Politik

Beijing bietet permanente Aufenthaltsgenehmigung für qualifizierte Arbeitskräfte

30.06.2016, Die Stadt Beijing wird es einigen qualifizierten Arbeitskräften aus dem In- und Ausland erlauben, eine permanente Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten, sofern sie – basierend auf ihren Fähigkeiten, bisheriger Jobs und Bildung – genügend Punkte sammeln können.

 

Ausländische Arbeitnehmer bei Startups oder solche, die von Firmen im Zhongguancun Technology Park in Beijing angestellt werden, könnten eine chinesische Green Card bekommen, wenn sie die Anforderungen eines leistungsbezogenen Punktesystems erfüllen.

 

Nicht aus Beijing stammende chinesische Bürger hingegen könnten laut einem am Montag von der Stadtregierung veröffentlichten Dokument einen ständigen Wohnsitz in Beijing bekommen.

 

Beijing werde "innovativem und unternehmerischem Talent" Vorrang geben – dazu gehören auch Startups mit einem gewissen Maß an Investitionen, Investoren und Kapitalanlagegesellschaften, Hightech-Unternehmen und Marktführer in der Kulturindustrie.

 

Zuvor konnte man eine permanente Aufenthaltserlaubnis für nicht aus Beijing stammende, chinesische Bürger nur durch eine begrenzte Zahl von Arbeitgebern erhalten, hauptsächlich durch Regierungsbehörden und Staatsbetriebe – oder andere Kanäle, die durch die Politik unterstützt wurden.

 

Die dauerhafte Aufenthaltserlaubnis hatte Außenstehenden, die nach Beijing ziehen und dort leben wollten, lange Zeit Kopfschmerzen bereitet.

Eine permanente Aufenthaltsgenehmigung für China gehört für Ausländer zu den weltweit am schwierigsten zu erhaltenden Green Cards.

 

Für umzugswillige chinesische Bürger ist die Situation die gleiche. Unter allen Städten und Provinzen Chinas ist es in Beijing am schwierigsten, registriert zu werden.

 

Wang Yukai, Professor für Öffentliche Verwaltung an der Chinesischen Akademie für Regierungsführung, sagte, dass Fachkräfte in der Vergangenheit nur dann von einem Ort zum anderen migrieren konnten, wenn sie bestimmte Anforderungen erfüllten, so dass es für viele qualifizierte Menschen schwierig war, dort zu arbeiten, wo sie am dringendsten benötigt wurden.

 

Wang Huiyao, Präsident des Zentrums für China und die Globalisierung, plädiert seit Jahren für die Beseitigung der Wohnsitz-Barriere für qualifizierte Arbeitskräfte.

 

"China entwickelt sich so schnell, da sollten wir nicht nur auf absolute Spitzentalente achten, sondern auch auf führende, innovative Talente, die das Potenzial haben, in Zukunft ganze Branchen und Industrien umzukrempeln", sagte Wang. (german.china.org.cn)

Xi Jinping trifft Russlands Präsident Wladimir Putin

24.06.2016, Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping hat in Taschkent seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin getroffen.

 

Xi sagte, China wolle mit Russland das politische und strategische Vertrauen vertiefen, die gegenseitige Unterstützung verstärken, die strategische Verbindung fördern und die Koordinierung von wichtigen internationalen und regionalen Angelegenheiten intensivieren.

 

Xi betonte, China wolle sich gemeinsam mit Russland darum bemühen, für eine stabile und gesunde Entwicklung der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) aktive Beiträge zu leisten.

 

Am selben Tag veranstaltete Xi Jinping in Taschkent mit den russischen und mongolischen Präsidenten das dritte Spitzenpolitikertreffen.

 

Xi Jinping betonte, die drei Länder sollten die Zusammenarbeit in Infrastruktur, Investitionen, Wirtschaft und Handel, Kultur sowie Umweltschutz vorantreiben. Außerdem solle die Kooperation im SCO-Rahmen ausgebaut werden. (www.german.cri.cn)

China befürwortet Verbot von Nuklearversuchen

15.06.2016, Chinas Vize-Außenminister Li Baodong gab am Montag bekannt, dass China das Inkrafttreten des Kernwaffenteststopp-Vertrags unterstütze, der vor 20 Jahren von der UN-Generalversammlung angenommen wurde und seitdem auf seine Ratifizierung wartet.

Auf einem Ministertreffen zum 20. Jahrestag der Annahme des Kernwaffenteststopp-Vertrags durch die UN-Generalversammlung betonte Chinas Vize-Außenminister Li Baodeng am Montag in Wien, dass sich China dazu verpflichtet habe, von einem Ersteinsatz von Atomwaffen abzusehen und sich bedingungslos dazu bereit erkläre, Atomwaffen nicht gegen Staaten ohne solche oder in kernwaffenfreien Zonen einzusetzen oder sie als Drohmittel zu verwenden.

„China verpflichtet sich dazu, einen Weg der friedlichen Entwicklung zu verfolgen und tritt für ein vollständiges Verbot und gründliche Zerstörung von Atomwaffen ein“, so Li. Als eines der fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates habe China stets für den friedlichen Einsatz der Atomenergie geworben, für ein internationales System für die Nichtverbreitung von Kernwaffen gestimmt sowie eine Schlüsselrolle bei der Lösung der iranisches Atomfrage und anderen Angelegenheiten der letzten Jahre gespielt.

„Wir sollten das politische Fundament für ein Inkrafttreten des Vertrages legen. Nur durch die Gewährleistung allgemeiner internationaler Sicherheit kann man dem Vorhandensein und der Verbreitung von Atomwaffen die Grundlage entziehen“, erklärte Li. Der Kernwaffenteststopp-Vertrag sei dabei ein Kernbestandteil eines Systems für die Nichtverbreitung von Kernwaffen als internationale Norm, welches das Testen von Atomwaffen weltweit überwachen und verbieten würde.

Die Ratifizierung des Vertrags sei laut Li stets von China unterstützt worden. „Wir sollten uns auf eine institutionelle Gewährleistung eines Inkrafttretens des Vertrages einigen.“

Zur Vorbereitung einer Ratifizierung hat die Organisation des Vertrags über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen auf der ganzen Welt Beobachtungsstationen installiert, um mögliche Nuklearexplosionen zu verzeichnen. Jedoch liege noch weitere Arbeit an, um ein Inkrafttreten des Vertrags zu ermöglichen, so Li. (German.people.cn)

Li Keqiang und Merkel beim Chinesisch-Deutschen Kooperationsforum für Wirtschaft und Technik

15.06.2016, Der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang hat am Dienstag in Beijing in der Großen Volkshalle mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Besprechung der chinesisch-deutschen Gutachterkommission für Wirtschaft geleitet. Dabei haben sich beide Spitzenpolitiker mit den chinesischen und deutschen Wirtschaftsvertretern ausgetauscht.

Li äußerte, China werde mit der Vertiefung der Zusammenarbeit mit Deutschland das eigene Schutzsystem von Geistigem Eigentum weiter verbessern und die Strukturumwandlung sowie die chinesische Wirtschaft schneller auf ein höheres Niveau heben. Li betonte, die Verlangsamung der Wiederbelebung der Weltwirtschaft habe zu globalen Überkapazitäten geführt. Die internationale Gemeinschaft sollte das Problem gemeinsam überwinden. Ein Handelskrieg würde allen betroffenen Seiten schaden.

Am gleichen Tag haben beide Spitzenpolitiker an dem achten Chinesisch-Deutschen Kooperationsforum für Wirtschaft und Technik teilgenommen. Li sagte in seiner Rede, mit einer Erweiterung der Kooperation zwischen China und Deutschland beim Handel seien zwar Reibereien möglich, diese würden aber nur einen kleinen Bereich betreffen.

Merkel forderte gemeinsame Bemühungen für eine Verbindung der Entwicklungsstrategien. Beide Länder sollten die Zusammenarbeit auf dem Drittlandmarkt verstärken und die neue Felder erschließen. (CRI)

Die chinesisch-deutschen Beziehungen sind reif für Innovationen

13.06.2016, Der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang hat sich am gestrigen Sonntag während des Staatsbesuchs der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dieser in der Hauptstadt Beijing getroffen, um über zukünftige bilaterale Kooperationen zu sprechen.

 

Li wies beim Gespräch darauf hin, dass die chinesisch-deutschen Beziehungen momentan auf hoher Ebene vorangetrieben werden. Der während der dritten Verhandlungsrunde gemeinsam ausgearbeitete Rahmenplan zur Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland wurde befolgt und beide Länder haben bei der Kooperation in allen Bereichen kontinuierlich neue Fortschritte gemacht. Die chinesische Seite blicke daher optimistisch auf die zukünftigen chinesisch-deutschen Beziehungen und die gemeinsame Zusammenarbeit.

Die Vertiefung der chinesisch-deutschen Kooperation könne laut Minispräsident Li Keqiang von innovativen Ideen profitieren. Man sollte gemeinsame Interessen erweitern, neue Dynamiken entwickeln und neue Höhepunkte setzen. Die Volksrepublik wolle bei der vierten Verhandlungsrunde über die Zusammenarbeit bei den Entwicklungsplänen „Made in China 2025“ und der deutschen „Industrie 4.0“, die Kooperation auf Drittmärkten, die intelligente Herstellung sowie die Tiefeninnovation diskutieren. Die Ausweitung der Investitionen aus dem Ausland, einschließlich derer aus Deutschland, sei in China willkommen. Li hoffe zudem, dass die Volksrepublik und Deutschland die Kommunikation und Zusammenarbeit innerhalb der G20 weiter stärken, gemeinsam das globale Wirtschaftswachstum fördern sowie Frieden und Stabilität auf ganzen Welt sichern können.

Bundeskanzlerin Merkel zufolge seien die deutsch-chinesischen Beziehungen in einem guten Zustand. Die Regierungsgespräche dienen dabei als ein wichtiger Mechanismus für die Förderung der Zusammenarbeit beider Länder in allen Bereichen. Die deutsche Seite wolle gemeinsam mit der Volksrepublik dem Rahmenplan folgen und die vierte Verhandlungsrunde nutzen, um die weitere Entwicklung der Beziehungen und der Kooperation zu fördern. (german.people.com.cn)

China und USA verstärken Kooperation im Rahmen des G20-Gipfels

10.06.2016, China und die Vereinigten Staaten haben vereinbart, im Rahmen des G20-Gipfels enger bei der Förderung der Weltwirtschaft zu kooperieren. Dies sagte ein hoher chinesischer Beamter am Rande der achten Runde des chinesisch-amerikanischen Strategie- und Wirtschaftsdialogs, der am Dienstag in Beijing zu Ende ging.

Beide Seiten hätten sich über die bilaterale Zusammenarbeit "ausführlich ausgetauscht" und sich verpflichtet, zusammenzuarbeiten, um den Erfolg des G20-Treffens im September in Hangzhou sicherzustellen, sagte Staatsrat Yang Jiechi am Rande des achten chinesisch-amerikanischen Strategie- und Wirtschaftsdialogs.

Bei dem strategischen Dialog seien über 100 wesentliche Ergebnisse in neun Bereichen erzielt worden, erklärte Yang.

China schätze es sehr, dass die Vereinigten Staaten ihre Ein-China-Politik wiederholt bekräftigt haben. Er hoffe, dass Washington seine Versprechen halten und die friedliche Entwicklung der Beziehungen zwischen Taiwan und dem Festland unterstützen werde, so Yang.

