooperationen mit den internationalen Partnern, damit die chinesischen Touristen im Ausland einfacher und bequemer bezahlen können.

Der chinesische Onlinezahlungsanbieter Alipay hat die Zusammenarbeit mit einigen wichtigen Partnern bekannt gegeben. Man kann nun den Online-Vermittlungsdienst von Uber in mehr als 400 Städten der Welt und den Service von 16.000 Taxis in über 200 US-amerikanischen Städten durch Alipay bezahlen und in über 9.000 „7-Eleven“-Geschäften in Thailand mit dem chinesischen mobilen Zahlungssystem einkaufen.

Ab Mai 2016 ist Uber zugänglich in das Zahlungssystem von Alipay in 69 Ländern und Regionen der Welt, zudem können die chinesischen Touristen in über 400 ausländischen Städten die Uber-Taxis durch Alipay direkt mit Renminbi bezahlen. Früher mussten die chinesischen Reisenden im Ausland eine Doppelwährungskreditkarte benutzen.

Ab April des Jahres bietet der chinesische Fahrdienstleister Didi durch seinen Partner „Lyft“ den chinesischen Touristen in über 200 US-amerikanischen Städten den Fahrdienst an. Didi erlaubt auch die Zahlung durch Alipay. Am Ende April kooperierte Alipay auch mit Taiwan Taxi, der größten Taxifirma mit 16.000 Fahrtzeugen in der ganzen Inselprovinz Taiwan.

Alipay ist auch in den südostasiatischen Markt eingetreten. Am Ende April startete sie die Zusammenarbeit mit der thailändischen Zahlungsfirma Counter Service und dem Betreiber der Einzelhandelskette „7-Eleven“ mit über 9000 Filialen in Thailand. (German.people.cn)

 

Migranten-Zuwachs nimmt ab

29.04.2016, In einem Bericht des Büros von Donnerstag heißt es, dass die Wachstumsrate im Jahr 2015 um 0,6 Prozent gefallen war. Der Anteil der Arbeitskräfte unter 40 Jahren fiel um 1,3 Prozent auf 55,2 Prozent. Das Durchschnittsalter liegt bei 38,6 Jahren und damit vier Monate älter als noch 2014.

In dem Bericht werden „zugewanderte Arbeitskräfte“ als Personen beschrieben, deren Haushaltsregistrierung zwar in den ländlichen Regionen liegt, die aber nicht in der Agrarindustrie tätig sind, oder als Personen, die pro Jahr mehr als sechs Monate außerhalb ihres Heimatsortes arbeiten.

Der sinkende Migrantenzuwachs könnte aus den sinkenden Löhnen resultieren. Laut dem Bericht erreichte das durchschnittliche Monatsgehalt rund 416 Euro (3072 Yuan), die jährliche Wachstumsrate ging um 2,6 Prozent auf 7,6 Prozent zurück. Im Fertigungssektor wurde ein Rückgang auf 6,7 Prozent verzeichnet, in der Baubranche ging die Rate auf 4,4 Prozent zurück.

Darüber hinaus unterschrieben 36,2 Prozent der Arbeiter im letzten Jahr einen Vertrag mit ihrem Arbeitgeber, ein Rückgang im Vergleich zu 38 Prozent im Jahr 2014. Dennoch unterschrieben 0,3 Prozent mehr einen Kurzzeitvertrag für weniger als ein Jahr.

Einem Prozent der Wanderarbeiter stehen Lohnzahlungen aus, das sind 0,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Den unbezahlten Wanderarbeitern standen 2015 im Schnitt Lohnrückstände in Höhe von 1331 Euro (9788 Yuan) zu, im Jahresvergleich ein Anstieg von 2,9 Prozent.

Im Gegensatz zu Staatsunternehmen ließen kleine Baufirmen für gewöhnlich keine Verträge mit ihren Arbeitern unterschreiben, so dass die Gefahr von Lohnrückständen steige, erklärt Cui Hao, der als stellvertretender Leiter der Overseas Engineering Company of China Tiesiju Civil Engineering Group Co. tätig ist. „Es gibt weniger junge Arbeitskräfte, wie wir bemerkten. Die meisten sind zwischen 40 und 50 Jahren alt. Es scheint, als ob die jüngere Generation nicht dazu bereit ist, harte körperliche Arbeit zu verrichten, obwohl das Einkommen in der Bauindustrie höher ist.“

Wang Jiahui, ein 40-jähriger Zimmermann aus der Provinz Jiangxi, sagt über seinen Vertrag, dass dieser wenige Wohltätigkeiten und dafür umso mehr Beschränkungen enthalte. „Freunde von mir wurden nicht bezahlt. Entweder gingen sie mit leeren Händen oder zogen vor Gericht. Arbeitgeber zu verklagen ist allerdings ein harter Weg“, erzählt Wang, der seit dem Jahr 1997 in der südchinesischen Provinz Guangdong arbeitete. „Ich hoffe mein 15 Jahre alter Sohn kann eine gute Bildung genießen. Ich möchte nicht, dass mein einziger Sohn ein Wanderarbeiter wird.“ (german.china.org.cn)

China auf dem Weg zum größten Atomkraftproduzenten

28.04.2016, Von zehn Kernkraftwerken, die im vergangenen Jahr weltweit gebaut wurden, kamen acht aus China. Experten nach ist das Land auf dem Weg, der weltweit größte Atomkraftproduzent zu werden.

China hat die Atomkraftentwicklung und gleichzeitig die nukleare Sicherheit intensiviert, wie das Nachrichtenportal jiemian.com im Februar berichtete.

Im Jahr 2020 soll es in China 90 Atomkraftwerke geben, so Umweltminister Chen Jining. China werde Frankreich als zweitgrößten Atomkraftproduzenten gemessen an installierter Kapazität hinter den USA ablösen, berichtete China News Service am 19. April. “Die Entwicklung von Atomkraft ist von strategischer Wichtigkeit für China im Kampf gegen Umweltverschmutzung”, so Gui Liming, Professor an der Tsinghua-Universität und Experte für Chinas atomares Sicherheitssystem. Er erklärte gegenüber Global Times, dass der Anteil an Elektrizität, der durch Atomkraft generiert wird, weit geringer ist als der in anderen Ländern wie Südkorea. „China hat in den vergangenen Jahren seine Fähigkeit gesteigert, die Sicherheit von Atomkraftwerken zu gewährleisten. Mit reifenden Technologien ist das Land zuversichtlich, mehr Atomkraftwerke bauen zu können“, so Gui.

Auf dem chinesischen Festland gibt es 30 Atomkraftwerke mit einer gesamten installierten Kapazität von 28,31 Gigawatt. Festlandchina plant, 2020 eine Kernkraftkapazität von 58 Gigawatt mit einer zusätzlichen Kapazität von 30 Gigawatt zu haben, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. China erneuerte 2014 die Konstruktion von Atomkraftwerken nach der Aussetzung von neuen Projekten anlässlich der Nuklearkatastrophe 2011 im japanischen Fukushima, berichtete Xinhua. (german.china.org.cn)

China will Roboterindustrie gesund entwickeln

27.04.2016, Im Laufe der vergangenen Jahre kamen in China immer mehr Industrieroboter zum Einsatz. Statistiken zufolge wurden 2015 rund 33.000 industrielle Roboter produziert, einschließlich der Erzeugnisse ausländischer Marken, was einem Wachstum von 21,7 Prozent entspricht. Angaben der chinesischen Industrieroboterunion zufolge ist der Absatz eigener Marken 2015 um 31,3 Prozent gestiegen. Im ersten Quartal des laufenden Jahres hat sich die Produktion um 19,9 Prozent gesteigert. Service-Roboter finden in der wissenschaftlichen Forschung, medizinischen Betreuung, Bildung, Unterhaltung sowie im Haushalt Anwendung.

Trotzdem gibt es laut dem Präsidenten der genannten Union, Qu Daokui, in der Branche noch Missstände:

„Erstens, die Kerntechnologien. Das Kontrollsystem gilt als das Gehirn der Roboter. Bei traditionellen Robotern ist der Abstand zwischen China und dem Westen noch groß. Kerneinzelteile muss China noch importieren. Dies nimmt bei den Kosten der Roboter einen Löwenanteil ein, also zirka 60 Prozent bis 70 Prozent. Aufgrund des Nischendaseins auf dem High-End-Markt hat China Nachteile bei traditionellen Robotern."

Der Vizeminister des chinesischen Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie, Xin Guobin, betonte, dass sein Ministerium zunächst mit zuständigen Behörden eine gesunde, nachhaltige Entwicklung der Roboterindustrie in China vorantreiben wolle. Er nennt im Folgenden die Maßnahmen dafür:

„Erstens, verstärkte Koordinierung der Ressourcen. Eine Konzentration der Roboter-Branchenkette sowie der dazugehörigen Produktionselemente soll angeleitet werden. Zweitens, intensivierte finanzielle Unterstützung. In diesem Sinne sollen Erforschung, Produktion und Verbreitung der Roboter und deren Kerneinzelteile unterstützt werden. Drittens, Ausbau der Finanzierungskanäle. Finanzierungsinstitutionen sollen motiviert werden, der Roboter-Branchenkette entsprechende Produkte und Geschäfte zu unterstützen und das Roboter-Verpachtungsmodell zu popularisieren. Viertens, Schaffung einer guten Marktumgebung. Verschiedene Ressourcen sollen sich auf Eliteunternehmen konzentrierten. Das Akkreditierungs- und Beglaubigungssystem beim Roboterkauf soll etabliert werden. Fünftens, verstärkter Aufbau der Fachteams. Pläne zur Ausbildung von Fachkräften sollen umgesetzt werden. An sechster Stelle steht der Ausbau der internationalen Kontakte und Kooperationen. Nur so kann die internationale Wettbewerbsfähigkeit erhöht werden." (german.cri.cn)

China will Hochgeschwindigkeits-Zugstrecke in Indien bauen

26.04.2016, Die vorgeschlagene Chennai-Neu-Delhi-Strecke könnte die zweitgrößte der Welt werden, direkt nach der 2.298 Kilometer langen Beijing-Guangzhou-Linie, die vor drei Jahren ins Leben gerufen wurde.

