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Umwelt & Natur

Quanten-Fingerabdruck in China

28.06.2016, Quanten-Fingerabdrücke ermöglichen den Vergleich riesiger Datenbanken – jetzt auch in China. Chinesische Wissenschaftler haben zum ersten Mal die klassische Telekommunikation übertroffen und in einem 20 Kilometer langen Glasfaserkabel das Quanten-Fingerabdrucksystem verwirklicht.

Die Erfolge wurden in der renommierten Fachzeitschrift „Physical Review Letters" veröffentlicht. Daran arbeiteten chinesische und amerikanische Forscher von der University of Science and Technology of China, Shanghai Institute of Microsystem and Information Technology und vom Massachusetts Institute of Technology zusammen.

Mit der schnellen Entwicklung der Internettechnologien werden immer mehr Informationen über Glasfasernetzwerke transportiert. Wie man die Informationen in kleinen Einheiten verbreiten und die Kapazität des Glasfasernetzwerks erhöhen kann, ist Kernfrage des Kommunikationsbereichs. Halbleitertransistoren sind nicht mehr zuverlässig. Andererseits stellen u.a. Abhörfälle über Glasfaserkabel Sicherheitsrisiken der Informationsverbreitung dar.

Viele Wissenschaftler glauben, dass die Quanteninformatik solche Probleme lösen könnte. Quantenkommunikation sei theoretisch eine bedingungslos sichere Verbreitungsmethode, da einzelne Photonen, über die der Transport funktioniert, nicht getrennt werden dürften.

Die Theorie über den Quanten-Fingerabdruck stammt bereits aus dem Jahr 2001. Bisher fehlte es an der notwendigen Technologie, um diese Theorie in die Praxis umzusetzen.

Mittlerweile konnten mit dem Quanten-Fingerabdruck im Vergleich zum „klassischen Fingerabdruck" – der Daten-Abgleich – Datenmengen um 84 Prozent reduziert werden.

Die neue Forschungsarbeit des chinesisch-amerikanischen Teams fand weltweit Anerkennung. Redakteure der Fachzeitschrift „Physical Review Letters" meinten, die Ergebnisse böten und stimulierten wichtige Anwendungen zur Quanteninformatik.

In China wird die Glasfaser-Quantenkommunikation zwischen Beijing und Shanghai Ende 2016 eingerichtet – über Tausend Kilometer. Das weltweit erste Kommunikationsnetzwerk dieser Art wird für den Transport von Informationen in Finanz- und Regierungsgeschäftsbereichen zum Einsatz kommen.

Experten glauben daran, dass die Infrastruktur für Quantenkommunikation weltweit aufgebaut werden könne. Es sei die Basis für das Internet der Zukunft. (german.cri.cn)

Bereits 98 Tote durch Tornado in Ostchina, Rettungsarbeiten in vollem Gange

27.06.2016, Die Stadt Yancheng in der ostchinesischen Provinz Jiangsu wurde gestern von starken Hagelfällen und einem Tornado heimgesucht. Statistiken der Zivilbehörde zufolge sind dabei bereits 98 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 800 Menschen wurden verletzt, darunter mehrere hundert schwer.

Meldungen der Xinhua Agentur zufolge entstand das Unwetter am Donnerstag etwa um 14.30 Uhr in den Kreisen Funing und Sheyang in der Stadt Yancheng. In Funing herrschte ein Orkan von einer Windgeschwindigkeit von 34,6m/s (Stärke 12) und in Sheyang war der Sturm mit einer Windgeschwindigkeit von 27,9m/s (Stärke 10) nicht geringer. Dabei sind zahlreiche Häuser eingestürzt und Bäume und Masten umgefallen, die Verkehrswege wurden versperrt und die landschaftliche Infrastruktur beschädigt. Die Regierung reagierte schnell und leitete umfassende Rettungsarbeiten ein. (german.china.org.cn) 

China erzielt Trendwende beim Kampf gegen die Versteppung

21.06.2016, China gelang es, die Versteppung des Landes in Griff zu bekommen. Im Verlaufe des letzten Jahrzehnts ist die Fläche nach und nach zurückgegangen, die sich jeweils in eine Wüste verwandelt, wie die staatliche Forstverwaltung kürzlich meldete.

In den vergangenen zehn Jahren verwandelten sich im Jahresdurchschnitt nur noch 2424 Quadratkilometer ehemals fruchtbares Land in Wüsten, sagte Zhang Jianlong, Leiter der Forstverwaltung. In den späten 1990er-Jahren waren es jedes Jahr über 10.000 Quadratkilometer. Zhang Yongli, stellvertretender Leiter der Forstverwaltung bezeichnete die Trendwende als einen wichtigen Schritt, warnte aber gleichwohl davor, dass die Aufgabe damit noch nicht erledigt sei.

Die Versteppung ist ein weltweites Problem. Schätzungsweise ein Drittel der Erdoberfläche ist gefährdet, was das Leben von Millionen von Menschen beeinträchtigen könnte. China hat in den vergangenen Jahren große Geldmengen investiert, um mit Begrünungen der sich ausbreitenden Wüsten Herr zu werden. Das Land plant, in den kommenden fünf Jahren 10 Millionen Hektar Wüste zu sanieren. Bis 2020 soll mehr als die Hälfte der Gebiete, die gerettet werden können, wieder ergrünen.

Rechtliche Rahmenbedingungen wurden geschaffen: Wer auf Wüstenland die Vegetation zerstört, muss mit einer Strafe rechnen. Außerdem ist ein Kompensationsmechanismus eingerichtet worden, um Dörfer zu unterschützen, die sich am Kampf gegen die Wüstenbildung beteiligen. (german.china.org.cn)

China plant globales Quantenkommunikationsnetzwerk

10.06.2016, China hat bereits damit begonnen, in verschiedenen Städten ein globales Quantenkommunikationsnetzwerk aufzubauen. Gegenwärtig konstruiert das Land 1.000 Kilometer an Quantenkommunikationsleitungen, die Beijing und Shanghai miteinander verbinden sollen. Ein Satellit für Quantenkommunikation soll im Juli in den Orbit geschossen werden.

Quantenkommunikation basiert auf den Prinzipien der Quantenphysik. Die Technik bietet einen neuen Weg, um Informationen zu verarbeiten. Dazu zählen Codierung, Datenspeicherung, Übertragung und logische Operationen. Dazu kommen noch die gesteuerte Manipulation von Photonen, Atomen und anderen, mikroskopisch kleinen Partikeln. All dies soll die Sicherheit der Kommunikation verbessern und die Geschwindigkeit der Computerprozesse verbessern. Die Informationssicherheit ist eine Notwendigkeit in einer modernen Gesellschaft. Zumindest theoretisch kann Quantenkommunikation eine perfekte, vorbehaltlose Sicherheit bieten. Das wiederum hat eine große Bedeutung für Einrichtungen aus dem militärischen, dem finanziellen und dem privaten Bereich.

„Traditionellerweise basiert eine sichere Verschlüsselung und Übertragung von Informationen auf komplexen Algorithmen“, sagte Pan Jianwei, ein chinesischer Quantenwissenschaftler und Professor an der Universität für Wissenschaft und Technologie von China. „Doch mit der Verbesserung der Rechenleistung der Computer können die komplexen Algorithmen mehr und mehr entschlüsselt werden.“ Quantenkommunikation kann eine extrem hohe Sicherheit garantieren. Quantenphotonen können weder voneinander getrennt noch dupliziert werden. Es ist daher unmöglich, eine Leitung anzuzapfen, zu unterbrechen oder Informationen zu hacken, die über eine Quantenkommunikationsleitung versendet werden, sagte Pan. Pan leitete ein Team, um 2007 bei einer Distanz von 100 Kilometern eine sichere Quantenübertragung über eine optische Fiberglasleitung zu erreichen. 2008 baute sein Team das erste, für alle zugängliche Netzwerk für Quantenkommunikation. 2012 errichteten sie das erste, großräumige Quantenkommunikationsnetzwerk.

Das Team hofft, über zusätzliche Untersuchungen lokale Quantenkommunikation in ein globales Netzwerk umzuwandeln. Das würde eine absolute Sicherheit bei der Informationsübertragung sicherstellen. China wird seinen ersten Satelliten für experimentelle Quantenkommunikation im Juli in den Orbit schicken. Er ist der weltweit erste seiner Art. Pan sagte auch voraus, dass es innerhalb einer Dekade möglich sein könnte, einen speziellen Quantencomputer oder einen Quantensimulator zu entwickeln. Die Rechenleistung einer solchen Maschine wäre 10 Milliarden Mal schneller als die eines konventionellen Computers. (german.people.com.cn)

Beijing will 2017 strengsten Abgasstandard der Welt einführen

26.05.2016, Die Abgasskandale deutscher Autohersteller haben die Wichtigkeit der staatlichen Kontrolle für die Einhaltung von Emissionsrichtlinien drastisch bewusst gemacht. Als Vorreiter in dieser Hinsicht plant Beijing, die Abgasbelastung in der Stadt bis 2022 um ein Drittel zu reduzieren.

Nach Angaben der Beijinger Behörde für Umweltschutz werde in der Stadt ab Dezember 2017 eine neue Fahrzeugemissionsrichtlinie eingeführt, die die strengste der ganzen Welt sein solle.

Bereits im Jahr 2007 begann Beijing mit einen Vorstoß innerhalb Chinas und führte bleifreies Benzin ein. Seit mehr als einem Jahrzehnt bemüht sich die Stadt um die Verringerung der Abgasbelastung. 2004 wurde der Emissionsstandard „Beijing II“ ausgearbeitet und eingeführt. 2005, 2008 und 2012 folgten jeweils „Beijing III“, „Beijing IV“ und „Beijing V“. Die Emissionsrichtlinien in Beijing waren dabei anderen Städten Chinas stets ein oder zwei Schritte voraus. Der neueste Standard „Beijing VI“ soll die Kohlenwasserstoffemissionen von Fahrzeugen um 5 Prozent reduzieren.

Es wird erwartet, dass der neue Standard am 1. Dezember 2017 inkrafttritt. Die äußerst strenge Richtlinie soll die Fahrzeugemissionen um 40 bis 50 Prozent reduzieren und voraussichtlich bis 2022 die allgemeine Abgasbelastung in Beijing um 20 bis 30 Prozent senken. (German.people.cn)

Südchinesische Stadt erlebt schwerste Regenfälle seit zwei Jahrhunderten

23.05.2016, Außergewöhnlich heftige Regelfälle suchten eine Stadt in der südchinesischen Provinz Guangdong heim, wie lokale Behörden am Samstag meldeten. Mindestens acht Menschen kamen ums Leben.

In Xinyi, einer kleinen Stadt auf Kreisebene in Maoming, schüttete es 429,5 Millimeter Regen in gerade einmal sechs Stunden, wie der Hauptsitz der Flutkontrolle und Dürrehilfe der Provinz meldete. Derart heftige Niederschläge gibt es im Schnitt nur einmal alle zweihundert Jahre.

Acht Menschen starben und vier weitere sind noch immer vermisst. Das Amt für Zivile Angelegenheiten rief die zweithöchste Alarmstufe aus und schickte Arbeitsteams nach Xinyi. 200 Zelte, 10 Tonnen Reis sowie weitere Hilfsmittel wurden in die Katastrophenregion gebracht.

Der Regensturm ließ am Samstagnachmittag nach und hörte gegen Abend auf. Trotzdem warnten lokale Behörden vor weiteren geologischen Katastrophen in der Bergregion. (german.people.com.cn)

Luftverschmutzung in Beijing sinkt in ersten vier Monaten von 2016 deutlich

10.05.2016, Die Luftverschmutzung in Beijing ist in den ersten vier Monaten von 2016 deutlich gesunken. Wie das Beijinger Umweltschutzamt am Dienstag berichtete, sei der PM2,5-Wert (Feinstaub mit einem Durchmesser von bis zu 2,5 Mikrometer) zwischen Januar und April im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 21,8 Prozent gesunken. Die geplanten Maßnahmen zur Luftreinigung würden mit festem Schritt vorangetrieben. In den vergangenen vier Monaten seien in Beijing 113.000 alte Fahrzeuge mit hohen Schadstoffemissionen aus dem Verkehr gezogen worden, so das Umweltschutzamt weiter. Gleichzeitig seien 1.008 energiesparende Fahrzeuge in Betrieb genommen worden und 62 Elektro-Reisebusse zum Einsatz gekommen. (german.cri.cn)

NASA betrachtet China als „potentiellen Partner” im zivilen Bereich

02.05.2016, NASA-Chef Charles Bolden machte diese Bemerkung bei einem Anlass des in Washington ansässigen Think Tanks „Center for Strategic and International Studies”, beidem er die Rolle seiner Behörde in der amerikanischen Außenpolitik diskutierte.

„In der zivilen Raumfahrt sehe ich sie als Partner”, sagte er. In einige Bereiche wie der Erd- und Mondwissenschaft sei China bereits involviert. Zum Beispiel bei einer gemeinsamen Forschung mit der Chinesischen Akademie der Wissenschaften zur Geodäsie und Gletscher-Charakterisierung in der Himalaya-Region.

„Es gibt mehrere mögliche Bereiche für Partnerschaften”, führte Bolden weiter aus. „Aber auf Grund von Restriktionen durch den Kongress sind wir auf multilaterale Aktivitäten beschränkt. Engagement ist jedoch besser als Isolation.”

Der US-Kongress verabschiedete 2011 ein Gesetz, das es der NASA verbietet, in ihren Anlagen chinesische Besucher zu empfangen und mit Wissenschaftlern zusammenzuarbeiten, die in irgendeiner Form mit der chinesischen Regierung oder mit Regierungsunternehmen verbunden sind.

Am Sonntag sagte China, dass es offen sei für Weltraumkooperationen mit allen Ländern einschließlichder USA, da eine Zusammenarbeit zwischen den großen Akteuren für die Entwicklung der gesamten Menschheit förderlich sei. „China schließt die Zusammenarbeit mit keinem Land aus – auch nicht mit den USA”, sagte Yang Liwei, Chinas erster Astronaut, beim ersten chinesischen Weltraumtag. (german.china.org.cn)

China steht vor kritischen Umweltproblemen

26.04.2016, Am Montag ist der „Bericht des Staatsrats über die Umweltsituation und die Umsetzung der Umweltschutzziele 2015" der 20. Sitzung des Ständigen Ausschusses des 12. chinesischen Nationalen Volkskongresses (NVK) vorgelegt worden. Dabei geht es um die Übergabe des ersten speziellen Arbeitsberichts des Umweltschutzministeriums an den NVK seit dem Inkrafttreten des neuen Umweltschutzgesetzes.