China und die Vereinigten Staaten hätten umfangreiche gemeinsame Interessen in der Asien-Pazifik-Region und sähen sich gemeinsamen Herausforderungen gegenüber, sagte Yang und fügte hinzu, dass beide Seiten die Interessen des jeweiligen Partners respektieren und ihre Kommunikation durch Interaktion auf vielen Ebenen stärken sollten, anstatt "exklusive Kreise zu kultivieren".

Bezüglich der atomaren Bedrohung durch Nordkorea bekräftige China seine Haltung, auf einer Entnuklearisierung zu bestehen, gleichzeitig aber Frieden und Stabilität auf der Halbinsel aufrechtzuerhalten und Probleme friedlich durch Dialog und Konsultationen beizulegen, sagte Yang.

China und die Vereinigten Staaten fordern alle betroffenen Parteien dazu auf, zusammenzuarbeiten, um die Bedingungen für die Wiederaufnahme der Sechs-Parteien-Gespräche zu einem frühen Zeitpunkt zu schaffen, fügte er hinzu. (german.people.com.cn)

Chinas First Lady ruft zur Gleichberechtigung auf

07.06.2016, Peng Liyuan, chinesische First Lady und UNESCO-Sonderbeauftragte für die Förderung der Bildung von Mädchen und Frauen, rief am Montag zur Gleichberechtigung in der Bildung und zu einer verbesserten Ausbildung für Frauen auf.

Ihr Appell kam bei der ersten UNESCO Preisverleihung für die Bildung von Frauen und Mädchen in Beijing.

Mit Chinas Unterstützung wird der Preis jährlich an zwei Gewinnerinnen verliehen. Mit dem Preisgeld von 50.000 US-Dollar sollen die Gewinner jeweils ihre Arbeit für die Bildung von Frauen und Mädchen vertiefen.

Die diesjährigen Gewinnerinnen sind Ella Yulaelawati, Leiterin der frühkindlichen Erziehung am Bildungs- und Kultusministerium in Indonesien, und Evernice Munando aus Simbabwe, Gründerin des Female Students Network.

Peng, die im März 2014 zur UNESCO-Sonderbeauftragten ernannt wurde, sagte, die Welt steht bei der Ausbildung von Mädchen und Frauen immer noch großen Herausforderungen gegenüber. Mehr als 60 Prozent der Analphabeten weltweit seien Frauen.

Peng ist die sechste – und erste Chinesin – die das Amt der UNESCO-Sonderbeauftragten innehat.

Die Preise werden eine entscheidende Rolle für die Bemühungen für eine Bildungsgleichheit spielen, so Peng. Sie betonte zudem, dass sie keine Mühen scheuen wird, um das Recht auf Bildung für Mädchen und Frauen durchzusetzen.

Irina Bokova, UNESCO-Generaldirektorin, dankte der chinesischen Regierung für ihre Leitung. Ebenfalls dankte sie Peng für ihren lebenslangen Einsatz, um als UNESCO-Sonderbeauftragte die Bevollmächtigung von Mädchen und Frauen zu fördern.

Munando, Preisträgerin aus Simbabwe, dankte China und Peng für die Unterstützung des wichtigen Preises für die Bildung von Frauen.

Pang Zhongyin, Dekanin der School of International Relations an der Sun Yat-sen Universität in Guangzhou in der Provinz Guangdong, sagte, Peng spiele eine entscheidende Rolle bei der Förderung der Bildung für Frauen und Kinder. Ihre Arbeit zeige, dass China der Humanentwicklung große Bedeutung beimesse, so Pang. „Die Stellung der Frauen in der Politik und Justiz in China hat sich seit der Gründung der Volksrepublik China deutlich verbessert. Doch mit der rasanten Entwicklung Chinas sind neue Herausforderungen und Probleme für sie entstanden, wie überall in der Welt. Was Peng als Sonderbeauftragte geleistet hat, zeigt, dass China bereit ist, sich diesen Problemen direkt zu stellen und aktiv auf diese Herausforderungen zu reagieren. Dies demonstriert Chinas Verantwortung, als führenden Beispiel für die Entwicklung der Frauen zu agieren.“ (german.china.org.cn)

Eine Beziehung der besonderen Art

07.06.2016, Die deutsche Bundeskanzlerin kommt zum neunten Mal nach China: Die intensiven Wirtschaftsbeziehungen beider Länder stehen dieses Mal im Mittelpunkt.

Die Beziehungen zwischen China und Deutschland sind so intensiv wie lange nicht: Acht mal war die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (CDU) während ihrer Amtszeit auf Staatsbesuch in China. In wenigen Tagen kommt sie zum neunten Mal in die Volksrepublik. Nur in wenigen Ländern ist sie so häufig gewesen.

In der deutschen Botschaft und in Chinas Außenministerium laufen die Vorbereitungen für das Treffen zwischen Angela Merkel und dem chinesischen Ministerpräsidenten Xi Jinping auf Hochtouren. Wichtigster Verhandlungspunkt zwischen beiden Regierungschefs sind, wie auch bei vorigen Besuchen, die engen wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder.

China ist der wichtigste Handelspartner Deutschlands in Asien und Deutschland ist andersherum der wichtigste Handelspartner der Chinesen in Europa. Insgesamt entfällt etwa 30 Prozent des chinesischen Handels mit der Europäischen Union auf Deutschland. Das entsprach im vergangenen Jahr einem Handelsvolumen von fast 163 Milliarden Euro. Die Importe aus China nach Deutschland stiegen im selben Zeitraum um 15 Prozent auf 91,5 Milliarden Euro - aus keinem Land importiert Deutschland mehr Waren. Die wirtschaftlichen Beziehungen sind - gerade in den vergangenen Jahren - eine kontinuierliche Erfolgsgeschichte.

In diesem Bereich werden beide Seiten auch dieses Mal neue Vereinbarungen schließen und die Zusammenarbeit weiter intensivieren. Merkel und Xi werden von einer ganzen Entourage von Wirtschaftsbossen begleitet. So hofft beispielsweise der deutsche Flugkonzern Lufthansa auf einen Deal mit Air-China, um im Reich der Mitte weiter zu wachsen zu können. Das geht aus einem Bericht des Handelsblatts hervor. Viele weitere derartige Geschäfte werden während des Besuchs eingefädelt und zum Abschluss gebracht.

Die wichtigsten gesamtwirtschaftlichen Verhandlungspunkte sind jedoch andere:

Die chinesische Seite wird voraussichtlich mit Deutschland - als wichtigstem Partner in Europa - über den Status der chinesischen Wirtschaft als Marktwirtschaft verhandeln. Im Dezember will die EU darüber entscheiden, ob China als Marktwirtschaft in Europa anerkannt wird. Damit würden Einfuhren nach Europa erleichtert. Dagegen gibt es in Europa Widerstände, beispielsweise von der Stahlindustrie. Über Handelspraktiken und Standards diesbezüglich werden Merkel und Xi während der deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen diskutieren, um jeweils faire Bedingungen für chinesische und deutsche Unternehmen zu schaffen.

Die deutsche Seite wird zudem - das sagte der deutsche Botschafter Michael Clauss China.org.cn - mit China über ein Abkommen verhandeln, das deutsche Firmen vor Wirtschaftsspionage in China schützen soll.

Neben den wirtschaftlichen Beziehungen werden auch die politischen und kulturellen Beziehungen beider Länder Thema sein. (german.china.org.cn)

Chinas aktive Rolle beim G20-Gipfel in Hangzhou

06.06.2016, Am 27. Mai begann der 100-tägige Countdown für den G20-Gipfel 2016, der in Hangzhou, der Hauptstadt der ostchinesischen Provinz Zhejiang, veranstaltet wird.

Das Auswärtige Amt hielt am 26. Mai ein Pressegespräch für chinesische und ausländische Medien in Beijing ab, während dessen Außenminister Wang Yi die Vorbereitungen für die Veranstaltung zusammenfasste.

"China als Gastgeberland weiß um seine große Verantwortung", so Wang. Das Land hoffe, dass der Gipfel sich auf "die wichtigsten Herausforderungen und entscheidenden Probleme der Weltwirtschaft" konzentriere. China, so versicherte er, werde mit allen teilnehmenden Seiten zusammenarbeiten, um gemeinsame Lösungen zu finden und sein Wissen beizusteuern.

Die Gruppe der Zwanzig (G20) ist ein internationales Forum für die zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer mit einem gesamten Bruttosozialprodukt (BIP), das für 90 ist bislang zehnmal abgehalten worden, und die Welt ist voller Erwartungen an die Rolle, die China als diesjähriger Gastgeber spielen wird.

Seit langem ist China wichtiger Beitragender zum Weltwirtschaftswachstum: Einmal erreichte die Beitragsrate des Landes 60 Prozent, und selbst in der gegenwärtigen reduzierten Wirtschaft der "neuen Normalität" liegt die Zahl bei 30 Prozent, der weltweit höchste Prozentsatz.

Bedauerlicherweise hat das "große Beitragsland" nicht folgerichtig den entsprechenden Diskurs im Regierungsapparat. Es steht immer noch Kritik aus zahlreichen Ländern gegenüber, die es beschuldigen, sein Wirtschaftswachstum auf eine Art und Weise zu verlangsamen, die die Erholung der Weltwirtschaft "bedroht". Das ist recht unfair, und China muss effektiv darauf reagieren.

Der G20-Gipfel in Hangzhou bietet eine solche Gelegenheit. Als Gastgeber sollte das Land die Agenda aufstellen und fördern. Gleichzeitig sollte es auch aktiv die Rolle eines "koordinierenden Landes" bei der Kommunikation zwischen den G20-Mitgliedern und Nichtmitgliedstaaten wie auch internationalen Organisationen spielen, um den umfassendsten Konsens zu erreichen.

Bei der Aufstellung der Agenda für Hangzhou hat China den "Aufbau einer innovativen, gestärkten, interkonnektiven und inklusiven Weltwirtschaft" als Hauptthema etabliert. Das Land hat vier Prioritäten herausgestellt, nämlich "innovative Wachstumsformen", "effizientere globale Wirtschafts- und Finanzkontrolle", "robuster internationaler Handel und Investment" sowie "inklusive und interkonnektive Entwicklung".

Damit wird effektiv auf alle Arten an "vorgeschalteten" Elementen in der derzeitigen Weltwirtschaft reagiert, wie Handelsprotektionismus, Antiglobalisierungsmaßnahmen, Regionalismus, der verantwortungslose Export von Inflation und sogar kompetitive Währungsabwertung, die der Weltfinanzstabilität nicht förderlich ist.

China hat das Ziel, sich auf die Weltwirtschaft und globale Umwelt zu konzentrieren, die es als den "Job der G20" ansieht, und das Land wird die Dinge nicht mit seinen "privaten Angelegenheiten" vermischen. Dies macht die Erwartungen der Welt an den G20 um Einiges deutlicher. Außerdem verfechtet China hinsichtlich der alten, ungleichen Wirtschaftsordnung "Innovation" entsprechend den Trends der Zeit.

Insgesamt ist der Hangzhou-Gipfel eine Chance sowohl für China als auch für die Welt. China befindet sich im entscheidenden Moment auf der Suche nach einer "Führungsrolle" und sollte die große Verantwortung für sein Recht, die Weltwirtschaftskontrolle zu fördern, übernehmen.