China verfügt inzwischen mit atemberaubenden 19.000 Kilometern über das weltweit größte Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnnetz – mehr als alle Hochgeschwindigkeitsstrecken aller anderen Länder zusammengenommen.

Mit ihrem Erfolg, reichlich Erfahrung im Inland und ihren fortschrittlichen Technologien, hat die CRC nun damit begonnen, sich nach mehr Chancen in den überseeischen Märkten umzusehen, darunter in Indien, Malaysia, Singapur und vielen anderen Ländern.

Indien hatte den Auftrag für die landesweit erste Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnlinie – die Mumbai und Ahmedabad verbinden soll – an Japan vergeben, nachdem Tokio dem südasiatischen Land einen besonders günstigen Kredit angeboten hatte.

China werde möglicherweise nicht so günstige Kreditbedingungen bieten können, aber seine Expertise und Technologien seien kompatibel mit denen von Indien, sagte Zhao.

Während China in den letzten zehn Jahren über 10.000 Kilometer an Hochgeschwindigkeitsstrecken gebaut habe, sei Japan in der gleichen Zeit nur auf 350 Kilometer gekommen, sagte Zhao und fügte hinzu, dass China inzwischen in der Lage sei, derartige Bahnstrecken schneller und besser zu bauen. (german.china.org.cn)

Metro AG expandiert in China

25.04.2016, Metro China, eine Tochterfirma der deutschen Metro AG, beschleunigt damit die Entwicklung und Expansion mit Franchise-Unternehmen und der Eröffnung von kleineren Läden des täglichen Bedarfs in China.

Das Unternehme plane zwei "MyMart"-Filialen in Shanghai, eine davon an einer großen U-Bahn-Station und die andere in der Nähe eines Wohngebietes, sagte Jeroen de Groot, Präsident von Metro China.

Weitere "MyMart"-Filialen in anderen Städten in China seien ebenfalls in Planung sagte de Groot. Nähere Angaben dazu werde es in naher Zukunft geben, fügte er hinzu. Die Metro AG ist ein global agierender deutscher Konzern mit Hauptsitz in Düsseldorf.

Mit der Expansion und Zusammenarbeit mit Franchise-Unternehmen wolle man die Kundennachfrage bedienen sowie kleinere Firmen auf dem Markt unterstützen, sagte de Groot.

Man werde die Franchise-Unternehmen genau prüfen, erklärte de Groot, da das Unternehmen seinen guten Ruf in Bezug auf Qualität und Lebensmittelsicherheit weiter garantieren wolle.

Man wolle sich künftig ebenso an individuelle Kunden richten wie an professionelle Käufer, hieß es. Von den 4,3 Millionen registrierten Käufern bei Metro seien mittlerweile rund 40 Prozent individuelle Kunden.

Das Unternehmen hat bereits 82 Geschäfte in 57 chinesischen Städten. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen weitere Supermärkte und kleinere Läden folgen, hieß es.

"Der Schritt in das 'Convenience Store' Segment, also in den Bereich der kleinen Bedarfsartikelgeschäfte, zeigt, dass Metro einen Anteil am wachsenden Anteil von kleinformatigen Geschäften und modernem Handel übernehmen will", sagte Jason Yu, Geschäftsführer von Kantar Worldpanel China.

Nach Angaben von Kantar Worldpanel war der Markt solcher kleinen Geschäfte des täglichen Bedarfs im vergangenen Jahr um 9,3 Prozent gewachsen.

Kantar Worldpanel zufolge bevorzuge der aktuelle Kunde den Einkauf in kleineren Läden, speziellen Outlets oder online.

Die Einführung der "MyMart"-Filialen sei eine Verlagerung der bisherigen Strategie, um den Zeitgeist des aktuellen Konsumverhaltens der Käufer zu treffen, sagte Yu. (german.china.org.cn)

Neue App erleichtert Chinesen die Taxifahrt im Ausland

21.04.2016, Der chinesische Fahrdienstleister Didi hat eine neue Handy-App namens „Didi Haiwai“ für das Rufen von Taxis im Ausland auf den Markt gebracht. In Zukunft können chinesische Touristen in den USA ganz einfach die Handy-App öffnen, wie im Inland ein Taxi rufen und am Ende mit WeChat Pay bezahlen. So können Chinesen in den Vereinigten Staaten Probleme durch die Sprachbarriere oder den Geldwechsel beim Taxirufen und bei der Bezahlung vermeiden.

Viele chinesische Touristen sind bei US-Reisen Schwierigkeiten bei Taxifahrten begegnet. Die neue Smartphone-App „Didi Haiwai“ interagiert mit der US-amerikanischen App „Lyft“, sodass man via „Didi Haiwai“ in den USA Taxis rufen kann. Hinzu kommt, dass man durch das grenzüberschreitende WeChat Pay mit chinesischem Geld in den USA die Fahrten bezahlen kann.

Laut dem „WeChat Pay“-Team bietet WeChat Pay seit dem vergangenen Jahr ausländischen Händlern seine grenzüberschreitende mobile Zahlungsmethode. Nun steht diese Methode auch in Japan, Südkorea, den USA, Australien, Neuseeland, Hongkong und Macao zur Verfügung. Demnächst wird sie auch in Thailand, Indonesien, Malaysia und Russland angeboten.

Darüber hinaus unterstützt WeChat Pay die direkte Zahlung in britischen Pfund, Hongkong-Dollar, US-Dollar, japanischen Yen, kanadischen Dollar, australischen Dollar, Euro, neuseeländischen Dollar sowie südkoreanischen Won. Das Entwicklungsteam von WeChat erklärte auch, dass sie ihre Dienstleistungen über Einkauf und Reise hinaus ausbauen werden. Chinesischen Touristen sollen noch mehr einfache und bequeme Dienste im Ausland angeboten werden. (German.people.cn)

Die zehn chinesischen Städte mit den höchsten Durchschnittsgehältern

21.04.2016, Das durchschnittliche Gehalt für Angestellte von Shanghai im ersten Quartal 2016 betrug rund 8825 Yuan (etwa 1202 Euro) pro Monat. Es folgen Beijing und Shenzhen mit jeweils 8717 Yuan (1187 Euro) und 8141 Yuan (1109 Euro).

Unter allen Kategorien sind die bestbezahlten Jobs in Shanghai in den professionellen Dienstleistungsbereichen wie Rechnungswesen, Recht und Personal zu finden. Die Arbeitnehmer in diesen Sektoren verdienen durchschnittlich 13.400 Yuan (1825 Euro) pro Monat.

Der Liste zufolge sollen Joint Ventures und börsennotierte Unternehmen die großzügigsten Arbeitgeber sein, während die privaten Firmen und die von Regierung unterstützten Institutionen am wenigsten bezahlen.

Hier die zehn chinesischen Städte mit den höchsten Durchschnittsgehältern.

(german.china.org.cn)

Datenbank mit ausländischen Talenten in China in Planung

19.04.2016, China will eine Datenbank mit ausländischen Talenten im Rahmen einer digitalen Plattform einrichten, um ausländische Experten mit potentiellen Arbeitgebern zusammenzubringen, wie ein ranghoher Beamter am Sonntag sagte. Die Plattform, das erste Massendatenprojekt seiner Art in dem Land, werde die Nationalität aller rechtmäßig beschäftigten ausländischen Angestellten, ihr Fachgebiet und ihre Branche, ihren Arbeitgeber und ihren Wohnort einschließen, wie Zhang Jianguo, Direktor der Staatlichen Verwaltung für die Angelegenheiten Ausländischer Experten, sagte. Er schlug auf der Konferenz für den Internationalen Austausch von Experten, die am Samstag und Sonntag in Shenzhen in der Provinz Guangdong abgehalten wurde, eine Datenbank vor.

Während der Veranstaltung sagte er, er habe bemerkt, dass mehr Regierungen und Unternehmen in China ausländische Arbeitnehmer einstellen wollten, während immer mehr Expats das Land als Chance sähen. “Sowohl die Angebots- als auch Nachfrageseite sind positiv”, so er. “Aber ich habe auch bemerkt, dass viele Arbeitgeber nicht die richtigen Kandidaten finden. Der Schlüssel ist hier Matching.”

Zwischen 2011 und 2015 statteten ausländische Experten China mehr als drei Millionen Besuche ab, sei es für Kurzreisen oder langfristige Beschäftigung. Dies ist ein Anstieg von 30 Prozent im Vergleich zum Zeitraum von 2006 bis 2010. Zhang sagte, die meisten Expats arbeiteten in acht Provinzen und Städten, darunter Beijing, Shanghai und die Provinz Zhejiang. “Früher wurde die Einführung von ausländischen Talenten durch Regierungspolitik und Talentprojekte geleitet. Doch diese können nicht dynamisch auf Marktveränderungen reagieren”, meint er. “Der Markt sollte die Einstellung von ausländischen Talenten leiten, und die Regierung sollte ein günstiges Umfeld für ausländische Talente schaffen, beispielsweise vereinfachte Visa-Antragsverfahren.“ Die digitale Plattform werde also als Brücke für die Informationslücke zwischen Angebot und Nachfrage dienen, so Zhang, ohne weitere Ausführungen zu geben.