In dem Bericht wird die Optimierung der Umweltqualität landesweit 2015 gewürdigt. Gleichzeitig werden auch Probleme dargestellt, darunter schwere Umweltverschmutzungen, große Öko-Verluste und hohe Umweltsrisiken. Dazu sagte Umweltminister Chen Jining:

„Die Situation des Umweltschutzes in China ist nach wie vor kritisch. Die Obergrenze der Tragbarkeit der Ressourcen und Umwelt ist bereits oder beinahe erreicht. Die Umwelt, besonders die Luft, das Wasser und der Boden, sind schwer kontaminiert. In manchen Gebieten sind betreffende Verantwortungen nicht umfassend umgesetzt worden, die Aufsicht wurde nicht streng durchgeführt, und der grundlegende Umweltschutz war mangelhaft. Für den Umweltschutz gibt es enorme Herausforderungen und Druck. Man muss lange, harte Bemühungen für eine Verbesserung der Umweltqualität leisten."

Gemäß dem Bericht wird China während des 13. Fünfjahresplans das strengste Umweltschutzsystem umsetzen, um eine substantielle Verbesserung der Umweltsqualität zu verwirklichen. Hier noch einmal Chen Jining:

„Während des 13. Fünfjahresplans werden wir das strengste Umweltschutzsystem praktizieren, wobei eine Verbesserung der Umweltqualität im Mittelpunkt steht, um schwerpunktmäßig die großen Probleme im ökologischen Bereich zu lösen. In diesem Zusammenhang gilt die Reform des Systems der ökologischen Gesellschaft als der Hauptimpuls. Die drei Kampagnen zur Bekämpfung der Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung müssen durchgeführt werden. Nur so kann die Umweltsqualität voll und ganz verbessert werden."

Darüber hinaus ist dem Bericht zufolge die Zahl der Umweltnotfälle im letzten Jahr gesunken. Die Atom- und Strahlungssicherheit wurde ebenfalls unter Kontrolle gebracht. Regionale, strukturelle Umweltrisiken sind schwerwiegender geworden. In diesem Zusammenhang betonte Chen Jining:

„Risikofrühwarnung und –kontrolle in schwerpunktmäßigen Bereichen, die die Gesundheit der Bevölkerung betreffen, müssen intensiviert werden. Die Verwaltung von Chemikalien und gefährlichen Abfällen muss verstärkt werden. Die Atom- und Strahlungssicherheitsaufsicht muss streng durchgeführt werden." (german.cri.cn)

China plant Mission zum Mars 2021

25.04.2016 Chinas Mission zum Mars soll um das Jahr 2020 stattfinden, so dass der Planet erreicht ist, wenn die Kommunistische Partei Chinas 2021 ihr hundertjähriges Bestehen feiert, wie am Freitag bekannt gegeben wurde. “Die Sonde soll den roten Planeten umkreisen, auf ihm landen und ein Mars-Fahrzeug auf ihm stationieren, und zwar in einer einzigen Mission, was eine ziemlich schwierige Aufgabe ist”, so Xu Dazhe, Direktor der chinesischen Raumfahrtbehörde, auf einer Pressekonferenz im Vorfeld der Feierlichkeiten zum Jahrestag des Starts des ersten Satelliten des Landes am 24. April vor 46 Jahren. Xu gab bekannt, dass die Mission im Januar von den Zentralbehörden genehmigt worden sei.

China plane konsequent, die Sonde im Startfenster von 2020 ins All zu schicken, so Xu. Eine günstige Position von Erde und Mars bestehe nur alle 26 Monate für wenige Wochen, und 2020 werde ein solches Zeitfenster sein. Er betonte die Wichtigkeit und Schwierigkeit der Mission, indem er sagte, dass auch wenn China bereits Raumfahrzeuge ins All geschickt habe, man erst nach Abschluss der Mars-Mission sagen könne, dass das Land die Erkundung des Weltraums im wahren Sinne begonnen habe.

Das Raumfahrzeug, das mit der Long March-5-Rakete ins All geschickt werden soll, wird von der Chinesischen Akademie für Weltraumtechnologie (CAST) entwickelt. Wang Zhongyang, CAST-Sprecher, erklärte gegenüber Xinhua, dass im Rahmen des Mars-Programms Klima, Beschaffenheit der Oberfläche, Ionosphäre, Verteilung von Wassereis, interne Struktur und Topografie des Mars studiert würden.

Im Gegensatz zu Indiens Mars-Mission Mangalyaan, bei der nur die äquatoriale Umlaufbahn genommen wurde, wird Chinas Sonde in eine große elliptische Umlaufbahn geleitet, so dass bessere Beobachtungen der Oberfläche des Planeten gemacht werden können, erklärte Ye Peijian, einer von Chinas führenden Raumfahrtexperten und Berater für das Programm. Das Mars-Fahrzeug werde auf der Oberfläche stationiert und dort auf dem Mars 'gehen', so Ye. Die Erkundung des Mars habe Bedeutung für das Verständnis der Evolution des Universums, die Struktur der Materie und die Ursprünge des Lebens, so Ye weiter. Er betonte, dass hinsichtlich der Aussichten der Emigration der Menschheit in der Zukunft der Mars der wertvollste Planet zur Erkundung im Solarsystem sei. „Unsere Erkundung kann uns helfen, einen neueren oder tieferen Einblick in den Mars zu bekommen”, so Ye.

Seit 1960 hat es 40 Missionen zum Mars gegeben. In den ersten zehn Jahren des 21. Jahrhunderts wurden mehr Missionen zum Mars als zum Mond gemacht. Die ehemalige Sowjet-Union, die USA, Europa und Indien haben bereits erfolgreiche Missionen zum Mars abgeschlossen. “China hinkt bei der Erkundung des Mars bereits hinterher, aber unsere Fähigkeit zur Weltraumerkundung ist durch das Mondprogramm gestärkt worden”, so Ye. “Wir sind zuversichtlich, dass die Sonde den Mars erreicht hat, wenn die Kommunistische Partei Chinas 2021 ihren 100. Geburtstag feiert.” (german.china.org.cn)

China kommt seinem ersten maritimen Kernkraftwerk näher

22.04.2016, Nach Meinung von Analysten, könnte die Plattform nach Fertigstellung merklich die Effizienz der Bauarbeiten Chinas auf den Inseln im Südchinesischen Meer voranbringen. In einem Telefoninterview mit der Global Times sagte Liu Zhengguo, Leiter der Zentrale der China Shipbuilding Industry Corporation (CSIC), dem führenden Schiffsbauunternehmen Chinas, das die Plattform designt und montiert, dass das Unternehmen "die Arbeit vorantreibt".

Auf Nachfrage nach einem vorherigen Medienbericht, wonach China 20 solcher Kernkraftplattformen planen soll, sagte Liu: "Die Entwicklung einer Kernkraftplattform ist ein aufstrebender Trend. Die genaue Anzahl an Plattformen, die (von CSIC) gebaut werden sollen, hängt von der Marktnachfrage ab", sagte er, ohne eine Zahl zu bestätigen oder zu negieren. "Im Hinblick auf die verschiedenen Faktoren… ist die Nachfrage ziemlich stark."

Liu erklärt, dass der Bau der Plattform auf einer "ausgereiften Technik basiert". Er betonte zudem, dass die Energieanlagen für den Zivilgebrauch gedacht sind, wie die Stromversorgung von Ölbohrplattformen.

Laut einem Bericht, der am Donnerstag von eworldship.com, einer Webseite für den Schiffsbau mit Sitz in Shanghai, veröffentlicht wurde, soll die Bohai Shipbuilding Heavy Industry Company (BSHIC), ein Unternehmen für die Schiffmontage, das der CSIC untersteht, für den Bau von Chinas erster Kernkraftplattform verantwortlich sein. Die CSIC werde "in Zukunft" weitere 20 solcher Plattformen bauen.

In dem Bericht heißt es, dass die Staatliche Kommission für Entwicklung und Reform dies bestätigte und das Bohai Unternehmen am Dienstag mit der Liaoning Provincial Economy and Informatization Commission, mit der Huludao Municipal Economy and Informatization Commission (dem Sicherheitsprüfungsteam der Abteilung für nukleare Sicherheit bei CSIC) und Wuhan Second Institute of Ship Design (das auch unter dem Namen Institute 719 bekannt ist) zusammengetroffen war, um die Position und relevante Aspekte zur Durchführbarkeit des Baus zu besprechen.

Der Webseite ist zu entnehmen, dass eine Gruppe von Experten den Technikplan des Plattformbaus, der vom Institute 719 vorgestellt wurde, durchgesehen und diskutiert hat und zu einem einstimmigen Ergebnis gekommen war. Liu bestätigte ein solches Treffen nicht, dementierte es aber auch nicht.

Wie das China Securities Journal im Januar berichtete, wird der Bau der ersten maritimen Kernkraftplattform, die als Demonstrationsprojekt fungiert, im Jahr 2018 abgeschlossen sein und im Jahr 2019 in Gebrauch genommen werden.

Verlässliche Energiequelle

Analysten zufolge werde die maritime Kernkraftplattform eine wichtige Rolle bei Chinas Langzeitstrategie im Südchinesischen Meer spielen.

Li Jie, ein in Beijing ansässiger Marineexperte, sagte am Donnerstag gegenüber der Global Times, dass die Plattform eine verlässliche Stromversorgung für Leuchttürme, Meerwasserentsalzungsanlagen, Rettungs- und Hilfsausrüstung, Verteidigungswaffen, und Flughäfen und Häfen auf Inseln im Südchinesischen Meer bieten könne. "Für gewöhnlich müssen wir Öl oder Kohle verbrennen. Aufgrund der großen Entfernung zwischen den Nansha Inseln und dem chinesischen Festland und den sich verändernden Wetter- und Meeresbedingungen, könnte der Transport von Treibstoffen zu einem Problem werden. Daher ist die Entwicklung einer maritimen Kernkraftplattform von umso größerer Bedeutung", sagt Li.

Frühere Medienberichte sprachen davon, dass das Institute 719 zwei verschiedene Designs für die maritime Kernkraftplattform vorgeschlagen hatte. Das erste sei eine schwimmende Kernkraftplattform, das zweite eine tauchfähige Plattform, die unter Wasser arbeiten könnte.

Die CSIC hat ebenfalls mit der China General Nuclear Power Corp., einem führenden Unternehmen für Atomenergie, zusammengearbeitet. Das Unternehmen arbeite derzeit an einem maritimen Reaktor mit Nuklearantrieb, genannt ACPR50S. Der 200-Megawatt-Reaktor könne auf einem Schiff installiert werden. Voraussichtlich werde er 2020 in Betrieb genommen werden.

Einfluss von Naturkatastrophen

Wu Zhong, Geschäftsführer einer Kapitalanlagegesellschaft, die unter der CSIC geführt wird, sagte gegenüber den Medien, dass der Marktanteil der maritimen Kernkraftplattform nur für die Offshore-Ölexploration auf über 100 Milliarden Yuan (rund 14 Milliarden Euro) geschätzt wird. Er sagte, dass in der Bohai Bay alleine Kernkraftplattformen im Wert von mehr als 50 Milliarden Yuan (6,8 Milliarden Euro) jedes Jahr gebraucht würden, im Südchinesischen Meer sei der Bedarf mit Sicherheit größer.

Zhu Hanchao, stellvertretender Chefingenieur beim Institute 719, sagte gegenüber dem China Securities Journal, dass der Bau einer Plattform rund 3 Milliarden Yuan (410 Millionen Euro) koste, in seiner 40-jährigen Betriebszeit aber rund 22,6 Milliarden Yuan (3 Milliarden Euro) einbringen könnte. Zhu lehnte es ab, am Donnerstag von der Global Times interviewt zu werden.

Tang Bo, Beamter bei der National Nuclear Safety Administration, sagte am Donnerstag gegenüber der Global Times, dass die Verwaltung daran arbeite, relevante Bestimmungen für die Nuklearsicherheit auf der Plattform zu erarbeiten. Ein erstes Fazit wurde gezogen, es werde jedoch noch auf Bestätigung gewartet.

Besonders über die Parameter, welchen Einfluss Naturkatastrophen und Unfälle auf die Energieanlage ausüben, müsste noch entschieden werden, sagte Tang und nennt die Wellenhöhe als ein Beispiel. (german.china.org.cn)

Ausstellung zur deutschen Energiewende in Beijing eröffnet

11.04.2016, Am vergangenen Freitag wurde eine Ausstellung zur deutschen Energiewende an der Universität für Außenwirtschaft und Handel (UIBE) in der chinesischen Hauptstadt Beijing eröffnet.

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier, der Vorsitzende des Komitees für Umweltschutz und Ressourcenschonung des Nationalen Volkskongresses (NVK) Lu Hao und der Direktor des China Center for Urban Development (CCUD) der Staatlichen Kommission für Entwicklung und Reform Li Tie haben an der Eröffnungszeremonie teilgenommen. Sie haben auch jeweils wichtige Reden auf der Zeremonie gehalten. Steinmeier und Lu haben zudem gemeinsam das Band zur Eröffnung der Ausstellung durchschnitten.

Die weltweite Ausstellungstournee wird vom deutschen Außenministerium veranstaltet. Sie hat die deutsche Energiewende zu Thema und veranschaulicht die Entwicklung der deutschen Energiepolitik seit den 1970ern. Für die häufigsten gestellten Fragen zur deutschen Energiewende finden die Besucher in der Ausstellung eine Antwort und werden eingeladen, über die globale nachhaltige Energieversorgung zu diskutieren.

Die Ausstellungstournee wird ausgewählte Städte weltweit besuchen. Die Volksrepublik ist die erste Station der Ausstellung, da Deutschland Chinas bedeutende Rolle im Bereich der internationalen Energiepolitik betonen möchte. Als das Land mit dem welthöchsten Energieverbrauch sowie als das größtes Herstellungs- und Importland hat das Reich der Mitte immer größeres Interesse an einem Dialog über internationale Energiepolitik. Deutschland und China wollen gemeinsam ihre internationalen Pflichten für eine nachhaltige, zuverlässige sowie bezahlbare Energieversorgung der Wirtschaft und ihre Pflichten gegenüber der Umwelt tragen.

Die Ausstellung in China dauert noch bis zum kommenden Samstag. Ihre nächsten Stationen sind die serbische Hauptstadt Belgrad (18. bis 25. April), Südafrikas Kapstadt (20. Mai bis 9. Juni) und San Francisco (1. bis 3. Juni). (German.people.cn)

China forscht über Rolle des Waldes bei Verbesserung der Luftqualität

07.04.2016, Die landesweiten Forschungen über die Rolle der Wälder im Hinblick auf die Kontrolle des Feinstaubes des Faktors PM2,5 und anderer Luftschadstoffe werden voraussichtlich im kommenden Jahr abgeschlossen sein.