Allerdings sind neue Schwellenländer, die innerhalb der G20 von den BRICS (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) repräsentiert werden, in den vergangenen Jahren auf Wirtschaftsprobleme gestoßen. Einige haben einen Wirtschaftsabschwung oder ein negatives Wirtschaftswachstum erlitten, so dass sich ihr Einfluss innerhalb der G20 abgeschwächt hat.

Die Rolle Chinas, des einzigen Schwellenlandes, das noch in der Lage ist, eine Schlüsselrolle im Weltwirtschaftswachstum zu spielen, ist besonders markant geworden. Je mehr Anregungen China der Weltwirtschaft bieten kann, desto aktiver kann die Rolle des Landes bei der Aufrechterhaltung des Status der G20 als weltweit höchstrangiges Wirtschaftstreffen werden.

Auf dem zehnten G20-Gipfel in Antalya in der Türkei im vergangenen Jahr hielt Präsident Xi Jinping eine wichtige Rede über innovatives Wachstum zum Vorteil aller Beteiligten. Er stellte heraus, dass China die Zuversicht und Fähigkeit hat, weiterhin Chancen für alle Länder zu bieten, sich zu entwickeln. Er sagte, dass Chinas neuer Wachstumsimpuls sich beschleunige, und er werde in den kommenden fünf Jahren eine riesige Nachfrage auslösen und zur neuen Wachstumsquelle in der Welt werden.

Der "China-Plan", der in Antalya vorgetragen wurde, war ein wichtiger Schritt Chinas, um ein wichtiges Land bei der globalen Wirtschaftskontrolle innerhalb der G20 zu werden. Nun muss das Land als G20-Gastgeber die Gelegenheit ergreifen, die Dinge weiter voranzutreiben. (german.china.org.cn)

China kooperiert mit über 30 Ländern entlang der neuen Seidenstraßen

03.06.2016, Die „One Belt, One Road“-Initiative gehört zu den wichtigsten Entwicklungsstrategien Chinas. Im Rahmen dessen hat die Volksrepublik die Zusammenarbeit mit vielen Staaten weiter ausgebaut und bereits über 30 Partnerländer für die Initiative gewinnen können.

Gestern hat der stellvertretende Repräsentant des chinesischen Handelsministeriums für internationale Handelsbeziehungen, Zhang Xiangchen, auf dem 7. Internationalen Forum für Infrastrukturausbau und -investitionen bekanntgegeben, dass die Volksrepublik schon mit mehr als 30 Ländern Kooperationsvereinbarungen im Rahmen der „One Belt, One Road“-Initiative abgeschlossen habe und eine Reihe von gemeinsamen Infrastrukturprogrammen derzeit erfolgreich vorangetrieben werden.

Zhang wies darauf hin, dass China seit langer Zeit am weltweiten Infrastrukturausbau teilnehme und ihn unterstütze. Zudem biete es mit Realakt öffentliche Produkte für die Region Asien-Pazifik und sogar für die ganze Welt an. China habe bereits mit über 30 Ländern Kooperationsvereinbarungen im Rahmen der „One Belt, One Road“-Initiative unterzeichnet. Die chinesische Regierung lege großen Wert auf für alle Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit. In Afrika habe China 2015 neue Verträge im Rahmen von 76,2 Milliarden US-Dollar (68,3 Milliarden Euro) unterzeichnet und Umsätze von 54,8 Milliarden Dollar (49,1 Milliarden Euro) erzielt. In Lateinamerika und der Karibik wurden im vergangenen Jahr neue Verträge im Wert von 18,2 Milliarden Dollar (16,3 Milliarden Euro) abgeschlossen und ein Umsatz von 16,4 Milliarden Dollar (14,7 Milliarden Euro) erreicht.

Laut Zhang werde China während des 13. Fünfjahresplans zusammen mit den betreffenden Ländern den Ausbau der sechs wichtigen Wirtschaftskorridore, des chinesisch-mongolisch-russischen Korridors, der neuen eurasischen Kontinentalbrücke, des chinesisch-zentralasiatisch-westasiatischen Korridors, des China-Indochina-Korridors, des China-Pakistan-Korridors sowie des Bangladesch-China-Indien-Myanmar-Korridors, gemeinsam fördern. Das bedeute auch, dass die bilaterale und multilaterale Zusammenarbeit im Bereich des Infrastrukturausbaus große Chancen biete.

Des Weiteren hat Zhang drei Vorschläge für das Zusammenspiel zwischen Industrie und Finanzwelt und für die Förderung der Entwicklung des Infrastrukturmarktes vorgebracht: Zum einen eine politische Umgebung, die zu Investition ermutigt. Zweitens die Erneuerung der Durchführungsmodelle für Finanzierungsprodukte und Programme. Und drittens die Einbringung von bilateralen und multilateralen Finanzierungsorganisationen sowie multilateralen Kooperationsmechanismen. (German.people.cn)

Außenministerium: Terroranschlag in Mali ist nicht zu tolerieren

02.06.2016, Terrorismus gilt in der heutigen Gesellschaft als Gefahr für die Sicherheit und Entwicklung der ganzen Welt. Am vergangenen Dienstag wurde Chinas Friedenstruppe in Mail von Terroristen attackiert. Gestern erfolgte Chinas öffentliche Stellungnahme.

Nach Angaben des chinesischen Verteidigungsministeriums wurde Chinas Friedenstruppe im Rahmen der Multidimensionalen Integrierten Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali (MINUSMA) von Terroristen attackiert. Dabei kam ein chinesischer UN-Soldat ums Leben, vier andere wurden verletzt, einer davon schwer.

Die chinesische Volksbefreiungsarmee (PLA) ist über den Terroranschlag tief erschüttert und hat den Anschlag stark verurteilt. Die PLA trauert um den Tod des chinesischen Blauhelm-Soldaten und bekundete den Familienangehörigen des Toten und der Verletzten ihre Anteilnahme.

Nach dem Anschlag haben das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Chinas, der Staatsrat und die Militärkommission beim Zentralkomitee auf den Terroranschlag unmittelbar reagiert. Die PLA reagierte gemäß einem Notfallmechanismus. Derzeit konzentriert sie sich darauf, die Verletzten zu behandeln, die persönliche und die Sicherheit des Eigentums zu schützen sowie die eigenen Sicherheitsinteressen entschieden zu verteidigen.

Als einer der ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates wird die Volksrepublik die Friedensmissionen der UN weiter standhaft unterstützen, gegen Terrorismus jedweder Art vorgehen und unbeirrt den Weltfrieden schützen.

Die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Hua Chunying, erklärte auf der gestrigen Pressekonferenz, dass es sich bei der Attacke um einen Terroranschlag auf Friedensmissions-Personal der UN handelte. Es sei ein schweres Verbrechen und nicht zu tolerieren. China verurteile den Anschlag stark. China fordere die malische Regierung und die UN auf, den Anschlag zu untersuchen, die Täter festzunehmen und der chinesischen Seite bei der Auseinandersetzung mit den Folgen zu helfen.

Hua betonte auch, dass die chinesische Regierung weiterhin den Weltfrieden sowie den Frieden und die Stabilität in Afrika unterstütze. Momentan gebe es mehr als 2.400 chinesische Soldaten, die an Friedensmissionen der UN in sieben afrikanischen Regionen teilnehmen, wie Mali, Kongo (Kinshasa) und Libyen. China werde sich weiterhin aktiv an den Friedensmissionen der UN beteiligen sowie Beiträge zur Durchführung der Charta der Vereinten Nationen zur Sicherheit und Frieden in Afrika leisten. (German.people.cn)

Botschafter Shi Mingde im Handelsblatt-Interview

26.05.2016, Das deutsche Handelsblatt hat am Mittwoch ein Interview mit dem chinesischen Botschafter in Deutschland, Shi Mingde, veröffentlicht. Shi sprach unter anderem über Marktwirtschaft und politische Diskriminierung.

Shi erklärte, in Europa werde sehr viel über den Marktwirtschaftsstatus Chinas diskutiert. „In China sprechen wir wenig über diesen Begriff, uns geht es vielmehr um den Artikel 15 der entsprechenden WTO-Dokumente. Dort taucht der Begriff ‚Marktwirtschaftsstatus' gar nicht auf. Das ist ein Begriff der Europäischen Union. Er dient der politischen Diskriminierung", betont der Botschafter.

China frage sich, wo das Kriterium für den Marktwirtschaftsstatus liege, warum die EU Russland Marktwirtschaftsstatus einräumen könne und China nicht. China ist größter Handelspartner für 128 Staaten auf der Welt. „Wir praktizieren seit mehr als 30 Jahren Marktwirtschaft. Wir sind davon überzeugt, dass wir schon längst eine Marktwirtschaft sind. Die große Diskussion geht eigentlich um die Gültigkeit von Artikel 15 der WTO-Dokumente und nicht um den Begriff Marktwirtschaft. Man sollte das nicht verwechseln", gibt Shi weiter zu bedenken.

Laut Handelsblatt klagt die europäische Stahlbranche über die Praktiken ihrer chinesischen Konkurrenten. Sie werfen ihnen Dumping vor. Es ginge für China in dieser Sache in erster Linie um politische Glaubwürdigkeit, antwortet Shi. „Wir sind WTO-Mitglieder und wir haben WTO-Regeln festgelegt zwischen China und Europa. Und jetzt soll plötzlich nichts mehr gelten, weil die Stahlbranche Europas nicht mehr konkurrenzfähig ist? Das ist für mich Ausdruck von Protektionismus der Europäer." Man habe vor 15 Jahren bei der Unterzeichnung der WTO-Dokumente offensichtlich nicht damit gerechnet, dass die chinesische Wirtschaft so rasch konkurrenzfähig werden würde. Darum fühlten sich bestimmte Kräfte in Europa nun nicht mehr an Vereinbarungen gebunden, meint Shi Mingde.

Die Europäer werfen den Chinesen vor, die eigenen Stahlunternehmen zu subventionieren, schreibt das Handelsblatt. Der Botschafter reagiert mit der Vorstellung eines anderen Aspektes. Ein Stahlarbeiter in den USA verdient 60.000 US-Dollar im Jahr, in Europa und Japan sind es 50.000 Dollar. Und in China? In China seien es 7.000 Dollar. Außerdem seien in China die Umweltauflagen ganz andere. Insgesamt lasse sich in China somit zu viel geringeren Kosten Stahl produzieren. Außerdem werde in China Stahl minderer Qualität produziert, in Deutschland dagegen ganz besonders hochwertiger. Da gebe es nur wenig Berührungspunkte, sagt Shi. Alle Stahlproduzenten seien in Schwierigkeiten. Der Kompromiss heißt laut Shi, Gespräche zu führen. Die Regierungen sollen miteinander sprechen, die Branchen sollen miteinander sprechen und nach einem Kompromiss suchen und nicht Sanktionen oder Strafen verhängen. Das gesamte Volumen der Stahlindustrie mache, so Shi noch, insgesamt nur zwei Prozent des gesamten Handels zwischen China und der EU aus. „Wir sollten nicht wegen dieser zwei Prozent die gesamten Wirtschaftsbeziehungen in Mitleidenschaft ziehen." (CRI)

Chinas wichtige Rolle als Gastgeber des G20-Gipfels

23.05.2016, Als zweitgrößter Volkswirtschaft kommt China eine Schlüsselfunktion für die globale Gemeinschaft zu. Auf dem kommenden G20-Treffen soll sich unter anderem auf Maßnahmen geeinigt werden, um die Weltwirtschaft zu fördern und multiresistente Keime einzudämmen.