Im Zuge der Entwicklung Chinas entstehen aufstrebende Industriezweige, die einer Knappheit an ausländischen Talenten entgegensehen. Beispielsweise zeigen Daten von Spring Professional, einer internationalen Personalvermittlung, dass viele Autohersteller mit neuen Energien betriebene Fahrzeuge entwickeln und qualifizierte ausländische Experten benötigen. Christine Raynaud von der Morgan Philips Group, ein globaler Personalvermittler, sagte, lokale und ausländische Unternehmen in China seien nicht erfahren in internationaler Rekrutierung. Chinesische Firmen und Marken internationalisierten sich, um in globalen Märkten zu konkurrieren, und das bedeute, dass sie ausländische Experten für kritische Projekte gewinnen und integrieren müssten, meint sie. Allerdings sei das traditionelle Modell für Rekrutierung zu lokal. Es setze auch keine digitalen Hilfsmittel wirksam ein. (german.china.org.cn)

Anzeichen für Erholung der chinesischen Wirtschaft

15.04.2016, Die Wirtschaftsdaten des ersten Quartals von 2016 zeigen erste Anzeichen für eine Erholung der chinesischen Wirtschaft.

Wie der Sprecher der staatlichen Kommission für Entwicklung und Reform, Zhao Chenxin, am Mittwoch sagte, vermehrten sich die positiven Faktoren. Es gebe steigende Investitionen, ein erhöhtes Preisniveau, eine Kehrwende der sinkenden Rentabilität, einen wiederbelebten Immobilienmarkt, ein beschleunigtes Wachstum von Fiskaleinnahmen und höhere Erwartungen des Marktes, so Zhao weiter.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte am Dienstag das erwartete Wachstum der chinesischen Wirtschaft in diesem Jahr von 6,3 Prozent auf 6,5 Prozent nach oben korrigiert. (german.china.org.cn)

China weltweit führend in Unternehmensfusionen und -übernahmen

11.04.2016, China avanciert zum Land mit dem höchsten Volumen an Unternehmensfusionen und -übernahmen weltweit. Im ersten Quartal 2016 habe sich das Volumen neuesten Daten zufolge auf 92,2 Milliarden US-Dollar (80,97 Milliarden Euro) belaufen, wie die Finanzmarktplattform Dealogic bekanntgab.

Die Daten zeigen, dass Chinas Volumen an Unternehmensfusionen und -übernahmen im Ausland im ersten Quartal diesen Jahres 30 Prozent der Marktanteile umfasst, während Kanada sich mit einem Volumen von 64,2 Milliarden US-Dollar (56,38 Milliarden Euro) für 20 Prozent verantwortlich zeigt. Die Vereinigten Staatenhalten 16 Prozent des Marktes, insgesamt 48,8 Milliarden US-Dollar (42,86 Milliarden Euro).

Chinas Zusammenschlüsse und Übernahmen im Ausland haben sich seit 2010 zum sechsten Mal in Folge erhöht. Letztes Jahr belief sich das Volumen noch auf 106,9 Milliarden US-Dollar (93,88 Milliarden Euro). (German.people.cn)

Seidenstraße-Initiative bringt Handelsvolumen von 1 Billion US-Dollar

08.04.2016, Der Sprecher des chinesischen Handelsministeriums Shen Danyang gab am Donnerstag in Beijing bekannt, das Handelsvolumen zwischen China und den mit der Seidenstraße-Initiative involvierten Ländern habe im Jahr 2015 fast 1 Billion US-Dollar erreicht, das mache mehr als 25 Prozent des nationalen Handelsvolumens im ganzen Jahr aus.

Im März letzten Jahres haben das Handelsministerium, die Kommission zur Reform und Entwicklung und das Außenministerium Chinas gemeinsam eine Erklärung zur Förderung des Wirtschaftsgürtels entlang der Seidenstraße und der maritimen Seidenstraße des 21. Jahrhunderts veröffentlicht. Seit mehr als einem Jahr hat China mit betreffenden Ländern bei Wirtschaftskooperationen große Erfolge erzielt. (german.cri.cn)

Chinas Finanzrisiken sind unter Kontrolle

08.04.2016, In dem Bericht zitierten die Autoren Tom Orlik und Fielding Chen die Verbesserungen Chinas im Bloomberg "Economics' Financial Stability Index (EFSI)", einer Kombination aus 10 Indikatoren zur Erfassung verschiedener Risiken, als Beweis für ihre Schlüsse.

Der EFSI Chinas war Ende 2015 für das drittes Quartal in Folge gestiegen, ein Hinweis auf steigende Preise für Wohneigentum, eine Stabilisierung der Börse und reichlich Liquidität.

Andere Faktoren, einschließlich der lockereren Geldpolitik und niedriger Inflation, seien negativ geblieben -- aber nicht genug, um zu verhindern, dass sich der Index insgesamt leicht verbessert habe, so der Bericht.

Mit Blick auf das erste Quartal 2016 stellen die Autoren des Berichts fest, dass die Immobilienpreise beständig gestiegen seien und der Aktienmarkt die Talsohle durchschritten habe. Auch die abschwellenden Kapitalabflüsse suggerierten, dass der Index einen leichten Anstieg verzeichnen könne, obwohl das BIP langsamer wachse, die Geldpolitik locker und der weitere Anstieg der Geldmenge M2 in Relation zum BIP gering bleiben werde.

"Das Wachstum ist niedriger als früher, aber eine Wirtschaft, die mit knapp sieben Prozent pro Jahr wächst, wirft noch beträchtliche Ressourcen und Möglichkeiten ab", heißt es in dem Report.

Chinas Wirtschaft wuchs 2015 um 6,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, der schwächste Wert in rund einem Vierteljahrhunderts. Die anhaltenden Turbulenzen an den Aktienmärkten sowie die Abwertung des Yuan seit Beginn des laufenden Jahres stellen die Politiker auf den Prüfstand. (german.china.org.cn)

Alibaba wird größter Einzelhändler der Welt

07.04.2016, Der E-Commerce Riese mit Sitz in Hangzhou veröffentlichte zwar nicht die Zahlen zum gesamten Bruttohandelsumsatz im vergangenen Geschäftsjahr, welches im März endet. Allerdings teilte er am 21. März mit, dass seine Online-Handelsmarktplätze in China bereits im vergangenen Geschäftsjahr den Meilenstein von drei Billionen Yuan (406 Milliarden Euro) Bruttohandelsumsatz überschritten.

Alibabas Geschäftsjahr beginnt am 1. April und endet am 31. März. Wal-Mart verzeichnete in seinem vergangenen Geschäftsjahr, das am 31. Januar endete, einen Umsatz von 482,1 Milliarden US-Dollar (424,7 Milliarden Euro).

Alibaba sagte in einer Pressemitteilung, der Rekord-Bruttohandelsumsatz zeige, dass der größte Einzelhandelsmarkt der Welt sein Geschäft von Offline nach Online verlagert habe. "Wir haben 13 Jahre lang die Macht eines anderen Geschäftsmodells gezeigt, im Vergleich zu herkömmlichen Offline-Einzelhändlern", hieß es.

Laut Alibaba entfielen zehn Prozent des gesamten Einzelhandelsvolumens in China auf sein Online-Geschäft und schufen direkt 15 Millionen Arbeitsplätze.

Alibaba hat sich bereits ein Ziel von einem jährlichen Handelsvolumen von sechs Billionen Yuan (812 Milliarden Euro) bis zum Jahr 2020 gesetzt. Außerdem will es 90 Prozent seiner Einzelhändler helfen, ihre operative Effizienz zu erhöhen.

"Im Jahr 2024 wollen wir eine Geschäftsplattform für zwei Milliarden Konsumenten und mehrere zehn Millionen von Unternehmen im In- und Ausland sein", sagte Zhang Yong, Geschäftsführer von Alibaba, während einer Presseveranstaltung.

Das Unternehmen werde sich bemühen, Cloud Computing und Big Data-Technologien mit dem Internet und dem Internet der Dinge sowie Endgeräte der Verbraucher zu verbinden, um seine Entwicklung voranzutreiben, sagte Zhang. (german.china.org.cn)

Die fünf größten Banken Chinas halbieren die Gehälter

06.04.2016, Im Vergleich zu westlichen Standards waren die Managergehälter bereits sehr bescheiden. Doch nun verdienen sie weniger als viele Bankiers in den USA oder in Europa im ersten Jahr und die Einkommensdisparität zu CEOs von Banken in westlichen Ländern ist enorm und weitet sich aus.

 

Jiang Jianqing beispielsweise, Vorstandsvorsitzender der Industrial and Commercial Bank of China (ICBC), der weltweit größte Kreditgeber hinsichtlich der Bilanzsumme, verdiente im vergangenen Jahr weniger als 75.000 Euro (550.000 Yuan). Laut dem neusten Bericht der ICBC entspricht das einer Senkung von 52 Prozent von 150.000 Euro (1,1 Mio. Yuan) noch im Jahr 2014. Seine Vergütung deckt nur etwa 0,3 Prozent der 23,7 Mio. Euro (27 Mio. US-Dollar) ab, die der Vorstandsvorsitzende der JPMorgan Chase & Co. in 2015 erhielt. Ebenso entspricht dies nur einem Bruchteil der rund 13 Mio. Euro (14,8 Mio. Schweizer Franken), die dem CEO der UBS Sergio Ermotti im Jahr 2015 gezahlt wurden.