Die großangelegte Studie wurde im Jahr 2013 ins Leben gerufen und wird neben anderen Einrichtungen und Instituten von der Beijing Forestry University und der Chinese Academy of Forestry (CAF) – der Chinesischen Akademie der Forstwissenschaften – durchgeführt.

Sie umfasst laut Wang Cheng, dem Leiter des Urban Forest Research Center der Staatlichen Forstverwaltung der Volksrepublik China, unter anderem Forschungen zu Baumarten, die die Luft am stärksten reinigen können. Wang sprach im Rahmen des „First Asia-Pacific Urban Forestry Meeting“, das am Mittwoch in Zhuhai in der südchinesischen Provinz Guangdong begonnen hat.

Schlüssel bei der Reduzierung von Smog sei die Verringerung der Luftschadstoffe, sagte Wang und wies darauf hin, dass den Wäldern – wie die Studien einiger europäischer Länder zeigen – eine bedeutende Rolle bei der Aufnahme von eben dieser Schadstoffen zukommt.

Er schlug die Technik des Mulchens, eine Praxis, bei der eine Bodenfläche mit einer Materialschicht versehen wird, als Hauptlösung dafür vor, zu verhindern, dass die von den Bäumen absorbierten Schadstoffe wieder in die Luft abgegeben werden.

Die Praxis des Mulchens wird in vielen europäischen und amerikanischen Ländern bereits seit Jahrhunderten praktiziert, ist jedoch in der Region Asien-Pazifik außerhalb von Australien, Südkorea und Singapur wenig verbreitet.

Laut Peng Youdong, dem stellvertretenden Leiter der Staatlichen Forstverwaltung, wurde das landesweite „Waldstadt-Programm“ im Jahr 2004 eingeführt und hat bislang viel im Bereich der urbanen Aufforstung bewirkt. Über 170 Städte haben das Programm übernommen und 96 dürfen sich mittlerweile offiziell als „nationale Waldstädte“ bezeichnen.

Ye Zhi, dem Vizepräsidenten der Chinesischen Akademie der Forstwissenschaften, zufolge hat sich die Regierung bis 2020 zum Ziel gesetzt, das Verhältnis der Waldflächen in den städtischen Gebieten auf 39,5 Prozent oder 15 Quadratkilometer pro Kopf zu erhöhen.

Simone Borelli ist Waldbeamter der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen und betont, dass China in den vergangenen Jahren großartige Arbeit im Rahmen der Entwicklung der urbanen Forstwirtschaft geleistet habe. „China kann wirklich vorangehen, wenn es darum geht, Expertise und Wissen mit anderen Ländern zu teilen. Menschen brauchen Bäume in ihren Städten, um eine glücklichere und gesündere Umgebung zu haben.“

Abgesehen von der Tatsache, dass Bäume Schadstoffe absorbieren, sind sie in der Lage, eine „Verschiebung der Wahrnehmung der Art wie Menschen in den Städten leben“ zu generieren. „Wenn die Stadt grün ist, laufen die Menschen mehr und fahren öfter Fahrrad und reduzieren dabei die Schadstoffproduktion“, so Borelli.

Asien beheimatet aktuell 53 Prozent der Weltbevölkerung und gilt als eine der größten städtischen Wachstumsregionen im Zeitraum der kommenden beiden Jahrzehnte. Die schnelle Urbanisierung kann zu einem verstärkten Wärmeinseleffekt, Luftverschmutzung, Bodendegradation, Wasserknappheit, Ernährungsunsicherheit, Armut und Problemen im Hinblick auf die öffentliche Gesundheit führen.

Vor diesem Hintergrund wächst das Interesse an der städtischen und stadtnahen Fortwirtschaft, die sich mit diesen Problemen und Thematiken auseinandersetzt und ein breites Spektrum an Produkten und Dienstleistungen für das Ökosystem anbietet.

Laut Wang erkennen die meisten Menschen in der Region Asien-Pazifik einige Vorteile, die die urbane Forstwirtschaft mit sich bringt. Nur wenige fokussieren sich jedoch auf die Tatsache, dass sie helfen kann, die Bodenerosion zu verringern, das Regenwasser zu regulieren und die biologische Vielfalt zu erhalten.

Zu den größten Herausforderungen, denen sich die Verfechter der urbanen Forstwirtschaft gegenübersehen, zählen Streitigkeiten im Hinblick auf die Landnutzung, schlechtes Management, begrenztes Wissen und unzureichende technische Fähigkeiten sowie mangelnde öffentliche Beteiligung, Förderung und Experten, sagt Wang und beruft sich dabei auf eine Umfrage, die unter 17 Personen aus Regierungs-, Universitäts-, Forschungs- und NGO-Kreisen innerhalb der Region durchgeführt worden ist. (German.people.cn)

Zuckerbrot und Peitsche im Kampf gegen die Luftverschmutzung

06.04.2016, Zhengzhou, eine der am stärksten luftverschmutzten Städte in Zentralchina, hat ein Belohnungs- und Strafsystem im Kampf gegen die lokale Luftverschmutzung eingeführt und ein Mikrogramm Feinstaub des Faktors PM2,5 – gefährliche Partikel mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 Mikrometer – mit einem Preis von 500.000 Yuan (rund 68.000 Euro) belegt.

Zhengzhou, die Provinzhauptstadt von Hebei, hat sich im vergangenen Jahr zum Ziel gesetzt, die Feinstaubbelastung des Faktors PM2,5 und PM10 pro Kubikmeter auf 85 bis 157 Mikrogramm zu senken. Jedoch wurde die Stadt konstant unter den Top 10 der 74 Städte gelistet, die in China im Hinblick auf die Luftverschmutzung überwacht werden.

Für das Jahr 2016 hat sich Zhengzhou laut einer Lokalzeitung zum Ziel gesetzt, die Feinstaubwerte der Faktoren PM2,5 und PM10 auf 79 bis 150 Mikrogramm pro Kubikmeter zu verringern.

Alle Kreise und Städte im Verwaltungsgebiet der Stadt Zhengzhou sind angehalten, die veranschlagten Zielvorgaben einzuhalten.

Für jedes zusätzlich gesenkte Mikrogramm pro Kubikmeter bekommen sie einen Bonus von 500.000 Yuan (68.000 Euro). Wird die Zielvorgabe überschritten, beträgt die Strafe ebenso 500.000 Yuan (68.000 Euro).

Die Stadt verkündete auch, dass Regionen, die mehr als drei Monate hintereinander schlechte Werte aufweisen, all ihre Bauprojekte stoppen müssen, ausgenommen derer, die darauf abzielen, die Luftverschmutzung zu drosseln.

Zhengzhou hat versprochen, das „Projekt Blauer Himmel“ weiterzuführen, indem es die Firmen mit kohlebetriebenen Heizkesseln upgradet und eine Brauerei umsiedelt. Um den Schadstoffausstoß zu begrenzen, verbietet die Stadt auch die Neueröffnung von Industrien und Unternehmen, die energieintensiv oder stark umweltbelastend sind.

Den nationalen Standards zufolge beträgt die jährlich sichere Höhe der PM10- und PM2,5-Partikel je 70 und 35 Mikrogramm. (German.people.cn)

China investiert hoch in Tibets Wasserprojekte

Das Wasserkraftwerk Jinghong in der Provinz Yunnan
Das Wasserkraftwerk Jinghong in der Provinz Yunnan

17.03.2016, China wird den Ländern entlang des Mekong-Flusses bei der Bewältigung der Dürre helfen. Ein Wasserkraftwerk der Provinz Yunnan wird für die Wasserversorgung zur Verfügung gestellt. Dies hat das chinesische Außenministerium am Montag bekanntgegeben.

 

Auf einer Pressekonferenz am Montag in Beijing hat Lu Kang, Sprecher des chinesischen Außenministeriums, angekündigt, dass das Wasserkraftwerk Jinghong in der Provinz Yunnan seine Schleusen von 15. März bis 10. April öffnen werde, um für die Länder, die sich am Unterlauf des Mekong-Flusses befinden, mit Wasser zu versorgen.

China und die Länder entlang des Mekong-Flusses in Südostasien seien gute Nachbarn und sollten gemeinsam die derzeitigen Schwierigkeiten überwinden, sagte Lu. China sei bereit, die Kommunikation und praktische Zusammenarbeit im Bereich der Bewirtschaftung der Wasserressourcen und der Katastrophenhilfe im Rahmen des Lancang-Mekong-Kooperationsnetzwerks mit seinen Nachbarn zu verstärken.

Die Länder entlang des Mekong-Flusses umfassen Kambodscha, Laos, Myanmar, Thailand und Vietnam. Sie leiden seit Ende 2015 unter schwerer Trockenheit. In Vietnam sind über eine Million Menschen vom Wassermangel betroffen und fast 160.000 Hektar Agrarland wurden bereits von der Dürre beschädigt. Laut thailändischen Medien ist die Trockenheit in Thailand die schlimmste seit 20 Jahren und dauert bereits ein Jahr lang an.

Zuvor hatte Vietnam China gebeten, Wasser aus dem Jinghong-Damm nach Vietnam umzuleiten, um damit die anhaltende Dürre zu lindern.

Der Mekong-Fluss, dessen oberer Teil in China als Lancang-Fluss bekannt ist, ist eine wichtige Wasserquelle für Laos, Myanmar, Thailand, Kambodscha und Vietnam.

Laut Reuters gibt es zwischen China und Vietnam territoriale Streitigkeiten im Südchinesischen Meer. Beide Länder verbindet jedoch eine traditionell enge Beziehung.

Xu Liping, Forscher am National Institute of International Strategy der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften, meint, dass das Wasserkraftwerk Hongjing, das sich im Bezirk Xishuangbanna der Provinz Yunnan am Oberlauf des Mekong-Flusses befindet, nicht nur zur Wasserregulierung, sondern auch zum Hochwasserschutz beitragen könne. Dem Forscher Li Zhifei zufolge habe China durch seine Hilfeleistung das Verantwortungsbewusstsein eines großen Landes bewiesen und die Interessen der Länder am Unterlauf des Mekongs geschützt. (German.people.cn)

 

China investiert hoch in Tibets Wasserprojekte

Die chinesische Zentralregierung hat in den vergangenen fünf Jahren 22,3 Milliarden Yuan (rund 3,1 Milliarden Euro) in die Infrastruktur der Wasserwirtschaft im südwestchinesischen Autonomen Gebiet Tibet investiert, wie die lokalen Behörden bekannt gaben.

 

15.03.2016, die Investition kam rund 1,8 Millionen Landwirten und Nomaden zugute, indem die Getreideproduktion stabilisiert wurde sowie sauberes Trinkwasser und Stromversorgung gewährleistet wurden, so die Behörde für Wasserressourcen des Gebiets.

Von 2011 bis 2015 verzeichnete Tibet einen Anstieg der Kapazität der Wasserversorgung um 700 Millionen Kubikmeter. Rund 1,5 Millionen Mu (100.000 Hektar) Bewässerungsfläche wurden geschaffen oder ausgebessert. „Zwei Drittel meines Anbaulands haben nun Bewässerungsgräben. Dieses Jahr ist die Ernte von Hochlandgerste pro Mu rund 30 Kilogramm höher als im vergangenes Jahr“, so Soinam Gyaebo aus dem Kreis Gyangze. Außerdem wurden 773.000 Bewohner, Schüler und Lehrer in den ländlichen Gebieten sowie Personen in Klöstern mit sauberem Trinkwasser versorgt. Wasserkraft erleichterte 270.000 Menschen den Zugang zu Elektrizität.

Die besonderen geografischen Bedingungen in der Plateau-Region sind unvorteilhaft für die Landwirtschaft. Zirka 80 Prozent des Regens in Tibet pro Jahr fallen zwischen Juni und September, und 60 Prozent des Gebiets befinden sich in der Trocken- und Halbtrockenzone. Um gegen die häufigen Sturzfluten und sintflutartigen Regenfälle im Sommer anzugehen, wurden in den vergangenen fünf Jahren mehr als 1.600 Kilometer lange Dämme gebaut und über 1.300 Kilometer der Flüsse ausgebessert. (German.china.org.cn) 

Chinas Kampf gegen die Verschmutzung erzielt erste Erfolge 

Die gute Luftqualität lässt Stadtbewohner in Beijing Sportaktivitäten auf dem Eis genießen. (Foto von Du Yifei von People´s Daily)
Die gute Luftqualität lässt Stadtbewohner in Beijing Sportaktivitäten auf dem Eis genießen. (Foto von Du Yifei von People´s Daily)

10.03.2016, im vergangenen Winter war die Luftqualität in Beijing wirklich gut. Man konnte blauen Himmel und weiße Wolken sehen. Die Luftqualität war deutlich besser als im Vorjahr“, sagte der Rentner Zhang Hai, der im Haidian-Bezirk der Stadt Beijing wohnt.

Der chinesische Premierminister Li Keqiang hat am Samstag im Tätigkeitsbericht der Regierung darauf hingewiesen, dass die Förderung der grünen Produktions- und Lebensweise sowie die Verbesserung der Umwelt zu den wichtigsten Aspekten des 13. Fünfjahresplans gehören. Der Luftqualitätsbericht 2015, der vom chinesischen Umweltministerium veröffentlicht wurde, hat Zhang Hais Worte bestätigt: Im Jahr 2015 hat die Luftqualität in Beijing an 186 Tagen die nationalen Standards erfüllt. Das entsprach 14 Tagen mehr als im Vorjahr. Die durchschnittliche Dichte von PM 2,5 ist um 6,2 Prozent auf 80,6 Mikrogramm pro Kubikmeter zurückgegangen.

 

Doch Tage mit blauem Himmel spiegeln nur einen Teil der chinesischen Umweltpolitik wider. In den vergangenen Jahren haben die Zentralregierung, lokale Regierungen und verschiedene Kreise der Gesellschaft zusammengearbeitet, um der Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzungen den Kampf anzusagen. Dadurch wurden bemerkenswerte Erfolge im Umweltschutz erzielt.

Das neu überarbeitete und bereits in Kraft getretene Umweltgesetz zeigt, dass Chinas Umweltschutzgesetze umfassender und ihre Durchsetzung strenger geworden sind. 2015 haben die Umweltbehörden 97.000 Verwaltungsstrafen verhangen. Die Bußgelder sind im Vergleich zum Jahr 2014 um 34 Prozent auf 4,25 Milliarden Yuan (593,94 Millionen Euro) angewachsen. Im September 2015 hat China das Gesamtkonzept der Reformen für eine ökologische Gesellschaft veröffentlicht und mit der ersten Phase der Reformen begonnen.