Der Wirtschaftswissenschaftler Jim O’Neill, welcher einst das Akronym BRIC für die aufstrebenden Volkswirtschaften von Brasilien, Russland, Indien und China geprägt hatte, ist der Meinung, dass China eine „sehr wichtige Rolle“ für die Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit auf dem G20-Treffen im September spielen werde.

Das G20-Gipfeltreffen wird im September dieses Jahres zum ersten Mal in China stattfinden und zwar in der ostchinesischen Stadt Hangzhou. Jim O’Neill, ehemaliger Chef-Ökonom von Goldman Sachs und derzeitiger „Commercial Secretary“ im britischen Finanzministerium, sagte gegenüber Xinhua in einem Exklusivinterview, dass er erwarte, dass China das Wachstum der aufstrebenden Volkswirtschaften fördern werde.

„Ich denke, dass China bei der Wirtschaftskooperation im weiteren Sinne eine sehr wichtige Rolle spielen wird“, meint O’Neill, „China ist die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Nach einigen Kriterien, wie Kaufkraftparität, ist es sogar bereits die größte oder steht kurz davor.“

„Um das Wachstum der Weltwirtschaft zu gewährleisten, brauchen wir einen gemeinsamen Konsens – nicht unbedingt die gleichen Maßnahmen – aber einen Konsens über die angemessenen Maßnahmen für verschiedene Teile der Welt.“

China habe laut O’Neill trotz einiger erheblicher Herausforderungen einen „bemerkenswerten Erfolg“ bei der Verbesserung des Wohlstands und der Wohlfahrt von 1,3 Milliarden Menschen vorzuweisen. „Ich denke, dass es anderen, besonders Entwicklungsländern, dabei helfen könnte, einen ähnlichen Entwicklungsweg einzuschlagen und zu einer stabilen und wohlhabenderen Weltwirtschaft beizutragen.“

O’Neill glaubt, dass das Abhalten des G20-Gipfeltreffens in China einen Wandel der Auffassung über die wirtschaftliche Rolle der internationalen Gemeinschaft symbolisiere: „Es ist ein historischer Moment der globalen wirtschaftlichen Ordnungspolitik. China hat noch nie zuvor den G20-Gipfel veranstaltet.“

O’Neill ist auch Vorsitzender des Überprüfungsausschusses für Antibiotikaresistenzen, welcher sich mit Maßnahmen gegen das Risiko von „Superkeimen“ beschäftigt. Solche werden umso stärker und resistenter gegenüber Antibiotika, je mehr sie ihnen ausgesetzt werden.

Falls nicht frühzeitig gehandelt würde, prognostiziert O’Neill, dass sich die Kosten für die Weltwirtschaft bis 2050 auf 20 Billiarden US-Dollar (17,81 Biliarden Euro) belaufen und multiresistente Keime pro Jahr 10 Millionen Menschenleben fordern könnten, davon allein eine Million in China.

Die Ergebnisse des Überprüfungsausschusses, welche diese Woche in London veröffentlicht wurden, werden derzeit bereits diskutiert und seien auch geplantes Gesprächsthema auf dem diesjährigen G20-Gipfel in Hangzhou. „Wir sind zuversichtlich, dass der chinesische G20-Gipfel im September zu einer Einigung unter allen 20 Mitgliedsländern führen wird, um zu klären, wie genügend Geld für neue Arzneimittel aufgetrieben werden kann.“

„Ich bin relativ optimistisch, dass wir dahingehend Fortschritte machen werden, da darüber bereits Gespräche bei Treffen der Chefunterhändler der G20-Regierungen begonnen haben.“ (german.people.com.cn)

Seidenstraßen-Gipfel in Hongkong abgehalten

19.05.2016, Am Mittwoch hat ein Gipfelforum zur chinesischen „Seidenstraßen-Initiative" in Hongkong stattgefunden. Das Forum wurde von der Regierung der chinesischen Sonderverwaltungszone veranstaltet.

In seiner Grundsatzrede auf dem Forum betonte der Vorsitzende des Ständigen Ausschusses des chinesischen Nationalen Volkskongresses, Zhang Dejiang, Hongkong verfüge beim Aufbau der beiden Seidenstraßen über viele Vorteile. Hongkong könne großen Nutzen aus der Staatsinitiative ziehen und die eigene Entwicklung maßgeblich vorantreiben. Die Überlegenheit des Standorts Hongkong könne so weiter ausgebaut werden.

Zhang Dejiang fügte hinzu, der Aufbau der beiden Seidenstraßen knüpfe an ein historisches Erbe an und ebne den Weg einer gemeinsamen Zukunft. Durch die gemeinsame Überwindung von Risiken könne die Wiederbelebung der globalen Wirtschaft erreicht werden. Die koordinierte regionale Entwicklung zum gegenseitigen Nutzen werde gefördert werden. Nicht zuletzt werde der Aufbau der beiden Seidenstraßen freundschaftliche Kontakte zwischen allen Ländern ausbauen und den kulturellen Austausch vorantreiben.

Hongkong verfügt bei der Umsetzung der Seidenstraßen-Initiative in Hinblick auf Öffnung und Kooperation über eine regionale Überlegenheit. Hinzu kämen die Überlegenheit der professionellen Dienstleistungen und des kulturellen Austausches. Zhang Dejiang sagte:

„Hongkong ist eine Sonderverwaltungszone Chinas und auch ein wichtiger Knotenpunkt beim Aufbau der beiden Seidenstraßen. Die chinesische Zentralregierung betrachtet im Rahmen des 13. Fünfjahresplans und des Programms der Seidenstraßen-Initiative Hongkongs Beteiligung als wichtigen Kernpunkt."

Zhang Dejiang bekräftigte erneut, Hongkong sollte gemäß der Seidenstraßen-Initiative ein umfassendes Dienstleistungsportal etablieren. Die RMB-Internationalisierung und eine Errichtung des Finanzierungsportals im Rahmen dieser Initiative sollten gefördert werden. Durch kulturellen Austausch könnten die Verbindungen der Völker der Anliegerstaaten verstärkt werden. Darüber hinaus solle die Zusammenarbeit mit dem Binnenland ausgebaut werden, um gemeinsam einen Seidenstraßen-Markt ins Leben zu rufen:

„Die chinesische Zentralregierung legt großen Wert auf Hongkongs Stabilität und Prosperität sowie ihre Rolle in der staatlichen Strategie. Hongkong wird bei der Festigung der bestehenden Überlegenheit und der Erschließung neuer Bereiche unterstützt. Zudem werden der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Hongkong und dem Binnenland sowie der internationale Handel gefördert. Gleichzeitig soll Hongkong sich noch aktiver an der Entwicklungsstrategie des Staats beteiligen."

An dem Forum nahmen über 2.000 Vertreter vom chinesischen Binnenland, aus Hongkong, der ASEAN und Westasiens sowie von internationalen Organisationen teil. (CRI)

Li Keqiang trifft französischen Außenminister

17.05.2016, Beijing - Der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang hat am Montag in Beijing den französischen Außenminister Jean-Marc Ayrault getroffen.

Li sagte, die Kooperationen zwischen China und Frankreich förderten nicht nur die Wirtschaftsentwicklungen der beiden Staaten, sondern unterstützten auch die Wiederbelebung und das Wachstum der Weltwirtschaft. China sei durch die Vertiefung der Reformen und die weitere Öffnung in der Lage, die Wirtschaftsentwicklung langfristig in einer rationalen Spanne beizubehalten. Finanzrisiken würden so vermieden und Finanzstabilität könne bewahrt werden.

Ayrault antwortete, auch Frankreich betrachte die chinesische Wirtschaft, die bilateralen Beziehungen und die Kooperationsaussichten mit großem Optimismus. (CRI)

China: Umsatzsteuer wird durch Mehrwertsteuer ersetzt

02.05.2016, Ab dem 1. Mai werden in China landesweit Tests zur Ersetzung der Umsatzsteuer durch die Mehrwertsteuer gestartet. Der chinesische Staatsrat forderte am Samstag in einem Rundschreiben die Behörden auf, die Tests mit großer Aufmerksamkeit zu verfolgen. Das Ersetzen sei eine wichtige Maßnahme zur Steuerermäßigung bei der Durchführung einer pro aktiven Finanzpolitik, so der Staatsrat. Die Tests sollen zwei bis drei Jahre dauern. In dieser Zeit werden die Zentralregierung und die regionalen Regierungen jeweils die Hälfte der von den Unternehmen bezahlten Mehrwertsteuern erhalten. Die Umsatzsteuer in China wird abgeschafft. (german.people.com.cn)

Sicherheit durch Kooperation

29.04.2016, Am 27. und 28. April fand in Beijing die fünfte Außenministerkonferenz der Konferenz für Interaktion und vertrauensbildende Maßnahmen in Asien (CICA) statt. China hat seit 2014 den Vorsitz der 1992 ins Leben gerufenen Organisation inne, welche aus 26 Mitgliedstaaten, darunter China, Indien, der Irak, die Türkei und Russland, acht Beobachterstaaten, wie zum Beispiel die USA und Japan, und drei Beobachterorganisationen, darunter die Vereinten Nationen, besteht. Laut des Sprechers des chinesischen Außenministeriums, Lu Kang, hatten sich außerdem noch weitere internationale Organisationen als Gäste des Vorsitzenden angekündigt.

Bei der Eröffnungszeremonie am Donnerstag hielt Chinas Präsident Xi Jinping eine Rede. China als wirtschaftlich stärkstes Land der Allianz ist sich seiner Rolle durchaus bewusst und stimmte unter anderem mit dem türkischen Außenminister überein, die bilaterale Zusammenarbeit im Antiterrorkampf auszubauen. Besonders Staaten im geographischen Westen der CICA, aber auch Bangladesch, waren in der jüngsten Vergangenheit Ziel terroristischer Angriffe.

„Die Mitgliedstaaten der Konferenz für Interaktion und vertrauensbildende Maßnahmen in Asien erklären hiermit ihre Entschlossenheit, mit Betonung ihrer Verpflichtungen gegenüber den Absichten und Prinzipien der Charta der Vereinten Nationen“, zu echtem und nachhaltigem Frieden ohne Sicherheitsrisiken beizutragen. Diese Aussage entstammt der am 14. September 1999 verabschiedeten „Declaration of the Principles Guiding Relations between the CICA Member – States“ (Erklärung über die Prinzipien, die die Beziehung zwischen den CICA Mitgliedstaaten leiten) und gilt zusammen mit dem „Almatay Act“ als grundlegendes Dokument der CICA.

In der Zukunft wird es vor allem für China, aber auch für alle Investoren Chinas „Seidenstraßen-Initiative“, wie unter anderem Deutschland, von großer wirtschaftlicher Bedeutung sein, die Länder der CICA weiter zu stabilisieren und ihnen Unterstützung in der Terrorismusbekämpfung zu bieten.

Die Außenministerkonferenz findet regulär alle zwei Jahre statt. Es ist das zentrale Forum für die Beratung und Prüfung aller für die CICA relevanten Angelegenheiten. (german.china.org.cn)

Weitergabe privater Daten wird zunehmend zum Problem

28.04.2016, „Ich weiß wirklich nicht, was ich machen soll“, beklagt sich Frau Wu, eine Bürgerin der südwestchinesischen Stadt Chongqing, gegenüber einem Mitarbeiter von People’s Daily.