 

Die größten chinesischen Banken werden bekanntermaßen von Beamten geleitet, die von der Zentralregierung ernannt werden. Für viele bedeutet eine solche Position ein Ticket in eine einflussreiche, politische Karriere in der Zukunft. Doch ihre Bezahlung ist gedeckelt – und wurde nun drastisch gekürzt.

 

Die Einkommensdisparität zwischen westlichen und chinesischen Bankenchefs wächst seit der Finanzkrise, seitdem die chinesischen Banken erstmals die Spitzenplätze im globalen Ranking besetzten. Heute finden sich die vier größten Banken Chinas in der Top 10 der Banken weltweit, gemessen an ihren Bilanzsummen.

 

Die Lohnkürzungen in Chinas größten Banken finden in einer Zeit voller Herausforderungen statt. In einer Zeit, in der die Kreditgeber mit Forderungsausfällen zu kämpfen haben, die ein Jahrzehnthoch erreicht haben. Zudem haben die Banken aufgrund der schwächelnden Wirtschaft Schwierigkeiten ihre Geschäfte auszuweiten.

 

In der Vergangenheit hatten die Führungskräfte chinesischer Staatsunternehmen oftmals Aussichten auf Zuzahlungen und Vergünstigungen, die die niedrigen Gehälter aufwiegen sollten. Xi Jinpings Anti-Korruptionskampagne richtet jedoch den Blick auf eben diese Regierungsbeamten und begrenzt ihre Möglichkeiten an derartige, zusätzliche Einkommen zu gelangen.

 

Als Teil der Umstrukturierung von Staatsunternehmen zielt China darauf ab, die Managervergütung in seinen größten Staatsunternehmen zu transformieren, indem Gehälter gekürzt werden, die Möglichkeiten zusätzliche Verdienste zu erzielen, eingeschränkt werden und die Manager verantwortlich für die Performance ihrer Unternehmen gemacht werden. Durch diesen Plan, der 2015 implementiert wurde, sehen sich die obersten Chefs von 72 Staatsunternehmen, darunter auch große Unternehmen wie PetroChina, Sinopec und China Mobile, mit Lohnkürzungen um 50 Prozent konfrontiert. Die erst kürzlich veröffentlichten Zahlen belegen, dass, wenn es um Banken geht, Beijing die volle Strafe verhängt.

 

Im Gegensatz zu den Gehältern in großen US-Banken, die sich seit dem Kollaps und den Rettungsaktionen der Finanzkrise 2008-2009 wieder erholt haben, bewegen sich die Löhne der Bankenmanager in chinesischen Banken in die andere Richtung. Die Gehälter des Vorstands und der Präsidenten der fünf großen chinesischen Banken fielen im Jahr 2015 alle um 50 Prozent, wie die neusten Berichte der Kreditgeber zeigen.

 

Die saftigen Kürzungen kamen bedingt durch den Druck, den die schwächelnde Wirtschaft auf die Gewinne der Kreditgeber machte. Im letzten Monat verbuchten die wichtigsten Banken Chinas das schwächste Gewinnwachstum innerhalb eines Jahrzehnts.

 

Die China Construction Bank, Chinas zweitgrößtes Kreditinstitut, kürzte Jahreseinkommen des Vorsitzenden Wang Hongzhang von rund 163.000 Euro (1,2 Mio. Yuan) im Jahr 2014 auf unter 81.000 Euro (600.000 Yuan) im letzten Jahr. Die Berichte der Agricultural Bank of China, der Bank of China und der Bank of Communications zeigen ebenfalls, dass ihre Manager nur die Hälfte ihrer Verdienste aus 2014 erhielten. (german.china.org.cn)

Chinesische Unternehmen unter den angesehensten Firmen der Welt

31.03.2016, Insgesamt elf chinesische Unternehmen haben es geschafft, in eine aktuelle Rangliste der 100 angesehensten Unternehmen der Welt aufgenommen zu werden. Die jährlich neu zusammengestellte Liste wurde kürzlich durch das Reputation Institute, ein internationales Beratungsunternehmen für Reputationsmanagement mit Sitz in New York und Kopenhagen, veröffentlicht.

 

Bei den elf Unternehmen handelt es sich um: Huawei Technologies, China Merchants Bank, Alibaba, Tsingtao Brewery, Air China, Lenovo, Hutchison Whampoa, China Construction Bank, Bank of Communications, Tasly und die Bank of China.

Aus Sicht chinesischer Verbraucher sind die drei angesehensten Unternehmen der Welt Intel (mit Hauptsitz in Kalifornien), Rolex (mit Hauptsitz in Genf, Schweiz) und Rolls-Royce (Hauptsitz in London).

 

Alle Unternehmen wurden in sieben Kategorien bewertet, darunter Produkte und Dienstleistungen, Innovationen, Arbeitsplätze, Verwaltung, Pflichterfüllung (je nach Heimatland), Management und Realisierung von Unternehmenszielen. (german

.china.org.cn)

Li Keqiang: Stagnieren der Realwirtschaft ist das größte finanzielle Risiko

Das größte finanzielle Risiko sei, dass sich die Realwirtschaft nicht entwickle. Dies sagte der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang am Mittwochvormittag auf einer Pressekonferenz.

Am Mittwochvormittag ist Chinas Ministerpräsident Li Keqiang zu einer Pressekonferenz in der Großen Halle des Volkes eingeladen worden. Dabei hat er die Fragen in- und ausländischer Journalisten beantwortet.
Am Mittwochvormittag ist Chinas Ministerpräsident Li Keqiang zu einer Pressekonferenz in der Großen Halle des Volkes eingeladen worden. Dabei hat er die Fragen in- und ausländischer Journalisten beantwortet.

16.03.2016, „Natürlich hat das Finanzwesen seine eigenen Regeln. Diesen Risiken muss vorgebeugt werden. Allerdings bin ich mehr besorgt über die Finanzinstitute selbst. Im letzten Jahr hatten einige Branchen sowie Unternehmen Schwierigkeiten beim Betrieb; der Anteil der faulen Kredite nahm deshalb zu. Aber wir sind in der Lage, diesem Risiko vorzubeugen. Denn die Kapitalausstattungsquote der Geschäftsbanken liegt bei mehr als 13 Prozent, was den internationalen Standard übertrifft. Der Deckungsgrad der Risikovorsorge erreicht 180%, was unseren Standard von 150% ebenfalls übertrifft. Dazu können wir marktorientierte Mittel nutzen, um die Rate der Unternehmensschulden zu reduzieren“, sagte der Ministerpräsident. Er ging davon aus, dass die Unternehmensschulden ein altes Problem seien, weil in China hauptsächlich eine indirekte Finanzierung vorherrsche. Aber Chinas Haushaltssparquote sei relativ hoch. „Trotzdem werden wir unentwegt den Multi-Level-Kapitalmarkt entwickeln, egal, welche Arten von Marktschwankungen auftreten“, betonte Li.

„Aufgrund von mehreren Faktoren erlebte der chinesische Aktienmarkt im vergangenen Jahr abnorme Schwankungen. Die Behörden haben eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um den Markt zu stabilisieren und die massiven finanziellen Risiken zu verhindern. Das Ziel haben wir erreicht“, so der Ministerpräsident. Er forderte, die marktorientierte Reform auf dem Aktienmarkt, dem Rentenmarkt sowie dem Devisenmarkt voranzutreiben. Dazu betonte Li Keqiang die Überwachungsverantwortung der Regierung und sagte: „Es gibt zur Zeit viele innovative Finanzprodukte. Es darf keine Aufsichtslücke geben.“ Er fügte hinzu, dass sich die einzelnen Behörden bei der Aufsicht und der Verwaltung gut koordinieren müssten, damit mögliche Probleme und Risiken rechtzeitig behoben werden könnten. (German.china.org.cn) 

Das Leben in Chinas Metropolen wird teurer

15.03.2016, die Lebenshaltungskosten in Chinas Metropolen steigen. Dies geht aus einer Untersuchung der Economist Intelligence Unit (EIU) hervor. Während man in Shanghai nun ebenso teuer lebt wie in Tokio, müssen auch Bürger in Beijing und Shenzhen für ihre täglichen Ausgaben tiefer in die Tasche greifen.

 

Singapur ist der Studie zufolge weiterhin die teuerste Stadt der Welt. Hongkong und Seoul sind die zwei anderen asiatischen Metropolen, die zu den Top-Ten der weltweit teuersten Städte gehören.

 

Trotz der Abwertung der chinesischen Landeswährung RMB sind die Lebenshaltungskosten in Chinas Großstädten gestiegen. Shanghai ist von Platz 13 im Jahr 2014 auf Platz elf im Jahr 2015 vorgerückt und ist die teuerste Stadt des chinesischen Festlands. Shenzhen belegte 2013 noch Position 39, im Jahr 2015 lag die südchinesische Metropole auf Platz 16. Beijing stieg von Platz 46 im Jahr 2014 auf Position 31. Die chinesischen Großstädte Dalian, Chengdu, Suzhou, Guangzhou und Tianjin gehören ebenfalls zu den teuersten 60 Städten der Welt.

 

Ein Angestellter in Shanghai, der früher in Beijing gearbeitet hat, sagte, die Miete sei in beiden Städten fast gleich. Die Fahrtkosten in Shanghai seien jedoch höher als in Beijing. Auch in Restaurants gäben Menschen in Shanghai mehr Geld aus als in der Hauptstadt. Die Lebenshaltungskosten einer Familie mit zwei Personen lägen im Monat in beiden Städten bei 7.000 bis 8.000 Yuan RMB (etwa 970 bis 1.100 Euro).