Das Ziel des 12. Fünfjahresplans veraltete Produktionskapazitäten in den Schlüsselindustrien abzubauen, wurde bereits ein Jahr im voraus erreicht. Die Industrieemissionen haben sich kontinuierlich verringert. Zum Beispiel sind die Schwefeldioxid- und Stickoxid-Emissionen in der Wärmekraftindustrie jeweils um 47 Prozent und 50 Prozent gesunken. (German.people.cn)

Beijing plant Anti-Smog-Korridor

22.02.2016, Peking - Die chinesische Hauptstadt Beijing will fünf riesige Ventilationskanäle errichten, durch die schlechte Luft und angestaute Hitze abziehen können. Dazu sollen städtische Grünflächen, Seen, Parks, Flüsse und niedrige Wohnkomplexe verbunden werden.

 

Wie die städtischen Behörden von Beijing am Samstag mitteilten, ist der Bau eines Netzes aus Lüftungskanälen geplant, das den Luftzug erleichtern und den sich anstauenden Smog und die Schadstoffe in der Luft wegblasen soll.

 

Die fünf Hauptventilationskorridore sind auf 500 Meter Breite ausgelegt. Laut dem stellvertretenden Leiter des Beijinger Planungskomitees, Wang Fei, werden diese um einige kleinere Nebenlüftungskanäle ergänzt, die über 80 Meter breit sind. Die Belüftungskanäle entstehen, indem städtische Parkanlagen, Flüsse, Seen sowie Autobahnen mit ihren Grünflächen und niedrige Gebäudeblocks miteinander verbunden werden.

 

Dabei erstrecken sich die fünf Hauptkanäle von den nördlichen Vororten in den Süden. Einer davon wird durch die zentrale Achse der Hauptstadt verlaufen: vom Taiping Suburban Park im Norden, über den Olympia Park, den Himmelstempel bis zur Beijing-Shanghai-Autobahn am südlichen Ende der Stadt.

 

Neben den Haupt- und Nebenbelüftungskanälen soll das System noch um kleinere Durchzugskanäle erweitert werden. In den Belüftungszonen werden jegliche Bauvorhaben streng kontrolliert und im Weg stehende Hindernisse laut Wang nach und nach entfernt. Andere chinesische Städte wie beispielweise Shanghai und Fuzhou haben im Kampf gegen die Luftverschmutzung bereits derartige Lüftungskanäle errichtet.

 

„Ventilationskanäle können den Luftstrom in Städten verbessern, so dass der Wind Hitze und Schadstoffe wegblasen kann. Dadurch können der urbane Wärmeinsel-Effekt und die Luftverschmutzung verringert werden“, erklärt Wang.

 

Die zunehmende Luftverschmutzung ist zu einem der Hauptanliegen für die Bewohner Beijings geworden, zumal die Stadt im November und Dezember 2015 vom schlimmsten Smog seit Jahren heimgesucht wurde, der teilweise dem winterlichen Heizen zuzuschreiben war. Die lokalen Anwohner überprüfen die Luftwerte mittlerweile routinemäßig, tragen Atemmasken und viele lassen in ihren Wohnungen Luftreiniger laufen.

 

Beijing hat bereits Maßnahmen zur Eindämmung der Luftverschmutzung unternommen. 2015 hat die Stadt kohlebetriebene Kraftwerke durch sauberere Energien ersetzt und die Produktion von über 2000 verschmutzenden Industrien beschnitten oder ganz eingestellt. Auch wurde zum ersten Mal ein Roter-Alarm-Mechanismus für Tage mit starkem Smog festgesetzt.

 

Dennoch hat sich die Luftqualität in den Gebieten um Beijing herum im vergangenen Jahr laut den Daten des chinesischen Ministeriums für Umweltschutz (MEP) nur marginal verbessert.

 

Die Hauptstadt verzeichnete 2015 insgesamt 186 Tage, an denen die Luftwerte dem Standard entsprachen. Das sind gemäß den Statistiken des MEP 14 Tage mehr als noch im Jahr zuvor. Die jährliche Durchschnittsdichte des Feinstaubes des Faktors PM2,5, welcher für den gesundheitsschädlichen Smog verantwortlich ist, betrug in Beijing 80,6 Mikrogramm pro Kubikmeter – was laut dem MEP eine 6,2-prozentige Abnahme gegenüber dem Vorjahr darstellt. (german.people.cn)

Starker Smog in vielen chinesischen Städten zum chinesischen Neujahr

10.02.2016, Peking - Starker Smog wurde in 139 Städten in China gemeldet, während die Menschen das chinesische Neujahr mit Feuerwerk feierten, wie das chinesische Umweltministerium am Montag mitteilte.

Von Sonntag 19 Uhr bis Montag 6 Uhr wurde in 92 Städten starke Luftverschmutzung und in weiteren 47 Städten, einschließlich Beijing und Tianjin, heftiger Smog festgestellt. In 338 Großstädten, die von dem Ministerium überwacht wurden, waren 67 Städte sauberer und 271 Städte schlechter als der nationale Standard.

 

PM2,5-Partikel, also Mikropartikel, die gesundheitsschädlichen Smog verursachen, waren die Hauptschadstoffe. Die durchschnittliche Dichte an PM2,5-Partikeln in den 338 Städten erreichte 148 Mikrogramm pro Kubikmeter, ein 27,6-prozentiger Anstieg im Jahresvergleich, hieß es weiter von dem Ministerium. Seit Sonntagabend habe die stündliche PM2,5-Dichte in den Städten zu steigen begonnen und am Montagmorgen zwischen 1 Uhr und 2 Uhr ihren Höhepunkt erreicht, als die Menschen Feuerwerk zündeten, um das chinesische Neujahr zu feiern. (german.china.org.cn)

Chinesische Firma erfindet „luftreinigende Wände“

22.01.2016, Peking - Das chinesische Unternehmen Kaier behauptet, ein neues Baumaterial erfunden zu haben, das die Außenwände von Gebäuden in Luftreiniger verwandeln kann. Ein spezieller Schmelz soll in der Lage sein, Schadstoffe wie PM2,5 zu zersetzen.

 

Das in der ostchinesischen Provinz Zhejiang angesiedelte Unternehmen Kaier New Material Co Ltd hat verkündet, dass es mittels eines neuen Materials in der Lage sei, die Außenwände von Gebäuden zu Luftfiltern zu machen.

 

Laut dem chinesischen Lackhersteller habe das Unternehmen eine Art „Schmelz-Block“ entwickelt, der Schadstoffe, darunter auch Feinstaub des Faktors PM2,5, in die Bestandteile Kohlendioxid, Mineralsalz und Wasser zersetzen kann.

 

„Wir haben den Schmelz mit einem stark oxidierenden und hydrophilen Nanomaterial versetzt. Das neue Material wird eine photosytheseartige Reaktion mit organischen Schadstoffen wie Stickoxiden oder Sulfiden eingehen“, erklärt Shu Wenxiao, ein Wissenschaftler des Unternehmens. PM2,5 – Schwebstoffpartikel mit weniger als 2,5 Mikrometern Durchmesser – besteht aus Schadstoffen einschließlich organischen Substanzen, Sulfaten und Nitraten.

 

Shu geht davon aus, dass 200 Quadratmetern an derartigen „Schmelz-Blöcken“ die gleiche Luftreinigungskraft zukommt, wie 14 ausgewachsenen Bäumen. „Wenn wir ein einhundert Meter hohes Gebäude mit 20.000 Quadratmetern des Materials überziehen, wird das Gebäude in der Lage sein, die Luft so effektiv wie 1400 Bäume zu filtern.“ Das Wasser, das bei der chemischen Reaktion entsteht, könnte Shu zufolge in einem dünnen Film an der Außenwand des Gebäudes hinunterfließen, so dass obendrein die Fenster nicht mehr gereinigt werden müssten.

 

Laut Aussage des Unternehmens ist die Selbstreinigungs-Fähigkeit bereits Anfang diesen Monats von einem Testzentrum für Baumaterial bestätigt worden, während die Authentifikation der Luftreinigungs-Funktion noch aussteht. „Wir testen das Material seit zehn Monaten an den Außenwänden unseres Gebäudes und es hat Schadstoffe zersetzt“, erklärt es. „Dennoch planen wir noch nicht, das Produkt auf den Markt zu bringen. Denn den heimischen Testinstituten fehlen Standards für solche Materialien und so sind wir auf der Suche nach ausländischen Organisationen.“

 

Es gibt jedoch Zweifel.

 

„Technisch gesehen kann Nanomaterial organische Stoffe unter Verwendung von Sonnenlicht zersetzen“, meint Pan Liangjiang von einem in Zhejiang ansässigen Unternehmen, das Umweltschutztechnologien entwickelt. Ob das Material wirklich für den Bau von Gebäuden verwendet werden könne, sei jedoch fraglich. „Dabei gibt es einige Punkte zu beachten, wie zum Beispiel, ob das entstehende Mineralsalz die Funktionsfähigkeit und Lebensdauer des Materials beeinträchtigt. Oder ob die verringerte Sonneneinstrahlung bei Smog Einfluss auf den Zersetzungseffekt hat." (german.people.cn)

Ministerium verneint Zusammenhang zwischen Smog und Kernstrahlung

12.01.2016, Peking - Das chinesische Ministerium für Umweltschutz hat eine Hypothese zurückgewiesen, der zufolge Radioaktivität in Folge von Verbrennung uranhaltiger Kohle die Hauptursache von Smog sein könnte. Es beruft sich dabei auf aktuelle Untersuchungen.

 

Das chinesische Ministerium für Umweltschutz (MEP) hat sich unter Berufung auf aktuelle Untersuchungsergebnisse gegen die Vermutung ausgesprochen, dass ein Zusammenhang zwischen radioaktiver Strahlung aufgrund von Verbrennung uranreicher Kohle und der Bildung von Smog bestehen könnte.

 

In einer aktuellen Verlautbarung ließ das MEP am Samstag verkünden, dass radioaktive Strahlung in keinerlei Zusammenhang mit Smog steht und dass die atmosphärische Strahlung im Land stabil ist und keinerlei uranreiche Teilchen aufweist. Dies habe eine kürzlich vom Umweltamt durchgeführte Untersuchung bestätigt.

 

Die Hypothese tauchte 2013 das erste Mal öffentlich in einem Internetartikel auf, der behauptete, dass einige Kohleminen in Ordos in der Inneren Mongolei radioaktive Substanzen – darunter Uranium – aufweisen würden, deren Halbwertszeit über hundert Millionen Jahre beträgt.

 

Der Artikel sprach weiter davon, dass diese Substanzen nach der Verbrennung der Kohle als radioaktives Pulver in die Erdatmosphäre eindringen und die Hauptursache für Smog sein könnten. Experten, die an den vom Ministerium für Umweltschutz durchgeführten Untersuchungen teilnahmen, fanden heraus, dass der Gehalt von Uranium-238 in den Kohle- und Abfallgesteinsproben in Ordos 6,3 bis 57,7 und 14,4 bis 87,2 Bq/kg (Becquerel pro Kilogramm) enthalten und damit das gleiche Niveau wie der nationale Standard betragen.

 

In Ordos gibt es sowohl Uranium- als auch Kohleminen. Laut Angabe des MEP ist der Uranium-Tagebau noch nicht erschöpft, ebenso wie die Kohlemine, die über 100 Meter unter der Uraniummine liegt. Den Messwerten der 167 atmosphärischen Strahlungsüberwachungsstationen des Landes aus dem vergangenen Jahrzehnt zufolge sei das Strahlungsniveau stabil geblieben, es seien keine uranreichen Teilchen entdeckt worden, so das Ministerium.

 

Analysen des Gehaltes von Uranium-Isotopen in Luftpartikeln haben ergeben, dass deren Intensität das gleiche Niveau aufweist wie deren natürlicher Gehalt im Boden. Zhao Shunping, Forscher am Radiation Monitoring Technical Center des Ministeriums für Umweltschutz beteuert, dass das Level der atmosphärischen Strahlung absolut normal ist und der Gehalt von Uranium in den Luftpartikeln zu gering sei, um die menschliche Gesundheit in irgendeiner Form zu beeinträchtigen. (german.people.cn)

China zieht Kreditsystem mit Einschränkungen für Umweltsünder in Betracht

18.12.15 - Die chinesische Regierung erwägt ein landesweites Kreditsystem basierend auf den Umweltpraktiken der Unternehmen. Dies würde es den Umweltsündern unter den Firmen teurer machen, an Kredite zu kommen.

In das System sollen die Umweltzertifikate, Details zur Sicherheitsüberwachung, wegen Verstößen gegen Umweltauflagen erhobene Steuern und Gebühren sowie administrative Strafen und die sich daraus ergebenden Korrekturen seitens des Umweltsünders mit aufgenommen werden, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten, offiziellen Dokument.

"Viele Unternehmen haben ein schwaches Verantwortungsgefühl in Sachen Umwelt. Sie begehen schwere Verletzungen der Umweltauflagen, indem sie – beispielsweise – noch vor der Genehmigung eines Projekts bereits mit dem Bau beginnen, mehr Abfall produzieren als sie sollten und Daten fälschen, um die Behörden täuschen", so das Dokument, das vom Umweltministerium und der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission gemeinsam veröffentlicht wurde.

Unternehmen mit nachweislichen Erfolgen sollen künftig – bei der Beantragung von Darlehen, Bescheinigungen und Zertifikaten sowie der Abgabe von Geboten für öffentliche Ausschreibungen – bevorzugt werden, während die gleichen Anfragen von denjenigen Unternehmen, die in der Vergangenheit gegen Umweltauflagen verstoßen haben, von den Behörden strenger geprüft oder sogar gänzlich verweigert werden könnten.

In der Vergangenheit hatten Verstöße zu häufigeren Inspektionen durch die Umweltbehörden geführt.

Kreditdaten, insbesondere für Branchen wie Abfallentsorgung sowie die Automobil- und Importunternehmen, sollten gemeinsam von Institutionen im ganzen Land genutzt werden und auch für öffentliche Anfragen zur Verfügung stehen.