Kürzlich hatte sich Frau Wu eine neue Wohnung gekauft. Seitdem wird sie ständig durch unerwünschte Anrufe belästigt. „Verschiedene Inneneinrichtungsfirmen rufen mich an. Manchmal bekomme ich ein Dutzend Anrufe am Tag. Ich weiß wirklich nicht, wie diese Firmen an meine Nummer gekommen sind.“

Viele Menschen in China stecken in einer ähnlichen Situation wie Frau Wu aus Chongqing.

Statistiken zufolge ist in China die Weitergabe personenbezogener Daten ein wachsendes Problem. 78,2 Prozent der chinesischen Netznutzer geben an, dass ihre privaten Informationen weitergegeben wurden, bestehend aus ihren Namen, Bildungswegen, Privatadressen, Identifikationsnummern und Arbeitsplätzen. 63,4 Prozent der Befragten sagen, dass ihre Online-Aktivitäten weitergegeben wurden, wie beispielsweise ihre Einkäufe, Browser-Verläufe und IP-Adressen. 82,3 Prozent sagen, dass sie in ihrem Leben durch die Weitergabe ihrer personenbezogenen Daten beeinträchtigt wurden.

Jing Tao, ein leitender Ingenieur an der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, erklärt, dass im heutigen Informationszeitalter auch erhebliche Mengen an Kundendaten in den Systemen großer Unternehmen gespeichert werden, um damit das Online-Geschäft weiterzuentwickeln und die Kurierdienste komfortabler zu machen. Jedoch könnten die Aufsicht und Verwaltung der Daten noch verbessert werden.

„Auf dem Schwarzmarkt können alle personenbezogenen Daten zu ausgewiesenen Preisen verkauft werden. Daher können manche der Versuchung nicht widerstehen, in diese Informationen Einsicht zu nehmen“, erklärt Jing und fügt hinzu: „Deshalb bekommt eine junge Mutter gezielt Anrufe, die ihr Baby-Produkte anpreisen. Deshalb wird ein frischgebackener Autobesitzer von Autoversicherungen kontaktiert.“ (german.people.com.cn)

Xi ruft zur weiteren Verbesserung der Religionspolitik auf

25.04.2016, Auf einer Religionskonferenz am Samstag, sagte Xi Jinping, dass religiöse Angelegenheiten von „besonderer Bedeutung“ für die Arbeit der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) und der Zentralregierung seien. Die Politik und die Theorien der KPCh haben sich durch die bisherige Praxis bewährt.

Er versprach, die Parteipolitik vollständig umzusetzen und die Religionsfreiheit, die Verwaltung religiöser Angelegenheiten im Rahmen der Gesetze, die religiöse Unabhängigkeit und Selbstverwaltung beizubehalten sowie die Religionen an die sozialistische Gesellschaft anzupassen.

Behörden sollen daran arbeiten, religiöse und nicht-religiöse Menschen zusammenzubringen und Religiöse dazu anzuleiten, ihr Land zu lieben, die Einheit ihres Vaterlands zu beschützen und den übergreifenden Interessen der chinesischen Nation zu dienen.

Religiöse Gruppen sollen die Führung durch die KPCh hochhalten und das sozialistische System sowie den Sozialismus mit chinesischen Charakteristiken unterstützen, sagte Xi.

Sie sollen „religiöse Doktrinen mit der chinesischen Kultur vermengen, sich an Chinas Gesetze und Bestimmungen halten und sich den Reformen und der Öffnungspolitik Chinas sowie der sozialistischen Modernisierung verschreiben, um zur Realisierung des Chinesischen Traum der nationalen Erneuerung beizutragen“.

Der Staatspräsident erklärte, dass eine Hauptaufgabe des Staates bei der Unterstützung der Religionen die Lokalisierung sei.

„Wir sollten religiöse Kreise und ihre Anhänger anweisen, sie in den sozialistischen Kernwerten ausbilden und religiöse Menschen durch die Ideen von Einheit, Fortschritt, Frieden und Toleranz anleiten“, sagte Xi.

Religiöse Gruppen sollten „sich tiefgehend mit den Doktrinen und Regeln beschäftigen, welche mit sozialer Harmonie und Fortschritt sowie mit dem Aufbau einer gesunden und zivilisierten Gesellschaft übereinstimmen und religiöse Doktrinen dahingehend interpretieren, dass sie dem chinesischen Fortschritt förderlich sind und mit unserer herausragenden traditionellen Kultur einhergehen“.

Politik und Religion müssen getrennt werden, betonte Xi, „keineswegs sollten Religionen die Regierungsverwaltung, die Justizgewalt oder Bildung beeinträchtigen“, sagte er.

Zugleich müssen die Bestimmungen der Regierung über religiöse Angelegenheiten mit den Gesetzen übereinstimmen und die Rechte der religiösen Bevölkerungsgruppen schützen.

Die Behörden müssen notwendige Unterstützung bei der Arbeit von religiösen Gruppen leisten, um eine Führung auszuüben, die politisch vertrauenswürdig, demokratisch in ihrer Arbeitsweise und effizient in ihrer täglichen Arbeit ist.

„Wir müssen gegen auswärtige Infiltrationen resolut vorgehen, welche mit religiösen Mitteln Einfluss zu nehmen suchen und ideologische Übergriffe durch Extremisten verhindern“, sagte Xi und fügte hinzu, dass Behörden sich auch auf religiöse Angelegenheit im Internet konzentrieren sollten sowie darauf, die Linie der Partei zur Religionspolitik und ihre Theorien online bekanntzumachen.“

Der chinesische Staatspräsident wies die Behörden an, ihre religiöse Arbeit weit oben auf ihre Agenda zu setzen, die Nachforschungen der Partei zu religiösen Angelegenheiten zu verbessern und die Führung, Planung, Ausrichtung und Beaufsichtigung der religiösen Arbeit zu intensivieren.

Besonders KPCh-Mitglieder sollten in ihrer Funktion als „unbeirrbare marxistische Atheisten, ihren Glauben festigen und die Grundsätze der Partei hochhalten.“

Sie dürfen keinesfalls ihre Werte und Überzeugungen von den Religionen ziehen, sagte Xi, und fügte hinzu, dass sie sich bemühen sollten, Jugendlichen eine wissenschaftliche Weltanschauung zu vermitteln sowie sie dazu anzuleiten, an Wissenschaft zu glauben, sie zu studieren und zu fördern. (German.people.cn)

500 südafrikanische Schulen werden in den kommenden 5 Jahren Chinesisch unterrichten

22.04.2016, Südafrikas Ministerin für grundlegende Bildung Angie Motshekga hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass die südafrikanische Regierung plane, an insgesamt 500 Grund- und Mittelschulen Chinesisch als zweite Fremdsprache einzuführen.

Ministerin Motshekga erklärte, dass in den Provinzen Westkap, Ostkap, Gauteng sowie KwaZulu-Natal schon an 15 Grund- und Mittelschulen der Chinesisch-Unterricht begonnen habe. „Das ist nur der Anfang. In den kommenden fünf Jahren wollen wir an 500 Schulen Chinesisch-Unterricht anbieten“, so Motshekga. Zudem sollen in den nächsten Jahren jährlich 100 südafrikanische Lehrer zur Ausbildung und zum Erleben der chinesischen Kultur in die Volksrepublik gesandt werden.

Die südafrikanische Regierung hat schon im März des vergangenen Jahres angekündigt, Chinesisch als zweite Fremdsprache ins Volksbildungsprogramm aufzunehmen. In diesem Jahr begannen manche Schulen bereits damit, Chinesisch-Unterricht als Pilotprojekt anzubieten. Der Leiter der Abteilung für Bildungswesen der chinesischen Botschaft in Südafrika, Song Bo, erklärte Journalisten von People’s Daily, dass China derzeit insgesamt 45 Chinesisch-Lehrer und freiwillige Helfer an fünf Konfuzius-Institute und drei Konfuzius-Klassen in Südafrika gesandt habe, um die dortige Ausbildung zu unterstützen. Kürzlich hat die Zahl der Schüler in Südafrika, die Chinesisch lernen, die 2.000er-Marke überschritten.

Des Weiteren haben das Außenministerium, das Ministerium für Handel und Industrie sowie das Tourismusministerium in Südafrika damit begonnen, Chinesisch-Klassen einzurichten. (German.people.cn)

China führt "strikteste Regeln" ein

19.04.2016, Das Registrierungssystem soll im Mai oder Juni 2017 in Kraft treten – und damit etwa sechs Monate früher als vom Finanzministerium ursprünglich festgelegt.

Letzten Mittwoch erst hatte das Ministerium eine Erklärung veröffentlicht, in der es hieß, dass jede Art von Säuglingsnahrung – auch Importprodukte und solche aus dem grenzüberschreitenden Internethandel – ab dem 1. Januar 2018 in China offiziell zertifiziert werden müsse.

Alle Molkereien und Milchprodukte herstellenden Unternehmen erhalten eine Anpassungsfrist von einem Jahr für den Übergang zum neuen System.

Nach der neuen Verordnung sollte eine Molkerei nicht mehr als neun verschiedene Arten an Milchpulvern herstellen und diese Produkte unter maximal drei Marken anbieten.

In der Verordnung heißt es außerdem, dass Importe ausländischer Milchpulver, die in China nicht registriert und zertifiziert sind, verboten werden.

Viele Experten glauben, dass ein solches Registrierungssystem inländische und importierte Marken gleich behandeln, den Herstellern mehr Mitspracherecht verschaffen und auch die Preise für Milchpulver stabilisieren wird.

Laut Statistiken gibt es auf dem chinesischen Markt derzeit zwischen 2.000 und 3.000 Marken für Milchpulver und Säuglingsnahrung. (german.china.org.cn)

Über eine Million Hektar Ackerland in China von Dürre betroffen

12.04.2016, Nach Angaben des Office of State Flood Control and Drought Relief Headquarters (SFDH) wurden bereits insgesamt 1,29 Millionen Hektar chinesischen Ackerlands bis zum gestrigen Montag von Dürre heimgesucht, etwa 834.667 Hektar davon tragen Feldfrüchte. Für 452.000 Hektar Ackerland mangelt es an Wasser für die kommende diesjährige Frühjahrssaat. Etwa 200.000 Bauern und 80.000 Stück Großvieh leiden wegen der Dürre unter Trinkwassermangel. Die meisten von Dürre betroffenen Gebiete befinden sich in den Hauptproduktionsgebieten des Winterweizens wie den Provinzen Shanxi, Henan, Shandong, Hebei, Gansu, Shaanxi.

Seit Anfang 2016 herrscht in den Anbaugebieten des Winterweizens in Nordchina ein dauerhafter Mangel an Niederschlägen und viele Gebiete haben keine ausreichende Bodenfeuchtigkeit. Im Zentrum der Provinzen Hebei und Shaanxi, im Süden der Provinzen Shanxi und Shandong, im Westen der Provinz Henan sowie im Westen und Osten der Provinz Gansu gibt es schon klare Anzeichen, das auch dort bald Dürren drohen.

Das SFDH und das Ministerium für Wasserwirtschaft setzen sich gemeinsam für den Kampf gegen die Dürren ein. Man will die Kommunikation mit dem Wetteramt und dem Landwirtschaftsamt vertiefen sowie über die Entwicklungstendenz der Dürren diskutieren und entscheiden. Zudem plant man die wissenschaftliche Koordination wichtiger Stauseen wie der Drei-Schluchten-Talsperre am Yangtze, der Xiaolangdi-Talsperre am Gelben Fluss sowie dem Danjiangkou-Schlüsselprojekt für den Wasserbau am Han-Fluss auszubauen.