 

Einem Bericht der Schweizer Bankengruppe Julius Bär zufolge sind die Wohnungskosten in Shanghai im Jahr 2015 um 15 Prozent gestiegen. Die Warenpreise in Shanghai liegen ebenfalls höher als in anderen asiatischen Städten. Ein Markenanzug kostet in Shanghai 34 Prozent mehr als in anderen asiatischen Großstädten. Die Preise für Alkohol sind in Shanghai 21 Prozent höher, Armbanduhren sind 16 Prozent teurer. Die Kosten für Hochzeiten, medizinische Behandlungen und Immobilien sind in Shanghai etwa doppelt so teuer wie die Durchschnittskosten in anderen Großstädten Asiens.

 

Der Anstieg der Lebenshaltungskosten in Chinas Metropolen beeinflusst vor allem die Menschen, die keine Eigentumswohnung haben. Herr Chen, Mitarbeiter einer IT-Firma in Shenzhen, sagte, die Wohnungsmiete mache rund 35 Prozent seines monatlichen Gehalts aus. Seine Wohnung habe nur wenig Sonne. Er habe einmal überlegt, weiter von seiner Firma entfernt zu wohnen. Die Miete wäre 50 Prozent niedriger, allerdings müsste er täglich rund vier Stunden zur und von der Arbeit pendeln. Wie Herr Chen stehen viele junge Leute unter starkem finanziellem Druck. Trotzdem wollen sie in den Metropolen bleiben, da es dort mehr Gelegenheiten, bessere Gehälter und eine reifere Arbeitsumgebung gibt. (German.cri.cn) 

Abbau des Immobilienbestands: China handelt um den Markt zu stabilisieren)

Am Sonntag wurde die 4. Jahrestagung des 12. chinesischen Nationalen Volkskongresses (NVK) in der Volkshalle in Beijing eröffnet. Chen Zhenggao, Minister für Wohnungsbau, beim Interview vor der Eröffnung der Tagung. (Foto von Shi Jiamin, People´s Daily
Am Sonntag wurde die 4. Jahrestagung des 12. chinesischen Nationalen Volkskongresses (NVK) in der Volkshalle in Beijing eröffnet. Chen Zhenggao, Minister für Wohnungsbau, beim Interview vor der Eröffnung der Tagung. (Foto von Shi Jiamin, People´s Daily

08.03.2016, am Samstagvormittag hat der chinesische Premierminister Li Keqiang im Tätigkeitsbericht der Regierung darauf hingewiesen, dass die Regierung städtisch erschwingliche Wohnprojekte und die stabile und gesunde Entwicklung des Immobilienmarkts weiter vorantreiben wird. Li betonte, dass die Wohnverbrauchssteuer und Kreditpolitik verbessert werden müssen und die Regierung die Nachfrage der Bevölkerung nach verbessertem Wohnraum ernst nehme und spezifische Maßnahmen für den Abbau des Immobilienbestands ergreifen werde. Ein neues Gehäuse-System, mittels dem man Wohnungen vermieten oder kaufen kann, muss erstellt werden. Die Wanderbevölkerung soll ins System der öffentlichen Mietwohnungen einbezogen werden.

 

Der Immobilienmarkt ist die Benchmark der makroökonomischen Wirtschaft. China schätzt die gesunde Entwicklung des Immobilienmarkts. Chen Zhenggao, Minister für Wohnungsbau und Aufbau der städtischen und ländlichen Gebiete, hat auf der Eröffnungszeremonie der 4. Jahrestagung des 12. NVK ausgedrückt, dass das Ministerium für Wohnungsbau den Wohnungspreisen in chinesischen großen Städten große Aufmerksamkeit schenkt und in engem Kontakt mit Beijing, Shanghai, Guangzhou und Shenzhen steht. Diese vier Städte haben versucht, den Immobilienmarkt zu stabilisieren. Die spezifischen Maßnahmen sind wie folgt: Umsetzung einer strikten Beschränkungspolitik beim Wohnungskauf und der differenzierten Kredit- und Steuerpolitik; Erhöhung der versorgbaren Landfläche und rechtzeitige Offenlegung der betroffenen Informationen; Erhöhung des Angebots an kleinen und mittleren Wohnungen und Verbesserung der Versorgung mit erschwinglichem Wohnraum; Bekämpfung illegaler Aktivitäten beim Wohnungshandel sowie richtige Lenkung der öffentlichen Meinung.

Ausländische Persönlichkeiten beobachten die Fähigkeit der chinesischen Regierung im Hinblick auf die Stabilisierung des Immobilienmarkts. Der Abbau des Immobilienbestands ist eine wichtige Aufgabe der Regierung und seit der zweiten Hälfte des Jahres 2015 wurde bereits eine Reihe von politischen Maßnahmen erlassen, die den Immobilienmarkt begünstigen. Nach dem diesjährigen Frühlingsfest hat die Steigerung der Wohnungspreise in den großen Städten die Besorgnis der Bevölkerung erregt. Am 1. März hat die chinesische Zentralbank den Mindestreservesatz um 0,5 Prozentpunkte reduziert. Dies wird als das Signal der lockeren Geldpolitik betrachtet. (German.people.cn)

Beijing betreibt „Diät und Fitnesstraining“

08.03.2016, Beijing „bemüht sich gerade mit Standhaftigkeit darum, abzunehmen und fit zu bleiben sowie die Stadtfunktionen zu verteilen und die eigene Entwicklung voranzutreiben“, schreibt Guo Jinlong, Parteisekretär der Stadt Beijing, in seinem Artikel für People’s Daily über die Reform der Stadtverwaltung.

 

Guo spricht in seinem Artikel davon, dass bei der ständigen Bevölkerung in Beijing 2015 sowohl das „Wachstumstempo“ als auch die „Wachstumszahl“ gesunken sind. Gleichzeitig hat sich die Wirtschaftsdynamik von Beijing nicht abgeschwächt. 2015 betrug die Gesamtwirtschaftsleistung der Hauptstadt knapp 2,3 Billionen Yuan (321,3 Milliarden Euro), darunter nahm der tertiäre Sektor einen Anteil von 79,8 Prozent ein. Die Einnahmen der Bewohner in den Städten und auf dem Land stiegen schneller als das Wirtschaftswachstum.

Seit Langem hat Beijing zu viele Funktionen, darunter einige, die eine Hauptstadt nicht haben sollte. Die Stadt zählt zu viele Bewohner, der Verkehrsstau und die Luftverschmutzung sind ein großes Problem, die Wohnungen sind zu teuer, und die Gesellschaft lässt sich sehr schwer verwalten und regulieren.

„Beijings Struktur ist eine typische Ein-Zentrum-Struktur. Die meisten Funktionen konzentrieren sich im Stadtzentrum, was den Verkehrsdruck erhöht, die Effizienz des Stadtbetriebs gesenkt und die Luftverschmutzung verschlechtert hat“, erklärt Gu Sheng, Experte für chinesische Urbanisierungsprobleme in seiner Analyse „Krankheit der Großstadt“ in Bezug auf Beijing.

Im Februar 2014 hat Xi Jinping, Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas, Staatspräsident und Vorsitzender der Zentralen Militärkommission, eine Inspektion in Beijing durchgeführt. Dabei stellte er die Forderung, dass Beijing seine Bevölkerungszahl effektiv kontrollieren und die Bevölkerungsverteilung balancieren soll.

2015 wurde der „Beijing-Tianjin-Hebei-Entwicklungsplan“ veröffentlicht, demnach sich die Gesamtzahl der ständigen Bewohner in der Hauptstadt bis zum Jahr 2020 auf maximal 23 Millionen belaufen soll. Die Zahl der ständigen Bewohner in den sechs Bezirken im Stadtzentrum soll im Vergleich zu 2014 um 15 Prozent verringert werden. Bis 2020 soll auch der Verkehrsstau deutlich reduziert und die Luft- und Wasserqualität weiter erhöht werden.

Parallel dazu hat Beijing bereits begonnen, den Aufbau des Vize-Verwaltungszentrums im Bezirk Tongzhou zu beschleunigen, im Rahmen dessen die Mehrzahl der Verwaltungsstellen aus dem Stadtzentrum in den Bezirk Tongzhou ausgelagert wird.

Guo bekräftigte in seinem Artikel des Weiteren, dass Beijing seine Funktion als internationale Kommunikationsbrücke auch in Zukunft weiter stärken werde und bestrebt ist, eine international erstklassige, harmonische und angenehm bewohnbare Metropole zu werden. (German.people.cn)

Abwertung des Yuan laut Chinas Finanzminister "nicht auf Agenda"

26.02.2016, Shanghai - China bereitet ein Treffen der G20-Zentralbankiers und -Finanzminister in Shanghai vor - der Plan einer Abwertung des Yuan sei aber nur "Medienrummel", so Finanzminister Lou Jiwei.

 

China bereitet ein Treffen der G20-Zentralbankiers und -Finanzminister in Shanghai vor - der Plan einer Abwertung des Yuan sei aber nur "Medienrummel", so Finanzminister Lou Jiwei. “Es gibt keinen solchen Punkt auf der Agenda“, so Lou. China habe kein Interesse in Zusammenhang mit einem angeblichen Antrag von internationalen Bankiers, teilte die Beratungsfirma Anbang mit Sitz in Beijing mit. Im Vorfeld des Treffens der Top-Bankiers und Finanzminister der weltgrößten Volkswirtschaften, das am Freitag und Samstag stattfinden soll, sagten chinesische Entscheidungsträger, sie hofften, dass die Teilnehmer mehr Zeit und Energie in den Neustart des Weltwirtschaftswachstums steckten, anstatt sich auf kurzfristige Deals zu konzentrieren, die zu mehr Unsicherheit führten und keinerlei Probleme lösen würden.