Eine derartige Kreditauskunft – mit Daten über alle Unternehmen auf nationaler sowie Provinz-, Stadt- und Landkreis-Ebene – wird bis 2020 eingerichtet, heißt es in dem Dokument. Dies geschehe in der Hoffnung, dass sich die Unternehmen dem so auf sie ausgeübten Druck beugen und die Umweltvorschriften befolgen. (german.china.org.cn/)

Beijing: Höchste Alarmstufe für schwere Luftverschmutzung ausgerufen

07.12.2015, Peking - Die Stadt Beijing hat am Montagnachmittag die Alarmstufe für Luftverschmutzung zum ersten Mal von Orange auf Rot, die höchste Stufe, erhöht.


Die Warnung gilt von 7 Uhr am Dienstagmorgen bis 12 Uhr am Donnerstag.


Laut der Notfallzentrale der Stadt wird Kindergärten, Grundschulen und Gymnasien während der höchsten Alarmstufe empfohlen, den Unterricht auszusetzen. Zudem soll der Betrieb von Baustellen im Freien verboten werden. Manche Industriebetriebe sind verpflichtet, ihre Produktion zu begrenzen oder zu stoppen. Außerdem wird die Pkw-Nutzung begrenzt. Die Autos werden nach ihren Nummernschildern nur an abwechselnden Tagen auf die Straßen gelassen. (CRI)

Beijing verhängt Produktionsstopp für über 2000 Betriebe und Baustellen

01.12.2015, Peking - Nachdem die Smogwerte in den nördlichen Regionen des Landes und in der Hauptstadt Beijing am Montag die höchsten Messzahlen des Jahres aufwiesen, wird die Produktion in zahlreichen Unternehmen eingestellt.

Die hauptstädtische Umweltaufsichtsbehörde hat im Kampf gegen die extreme Luftverschmutzung, die seit ein paar Tagen in der Hauptstadt herrscht, ihre Inspektionen erhöht. Am gestrigen Montag hatten die Smogwerte in den nördlichen Regionen des Landes den bislang höchsten Stand des Jahres erreicht.

Infolge dessen hat die Hauptstadt über 2100 luftverschmutzende Betriebe aufgefordert, die Produktion auszusetzen. Nachdem am Sonntag die zweithöchste Alarmstufe Orange ausgerufen wurde, herrscht auf allen städtischen Baustellen zudem Bauverbot.

Um zu überprüfen, ob die Vorgaben auch umgesetzt werden, hat das Umweltministerium mehrere Inspektionsteams entsandt. Am Montag wurde vermeldet, dass mindestens elf Baustellen ihre Arbeiten trotz des Verbotes weiterführten.

Ein Verstoß gegen die Verordnung zieht harte Strafen, darunter hohe Geldbußen, nach sich. Um die akute Luftverschmutzung weiterhin zu begrenzen, werden die Überwachungsteams ihre Kontrollmaßnahmen am heutigen Dienstag ausweiten.

Am Montag erreichte der Luftqualitätsindex in vielen Städten, einschließlich Beijing, Langfang und Baoding in der Provinz Hebei, Höchstwerte von 500 – was bedeutet, dass die Luftverschmutzung die oberste Stufe erreicht hat.

Die Feinstaubbelastung des Faktors PM2,5 – Partikel, die kleiner als 2,5 Mikrometer sind, in die Lunge eintreten und die menschliche Gesundheit schädigen können – erreichte in einigen Messstationen im Süden Beijings 945 Mikrogramm pro Kubikmeter. Die Werte liegen weit über dem nationalen Standard von 75 Mikrogramm pro Kubikmeter.

Die extreme Luftverschmutzung dauert in den nördlichen Regionen seit Freitag an und wird laut Aussage des Ministeriums voraussichtlich noch bis Mittwoch anhalten.

Am Mittwoch hält laut dem Zentralen Wetteramt eine Kaltluftwelle Einzug, die sich von Westen nach Osten bewegt, und den Smog, der sich seit Freitag in Nordchina festgesetzt hat, vorerst davon bläst. (German.people.cn)

Bildgalerie: Umwelt des Tibet-Plateaus so sauber wie Nordpol

19.11.2015, Beijing - Mehrere globale Forschungsdaten belegen, dass das Tibet-Plateau trotz Schadstoffen, die von den umgebenden Regionen emittiert werden, weiterhin eines der weltweit saubersten Gebiete ist. “Der Hintergrundwert der Schadstoffe auf dem Tibet-Plateau, der ähnlich zu dem der Arktis ist, ist deutlich niedriger als der von dicht besiedelten Gebieten“, heißt es in einem Bericht über Umweltveränderungen, der vom Institut für die Forschung über das Tibet-Plateau bei der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) organisiert wurde.

Schadstoffe in der Luft des Plateaus, wie Industrieruß und Schwermetalle, haben sich seit den 1950er Jahren verdoppelt, besagt der Bericht. Unter Berufung auf Aufzeichnungen von See- und Eisbohrkernen heißt es in dem Bericht, dass Südasien und Zentralasien die beiden Hauptverantwortlichen für den Industrieruß auf dem Plateau sind, ein Klima verändernder Stoff, der die Atmosphäre erhitzt und die Erde erwärmt. Die durchschnittliche Ablagerung von Industrieruß in den südöstlichen und zentralen Teilen des Plateaus seit Beginn des 21. Jahrhunderts war dreimal so hoch wie der Durchschnitt im Zeitraum zwischen den 1950er und den 1980er Jahren. “Industrieruß auf dem Plateau ist heute auf dem höchsten Level seit nahezu hundert Jahren, wobei es niedriger ist als das in den Alpen in Frankreich und ähnlich wie das in der Arktis“, besagt der Bericht. Auch wenn das Level von Schwermetallen, das in Eis- und Seebohrkernen des Plateaus aufgezeichnet wurde, höher oder ähnlich zu dem in den Regionen im Süd- und Nordpol ist, ist es weit niedriger als in dicht besiedelten Gebieten. Außerdem bleiben langlebige organische Schadstoffe (POPs) in der Luft auf einem relativ niedrigen Niveau, das ähnlich oder geringer als das in der Arktis oder den Alpen ist.

Die Katastrophenrisiken auf dem Plateau steigen, während sich das Klima erwärmt und menschliche Aktivitäten sich steigern. Wenn die Menschen weiterhin einen positiven Einfluss auf die Umwelt ausüben und die Fähigkeit zur Frühwarnung vor Katastrophen verbessern, könnte der geringe Hintergrundwert der Umwelt in einem der weltweit saubersten Gebiete beibehalten werden, heißt es weiter in dem Bericht. Das Institut an der CAS beschreibt das Tibet-Plateau in seinem Bericht als die Gebiete hauptsächlich im südwestchinesischen Autonomen Gebiet Tibet mit einer durchschnittlichen Höhe von über 4.500 Metern.

(german.china.org.cn)

Verbesserung der Luftqualität: Beijing investiert 4,4 Milliarden Euro

18.11.2015, Beijing - Die chinesische Hauptstadt Beijing will 4,4 Milliarden Euro investieren, um die gravierende Luftverschmutzung – vor allem im Süden der Stadt – im Verlauf der kommenden drei Jahre erheblich zu drosseln.

Wie die Stadtregierung von Beijing mitteilte, sollen 30 Milliarden Yuan (4,4 Milliarden Euro) aufgewendet werden, um die starke Luftverschmutzung in den nächsten drei Jahren im südlichen Hauptstadtgebiet zu senken.

In den ersten zehn Monaten des Jahres konnte in Beijing eine deutliche Verbesserung der Luftwerte verzeichnet werden. Die Feinstaubbelastung des Faktors PM2,5 – feine Staubpartikel, die gesundheitsschädigend für den menschlichen Organismus sind, – betrug durchschnittlich 69,7 Mikrogramm pro Kubikmeter, was im Vergleich zum Vorjahr einer Verringerung von 21,8 Prozent entspricht. Dies gab das lokale Umweltschutzbüro laut Aussage der Beijing Daily am Dienstag bekannt.

Die südlichen Stadtgebiete haben jedoch größere Schwierigkeiten, die Luftverschmutzung zu drosseln. Die Bezirke Fangshan und Daxing sehen sich, aufgrund der schnellen Entwicklung von verschmutzenden Industrien und des für den Abbau von Schadstoffen unvorteilhafteren Terrains, einer höheren Feinstaubbelastung ausgesetzt.

Die Verbrennung von Stroh und der extreme Schadstoffausstoß auf Baustellen sowie in industriellen Produktionsstätten haben die Situation dort noch verschlechtert.

Die Stadtregierung hat sich daher zum Ziel gesetzt, das dringliche Problem in den kommenden zwei bis drei Jahren zu lösen und 4,4 Milliarden Euro in diesbezügliche Projekte zu investieren. Auch mit dem Fokus, damit die gesamte Luftverschmutzungssituation innerhalb der Hauptstadt zu verbessern.

In den Nachbarregionen Tianjin und Hebei hat sich die Luftqualität in den letzten zehn Monaten ebenfalls verbessert. Die gemeinsamen Bemühungen im Kampf gegen den Smog, haben sich auch in Beijing bemerkbar gemacht.

Laut dem Bericht hat sich die Feinstaubbelastung des Faktors PM2,5 in der regierungsunmittelbaren Stadt Tianjin im Vorjahresvergleich um 20,3 und die in der Provinz Hebei um 25,8 Prozent verringert.

(German.people.cn)

Städte rings um Beijing haben die schlechtesten Smog-Werte

16.11.2015, Beijing - Sechs Nachbarstädte von Beijing befinden sich auf der Top 10 Liste der Städte mit der größten Luftverschmutzung im Oktober. Eine Verbesserung sei aber erkennbar, hieß es vom Ministerium für Umweltschutz.

Städte rings um Beijing haben die schlechtesten Smog-Werte

Die Städte, darunter Tangshan und Baoding, liegen alle in der Hebei Provinz und in der ständig versmogten Region um Beijing und Tianjin.

Jinan, Hauptstadt der Shandong Provinz, führt die Smog-Liste, auf der insgesamt 74 Städte des Landes stehen, an.

Die Luftqualität der 13 Städte in der Region Beijing-Tianjin-Hebei habe bei über der Hälfte der Tage des Monats den Standard erfüllt, sagte Luo Yi, Direktor der Abteilung für Umweltüberwachung.

An den Smog-Tagenhabe es die meisten Verschmutzungen in der Region an Konzentrationen von Feinstaub, der kleiner als 2,5 Mikrometer(PM 2.5) oder PM10 war, gegeben.

Die Dichte dieser beiden Schadstoffe in der Region sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken, sagte Luo. Die Messwerte seien allerdings schlechter als im Monat zuvor.

(german.china.org.cn)

Gefährliche Luftverschmutzung in Nordostchina

09.11.2015, Beijing - Am Sonntag erreichten die Luftverschmutzungswerte in Shenyang, der Hauptstadt der Provinz Liaoning, ein extrem gesundheitsschädliches Level. Die Feinstaubbelastung ist infolge des offiziellen Heizbeginns drastisch gestiegen.

In der größten Stadt im Nordosten der Volksrepublik laufen seit einer Woche die Kohleheizungen. Am Wochenende ist die Feinstaubkonzentration des Faktors PM2,5 – jenen feinen Staubpartikeln, die eine Bedrohung für die menschliche Gesundheit darstellen – auf 1155 Mikrogramm pro Kubikmeter gestiegen. Der Standard für sichere Luftwerte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) liegt bei 25 Mikrogramm pro Kubikmeter.

Laut offiziellen Angaben des städtischen Umweltschutzbüros kletterte die Anzeige auf ein Höchstniveau von 1400. Es wurden Gesundheitswarnungen ausgesprochen.

In neun von 14 Städten in der Provinz Liaoning stieg der Luftwerte-Index auf über 300, ein Niveau, das als extrem gesundheitsschädigend gilt. In Shenyang, Anshan, Liaoyang und Tieling wurden sogar Werte von über 500 verzeichnet.

Verantwortlich für die hohen Werte waren hauptsächlich Luft- und Kohleschadstoffe, die der Wind aus Jilin in der Provinz Heilongjiang mitbrachte.

Die Anzahl der Patienten, die beatmet werden mussten „hat in den vergangenen beiden Tagen aufgrund der enormen Luftverschmutzung signifikant zugenommen“, berichtet der Leiter der Fachabteilung für Atemwegserkrankungen am Jinqiu Hospital in Shenyang, Shen Yangjia, gegenüber der Nachrichtenagentur Xinhua.

Laut Angabe des Wetteramtes von Harbin ist zu erwarten, dass die Luftwerte in den kommenden Tagen schlecht bleiben.

„Der Schneefall, der am Sonntag eingesetzt hat, könnte dabei helfen, die Luftverschmutzung zu senken, jedoch ist der Effekt nicht nachhaltig, wenn die Temperaturen wieder steigen“, so Lei Chengrui, ein Forscher am Meteorologischen Observatorium. 

(German.people.cn)

Beijing will Luftverschmutzung im Winter reduzieren

3.11.2015, Beijing - Die Hauptstadt führt den Kampf gegen die Luftverschmutzung weiter und will durch verstärkte Kontrollmaßnahmen im Bereich der Heizsysteme und kohleverbrennenden Industrien versuchen, die Feinstaubbelastung auch im Winter möglichst gering zu halten.

Die Hauptstadt Beijing gab am Montag bekannt, dass sie die Luftüberwachung weiter vorantreiben und saubere Energien promoten will, um die Luftverschmutzung im Winter so gering wie möglich zu halten. Die Ankündigung erfolgte an dem Tag, an dem die Heizsysteme ihren Probebetrieb zwei Wochen vor dem regulären Heizbeginn aufnahmen.

Besonders in Schlüsselbereichen wie Heizungsanlagen, kohleverbrennenden Fabriken und staubproduzierenden Baustellen werden laut Angabe des lokalen Umweltschutzbüros Inspektionen durchgeführt werden.

„In den kommenden zwei Monaten werden stichprobenartige Inspektionen durchgeführt, um illegales Grillen im Freien und die Verbrennung von Blättern zu stoppen“, erklärt Mu Liang, Leiter des Überwachungsteams des örtlichen Umweltschutzbüros.

Bei Inspektionen in 2033 verschmutzenden Unternehmen in Beijing wurden im Zeitraum vom 12. bis 16. Oktober insgesamt 101 Verstöße aufgedeckt.

„Neben den kohleverbrennenden Fabriken sind die kohlebetriebenen Heizsysteme eine weitere Hauptquelle der Luftverschmutzung im Winter“, sagt Xie Hongxing, Leiter des in Beijing ansässigen Umwelt-Think-Tanks Innovation Centre for Clean-air Solutions. „Die Bevölkerung muss weiterhin dazu animiert werden, auf Erdgas- und Elektrosysteme umzusatteln, besonders in ländlichen Haushalten und kleineren Unternehmen.“

Für die kommenden zwei Monate wurden weitere ehrgeizige Ziele festgesetzt.