Der nordchinesischen Provinz Hebei wurden bereits insgesamt 355 Millionen Kubikmeter Wasser zugeführt, wovon 200 Millionen Kubikmeter aus dem Gelben Fluss stammen. In die Provinz Shandong wurden 2,41 Milliarden Kubikmeter Wasser aus dem Gelben Fluss umgeleitet, um den Wassermangel in den beiden Städten Qingdao und Weihai zu beenden. Darüber hinaus wurden 302 Millionen Kubikmeter Wasser dank des Süd-Nord-Wassertransferprojekts nach Shandong umgeleitet, um die städtische Wasserversorgung in Zaozhuang und Jining sowie die ökologische Wasserversorgung des Nansi- und Dongping-Sees zu gewährleisten. Die lokalen Regierung stellen mehr Gelder zur Verfügung, um den Kampf gegen die Frühlingsdürre zu unterstützen.

Statistiken zufolge wurden in diesem Jahr bereits 4,63 Millionen Arbeitskräfte in die chinesischen Dürregebieten gesandt, 410.000 Brunnen und 1.500 Pumpwerke gebaut sowie 2,67 Millionen Hektar ausgedorrte Böden bewässert. (German.people.cn)

Zwei-Kind-Politik: weniger Kaiserschnitte in China

12.04.2016, In China werden so viele Kinder per Kaiserschnitte auf die Welt gebracht, wie in keinem anderen Land der Welt. Im Jahr 2013 allein wurde bei 47 Prozent aller Geburten ein Kaiserschnitt durchgeführt, die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt weniger als 15 Prozent.

Auf ein Kind begrenzt, haben sich die Frauen vor allem in den städtischen Gebieten aufgrund von Annehmlichkeiten für sie selbst und dem geringeren Risiko für das Neugeborene, für einen Kaiserschnitt entschieden. Trotzdem, dass sich dadurch die Genesungszeit verlängert und der Eingriff seine eigenen Risiken birgt. Seitdem jedoch die Zwei-Kind-Politik im Januar eingeführt wurde, wägten die Frauen die Risiken eines Kaiserschnitts gründlicher ab.

Liu Yuli, die im sechsten Monat schwanger ist, gehört zu jenen Müttern, die eine natürliche Geburt planen. Die 31-jährige, die in Beijing lebt, ist sehr gesundheitsbewusst – sie führt Buch über ihre tägliche Kalorienaufnahme, achtet auf ihre Ernährung und geht zweimal die Woche zum Yoga. Sie hält diese Vorsichtsmaßnahmen für notwendig, um im September reibungslos entbinden zu können und, um potenziell ein zweites Kind bekommen zu können. „Durch eine ausgewogene Ernährung und nicht zu viel Nahrungsaufnahme wird das Kind nicht übergewichtig sein. Und ausreichend Bewegung wird eine natürliche Geburt einfacher machen“, sagt sie.

Lius ältere Schwester, die einen 3-jährigen Sohn hat, musste im vergangenen Jahr eine Abtreibung vornehmen, nachdem sich der Fötus im Narbengewebe des Kaiserschnitts der ersten Geburt eingenistet hatte. „Das ist sowohl physisch wie psychisch schmerzhaft. Viele Frauen wie wir möchten ein weiteres Kind bekommen. Eine natürliche Geburt ist gut für Mutter und Kind und kann zudem das Risiko einer lebensbedrohlichen Schwangerschaft minimieren, also werde ich es versuchen“, sagt Liu.

Ende 2013 führte die Regierung bereits Ausnahmen für die Ein-Kind-Politik ein, die aber wiederum von Region zu Region unterschiedlich waren. Seit 1. Januar können alle Paare nun ein zweites Kind bekommen und die Zahl der Kaiserschnitte ist gesunken.

Im Sun Yat-sen University's First Affiliated Hospital in Guangzhou, in der südchinesischen Provinz Guangdong, lag die Kaiserschnittrate im ersten Jahresdrittel bei 40 Prozent, das sind 10 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Auch im Shanghai First Maternity and Infant Hospital, eine der größten Entbindungskliniken des Landes in der 25.000 Frauen im Jahr 2014 ein Kind zur Welt brachten, war die Kaiserschnittrate letztes Jahr auf 40 Prozent gefallen. Vor 10 Jahren lag sie bei 70 Prozent.

Laut der Beijing Health and Family Planning Commission war die Kaiserschnittrate auch in Beijing im Jahr 2014 von 46,4 auf 46,2 Prozent leicht zurückgegangen. Die Zahlen des ersten Jahresquartals waren noch nicht verfügbar.

Sam Liu, Leiter der Geburtshilfe und Gynäkologie am Beijing United Family Hospital, sagt, Ärzte ermutigten die Frauen, sich für eine natürliche Geburt zu entscheiden. Denn im Vergleich zur natürlichen Geburt sei der Kaiserschnitt ein größerer Eingriff, der mehr Genesungszeit erfordere und größere Risiken für Infektionen und andere gynäkologische Krankheiten berge, so Liu. „Bei einer Schwangeren, bei der zuvor ein Kaiserschnitt durchgeführt wurde, besteht das Risiko einer Uterusruptur, wenn dies auch selten vorkommt. Und durch einen Kaiserschnitt wird eine natürliche Geburt beim nächsten Mal schwieriger“, erklärt er.

Frauen, die ein zweites Kind wollen, sollten bei der ersten Geburt eine natürliche Entbindung versuchen, sofern kein triftiger Grund für einen Kaiserschnitt bestehe, sagt Liu. „Im letzten Jahr äußerten mehr Frauen, die zuvor durch einen Kaiserschnitt entbunden hatten, dass sie eine natürliche Geburt versuchen wollten“, berichtet Liu und fügt hinzu, dass mehr als 80 Prozent von ihnen natürlich entbunden hätten. (german.china.org.cn)

China verteidigt sein Recht zum Aufbau einer Flugüberwachungszone

05.04.2016, Das chinesische Verteidigungsministerium drückte seinen Unmut über die Spekulationen aus, eine Flugüberwachungszone im Südchinesischen Meer aufzubauen.

Sprecher Yang Yujung teilte mit, dass China dazu berechtigt wäre, falls es tatsächlich eine solche Flugüberwachungszone einzurichten gedenke.

„Wir haben unsere Position in Bezug auf den Bau einer Flugüberwachungszone im Südchinesischen Meer bereits mehrfach klargestellt. Es muss jedoch noch einmal wiederholt werden, dass souveräne Staaten das Recht haben, Flugüberwachungszonen zu errichten. Darum steht es anderen Ländern nicht zu, dies zu kritisieren.“

Diese Bemerkungen folgten einen Tag nachdem ein Angehöriger des US-Verteidigungsministeriums angab, dass die USA eine solche Zone im Südchinesischen Meer nicht anerkennen würden.

China hat bereits vor drei Jahren eine Flugüberwachungszone über dem Ostchinesischen Meer eingerichtet, welche es nötig macht, dass Flugzeuge sich bei Eintritt in die Zone identifizieren.

Währenddessen hat das chinesische Verteidigungsministerium bestätigt, dass es eine spezialisierte Einheit aufbaue, zur Koordinierung von nichtkriegerischen Aktivitäten in Übersee wie der Evakuierung von Konfliktgebieten.

„In den letzten Jahren hat sich unsere nationale und militärische Stärke erhöht. Dies führte zum vermehrten Einsatz chinesischer Streitkräfte im Ausland, um unseren internationalen Verantwortungen und Verpflichtungen gerecht zu werden.“

Die neue nichtkriegerische Einheit wird für die Koordinierung von Friedens- und Rettungsmissionen sowie gemeinsamen Militärmanövern verantwortlich sein.

Die chinesische Marine nimmt bereits aktiv an Anti-Piraten-Patrouillen am Horn von Afrika teil.

Sie beteiligte sich an der Evakuierung von chinesischen und ausländischen Staatsbürgern aus Konfliktgebieten.

Die neue Gesetzeslage erlaubt es chinesischen Streitkräften in Übersee an Anti-Terror-Einsätzen teilzunehmen. (german.people.com.cn)

Die neue Art der Zusammenarbeit zwischen China und den USA

05.04.2016, Staaten sollten konstruktiv mit Unstimmigkeiten umgehen, sagte Staatspräsident Xi Jinping über die US-Beziehungen.

China und die Vereinigten Staaten sollten ungelöste Streitpunkte in konstruktiver Weise bewältigen, um Missverständnisse und eine Konflikteskalation zu verhindern, so Staatspräsident Xi Jinping am Donnerstag in einem Gespräch mit US-Präsident Barack Obama.

China werde seine Souveränität über und seine Rechte am Südchinesischem Meer entschlossen verteidigen und keine Handlungen tolerieren, die unter dem Vorwand der freien Schifffahrtswege sein Hoheitsgebiet schaden könnten, so Xi.

„Ich möchte nochmals herausstreichen, dass wir mit der US-Seite durch eine neue Art der Beziehung zwischen zwei Großmächten zusammenarbeiten. Die Prioritäten der chinesischen Außenpolitik sind die Vermeidung von Konflikt oder Konfrontation, die Respektierung des anderen und die Zusammenarbeit zum gegenseitigen Nutzen“, teilte der Staatspräsident mit.

Xi Jinping machte diese Bemerkungen während eines Treffens mit Barack Obama Ende letzter Woche am Rande des 4. Atomgipfels in Washington.

Das neunzigminütige Treffen war das einzige bilaterale Treffen Obamas auf dem Gipfel, den insgesamt 50 Staatsoberhäupter besuchten.

Beide Länder haben durch effektive Kommunikation über Angelegenheiten wie das iranische Atomprogramm, Syrien, Afghanistan und Friedensmissionen zusammengearbeitet, was das große Potential dieser neuen Art der Beziehung zwischen den Großmächten verdeutliche, so Xi.

Er fügte hinzu, dass die Weltwirtschaft sich momentan nur langsam entwickle und kein Land der Welt Exporte durch Währungsabwertung ankurbeln sollte.

China und die USA sollten das gegenseitige Vertrauen in ihre Streitkräfte stärken und Netzsicherheit als neues Feld der Zusammenarbeit erschließen, sagte Xi.

Diese stellte seit Jahren ein strittiges Thema in den bilateralen Beziehungen dar, bevor Xi im September auf Staatsbesuch in den USA weilte und die zwei Staatsoberhäupter eine Einigung über den effektiveren Umgang mit dem Thema erreichten.

Xi wiederholte Chinas Position zu Taiwan und forderte die US-Seite dazu auf, der Ein-China-Politik zu folgen und zu helfen, die friedliche Entwicklung zwischen beiden Seiten der Taiwan-Straße zu gewährleisten.

Obama lobte, mit Blick auf das Kompetenzzentrum für Atomsicherheit, die Zusammenarbeit beider Länder in Bezug auf die nukleare Sicherheit. Das Kompetenzzentrum stellt ein Gemeinschaftsprojekt beider Staaten dar, welches vor dem Atomgipfel in Beijing eröffnet wurde.

„Ich glaube, dass wir unsere Kooperation noch vertiefen können, einschließlich jener gegen den Schmuggel von Atomwaffen“, sagte er.

Obama fügte hinzu, dass Staatspräsident Xi Jinping und er für die Denuklearisierung der Koreanischen Halbinsel eintreten sowie der Umsetzung aller UN-Sanktionen.

Der stellvertretende Außenminister Zheng Zeguang teile den Journalisten nach dem Treffen mit, dass die Präsidenten sich darüber einig waren, die Verhandlungen über einen bilateralen Investitionsvertrag zu beschleunigen.