In Shanghai werden die G20-Zentralbankiers und Finanzminister sich auf Themen wie das weltweite Wachstum, Infrastrukturinvestitionen, die Reform der globalen Finanzleitung, die Restrukturierung von Staatsverschuldung, globale Steuerkooperation und die Finanzierung von Umweltprogrammen konzentrieren, heißt es in Berichten chinesischer Medien. Gleichzeitig einigten sich chinesische Beamte darauf, dass das Land den Informationsaustausch und die Zusammenarbeit mit anderen G20-Mitgliedern vertiefen werde, wie Premierminister Li Keqiang dem Weltbankpräsidenten Jim Yong Kim am Mittwoch in China versprach.

Eine Wiederholung des Plaza-Abkommens – ein Übereinkommen zwischen den USA, Großbritannien, dem damaligen West-Deutschland, Frankreich und Japan, um in den Währungsmarkt einzugreifen, indem der US-Dollar 1985 abgewertet wurde, sei reine Fantasie, so Lou am Freitag vergangener Woche vor der Presse. Viele Kommentatoren sagten, das Plaza-Abkommen habe nur wenige Probleme gelöst und sei teilweise für die Investitionsblase in Japan verantwortlich gewesen, die schließlich in den lang anhaltenden Wirtschaftsabschwung des Landes resultiert sei. Doch ein neues Plaza-Abkommen hätte wenig Auswirkungen auf das Produktivitätsniveau in wichtigen Volkswirtschaften oder in ihr langfristiges Wachstum, so Qi Yue, Kommentator auf wallstreetcn.com. Ein anderer Finanzminister sagte: “Die G20 sollten bei dem Treffen nicht die Währungspolitik eines bestimmten Landes diskutieren.” Die Teilnehmer würden "Prinzipien diskutieren, keine bestimmten nationalen politischen Maßnahmen“, so der Minister.

Eine einmalige Neubewertung des Yuan, so Lu Feng, Wirtschaftsprofessor an der Peking-Universität, sei "einfach unplausibel". Eine radikale Abwertung oder ein großer Anstieg des Yuan diene nicht den Interessen irgendeiner wichtigen Volkswirtschaft, so Lu. China werde wegen eines kürzlichen Kapitalausstroms keinen großen Zusammenbruch verzeichnen, solange gute Investitionsmöglichkeiten in dem Land bestehen. Wenn die beiden größten Volkswirtschaften – China und die USA – ihr Wachstum aufrechterhalten können, gebe es immer noch die Chance, dass für die Weltwirtschaft ein weiterer Zusammenbruch verhindert werde, so Lu. (german.china.org.cn)

Chinas Handelsminister: Seidenstraßen-Initiative als Wirtschaftsmotor

24.02.2016, Peking - Wie das chinesische Handelsministerium am Dienstag bekannt gab, hat sich die Seidenstraßen-Initiative nach mehr als zweijährigem Aufbau als zuträglich für die regionale Verbundenheit und Zusammenarbeit im gegenwärtigen, globalen Business Setting erwiesen.

 

Bei einer Pressekonferenz in Beijing erklärte Handelsminister Gao Hucheng, dass China dank der Initiative bereits 75 Kooperationszonen für Wirtschaft und Handel in 35 Ländern und Regionen aufbauen konnte. Den Regierungen der einzelnen Länder seien so in den vergangenen vier Jahren Steuerzahlungen von rund 91 Milliarden Euro (100 Milliarden US-Dollar) eingegangen, bis Ende letzten Jahres waren zudem 950.000 Arbeitsplätze entstanden. Durch die Initiative seien in den Partnerländern viele Schnellstraßen, Eisenbahnstrecken und Luftwege entstanden, so Gao. China werde weiterhin Ressourcen, Maßnahmen und Märkte einsetzen, um sich mit der Außenwelt zu verbinden.

 

Die Seidenstraßen-Initiative ist Teil des Wirtschaftsgürtels Seidenstraßen und der maritimen Seidenstraße des 21. Jahrhunderts, die im Jahre 2013 von China initiiert wurden, um die Zusammenarbeit mit Ländern in Asien, Europa und Afrika auszubauen. „Die Initiative kann Chinas Integration fördern und in größeren Teilen des Landes die Vorteile der Öffnungspolitik spürbar machen“, sagte Gao.

 

Im Hinblick auf Infrastruktur, Schiffsverkehr, Energie, Transport und Handel konnte China seine Zusammenarbeit mit Pakistan und Saudi Arabien bereits festigen. Importe und Dienste aus jenen Ländern trugen dazu bei, die Konjunkturen der Handelspartner zu verbessern und die eigene Wirtschaft anzukurbeln.

 

Der Handelsminister versicherte zudem, dass auch der inländische Konsum in diesem Jahr weiterhin rapid ansteigen werde. Im vergangenen Jahr machte er 66,4 Prozent des chinesischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus, was einem Anstieg um 15,4 Prozent im Jahresvergleich entspricht.

 

Li Jian, leitender Wissenschaftler an der chinesischen Akademie für internationalen Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit, dem Think Tank des chinesischen Handelsministeriums, sagt, obwohl die Seidenstraßen-Initiative noch in den Kinderschuhen stecke, konnten in den beteiligten Ländern, die ihrerseits selbst auf der Suche nach Weichen für einen Marktzuwachs sind, bereits wirtschaftliche Vorteile generiert werden. Chinas größte Schifffahrtsgesellschaft China COSCO Shipping Corp. wird in den Ländern entlang der Seidenstraße mehr Ressourcen und Arbeitskräfte aufstellen, um ein stabiles Wachstum zu ermöglichen. So wurden mit dem Schiff bereits tonnenweise Zement ins indonesische Jakarta gebracht, chemische Ausrüstung in den Hafen Doha in Katar geliefert und Baumaschinen auf dem Weg nach Addis Abeba in Ägypten gebracht, die den Hafen von Djibouti durchlaufen. Xu Lirong, Vorsitzender von China COSCO Shipping, sagt, dass das Unternehmen zusätzlich zu der Schifffahrt auch die Logistik, die Herstellung von Industrieausrüstung sowie Finanz- und Schifffahrtsdienstleistungen in den Ländern entlang der Seidenstraße, langfristig gesehen besonders in Südostasien, Afrika, im Vorderen Orient und Osteuropa, aufbauen will. (german.china.org.cn)

China investiert im Januar über 12 Milliarden US-Dollar in Übersee

19.02.2016, Peking - Immer mehr chinesische Firmen investieren im Ausland. Allein im vergangenen Januar haben die Unternehmen aus dem Reich der Mitte über 12 Milliarden US-Dollar in Übersee platziert.

 

Nach Angaben des chinesischen Handelsministeriums sind Chinas Auslands-investitionen im Rahmen der „One Belt, One Raod“-Initiative und der internationalen Produktionskapazitätskooperation rasant gestiegen. Allein im Monat Januar sind die nicht finanziellen Auslandsinvestitionen der Volksrepublik gegenüber dem Vorjahr um 18,2 Prozent auf 12,02 Milliarden US-Dollar angewachsen.

 

Laut Statistik haben in diesem Januar vor allem die Investitionen in der Fertigungsindustrie stark zugenommen, ihr Volumen umfasst 1,62 Milliarden US-Dollar, was eine Erhöhung von 87,8 Prozent im Vorjahresvergleich darstellt. 51,9 Prozent davon, nämlich 840 Millionen US-Dollar, wurden in der Teilbranche Anlagenbau investiert. Dort erreichte die Zuwachsrate gegenüber dem Vorjahr sogar einen Anstieg von 128,3 Prozent.

 

In Sachen Auslandsinvestition spielen die Unternehmen in den Provinzen und Städten eine unersetzbare Rolle. In den Jahren 2014 und 2015 betrug ihr Anteil an den Gesamtinvestitionen jeweils 51 Prozent und 66,4 Prozent. Im vergangenen Jahr haben diese Unternehmen insgesamt 78,36 Milliarden US-Dollar ins Ausland investiert – ein Rekordhoch. In diesem Januar haben sich ihre Auslandsinvestitionen gegenüber dem Vorjahr um 175,2 Prozent auf 11,12 Milliarden US-Dollar gesteigert, womit sie 92,5 Prozent der gesamten Auslandsinvestitionen ausmachen.

 

In Bezug auf das Investitionszielland liegen die USA weiterhin ganz vorne. Dorthin wurden von chinesischer Seite im Januar 1,56 Milliarden US-Dollar investiert – 2,9 Mal so viel wie im letzten Jahr. Hinzu kommen noch in Verhandlung stehende Übernahmen im Wert von mehr als zehn Milliarden US-Dollar. (german.people.cn)

Stahl-Überkapazität: China will mit EU kooperieren

18.02.16, Peking - Statt der weiteren Einführung von Handelsschutzmaßnahmen, schlägt das chinesische Handelsministerium im Rahmen des weltweiten Eisen- und Stahlüberkapazitäten-Problems eine Zusammenarbeit mit der EU vor. 

 

Auf einer Pressekonferenz am Mittwoch sagte Shen Danyang, der Sprecher des chinesischen Handelsministeriums, in Reaktion auf die neuesten EU-Anti-Dumpinguntersuchungen gegen chinesische Eisen- und Stahlexporteure, dass die Überkapazität in der Branche ein globales Problem sei, welches nur durch Dialog und Zusammenarbeit gelöst werden könne.