Das Jahresendziel, das darin besteht, 1,2 Millionen metrische Tonnen Kohle in den ländlichen Gebieten durch saubere Alternativen zu ersetzen, wurde auf 1,4 Tonnen erhöht und in städtischen Randgebieten sollen gemäß Angaben des Büros schätzungsweise 1,3 Millionen Tonnen Kohle ersetzt werden.

In den vergangenen zehn Monaten konnte die Hauptstadt eine deutliche Verbesserung der Luftverschmutzung verzeichnen. Die durchschnittliche Konzentration des Feinstaubs PM2,5 – feine Partikel, die eine besondere Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellen – betrug 69,7 Mikrogramm pro Kubikmeter, 21,8 Prozent weniger als im selben Zeitraum des vergangenen Jahres.

Laut Angabe des Umweltschutzbüros ist die Verbesserung der Luftqualität auf Luftverschmutzungskontrollmaßnahmen und gute Wetterbedingungen zurückzuführen. 

(German.people.cn)

China meldet Smog- und Nebelalarm

22.10.2015, Beijing - China hat orangenen Alarm für Smog und dichten Nebel ausgerufen. Am Mittwoch wurden die nördlichen Provinzen Jilin, Shandong, Jiangsu und Shaanxi von starkem Smog heimgesucht. In mehreren Provinzen reduzierte außerdem dichter Nebel die Sicht auf weniger als 500 Meter.

(CRI)

Die wenigsten chinesischen Städte halten Standards für Luftqualität ein

16.10.2015, Beijing - Rund 80 Prozent der insgesamt 367 chinesischen Städte mit einer Echtzeitüberwachung der Luftqualität gelang es in den ersten drei Quartalen dieses Jahres nicht, die nationalen Standards zu erfüllen. Dies geht aus einem Bericht hervor, den Greenpeace am Donnerstag veröffentlichte.

Die zentralchinesische Provinz Henan wies während der genannten Periode die höchste tägliche Konzentration des gesundheitsgefährdenden PM2.5-Feinstaubs auf, hieß in dem Bericht. Beijing nahm den zweiten Platz ein.

Der Bericht der Umweltschutzorganisation Greenpeace beruht auf Angaben des Nationalen Chinesischen Umweltüberwachungszentrums, das die Daten zur Feinstaubkonzentration (PM2.5 und PM10) in 367 Städten auf einer stündlichen Basis veröffentlicht.

Auf einer Liste der zehn am stärksten verschmutzten Städte Chinas, welche das Umweltschutzministerium monatlich veröffentlicht und welche die Daten zur Luftqualität der 74 wichtigsten Städte Chinas umfasst, stehen sieben Ortschaften in der Provinz Hebei, erklärte die Behörde. Darunter befinden sich Hengshui, Tangshan und Shijiazhuang. Jinan in der Provinz Shandong rankte am schlechtesten, gefolgt von Zhengzhou in der Provinz Henan.

Obwohl die Bewohner der sieben Städte in Hebei im vergangenen Monat starken Smog miterlebten, hat sich die Luftqualität im Großraum Beijing-Tianjin-Hebei insgesamt verbessert. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Konzentration von PM2.5-Feinstaub um 26.2 Prozent verringert, sagte Luo Yi, Chefin der Abteilung Umweltüberwachung beim Umweltschutzministerium.

(german.china.org.cn)

Umweltschutz im Unterricht

07.10.2015, Beijing - Beijings Lehrplanreformen sollen Schüler dazu bringen, durch eigene Erfahrungen und kreative Lösungsansätze mehr über ein gesünderes und sinnvolleres Leben zu lernen.  


Vom Konzept "Schönes China", einer wohlklingenderen und breiter ausgelegten Interpretation des politischen Slogans "ökologische Zivilisation", hören die Schüler in den Klassenzimmern der Hauptstadt zurzeit pausenlos. Das ist Teil der laufenden Schulreformen, deren Ziel die Umgestaltung des Unterrichts durch neue Lehrpläne für die Grund- und Mittelschule ist. So sollen schon die Jüngsten lernen, sich selbst zu motivieren, ihr Potenzial voll auszuschöpfen und einen Beitrag zu einer gesünderen und ökologisch aufgeklärten Stadt, Nation und Welt zu leisten.  

Belege für den Erfolg dieser Bemühungen wurden beim Spring Exchange Day in einer Wohnanlage im Stadtviertel Chaoyang am 9. Mai präsentiert. Alte Zeitungen und benutzte Plastikflaschen konnten dort gegen Zimmerpflanzen oder Bio-Bohnen getauscht werden. Die Teilnehmer waren hauptsächlich Senioren, einzige Ausnahme war ein Mittelschüler. Er kippte seinen Rucksack voller Plastikflaschen aus, ging nach Hause und kam mit einer großen Tasche mit noch mehr Plastikbehältern zurück. „Wir alle müssen tun, was wir können, um die Erde zu schützen", antwortete er auf die Frage, warum er das tue.  

Ein neues Paradigma  

Beijings Lehrplanreformen wollen Schüler zu einem problemlösungsorientierten Lernen ermutigen. In Gruppen diskutieren und testen sie mögliche Lösungen und präsentieren ihre Ergebnisse anschließend vor den anderen Schülerteams. Viele Schüler haben sich dabei freiwillig dafür entschieden, an Problemen rund um den Umweltschutz zu arbeiten.   

In der Grundschule Fangcaodi wählte man diese Unterrichtsmethode, um sich mit dem Problem der belasteten Luft in Innenräumen zu befassen. Viele Fragen kamen auf, z.B. „Macht es einen Unterschied, welches Wasser im Luftbefeuchter verwendet wird?". In Gruppen testeten die Schüler verschiedene Wassersorten, verglichen und analysierten ihre Ergebnisse und kamen zu einer eindeutigen Schlussfolgerung: Ja, das Wasser spielt eine Rolle.  

Beijings Bildungsbehörden wollen Schüler, die selbständig denken und eigene Interessen entwickeln, die ihrer Stadt und am Ende dem gesamten Planeten helfen wollen und die dies sowohl mündlich als auch schriftlich zum Ausdruck bringen können. Wie effektiv der neue Lehrplan ist, bleibt abzuwarten, aber die für die Initiative zuständige Beijinger Akademie für Erziehungswissenschaften (BAES) scheut keine Mühen, damit sie ein Erfolg wird.   

Der an eigenen Erfahrungen ausgerichtete Unterrichtsansatz ist nicht nur auf die Umwelterziehung beschränkt, sondern Teil einer breiter angelegten Initiative. Im September 2014 rief die Hauptstadt das neue Programm Beijing City Resources for Experiential Learning (BCREL) für Grund- und Mittelschüler ins Leben. Das Programm sieht vor, dass mindestens zehn Prozent der Unterrichtsstunden in allen Fächern außerhalb des Klassenzimmers stattfinden sollen.   

Unterrichtet werden soll in Museen, Unternehmen, Laboren, Universitäten und Umweltzentren in Parks. Auch Gemeindeeinrichtungen sollen als Klassenzimmer genutzt werden. Das neue Programm ist mittlerweile integraler Bestandteil des Lehrplans und der Lernziele für staatliche Schulen.  

In einer eigens eingerichteten Forschungsstelle schulen Lehrer und Experten Pädagogen darin, außerschulische Unterrichtsorte effektiv zu nutzen, dafür spezielle Unterrichtsmaterialien zu entwickeln, die interdisziplinär genutzt werden können und sicherzustellen, dass die Schüler das Gelernte im Alltag anwenden können. Das Zentrum ist neben den Leistungen von Lehrern und Schülern auch für die Umsetzung und Auswertung des Programms verantwortlich 

Zurzeit werden im Rahmen des BRCEL-Programms außerschulische Unterrichtsorte eingerichtet. Lehrer durchlaufen eine professionelle Fortbildung, um konkrete Projekte zu entwickeln, die sie als Modell für ihren eigenen Unterricht nutzen können. Wissenschaftler untersuchen, wie man die Schüler am besten zu innovativem Denken anregen kann. Lehrer denken darüber nach, wie man das kreative Denken der Schüler fördern und praktische Fähigkeiten entwickeln kann, die nötig sind, damit sie einen Beitrag für die Gemeinschaft leisten können .  

Ein Teil des neuen Lehrplans wird in den Schulen bereits umgesetzt und ausgewertet. Schüler, die im Juni an der diesjährigen Mittelschulprüfung, der zhongkao, teilnahmen, wurden bei einigen Themen eher nach ihren Empfindungen als ihrem Fachwissen gefragt. Das Feedback der Eltern auf die Veränderungen ist überwiegend positiv.  

Jia Meihua, Direktor der Abteilung „Grundschulunterricht" an der BAES, erläuterte die Ideen, die dem BCREL-Programm zugrunde liegen. "Chinas Schüler schneiden sehr gut in Tests ab. Jetzt wollen wir, dass sie die Schule mit der Fähigkeit verlassen, ihr Wissen praktisch anzuwenden, um ihr Potenzial auszuschöpfen." Kurz gesagt, das BAES will eine Schulbildung ermöglichen, die aus dem abstrakten Potenzial eines Schülers etwas ganz Konkretes macht.  

Teile des Programms sind aus John Deweys Konzept „Lernen durch Erfahrung" entlehnt. Wie der amerikanische Pädagoge selbst einmal sagte: „Bildung ist selber ein Teil des Lebens und nicht nur eine Vorbereitung darauf."  

Für die Gesellschaft einen Beitrag zu leisten, könne den Schülern ein Gefühl der Wertschätzung und Selbstachtung, des Lokalpatriotismus und der Verantwortung vermitteln, meinen Erziehungsexperten.  

Professionelle Entwicklung 

Im November 2014 forderte die BAES Schulen in Chaoyang auf, am Olympic Forest Park, einem Naturschutzgebiet, das einen großen Teil des Olympiaparks ausmacht, eine Fallstudie durchzuführen. Die Studie begann mit einem Workshop zum Thema „Nutze deine fünf Sinne zur Erzeugung von Symbiose." Es nahmen Lehrer aus den USA und China daran teil, Grundlage der Veranstaltung war das chinesische Prinzip der Harmonie zwischen Mensch und Natur.  

Kann dieses Prinzip den Schülern dabei helfen, eine Beziehung zur Natur aufzubauen und sie dazu inspirieren, einen Beitrag für ihre Gemeinschaft zu leisten? 

Die amerikanischen Lehrer entwickelten eine aufregende Erkundung der fünf Sinne in der Natur und wogen das Für und Wider der Symbiose ab. Die chinesischen Lehrer schätzen diesen frischen Ansatz. Da es sich bei dem Projekt um eine einjährige Fallstudie handelte, organisierten sie ihr Programm aber auf andere Weise und nutzten den Beijing Education ESD Curriculum Guide. Die Schüler konnten selbst entscheiden, durch welches Medium – Malen, Gedichte, Musik oder Wissenschaft – sie sich der Natur nähern wollten.  Das Programm erwies sich als voller Erfolg. Es entstanden bewegende Gedichte, künstlerische Arbeiten im Wald und sie machten Musik mit Wasser. Die Schüler waren von ihren Erlebnissen sichtlich berührt.  

Im Mai fand eine weitere Fortbildungstagung statt, bei der sechs Lehrergruppen die Rolle der Schüler übernahmen und eine Unterrichtsstunde entwarfen. Jedes Team bestand aus Vertretern unterschiedlicher Disziplinen. Das Unterrichtsziel bestand darin, ein bestimmtes  Objekt auszuwählen, es aus fachlicher Perspektive zu diskutieren und dann eine Präsentation zu erstellen, die seinen interdisziplinären Wert aber auch Aspekte, die die Schüler interessieren könnten, berücksichtigen sollte. Schlüssel zu diesem Prozess war die Frage "Wie könnte ein Schüler das Objekt praktisch nutzen, damit es ihm selbst und anderen etwas bringt?"

Die Gruppe zum Thema „Erde" leistete eine beachtliche Arbeit. Sie recherchierte zunächst selbst und stellte dabei fest, dass kein Lebewesen ohne Erde leben kann. Durch ihre eigene Erkenntnis motiviert, begriffen die Lehrer, dass dies auch der Knackpunkt ist, um Schüler für ein Thema zu begeistern, das ihnen buchstäblich zu Füßen liegt. Die Gruppe setzte damit die Grundsätze des neuen Lehrplans auf gelungene Weise um: aus eigener Begeisterung zu innovativem Denken anregen und praktische Anwendungsmöglichkeiten bieten, die die Schüler mit nach Hause nehmen und an die sich im täglichen Leben erinnern können.  

"Beijing hat reiche natürliche und menschliche Ressourcen. Wir wollen die Schultore öffnen und die Ressourcen in- und außerhalb der Schule integrieren", erklärte Liu Ling, Mitglied des Koordinationsteams.  

Von 2014 bis 2015 werden immer mehr Teile des Programms in Schulen und Bildungseinrichtungen eingeführt. Dies ist ein praktischer Weg, alle Schüler zu selbstmotiviertem Lernen anzuregen und anzuleiten. Wenn 4 Millionen Schüler jahrelang auf diese Art lernen, kann daraus eine neue umweltfreundliche Gesellschaft entstehen? Antwort auf diese Frage kann nur die Zeit geben.  

Der Autor ist ein amerikanischer Pädagoge, der sich wissenschaftlich mit der Entwicklung der  Umwelterziehung in Beijing befasst. Mitverfasser ist Qin Ping.  

(Peking Rundschau)

Tianjin: Abwasserreinigung an Explosionsstelle abgeschlossen

25.09.2015 Beijing - Die Spezialisten sind mit der Reinigung einer großen Menge an Abwasser im Hafen des nordchinesischen Tianjin fertig geworden, wie lokale Behörden am Mittwoch mitteilten. In einem Lagerhaus war es vor einigen Wochen zu gewaltigen Explosionen gekommen.

Am Dienstagnachmittag wurden die letzten 700 Kubikmeter verunreinigtes Wasser aus einem mehrere Meter tiefen Teich gepumpt, der sich nach dem Unglück vom 12. August gebildet hatte, sagte ein Sprecher der Regierung der Tianjin Binhai New Area. Nun sei es die Aufgabe des Umweltschutzamts, die Böden der Unglückstätte eingehend zu untersuchen.

Arbeiter sind bereits daran, die Straßen wieder herzustellen, die durch die Explosionen zerstört worden waren. Am Ort des Unglücks soll eine Grünfläche von über 180.000 Quadratmetern entstehen. Die lokale Regierung hat Sicherheitsinspektionen in Unternehmen angeordnet, die mit gefährliche Chemikalien und Waren hantieren.