Er fügte hinzu, dass Xi nochmals Beijings Position gegen Pjöngjangs Entwicklung von Atomwaffen bekräftigt habe.

Jin Canrong, Leiter des Zentrums für Internationale Strategische Studien an der Renmin-Universität, sagte, „mit der zunehmenden Konkurrenz zwischen China und den USA spielen die Treffen der beiden Präsidenten eine größere Rolle bei der Stabilisierung der Beziehungen, welche intensiver Pflege bedürfen.“ (german.people.com.cn)

Präsident Xi: Beijing arbeitet mit Washington an neuer Form der Beziehung

04.04.2016, China und die Vereinigten Staaten sollten ungelöste Streitfragen auf eine konstruktive Weise behandeln, um Missverständnisse und eine Eskalation eines Konflikts zu vermeiden, sagte Präsident Xi Jinping am Donnerstag zu seinem Amtskollegen Barack Obama.

China werde seine Souveränität und seine Rechte im Südchinesischen Meer mit aller Macht verteidigen und keine Aktivitäten im Namen der freien Seefahrt dulden, welche der chinesische nationale Souveränität schaden, sagte Xi weiter.

“Ich möchte erneut betonen, dass es die höchste Priorität der chinesischen Außenpolitik ist, gemeinsam mit den USA eine neue Art der Beziehung zwischen zwei Großmächten zu schaffen und dabei Konflikte und Konfrontationen zu vermeiden, einander Respekt zu zeigen und für einen beidseitigen Nutzen zu kooperieren.”

Der chinesische Präsident machte diese Bemerkungen während eines Treffen mit Obama am Rande des Vierten Gipfels zur Atomsicherheit in Washington, der am Freitag zu Ende ging. Das 90-minütige Gespräch war das einzige bilaterale Zusammenkommen zwischen Xi und Obama während des Gipfels, dem insgesamt mehr als 50 Staatsoberhäupter und Regierungschefs beiwohnten.

Die beiden Länder haben sich zu verschiedenen Themen ausgetauscht einschließlich der atomaren Entwicklung im Iran, den Krisen in Syrien und Afghanistan und der Friedenserhaltung. Das Gespräch zeige großes Potential für eine neue Art der Beziehung zwischen zwei Großmächten, sagte Xi.

Die Weltwirtschaft durchläuft derzeit eine träge Periode, fügte er hinzu. Kein Land der Welt sollte seine Exporte ankurbeln, indem es seine Währung abwertet. Auch sollten China und die USA daran arbeiten, das militärische Vertrauen zu stärken und im Bereich der Cybersicherheit zusammenarbeiten.

Xi unterstrich erneut Chinas Haltung in der Taiwanfrage und forderte die USA auf, an der Ein-China-Politik festzuhalten, um die friedliche Entwicklung an der Taiwan Straße aufrechtzuerhalten.

Obama lobte die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern bei der Atomsicherheit. Als Beispiel nannte er das neue Zentrum für Atomsicherheit, ein gemeinsames Programm der beiden Länder, das gerade vor dem Gipfel in Betrieb gegangen ist. “Ich denke, wir können unsere Zusammenarbeit vertiefen, einschließlich beim Kampf gegen den Atomschmuggel.”

Obama sagte, dass sowohl er wie auch Xi sich der Entnuklearisierung der Koreanischen Halbinsel und einer vollständigen Umsetzung der UN-Sanktionen verpflichtet haben.

Zheng Zeguang, Assistent des Außenministers, sagte nach dem Treffen zu Reportern, dass die Präsidenten übereingekommen seien, die Verhandlungen über den bilateralen Investitionsvertrag zwischen China und den USA zu beschleunigen. Er fügte hinzu, dass auch Xi gegen eine Entwicklung von Atomwaffen durch Pjöngjang sei.

Jin Canrong, Direktor des Zentrums für Internationale Strategische Studien bei der Renmin Universität, sagte: “Da der Wettstreit zwischen China und den USA zunimmt, spielen die Treffen zwischen den Präsidenten eine zunehmend wichtige Rolle bei der Stabilisierung der Beziehungen, die eine intensive Pflege benötigen.” (german.china.org.cn)

China kann ein Anführer der Post-Atomgipfel-Ära werden

31.03.2016, Der 4. Atomgipfel findet vom 31. März bis zum 1. April in der US-amerikanischen Hauptstadt Washington D.C. statt. Er gilt als der letzte Atomgipfel zwischen den Staatsoberhäuptern. In Zukunft wird der Gipfel eine Konferenz zwischen den Ministern der teilnehmenden Länder über nukleare Sicherheit sein, die von der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) veranstaltet wird. Im kommenden Dezember wird die erste Atomsicherheits-Ministerkonferenz im Hauptsitz der IAEO in Wien abgehalten.

Fan Jishe, Leiter des Strategieforschungsbüros des USA-Forschungsinstitutes der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften, sagte, es gelte ein von China aufgestelltes Prinzip, dem zufolge die IAEO eine leitende Rolle für die zukünftige Atomsicherheit spielen soll. Die IAEO ist mit den Vereinten Nationen vielmehr durch ein separates Abkommen verbunden und eine Organisation für die wissenschaftliche und technische Kooperation der Regierungen aller Länder im Bereich Atomenergie. Die Zusammenarbeit zwischen den Staaten und der IAEO und die multilaterale Kooperation der Länder durch die IAEO wird eine Haupttendenz. Nach Verhandlungen und Kommunikation wird die Funktion der IAEO verstärkt, sie ist in der Lage, eine Zusammenarbeitsplattform anzubieten. 

Fan ist der Meinung, als die größte zwischenstaatliche globale Organisation seien die Vereinten Nationen (UN) bei der Lösung der globalen Probleme unersetzbar. Hinzu kommt, dass die Internationale kriminalpolizeiliche Organisation (Interpol) gegen Diebstähle, Schmuggel sowie illegalen Handel mit Atomanlagen vorgehen und die Informationsverteilung aller Länder weiter fördern soll. 

Neben Beschlüssen von der UN wurde eine Reihe von internationalen Verträgen wie die „International Convention for the Suppression of Acts of Nuclear Terrorism“ und die „Convention on Physical Protection of Nuclear Material“ schrittweise in Kraft gesetzt.

Li Bin, Professor an der Tsinghua-Universität, erklärt, dass durch den Prozess der nuklearen Sicherheit die Post-Atomgipfel-Ära weiter gefördert werden solle, sie sich aber trotzdem noch mit vielen Schwierigkeiten konfrontiert sehe. Die ganze internationale Gemeinschaft sollte sich darum bemühen, mit der IAEO zu kooperieren, der IAEO finanzielle und technische Unterstützung anbieten sowie die Beschlüsse des UN-Sicherheitsrates umzusetzen und das Völkerrecht zu wahren.

In Bezug auf Chinas Rolle in der zukünftigen Atomsicherheit ist Fan der Meinung, China werde immer aktiver an der Förderung der Regulierung der nuklearen Sicherheit teilnehmen und könne ein Anführer der Post-Atomgipfel-Ära werden. Auf der inländischen Ebene halte das Reich der Mitte einen guten Atomsicherheitsrekord, dadurch habe es schon einen großen Beitrag geleistet. Auf der internationalen Ebene gelten die Volksrepublik und die USA als ein Vorbild für die Atomsicherheit. In Zukunft werden die beiden Länder in der Region Asien-Pazifik sogar auf der ganzen Welt die Kommunikationen und Zusammenarbeit, die Ausbildung, Entwicklung und Demonstration der neuen Technologien über nukleare Sicherheit weiter tatkräftig vorantreiben. Des Weiteren sei China in der Lage, anderen Staaten technische Unterstützung anzubieten. Gleichzeitig erweitere die Volksrepublik die Zusammenarbeit mit anderen Ländern beim Kampf gegen den illegalen Handel mit Atommaterialen in der Umgebung und der Region. (german.people.com.cn) 

Gauck besucht Restaurant-Straße in Beijing

Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck verbrachte seinen ersten Abend in Beijing auf der bekannten Spezialitäten-Straße „Guijie“, wo er Pekingente und andere typisch chinesische Gerichte kostete.

 

23.03.2016, Die „Guijie“ oder „Geisterstraße“ gehört zu den wichtigsten Restaurantmeilen der chinesischen Hauptstadt. Entlang beider Seiten der 1,5 Kilometer langen Straße befinden sich mehr als 100 Restaurants und die meisten von ihnen bieten 24-Stunden-Dienstleistungen an. Das Geschäft dort boomt vor allem in der Nacht.

Gauck erreichte die „Guijie“ um 19 Uhr und zog dabei die Aufmerksamkeit vieler Passanten auf sich. Der 76-Jährige wurde von Mitarbeitern der Deutschen Botschaft in Beijing begleitet. Sie haben in einem Restaurant in einem „Siheyuan“ gegessen. Ein „Siheyuan“ ist die traditionelle Residenz der Beijinger und bezeichnet einen Wohnhof, der an allen vier Himmelsrichtungen von Häusern umgegeben ist. Das Restaurant war exklusiv gebucht.

 

Auf dem Speiseplan standen klassische chinesische Gerichte wie Schinken und Champignons, Rippchen süß-sauer, geräucherte Peking-Wurst, Hammelfleisch, Pekingente und Chinakohl. Gauck und seine Gefolgschaft haben vier Tische besetzt. Der Preis pro Tisch betrug mit sechs kalten Vorspeisen und zehn Hauptgerichten rund 2500 Yuan (342 Euro). Die Kosten sind etwas höher als das durchschnittliche Preisniveau auf der „Guijie“.

 

Neben Gauck haben bereits andere ausländische Staatoberhäupter wie beispielsweise der italienische Premierminister Matteo Renzi, der Schweizer Präsident Peter Maurer oder der niederländische König Willem-Alexander die „Guijie“ besucht.

Gauck besucht die Volksrepublik China zum ersten Mal. Nach seinem Treffen am Montag mit dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping, wird er im weiteren Verlauf seines Besuches Shanghai und Xi´an, die Provinzhauptstadt von Shaanxi, besuchen. (German.people.cn)

China legt großen Wert auf die Sharing Economy

10.03.2016,auf der 4. Tagung des 12. Nationalen Volkskongresses (NVK) hat der chinesische Premierminister Li Keqiang in seinem Tätigkeitsbericht angekündigt t, die Entwicklung von neuen Technologien, Industrien und Geschäftsmodellen voranzutreiben, um der Wirtschaft neue starke Antriebskraft zu schaffen.

 

Das Konzept Sharing Economy ist im Westen entstanden und entwickelt sich rasant in China. Das neue Wirtschaftsmodell basiert sich auf Ressourcen-Sharing und kann dadurch die Ressourcennutzung optimieren und den Energieverbrauch reduzieren. Es dehnt sich derzeit schnell in mehreren Sektoren und Märkten aus.

 

Die Forschungsabteilung für Informatisierung vom State Information Center und der Ausschuss für Sharing Economy beim  Internet Society of China berichteten am 28. Februar in Beijing, dass die chinesische Sharing Economy im Jahr 2015 1,95 Milliarden Yuan (271,8 Milliarden Euro) erwirtschaftet hat. Das durchschnittliche Wachstum pro Jahr in den kommenden fünf Jahren liegt schätzungsweise bei 40 Prozent. Bis 2020 soll der Anteil der Sharing Economy am BIP auf über 10 Prozent steigen. Laut dem Bericht ist die Zahl der Beschäftigten der Sharing Economy in den letzten zwei Jahren jährlich um über 50 Prozent gewachsen. Insgesamt waren über 500 Millionen Menschen schon einmal in der Sharing Economy involviert.