 

„Die chinesische Regierung sowie die Eisen- und Stahlunternehmen haben die Umstrukturierung in der Stahlindustrie bereits beschleunigt, um die hohe Produktionskapazität unter Kontrolle zu bringen. Im Marktwettbewerb konnten sich einige Unternehmen nicht qualifizieren“, so Shen.

 

Die Eisen- und Stahlindustrie ist ein Handelsschwerpunkt zwischen China und der EU. Seit 2014 hat die EU 15 Handelsabhilfe-Verfahren für chinesische Exporte eingeleitet, von denen acht Fälle die Eisen- und Stahlindustrie betrafen.

 

Am 13. Februar kündigte die EU Dumpingpreis-Untersuchungen gegen chinesische nahtlose Rohre, Grobbleche und warmgewalzten Flachstahl an. Gegen aus China importierten kaltgewalzten Fachstahl wurden Anti-Dumpingmaßnahmen ergriffen.

 

Laut der China Iron and Steel Association wurden im Jahr 2015 weltweit 37 Anti-Dumping-Untersuchungen gegen chinesische Stahllieferungen eingeleitet. Das ist die gleiche Gesamtzahl wie in den vergangenen beiden Jahren.

 

Vor der Zentrale der EU in Brüssel demonstrierten über 5000 Stahlarbeiter gegen die Einfuhr von Stahlprodukten aus China. Sie forderten die EU auf, Chinas Marktwirtschaftsstatus nicht anzuerkennen.

 

„Es ist unfair, China die Schuld für den stagnierenden Eisen- und Stahlmarkt in Europa zu geben“, meint Xu Liying, Forscher am Forschungszentrum des chinesischen Stahlunternehmens Langesteel. „In den letzten Jahren hat die EU häufig Anti-Dumping- und Anti-Subventionsmaßnahmen gegen Stahlimporte aus China und anderen Exportländern durchgeführt. Diese Maßnahmen haben zur Senkung der Einfuhrmenge geführt. Aber das Problem liegt in der Tat in der europäischen Eisen- und Stahlindustrie selbst.“

 

„China hat in den letzten Jahren eine Reihe von kleinen und mittleren Stahlunternehmen geschlossen. Allerdings können große Staatsunternehmen die Gesamtproduktion wirklich beeinflussen. Die Zentralregierung ruft dazu auf, die veralteten Technologien durch fortschrittlichere zu ersetzen. Aber es dauert, bis diese Maßnahmen Wirkung zeigen“, so Xu weiter.

 

China hat jüngst einen Plan zur Lösung des Überkapazitäten-Problems innerhalb der Stahlindustrie veröffentlicht. In ihm wurde festgelegt, dass die Produktionskapazität in den kommenden fünf Jahren um 100 bis 150 Millionen Tonnen verringert wird. (german.people.cn)

Chinas Premier ruft zu Aktionen gegen wirtschaftliche Probleme auf

17.02.16, Peking - Bei einem hochrangigen Treffen wies Premierminister Li Keqiang Spitzenbeamte des Staatsrats an, öffentlichen und internationalen Bedenken gegenüber Chinas Wirtschaftsentwicklung entgegen zu treten.

Ein chinesischer Arbeiter montiert ein Fahrzeug, das mit erneuerbaren Energien betrieben wird, an einer Fertigungslinie einer Autofirma im Bezirk Zouping in der ostchinesischen Provinz Shandong.
Ein chinesischer Arbeiter montiert ein Fahrzeug, das mit erneuerbaren Energien betrieben wird, an einer Fertigungslinie einer Autofirma im Bezirk Zouping in der ostchinesischen Provinz Shandong.

Premierminister Li Keqiang hat die Schlüsselmitglieder des Staatsrats dazu aufgerufen, gegenüber der öffentlichen und internationalen Besorgnis bezüglich der wirtschaftlichen Aussichten Chinas aktiv zu werden. Schlüsselminister und Abteilungsleiter wurden dazu gedrängt, sich den Medien zu stellen und zu erklären, wie China die Schwierigkeiten bewältigen wird. Der Premierminister machte diese Anmerkungen während einer Vorstandssitzung des Staatsrats am Sonntag. Er wies die Beamten bei dem Treffen an, die nationale und internationale Öffentlichkeit zu informieren, dass China zuversichtlich sei, über ausreichende politische Waffen zu verfügen, um die Wirtschaft bei der Bewältigung ihrer zunehmenden Herausforderungen zu unterstützen. Er fügte jedoch auch hinzu: „Wir möchten unsere Waffen nicht einsetzen, wenn wir nicht vollständig vorbereitet sind.“

 

Li sagte, die Wirtschaft könne aus dem Kreativitätspotenzial von 1,3 Milliarden Chinesen schöpfen. Ein Beispiel für Chinas Belastbarkeit seien die letzten Arbeitsmarktdaten. Die Regierung berichtete, dass die Arbeitslosenrate in den Städten bei 4,99 Prozent geblieben sei, obwohl die Untersuchungsmethoden im Januar verfeinert worden waren. Der Premier sagte, so lange die Lage auf dem Arbeitsmarkt stabil bleibe, könnten die anderen Wirtschaftsgrundpfeiler einfach gemanagt werden. Er machte seine Kommentare, nachdem ausländische Wirtschaftsbeobachter wegen der Volatilität auf den internationalen Aktienmärkten während der Ferien zum Frühlingsfest Alarm geschlagen hatten. Doch Li sagte, die Herausforderungen könnten der Regierung dabei helfen, ihrer Arbeit noch konzentrierter und sorgfältiger nachzugehen.

 

Er sagte, dass die Maßnahmen und Politikrichtlinien zur Abdeckung der Volatilität auf den Aktien- und Geldmärkten „der richtige Schritt“ gewesen seien. Er fügte hinzu, die marktstabilisierenden Maßnahmen, die in Übereinstimmung mit der internationalen Praxis erfolgt seien, hätten bestimmte „Bomben“ verhindert und die Risiken im Finanzsystem minimiert. Dennoch sollten die Behörden ihre Lektionen aus dieser Erfahrung lernen, interne Verwaltungsprobleme lösen und dabei zügige und effektive Fortschritte machen, sagte Li.

 

Xu Hongcai, Direktor der wirtschaftlichen Untersuchungsabteilung am China Center for International Economic Exchanges glaubt, die Widerstandsfähigkeit in der chinesischen Wirtschaftsentwicklung liege in der ökonomischen Veränderung. „China durchläuft derzeit eine Phase der Optimierung der wirtschaftlichen Strukturen, wobei der Konsum eine größere Rolle beim wirtschaftlichen Wachstum spielt“, sagte er. Nach Angaben des nationalen Statistikbüros hatte der Konsum im letzten Jahr 66,4 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt beigetragen, was einer jährlichen Steigerung von 15,4 Prozent entspricht. „In der Zwischenzeit entwickelt sich die Service-Industrie rapide weiter, was mehr potenzielle Plattformen für Beschäftigung hervorbringt - ein wichtiger Index für das wirtschaftliche Wachstum des Landes“, sagte Xu. Er fügte hinzu: „Außerdem ist das Potenzial in Zentral- und Westchina noch nicht vollständig ausgereizt. All diese Faktoren zeigen, dass es für die wirtschaftliche Entwicklung Chinas noch ein besseres Potenzial gibt.“ (german.china.org.cn)

TransferWise öffnet Geldtransfer-Route nach China noch vor chinesischem Neujahr

15.02.16, London - Die Plattform für Auslandsüberweisungen durchbricht den teuersten Währungskorridor für mehr als 50 Millionen Chinesen in Übersee.

 

TransferWise, die internationale Plattform für Geldtransfers eröffnet Verbrauchern nun die Möglichkeit, Auslandsüberweisungen mit peer-to-peer Technologie nach China zu tätigen. Aus 14 verschiedenen Währungen, dem Euro, Britischen Pfund, und dem US Dollar eingeschlossen, kann man bereits auswählen. Die Entscheidung, sich dem chinesischen Geldtransfermarkt zu öffnen, wird den komplizierten Geldtransfer von und nach China einfacher und deutlich günstiger machen.

 

Der Weltbank zufolge ist China momentan eine der kostspieligsten Währungs-korridore. Aus Deutschland kostet eine Überweisung fast 13 Prozent des gesamten Überweisungsbetrags. Insgesamt haben im Jahr 2015 Verbraucher für Überweisungen nach China mehr als €75,7 Mio. Gebühren bezahlt. Ein Beispiel: Bei einer Überweisung von $200 (€183) von Deutschland nach China fallen Durchschnittskosten von $26 (€24) an. Rund 110.284 Chinesen leben in Deutschland, weitere 50 Millionen Chinesen in anderen Ländern außerhalb Chinas.

 

TransferWise wird für die Auslandsüberweisungen nach China Kosten in Höhe von 1,5 Prozent berechnen und die Transfers innerhalb von zwei bis drei Tagen abschließen. In China wird jeder, der über ein UnionPay Konto – die Mehrheit der chinesischen Konten – verfügt, Überweisungen tätigen und empfangen können. Auch kündigte das Unternehmen an, sich mit der Nachrichten-App WeChat, von Tencent, zusammenzuschließen. Der offizielle TransferWise Account wird in einigen Wochen für WeChat eingeführt. WeChat-Nutzer können dann auch von der WeChat App Geld nach China überweisen.