Bei den zwei Explosionen war ein Lager in einer Gegend zerstört worden, in der große Mengen toxischer Chemikalien gelagert waren. Darunter rund 700 Tonnen Natriumcyanid. Beim Unglück kamen mehr als 160 Menschen ums Leben.

(german.china.org.cn)

500 Millionen Kubikmeter Wasser für Beijing nicht genug

15.09.2015 Peking - Das Wasserumleitungssystem von Süden nach Norden, das aus Pumpstationen und Kanälen besteht, sollte ab 2013 Milliarden Kubikmeter Wasser aus dem feuchten Süden nach Beijing und in die rasant wachsenden Städten im Norden liefern. Nach jüngsten Angaben des Beijinger Wasseramtes sind seit Ende 2014 bisher insgesamt 500 Millionen Kubikmeter Wasser nach Beijing geflossen. Trotzdem bestehe weiterhin ein Mangel. 100 Kubikmeter Wasser fehlen gegenwärtig bis zum Reservemaßstab. Und der Maßstab steigt.


Am 12. Dezember 2014 wurde das gigantische Umleitungsprojekt offiziell in Gang gesetzt. Einwohner in Beijing bekommen Wasser aus über 1000 Kilometer Entfernung. 365 Millionen Kubikmeter und damit 72 Prozent der gesamten umgeleiteten Menge gehen in Beijinger Leitungswasserrohre.


Derzeit fehlen jedoch noch 97 Millionen Kubikmeter. Dem lokalen Wasseramt zufolge ist die Knappheit in Beijing auf drei Gründe zurückzuführen. An erster Stelle steht das enorme Wasserdefizit. Bevor das Wasser aus dem Süden umgeleitet wurde, schoss die Provinz Hebei ab 2008 300 Millionen Kubikmeter zu. Zugleich wurden 500 Millionen Kubikmeter Grundwasser pro Jahr erschlossen. Zweitens regnete es vergleichsweise in Beijing in diesem Jahr wenig. Von Januar bis September betrug die durchschnittliche Niederschlagsmenge 466 mm und damit 49 mm weniger als im Vorjahr. Die Wasserreserven der Stauseen sind gesunken. Letztlich macht auch die zunehmende Bevölkerung viel aus. Die Zahl der Einwohner in Beijing nimmt jährlich um unglaubliche 600.000 zu. Das pro Kopf-Bedürfnis an Wasser steigt entsprechend. Chinas Hauptstadt muss immer mehr tun, damit ihre Wasserhähne nicht trocken bleiben.

(CRI)

China verschärft Kontrolle der industriellen Produktion

02.09.2015 Peking - Um die Wasserverschmutzung zu reduzieren, wird China seine Kontrollen in der industriellen Produktion verschärfen. Davon würden die Papierherstellung, die Lederfärbung und andere stark umweltbelastende Industrien betroffen sein, die bis Ende des nächsten Jahres die nationalen Anforderungen nicht erfüllen, sagte Umweltminister Chan Jining.


Technologien und Einrichtungen, die starke Wasserverschmutzung verursachen, würden unterteilt in eingeschränkte und verbotene Gruppen und herausgefiltert, sagte Zhang Yong, stellvertretender Leiter der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission.

Viele Provinzen planten, über 1000 Chemiefabriken aus den dicht besiedelten Gegenden zu verlegen. Dies sei eine Maßnahme, Firmen mit starker Wasserverschmutzung zu Modernisierungen zu veranlassen, die aber etwa 400 Milliarden Yuan (56 Milliarden Euro) kosten könnten, sagte Miao Wei, Minister für Industrie und Informationstechnologie.

Leiter der Behörden, die für Industrieproduktion und Umweltschutz zuständig sind, nahmen am Samstag an einer Diskussion mit Vertretern der nationalen Gesetzgebung teil. Diese fand im Vorfeld der Umsetzung des Gesetzes zur Reduktion der Wasserverschmutzung statt. Sie beantworteten dort Fragen zur Kontrolle der Wasserverschmutzung.

Umweltminister Chen sagte, Wasserverschmutzung konzentriere sich auf bestimmte große Industriezweige, wie die Papierherstellung, die Nahrungsmittelproduktion, die chemische und die Textilindustrie, die landesweit für die Hälfte der gesamten Emissionen an Wasserschadstoffen verantwortlich seien.

Firmen dieser Industrien seien üblicherweise entlang der großen Flüsse angesiedelt. 46 Prozent der chemischen Industrie in Chengdu in der Provinz Sichuan läge beispielsweise entlang der Flüsse Minjiang und Tuojiang, was ein großes Risiko der Wasserverschmutzung darstelle, sagte Chen.

Das Ziel der Kontrolle der Wasserverschmutzung würden wichtige industrielle Emittenten sein, sagte Chen, und fügte hinzu, diese Industrien müssten bis 2017 Maßnahmen zur Emissionsreduktion ergreifen.

In Industriegebieten müssten Kläranlagen eingerichtet werden. Andernfalls würden die Betriebe geschlossen, sagte Chen.

Als wirtschaftlich effektive Maßnahme, um wasserverschmutzende Emissionen an der Quelle zu kontrollieren, werde China die Verwendung von Verschmutzungszertifikaten ausweiten, um Firmen mit starker Verschmutzung der staatlichen Überwachung zu unterstellen. Weiterhin würden bis Ende dieses Jahres Verschmutzungszertifikate an Pilotregionen vergeben, denen der Handel mit diesen Wasserverschmutzungszertifikaten erlaubt sei, sagte Chen.

Das Zertifikatesystem werde den Behörden dabei helfen, den gesamten Produktionsprozess zu überwachen, sagte Chen.

(german.china.org.cn)

Glühwürmchen zum Valentinstag

18.08.2015 Peking - Der chinesische Valentinstag – das Qixi-Fest – fällt in diesem Jahr auf den 20. August. Lebendige Glühwürmchen als Geschenk für die Liebste scheinen in diesem Jahr der Renner zu sein. Der massive Online-Handel mit den Käfern schadet jedoch Ökologie und Umwelt.


Laut der Umfrage einer Umweltschutzorganisation in Nanjing, der Provinzhauptstadt von Jiangsu, könnten in diesem Jahr über 100 Millionen Glühwürmchen online verkauft werden. Im vergangenen Jahr lag der Absatz noch bei „lediglich“ rund einer Million.


Die Umweltschutzorganisation fand heraus, dass 37 Geschäfte des chinesischen Online-Shopping-Portals Taobao.com Glühwürmchen anbieten. Davon haben 17 Geschäfte jeweils bereits mehr als 50.000 Glühwürmchen verkauft. So gerechnet könnten in diesem Jahr allein auf Taobao.com über 100 Millionen Leuchtkäfer verkauft werden. Der Einzelpreis für ein Glühwürmchen liegt bei rund fünf Yuan (0,70 Euro).

Fan Jianbo von der Umweltschutzorganisation in Nanjing hat den Online-Handel mit Leuchtkäfern über die letzten Jahre hinweg aufmerksam verfolgt. Wo der Käufer die Anzahl der Glühwürmchen früher selbst festlegen konnte, ist der Einzelkauf in diesem Jahr nicht mehr möglich. Ein Paket von 30 Glühwürmchen zum Preis von 159 Yuan (22,40 Euro) sei derzeit das billigste Angebot.


Die Anbieter des Shopping-Portals behaupten, dass die zum Verkauf angebotenen Käfer aus künstlicher Zucht stammen. Experten haben jedoch darauf hingewiesen, dass es in China nur sehr wenige Spezialisten gibt, die die künstliche Zuchttechnik von Glühwürmchen beherrschen. Der Preis für ein Zucht-Glühwürmchen sei doppelt so hoch wie der auf Taobao.com, was dafür spreche, dass die kleinen Würmchen in der Natur gefangen werden.


Der Versand von lebenden Tieren ist nach dem chinesischen Gesetz verboten. Aus ihrem natürlichen Lebensumfeld herausgerissen, sterben viele der Glühwürmchen bereits bei der Zulieferung.


In diesem Jahr gab es in China landesweit bereits mehr als 60 Glühwürmchen-Ausstellungen, welche den ohnehin boomenden Online-Handel mit den faszinierenden Tierchen zusätzlich fördern. Wenn dieses Geschäft nicht reguliert wird, könnte es schlimme ökologische Schäden nach sich ziehen. (german.people.cn)

Mit Satellit und Sender auf Umweltschutzmission

 Im Kampf gegen die Luftverschmutzung will China ein umfassendes Netzwerk aufbauen. Satelliten, Drohnen und Fernsensoren sollen dabei helfen, Umweltverschmutzungen aufzuspüren.

Die Volksrepublik plant bis 2020 den Auf- und Ausbau eines umfassenden Netzwerkes zur Aufspürung von Umweltverschmutzungen zu Land, Luft und Wasser. Dazu will sie Satelliten, Drohnen sowie Fernsensoren einsetzen, die die Umwelt überwachen sollen.

Die Landesführung gab im Juli grünes Licht für den neuen Umweltüberwachungsplan. Das Ministerium für Umweltschutz gab am Dienstag bekannt, dass die Regierung die Überwachung des Projektes übernimmt, die Informationen mit den entsprechenden Abteilungen und Regionen teilt und für etwaige Verstöße rechenschaftspflichtig sei.

Besonders der Bau und die Entwicklung von Satelliten, einem der Hauptwerkzeuge im Kampf gegen die Luftverschmutzung, sollen in diesem Jahr verstärkt gefördert und vorangetrieben werden. Das Ministerium teilte mit, dass es die Forschung an zwei Satelliten zur Umweltbeobachtung und an zwei Satelliten mit einer höheren Auflösung forcieren wolle.

Darüberhinaus will das Ministerium das Fernerkundungsnetzwerk entsprechend den Zielen des 13. Fünfjahresplanes (2016-2020), der Ende des Jahres verabschiedet wird, verbessern.

Fernüberwachung spielt in China eine zunehmende Rolle bei der Lokalisierung von Verschmutzungsquellen. Mittels Drohnen gelang es den Behörden beispielsweise, verschmutzte Gebiete in der Tengger-Wüste im Norden von China aufzuspüren und verstreute Strohbrände auszumachen.

Die stark luftverschmutzte nordchinesische Provinz Hebei arbeitet seit Januar letzten Jahres mit dem Satelliten-Zentrum des Ministeriums für Umweltschutz bei der Einrichtung von Satelliten-Überwachsungsstationen zusammen.

„Während des APEC-Gipfels im November nutzten wir die Satellitendaten dazu, die Bewegung des Smogs vorherzusagen“, erklärt Zhang Feng, Ingenieur der Umweltüberwachungsabteilung der lokalen Behörden. Mittels der Daten der Beobachtungsstationen konnten dann genaue Vorhersagen über „trübe Tage“ gemacht werden.

Derzeit werden die Satelliten jedoch lediglich als unterstützende Hilfsmittel eingesetzt, da es viel zu wenige von ihnen gibt. Sobald die Provinz das System zur Datenanalyse und -verarbeitung bis Ende des Jahres ausgebaut hat, soll ihnen eine bedeutendere Rolle zukommen.

Auch die Überwachung der Daten, die über verschiedene Kanäle gesammelt werden, soll intensiviert werden. Dies sei wichtig, damit die Umweltpolitik und die Umweltschutzmaßnahmen effektiv und wissenschaftlich bleiben, so der Umweltminister, Chen Jining. (German.China.org)

Mehr als 9300 Umweltsünder dichtgemacht

05.08.2015, Peking - Chinas Umweltministerium hat seinen Druck auf Umweltsünder erhöht. In der ersten Jahreshälfte wurden landesweit 9325 Unternehmen, die die Umwelt schwer belastet hatten, dichtgemacht. Knapp 15.000 Betriebe haben ihre Produktion eingestellt, um sich den Umweltstandards anzupassen. Die Umweltsünder haben in den ersten sechs Monaten laut Angaben des Umweltministeriums mehr als 34 Mio. Euro Bußgelder gezahlt. (cri)

China droht längere Taifunsaison

28.07.2015 Peking - Heftige Unwetter haben in diesem Jahr schon mehrere Großstädte auf dem chinesischen Festland unter Wasser gesetzt. Und es könnte noch schlimmer kommen. Grund ist der El-Niño-Effekt.

In der ersten Julihälfte wurden weite Teile Süd- und Ostchinas von Taifunen heimgesucht. Laut den Meteorologen muss sich die Volksrepublik in diesem Jahr auf weitere und noch stärkere Taifune gefasst machen. Grund für die längere Taifunsaison in diesem Jahr ist das Wetterphänomen El Niño, das durch die Erwärmung der Meerestemperatur im Pazifik entsteht und die Windverhältnisse beeinflusst.

Ding Yihui von der Chinesischen Akademie für Ingenieurwesen schließt nicht aus, dass El Niño das Wetter in China bis ins nächste Frühjahr hinein mitbestimmen wird. Das nach dem Christuskind benannte Wetterphänomen kann heftige Regenfälle in Südchina verursachen und im Norden des Landes zu Dürren führen.

El Niño gilt als Ursache für die massiven Überschwemmungen entlang des Jangtse sowie der beiden Flüsse Songhua und Nenjiang im Jahr 1998. Mehrere Tausend Menschen kamen damals ums Leben. Laut Ding, der das Nationale Amt für Meteorologie in Klimafragen berät, werden die Auswirkungen von El Niño in diesem Jahr jedoch nicht ganz so extrem sein.

Auf jeden Fall aber wird das Wetterphänomen mit Ursprung im Pazifik den Verlauf und die Intensität der Taifune in China beeinflussen. „Die Taifune werden von weiter südlich im Ozean kommen und intensiver sein“, erklärte Ding an einer Medienorientierung am Montag.

Nach Einschätzung von Ding ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass es infolge von El Niño im August und September entlang des Songhua und des Nenjiang im Nordosten des Landes zu schweren Überschwemmungen kommen wird.

Während eines El-Niño-Jahres bilden sich Taifune typischerweise im Südchinesischen Meer. Gemäß Duan Yihong, dem Präsident der Chinesischen Akademie für Meteorologie, hat die Niederschlagsmenge, die durch einen einzigen Taifun verursacht wird, in den letzten zehn Jahren markant zugenommen.