 

„Es ist schockierend zu sehen wie schlecht etablierte Anbieter, wie Banken und Western Union, Kunden behandeln, die Geld nach China transferieren möchten", sagte Nilan Peiris, Vize-Präsident bei TransferWise."Dass Kunden fast 13% dafür bezahlen Geld zwischen führenden Volkswirtschaften zu versenden, ist schlicht und einfach nicht zu rechtfertigen. Es ist spannend für uns, so vielen Menschen, die bisher einen schlechten Service erhalten haben, nun eine Alternative anbieten zu können, die kostengünstiger und bequemer ist, als herkömmliche Überweisungen."

 

Letztes Jahr haben Verbraucher laut Angaben der Weltbank, mehr als €58,1 Mrd. nach China geschickt. Die USA mit ($16 Mrd.), Großbritannien mit ($966 Mio.) und Deutschland mit ($647 Mio.) waren unter den Ländern mit den meisten Transfers nach China.

 

TransferWise wurde 2011 von Taavet Hinrikus – Skype’s erstem Mitarbeiter - und Kristo Käärmann, gegründet. Momentan belaufen sich die Überweisungen von Verbrauchern auf mehr als €700 Mio. jeden Monat. Verbraucher sparen hierbei €1 Mio. pro Tag an Gebühren. Das Unternehmen wird von einer Reihe von Investoren wie Andreessen Horowitz, Richard Branson, Peter Thiels Valar Ventures und Vikram Pandit unterstützt. (TransferWise)

Chinesische Unternehmensgruppe übernimmt Opera

15.02.16, Peking - Dank der schnellen wirtschaftlichen Entwicklung Chinas treten immer mehr chinesische Unternehmen in den globalen Markt ein. Gestern hat eine chinesische Übernahmegruppe den norwegischen Webbrowser Opera zu 100 Prozent aufgekauft.

 

Die chinesische IT-Firma Kunlun hat am Sonntagabend bekannt gegeben, dass sie die norwegische Firma Opera Software zusammen mit dem in Beijing ansässigen Internetsicherheits-Unternehmen Qihoo 360 und der Fondsgesellschaft Golden Brick Silk Road (Shenzhen) übernehmen wird. Der Übernahmepreis beläuft sich Schätzungen zufolge auf rund 1,2 Milliarden US-Dollar. Kunlun soll 14 Prozent des gesamten Preises, nämlich 168 Millionen US-Dollar tragen.

 

Laut der Bekanntmachung hat die chinesische Übernahmegruppe bereits am 9. Februar 2016 ein Zusammenarbeitsabkommen unterzeichnet, am selben Tag hat die Fondsgesellschaft ein Handelsabkommen mit Opera abgeschlossen, demzufolge die Übernahmegruppe aus dem Reich der Mitte hundert Prozent der Aktien von Opera Software zu einem Preis von 1,2 Milliarden US-Dollar einkauft. 

 

Opera Software ASA wurde im Jahr 1995 in der norwegischen Hauptstadt Oslo gegründet. Das börsennotierte Unternehmen gehört zu den bekanntesten Webbrowser-Entwicklern der Welt. Die Übernahme soll planmäßig vor dem 30. Juni vollständig abgeschlossen sein. Sollten die Käufer den Handel nicht rechtzeitig vollenden, müssen sie 40 Millionen US-Dollar Trennungsgeld bezahlen.

 

Er ist bereits das dritte Mal, dass Kunlun im noch jungen Jahr 2016 eine ausländische Investition tätigt. Am 11. Januar sicherte sich das chinesische Unternehmen mit 93 Millionen US-Dollar 60 Prozent der Aktionärsrechte an der weltweit am weitesten verbreiteten Dating-App für schwule und bisexuelle Männer namens Grindr. Nur neun Tage später hat es 800.000 US-Dollar in die neue US-amerikanische Roboter-Firma Woobo investiert, wodurch es sich 20 Prozent der Aktien und einen von insgesamt drei Vorstandssitzen sicherte. (german.people.cn)

EU will China als Marktwirtschaft anerkennen

12.02.16, Peking - Die Europäische Union (EU) hat am Mittwoch eine öffentliche Konsultation betreffend der Gewährung des Marktwirtschafts-status für China gestartet. Die EU ist auf der Suche nach tiefergehenden Bewertungen und Einschätzungen bezüglich der Statusänderung.

In der seit zehn Wochen laufenden Online-Konsultation ging es um die Methodik der Antidumping-Verfahren der EU auf importierte Produkte aus China, da die derzeitigen Maßnahmen im Dezember auslaufen, hieß es in einer Erklärung der Europäische Kommission.

 

Die Kommission ist derzeit dabei, eine "umfassende" Bewertung der wirtschaftlichen Auswirkungen, die eine Änderung des Status Chinas für die "Antidumping-untersuchungen" der EU haben würde.

 

Die derzeitigen Vorschriften der EU zur Berechnung der Dumpingspannen auf chinesische Produkte – die auf der Grundlage erfolgt, dass China nicht als eine Marktwirtschaft anerkannt wird – läuft nach den Regeln der WTO am 11. Dezember aus.

 

Die Kommission plant demnach, beim Europäischen Rat sowie dem Parlament noch vor Ablauf der Frist einen Vorschlag über die Gewährung des Marktwirtschaftsstatus für China vorzulegen.

 

Da die EU China bisher nicht als Marktwirtschaft betrachtet, ist China in den letzten Jahren häufig zum Opfer einiger unfairer und diskriminierender wirtschaftspolitischer Praktiken der EU geworden.

 

Im Rahmen der aktuellen EU-Antidumpinguntersuchungen gegen China, stützt sich die Bewertung des Falls auf einen Vergleich des Ausfuhrpreises mit dem eines "Ersatzlandes", bei dem es sich um eine anerkannte Marktwirtschaft handelt, anstelle des Inlandspreises jeweiligen Produkts.

 

Bisher haben über 80 Länder – darunter Russland, Neuseeland, Singapur und Australien – China als Marktwirtschaft anerkannt. (german.china.org.cn)

Shenzhen bietet Preise und Fonds für IT-Talente

09.02.16, Shenzhen - Um weitere Spezialisten im Bereich der Informationstechnik anzusiedeln, veranstaltet die südchinesische Stadt Shenzhen im November erstmals einen Wettbewerb für internationale IT-Talente aus der ganzen Welt. Die Preisgelder können sich sehen lassen.

 

Die südchinesische Stadt Shenzhen ist die Heimat zahlreicher IT- und Innovations-Unternehmen, darunter Huawei, BYD und Tencent. Ihr dürstet danach, weitere kreative Talente anzuwerben, um ihre technologiegetriebene Wirtschaft anzukurbeln.

 

Aus diesem Grund wird die lokale Regierung nun im November den ersten „Innovation Competition of International Talents“ veranstalten. Der Wettbewerb für internationale Talente bietet IT-Spezialisten aus der ganzen Welt die Möglichkeit, Prämien in einer Gesamthöhe von 880.000 US-Dollar und zusätzliche 200 Millionen US-Dollar an Regierungsförderung und Beteiligungskapital zu erhalten.

 

Gemäß dem Veranstalter werden bis Ende März fünf Teilwettbewerbe in Sydney, München, Tel Aviv, Tokyo und dem Silicon Valley in den USA abgehalten. Das große Finale wird dann am 15. April im Longgang-Bezirk von Shenzhen stattfinden.

 

Die Anmeldefrist endet am 29. Februar.

 

Bewerben kann sich, wer Forschung in folgenden fünf Schlüsselbereichen betreibt: Internet und mobiles Internet (Informationstechnologie), elektronische Wissenschaft und Technologie, Biowissenschaft und Biotechnologie, moderne Fertigungsverfahren sowie Material & Energie (inklusive Energieeinsparung und Umweltschutz).

 

Die Bewerber sollten jedoch im Zeitraum der Anmeldung weder ein Unternehmen in China gründen, noch dort arbeiten. Es ist erwünscht, dass sie nach dem Wettbewerb ein Unternehmen in Shenzhen etablieren.

 

In jeder Kategorie werden nach einer Vorauswahl fünf Kandidaten ins Finale in Shenzhen einziehen. Der erste Preis sind 80.000 US-Dollar und gehen an nur einen Gewinner. Es werden drei zweite Preise in Höhe von je 50.000 US-Dollar vergeben. Der dritte Preis geht an insgesamt sechs Teilnehmer und beträgt je 30.000 US-Dollar.

 

Wenn es den Gewinnern der ersten drei Plätze gelingt, ihre Projekte innerhalb von sechs Monaten im Longgang-Bezirk zu lancieren, winken ihnen zusätzliche Boni: 400.000 Yuan (60.842 US-Dollar) für den ersten Platz, 300.000 (45.632 US-Dollar) für die zweiten Plätze und 200.000 Yuan (30.421 US-Dollar) für die dritten Ränge.

 

Am Wettbewerb werden 56 Risikokapital-Institute teilnehmen, um die Siegerprojekte mit Fonds in einer Gesamthöhe von 100 Millionen US-Dollar zu unterstützen.

 

Auch die Regierung stellt Fonds von rund 100 Millionen US-Dollar für die Bezuschussung der Talente und deren Projekte bereit. Nach Angabe des Veranstalters kann jedes Projekt bis zu 3,8 Millionen US-Dollar an Fonds erhalten.

 

Die an Hongkong angrenzende Metropole Shenzhen ist die Stadt mit dem vierthöchsten Bruttoinlandsprodukt auf dem Festland. Sie hat landesweiten Top-Talente der Kreativ- und IT-Industrie angesammelt und zielt darauf ab, zu einer der weltweit führenden technologiegetriebenen Städte zu werden. (german.people.cn)

www.chinatours.de
http://www.owc.de/thema/chinacontact/
http://german.cri.cn/
China Radio International
www.konfuzius-institute.de
Konfuzius-Institute
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