Dasselbe gilt für die Häufigkeit von extremen Wettersituationen in den städtischen Gebieten Chinas. Ding führt diesen Anstieg auch auf den rasanten Urbanisierungsprozess der letzten Jahre zurück. „Die Niederschläge in den urbanen Gebieten werden immer intensiver“, warnt Ding. „Wegen des 'städtischen Wärmeinseleffekts' sind sie jetzt schwieriger zu prognostizieren.“

Der Wärmeinseleffekt ist ein typisches Phänomen des Stadtklimas. In urbanen Ballungsräumen sind im Vergleich zur ländlichen Umgebung bodennah höhere Lufttemperaturen zu beobachten. Diese Überwärmung wird als städtische Wärmeinsel bezeichnet.

Heftige Niederschläge haben in diesem Jahr bereits zu schweren Überschwemmungen in den Metropolen Shanghai, Wuhan und Nanjing geführt.

Doch auch viele andere Großstädte sind vor Hochwasser nicht ausreichend geschützt. Zhang Jiatuan vom Amt für Hochwasserschutz und Dürrebekämpfung hat schon im Mai darauf hingewiesen, dass 300 von Chinas 657 Städten die nationalen Hochwasserschutzkriterien nicht erfüllen. 90 Prozent der älteren Stadtteile genügen laut Zhang nicht einmal den Minimalanforderungen des Hochwasserschutzes (german.people.cn)

China strebt umweltfreundliche Landwirtschaft an

27.07.2015 Peking - China werde im Rahmen seiner Bestrebungen um eine grünere Landwirtschaft in den nächsten fünf Jahren den Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden beschränken und den Gewässerschutz verbessern, sagte das Landwirtschaftsministerium am Samstag.


Bis 2020 solle die Verwertungsquote von Bewässerungswasser von derzeit 52 Prozent auf 55 Prozent steigen und der Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden eingeschränkt werden, sagte Landwirtschaftsminister Han Changfu während einer Arbeitskonferenz in Chengdu.

Er sagte weiter, Mist und Abfälle, Landwirtschaftsrückstände und Getreidestroh sollten sachgemäß gehandhabt werden, um eine umweltfreundliche Landwirtschaft zu gewährleisten.

Momentan wird in China beim Einsatz eines Kubikmeters Wasser nur ein Kilogramm Getreide geerntet. Dies liegt unter dem Durchschnitt von 1,2 bis 1,4 Kilogramm in fortschrittlicheren Ländern.

China hatte in diesem Sommer das zwölfte Mal in Folge eine Rekordgetreideernte, aber Probleme, wie Bodenversauerung und -verfestigung, erhöhen die Kosten und drücken die Erträge.

Offizielle Statistiken zeigen, dass mindestens 16 Prozent der Böden Chinas mehr Schadstoffe enthalten, als die staatlichen Grenzwerte erlauben. Weniger als ein Drittel der Düngemittel und Pestizide werden von den Nutzpflanzen aufgenommen, weniger als zwei Drittel der eingesetzten Kunststoffe werden recycelt, weniger als die Hälfte der Fäkalien des Vieh- und Geflügelbestandes werden behandelt, und die Verbrennung von Stroh ist noch immer weit verbreitet. (german.china.org)

Der Himmel über China ist wieder blauer

21.07.2015 Peking - China hat im Kampf gegen die Luftverschmutzung einen ersten Teilerfolg erzielt. In der ersten Jahreshälfte hat die Belastung mit Feinstaub und anderen Hauptschadstoffen in den drei wichtigsten Wirtschaftsräumen deutlich abgenommen.

Nach den neuesten Angaben des Umweltministeriums sind die Feinstaubwerte (PM2,5) in der ersten Hälfte dieses Jahres im Ballungsraum Beijing-Tianjin-Hebei um 22 Prozent, im Yangtse-Delta um 16,2 Prozent und im Perlfluss-Delta um 20,5 Prozent gesunken. Allein in Beijing ist der PM2,5-Wert um 15,2 Prozent zurückgegangen. In 74 anderen Städten nahm er im Durchschnitt um 7,1 Prozent ab.

„Die Daten zeigen, dass die Zentralregierung und die lokalen Regierungen große Anstrengungen im Kampf gegen die Luftverschmutzung unternommen und einige Erfolge erzielt haben. Die Luftqualität hat sich tatsächlich verbessert“, sagt Li Zuojun, der stellvertretende Direktor vom Zentrum für Entwicklungsforschung des Staatsrats. „Die Industrieproduktion hat sich auch wegen des Wirtschaftsabschwungs verlangsamt, viele Fabriken wurden geschlossen, was auch zur Verbesserung der Luftqualität beigetragen hat.“

Die durchschnittlichen Werte für PM10-Partikel (minus 17,8 Prozent), Schwefeldioxid (minus 27 Prozent) und Stickstoffdioxid (minus 11,8 Prozent) sind in der Region Beijing, Tianjin und Hebei in der ersten Hälfte 2015 ebenfalls zurückgegangen

Gemäß Wei Fusheng von der Chinesischen Akademie für Ingenieurwesen hat das Wetter stark zur Zerstreuung der Schadstoffe beigetragen. Als weitere Gründe für die Schadstoffsenkung nennt der Experte Maßnahmen der Lokalregierungen wie strengere Fahrbeschränkungen und strengere Kontrollen auf Baustellen.

Die Stadt Tianjin hat im Juli 290.000 alte Fahrzeuge mit hohem Schadstoffausstoß aus dem Verkehr gezogen. Die Regierung der Stadt Beijing hat am Sonntag angekündigt, bis Ende dieses Jahres 300 umweltschädliche Fabriken zu schließen.

Die Zentralregierung hat bereits einen Spezialfonds zur Bekämpfung der Luftverschmutzung eingerichtet. In diesem Jahr plant sie 11,5 Milliarden Yuan (1,7 Milliarden Euro) zu investieren. 10,6 Milliarden Yuan (1,6 Milliarden Euro) aus dem Fonds sind schon ausgegeben worden. (german.people.cn)

Taifun-Alarm in Süd- und Ostchina

10.07.2015 Peking - Tausende von Fischerbooten in den Häfen, geschlossene Schulen und eingeschränkte Verkehrsverbindungen: Süd- und Ostchina bereiten sich auf die Ankunft der Taifune „Linfa“ und „Chan-hom“ vor. Letzterer hat das Potenzial zum Super-Taifun.

 

Die beiden tropischen Wirbelstürme „Linfa“ und „Chan-hom“ werden das chinesische Festland gemäß dem Nationalen Meteorologischen Zentrum (NMZ) in den nächsten drei Tagen erreichen. Besonders gefährdet sind die Provinzen Fujian, Guangdong, Zhejiang und Taiwan. In der südchinesischen Provinz Guangdong wurden über zehntausend Schiffe zurück in die Häfen gerufen. In einigen Orten der Küstenprovinz hat sich der Taifun „Linfa“ am Mittwoch bereits mit stürmischen Winden und sintflutartigen Regenfällen bemerkbar gemacht.

 

In der Hafenstadt Shanwei im Osten Guangdongs haben die Fischer alles, was nicht niet- und nagelfest ist, von ihren Booten entfernt. Nach Ausrufung der Alarmstufe Gelb durch die Provinzregierung haben die Grund- und Mittelschulen in 15 Kreisen ihren Unterricht bis auf Weiteres eingestellt. Dem Wetterbericht zufolge wird „Linfa“ am Donnerstag auf die chinesische Ostküste prallen. Das Nationale Wetteramt warnt vor „schwerwiegenden Auswirkungen“ im Küstenabschnitt zwischen den Städten Zhangpu in der Provinz Fujian und Shantou in der Provinz Guangdong. Am Mittwochabend um Mitternacht befand sich das Zentrum des Taifuns noch 280 Kilometer südöstlich von Shantou im Südchinesischen Meer. Der Wirbelsturm nähert sich dem Festland mit einer Geschwindigkeit von zehn Kilometern pro Stunde.

 

Der Taifun „Chan-hom“ bewegt sich noch schneller vorwärts. Er wird voraussichtlich am späten Freitagabend in den beiden Nachbarprovinzen Fujian und Zhejiang auf Land treffen. Nach Angaben des Nationalen Meteorologischen Zentrums hat „Chan-hom“ das Potenzial zum Super-Taifun. In Shanghai planen die Bahnbehörden deshalb, den gesamten Passagierverkehr entlang der Küste am Freitag und Samstag vorübergehend einzustellen. Das Ministerium für Zivile Angelegenheiten und die Nationale Kommission für Katastrophenvorsorge haben die Behörden in den Provinzen Anhui, Fujian, Guangdong, Guizhou, Hubei, Hunan, Jiangsu, Jiangxi sowie im Autonomen Gebiet Guangxi und der regierungsunmittelbaren Stadt Shanghai am Mittwoch aufgerufen, Arbeitsgruppen zur Überwachung der beiden Taifune einzusetzen und die Bevölkerung mit Informationen auf dem Laufenden zu halten.

 

Die Menschen in den Taifungebieten wurden aufgefordert, Notvorräte für drei Tage anzulegen. Das Nationale Amt für Hochwasserschutz und Dürrebekämpfung hat am Mittwoch vorsorglich drei Arbeitsteams zur Koordinierung des Hochwasserschutzes nach Südchina geschickt. (german.people.cn)

Chinas Gewässer stark mit Antibiotika belastet

06.07.2015 Peking - Wie eine Untersuchung der Chinesischen Akademie der Wissenschaften ergab, hat China im Jahr 2013 mit 162.000 Tonnen fast die Hälfte der weltweit eingesetzten Antibiotika verbraucht. Die Belastung für die Umwelt ist enorm.

Eine Arbeitsgruppe des Instituts für Geochemie in Guangzhou, das zur Chinesischen Akademie der Wissenschaften gehört, hat die Ergebnisse ihrer Untersuchung über den Einsatz von Antibiotika in China bekanntgegeben. Demnach wird in der Volksrepublik zuviel Antibiotika eingesetzt. Allein im Jahr 2013 belief sich der Verbrauch auf 162.000 Tonnen, was fast der Hälfte der weltweiten Gesamtmenge entspricht. 52 Prozent dieser Antibiotika wurden Tieren zugeführt, 48 Prozent Menschen. Über 50.000 Tonnen Antibiotika fanden ihren Weg in die Böden und Gewässer.

Die Gruppe unter der Leitung von Ying Guangguo untersuchte das Wasser in den wichtigsten Flüssen Chinas über einen Zeitraum von zehn Jahren hinweg. Aus ihren Ergebnissen haben die Forscher eine Landkarte erstellt, auf welcher der Verschmutzungsgrad von 58 Gewässern mit verschiedensten Antibiotika zu sehen ist. Die American Chemical Society hat die Studie in ihrer Fachzeitschrift Environmental Science and Technology bereits veröffentlicht.

Gemäß Untersuchungsleiter Ying weisen die chinesischen Flüsse im Vergleich mit den Flüssen anderer Länder eine höhere Antibiotika-Konzentration auf. Der höchste gemessene Wert beträgt 7560 Nanogramm pro Liter, der durchschnittliche 303 Nanogramm. In Italien weisen die Flüsse eine durchschnittliche Antibiotika-Belastung von neun Nanogramm pro Liter auf, in Deutschland sind es 20 und in den USA 120.

Besonders stark mit Antibiotika verschmutzt sind der Perlfluss und der Jangtse in Südchina sowie der Haihe, der durch die Provinz Hebei und die Millionenstadt Tianjin fließt. Im Perlfluss-Delta sowie im Großraum Beijing-Tianjin-Hebei werden jedes Jahr pro Quadratkilometer 79 bis 109 Kilogramm Antibiotika in die Gewässer abgegeben.

Die Antibiotika in den Gewässern stammen hauptsächlich von den Abwässern aus Privathaushalten und medizinischen Einrichtungen sowie Abfällen aus der Viehzucht und von Aquakulturen. Größte Emissionsquelle ist der Missbrauch von Antibiotika in der Tierhaltung.

„In vielen Schweinefarmen – insbesondere in denen mit über zehntausend Schweinen – werden sogar über zehn verschiedene Arten von Antibiotika verwendet. Allerdings wären zur Krankheitsprävention schon eine oder zwei Arten genug“, sagt Ying.

Als weiteres großes Problem erwähnt Ying den übermäßigen Einsatz im medizinischen Bereich. In großen Krankenhäusern werde der Einsatz von Antibiotika sehr streng kontrolliert, in mittelgroßen und kleinen Krankenhäusern sowie in Apotheken gebe es aber kaum Kontrollen.

Wie Ying weiter betont, benutzen Chinesen durchschnittlich fünf- bis achtmal soviel Antibiotika wie die Menschen in den westlichen Ländern. (german.people.cn)

Ultimatum für 25 chinesische Unternehmen

17.06.2015 Peking -  Im Kampf gegen die Umweltverschmutzung geht die chinesische Regierung hart und konsequent vor. Aktuell stellt sie 25 Betrieben, die gegen die Umweltauflagen verstoßen haben, ein Ultimatum zur Überholung ihrer Anlagen.

Beijing – Das chinesische Ministerium für Umweltschutz (MEP) hat 25 Industriebetriebe dazu aufgefordert, ihre Betriebsstätten innerhalb einer gesetzten Frist zu überholen und den aktuell geforderten Umweltstandards anzupassen – andernfalls drohen ihnen horrende Geldstrafen.

Bei 16 der insgesamt 25 Umweltsünder handelt es sich laut der Nachrichtenagentur Xinhua um Kraftwerke, bei denen eine erhöhte Schadstoffemission aufgrund fehlender oder nicht in Betrieb genommener Entschwefelungs- und Entstickungsanlagen festgestellt wurde.

Das Ministerium für Umweltschutz belegte die Unternehmen mit der Auflage, innerhalb von 30 Tagen einen detaillierten Plan zur umwelttechnischen Nach- und Umrüstung auszuarbeiten und vorzulegen und ihre Anlagen bis Ende dieses Jahres zu überholen und auf den aktuellen Stand zu bringen. Erfüllen sie die Auflagen nicht oder nur teilweise, haben sie mit vehementen Bußgeldern zu rechnen.

Für den Verstoß gegen das neue Umweltschutzgesetz und den Ausstoß von Schwefeldioxid und Stickstoffoxid müssen sie obendrein satte Geldstrafen entrichten

Bei den anderen neun Betrieben handelt es sich um Kläranlagen. Die Unternehmen wurden öffentlich vom Umweltministerium für ihr Versäumnis, die Umweltbestimmungen zu erfüllen, geschmäht. Ihnen wurde ein Ultimatum von sechs Monaten zur Überholung ihrer Betriebsstätten gestellt. (german.people.cn)
www.chinatours.de
http://www.owc.de/thema/chinacontact/
http://german.cri.cn/
China Radio International
www.konfuzius-institute.de
Konfuzius-Institute
SinoJobs – European-Chinese Job Portal