 

Die Sharing Economy könnte zu einer tiefgreifenden Umstrukturierung in der gesellschaftlichen Arbeitsteilung und Organisation führen. Analysen zufolge ist die Ausarbeitung  einer Strategie für die Weiterentwickung der Sharing Economy  unumgänglich.

 

Seit 2015 hat die chinesische Regierung in Dokumenten mehrmals betont, „die Sharing Economy zu entwickeln“, „die Entwicklung der Sharing Economy zu fördern“ und „die Entwicklung der Sharing Economy zu unterstützen“. Es beweist, dass die chinesischen Spitzenpolitiker nicht nur das Potenzial der Sharing Economy zur Kenntnis genommen haben, sondern auch eine deutliche Position beziehen. Zudem sind die Einrichtung und Verbesserung der entsprechenden Mechanismen Schwerpunkte auf  der Agenda der Regierung. (People's Daily) 

 

Xi Jinping definiert die Beziehung zwischen Politikern und Geschäftsleuten in China

10.03.2016, Chinas Staatspräsident Xi Jinping hat am 4. März bei den Gesprächen mit den PKKCV-Mitgliedern die neue Beziehung zwischen Politikern und Geschäftsleuten definiert.

 

Xi hat die Beziehungen erstmals durch die zwei Qualitäten „innig“ und „makellos“ definiert.

 

In einer „innigen“ Beziehung sollen sich die Politiker ehrlich mit den Geschäftsleuten der privaten Unternehmen verbinden und ihnen helfen, Probleme zu lösen. Die Unternehmer sollen ihrerseits den Austausch mit den Parteiorganisationen und Regierungsbehörden intensivieren. Eine „makellose“ Beziehung bedeutet, dass die Politiker frei von jedweder Habgier und unbestechlich sein sollen. Auf der anderen Seite sollen die Unternehmer sich an die Gesetze halten und ihr Geschäfte offen und ehrlich betreiben.

 

Die PKKCV-Mitglieder sehen Xis Definition als richtungsweisend dafür, wie Regierungsbehörden und Unternehmen in der neuen Zeit einander entgegenkommen.

 

Die Beziehung zwischen Politikern und Unternehmern ist seit jeher ein empfindliches Thema in China. In den letzten Jahren trat in den Korruptionsfällen von Politikern oder den Rechtsverstößen der Unternehmer meistens eine Form von Bestechung zutage. Zuvor hatten einige wenige Politiker anormale Interessengemeinschaften mit Unternehmern gebildet, was zur Korruption führte.

 

Präsident Xi Jinping hat mehrmals betont, dass Politiker und Unternehmer beim Umgang miteinander angemessenen Richtlinien folgen und klare Grenzen wahren müssen.

 

Seit der 18. Parteitag der KPCh sind eine Serie von Maßnahmen ergriffen worden, um die neue Beziehung zwischen Politikern und Unternehmern aufzubauen. Zum Beispiel dürfen  Politiker, die zwar noch nicht pensioniert, aber bereits von ihrem Amt zurückgetreten sind, keinen Job oder Nebenjob in Unternehmen aufnehmen. In den letzten zwei Jahren wurden dahingehend 63.000 Fälle untersucht.

 

Die neue Definition und die entsprechenden Regeln für die Beziehung zwischen Politikern und Unternehmern können Beamte verstärkt davon abhalten, gegen Geld ihre Macht zu missbrauchen. (People’s Daily)

China braucht mehr qualifizierte Arbeitskräfte

09.03.2016, der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften hat sich als Hindernis für die Umsetzung des Programms „Made in China 2025" erwiesen. Wie sich die Berufsbildung in China verbessern lässt, damit mehr qualifiziertes Personal entsteht, ist ein viel diskutiertes Thema auf der diesjährigen Tagung des Landeskomitees der Politischen Konsultativen Konferenz des Chinesischen Volkes (PKKCV).

Sun Taili, PKKCV-Mitglied und Unternehmer
Sun Taili, PKKCV-Mitglied und Unternehmer

Am 8. Mai 2015 veröffentlichte der Staatsrat das Programm „Made in China 2025". Der Aktionsplan erstreckt sich über einen Zeitraum von zehn Jahren und ist darauf ausgerichtet, China in eine führende und moderne Industrienation zu verwandeln. Programmatische Zielsetzung dieser Initiative ist ein moderner Industrialisierungsprozess chinesischer Prägung. Dabei ist soll die Förderung einer innovationsgestützten Entwicklung der Fertigungsindustrie das Hauptthema, die Beschleunigung der tiefgreifenden Integration der neuen Informationstechnologien der Leitfaden und das Vorantreiben der intelligenten Fertigung die Hauptstoßrichtung sein. Es gilt, grundlegende Kapazitäten der Industrie zu festigen, das Integrationsniveau anzuheben und mehrstufige Ausbildungssysteme für Fachkräfte zu vervollkommnen, damit Chinas Fertigungsindustrie einen historischen Schritt nach vorne machen kann, von einer Industrie mit großem Produktionsvolumen hin zu einer Industrie mit großer Leistungsfähigkeit.

Sun hat die Situation der Fachkräfte in der chinesischen Fertigungsindustrie lange beobachtet und genau analysiert. Als Vorbild für China führt er stets Deutschland an. Gegenwärtig gebe es in China 70 Millionen Arbeiter in der Fertigungsindustrie, davon sei nur jeder dritte ein Facharbeiter, so Sun. Und nur fünf Prozent der Facharbeiter haben eine qualifizierte Berufsausbildung absolviert, während die Quote in Deutschland 35 bis 40 Prozent beträgt.

Bei der Frage nach der Berufsausbildung gehen die Ansichten auseinander: Qualifizierte Fachkräfte sollten in Fachhochschulen ausgebildet werden, meinen die einen. Dazu müssten mehr Fachhochschulen gegründet werden, die eng mit Unternehmen zusammenarbeiten, damit im Unterricht Theorie und Praxis auf sinnvolle Weise kombiniert werden. Echte Fachkräfte sollten nicht in einer Schule ausgebildet werden, sondern in einem ersten Schritt die Theorie kennenlernen und dann am Arbeitsplatz in der Praxis unterrichtet werden, meinen die anderen.

„Beide Seiten haben in gewissem Sinn Recht. In einem Punkt bin ich mir aber ganz sicher: Falls das Berufsausbildungssystem in China einfach nur das Modell des gegenwärtigen Hochschulsystems kopiert, wird es auf keinen Fall erfolgreich sein“, erklärt Guo Dacheng, PKKCV-Mitglied und ehemaliger Direktor des Beijing Institute of Technology, im Interview mit der Beijing Rundschau.

Guo Dacheng, PKKCV-Mitglied und ehemaliger Direktor des Beijing Institute of Technology.(Foto von Xu Bei)
Guo Dacheng, PKKCV-Mitglied und ehemaliger Direktor des Beijing Institute of Technology.(Foto von Xu Bei)

Seiner Ansicht nach verbessert sich die Qualität der Berufsausbildung im Zuge des wirtschaftlichen Wandels in China nach und nach. „Die Nachfrage nach qualifizierten Facharbeitern steigt seit einigen Jahren. In Shenzhen und anderen chinesischen Metropolen können sie zum Teil mehrere Millionen Yuan im Jahr verdienen. Ich glaube, dass mit der steigenden Nachfrage nach Fachkräften und bei guten Verdienstaussichten immer mehr Leute Wert auf eine Berufsausbildung in der Fachhochschule legen werden. Das Interesse an einer qualifizierten Berufsausbildung in der Fachhochschule wird steigen“, erklärt Guo.

PKKCV-Mitglied Sun Taili hat konkrete Vorschläge für den Ausbau der Berufsausbildung in China. Das Bildungsministerium und das Ministerium für Industrie und Informatik sollten seiner Ansicht nach einen gemeinsamen Aktionsplan ausarbeiten und ihn im Zeitraum des 13. Fünfjahresplans mit dem Programm „Made in China 2025" verbinden. Ziel ist es, Facharbeiter auszubilden, die für die Arbeitsplätze in der modernen Fertigungsindustrie geeignet sind. „Sie sollten nicht nur über theoretische Fachkenntnisse, sondern auch praktische Fähigkeiten verfügen“, so Sun.

„Gutes Personal ist der Schlüssel für den Aufbau einer leistungsfähigen Industrie. Auch wenn ausgezeichnete Konzepte und Entwürfe vorhanden sind, bleibt es schwierig, Qualitätsprodukte ohne qualifiziertes Personal herzustellen. Deutschland verfügt über eine sehr leistungsfähige Industrie. Seine Erfahrung hat gezeigt, dass die Entwicklung der Fertigungsindustrie in großem Ausmaß von der Qualität der Berufsausbildung abhängig ist. Deswegen ist es dringend erforderlich, dass auch wir qualifiziertes Personal ausbilden", erklärte PKKCV-Mitglied und Unternehmer Sun Taili, zurzeit Direktor von Qingda Investment, gegenüber der Beijing Rundschau. (German.people.cn)

Chinesische Delegation besucht Deutschland

26.02.2016, Berlin - Eine chinesische Delegation unter Leitung des chinesischen Handelsministers, Gao Hucheng, hat am Mittwoch und Donnerstag Deutschland besucht.

 

Während des Besuchs traf sich Gao in getrennten Gesprächen unter anderem mit dem deutschen Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und dem Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gerd Müller.

 

Auf einer Konferenz mit Vertretern vieler deutscher Unternehmen diskutierten beiden Seiten über die neue Normalität der chinesischen Wirtschaft, die Seidenstraßen-Initiative und Chinas 13. Fünfjahresplan.

 

Gao sagte auf der Konferenz, China wolle die Zusammenarbeit mit Deutschland weiter vertiefen und begrüße die verstärkten Investitionen des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) sowie aller deutschen Unternehmen. (cri)

Acht heiße Themen der Tagungen von NVK und PKKCV 2016

Die Abgeordneten vor der Großen Halle des Volkes. Foto von Weng Qiyu/ http://vip.people.com.cn
Die Abgeordneten vor der Großen Halle des Volkes. Foto von Weng Qiyu/ http://vip.people.com.cn

25.02.2016, Peking - Die Tagungen des Nationalen Volkskongresses (NVK) und der Politischen Konsultativen Konferenz des Chinesischen Volkes (PKKCV) 2016 finden im kommenden März in Beijing statt. People’s Daily (Volkszeitung) hat heute acht Punkte ausgewählt, die die Top-Themen bei den Tagungen sein könnten.

1. Der 13. Fünfjahresplan
Der 13. Fünfjahresplan (2016–2020) bestimmt die chinesische Entwicklung in den kommenden fünf Jahren. Die Teilnehmenden der Tagungen werden über die Realisierung einer „innovativen, koordinierten, grünen, offenen und gemeinsamen“ Entwicklung diskutieren.

2. Armutsbekämpfung
China hat das Konzept „Armutsbekämpfung mit gezielten Maßnahmen“ vorgelegt. Die Abgeordneten und Vertreter der Tagungen sollen die drei Fragen „Wer hilft? Wem wird geholfen? Wie wird geholfen? “ beantworten.

3. Reform auf der Angebotsseite
Bei der Reform auf der Angebotsseite geht es um die Optimierung und Umstrukturierung der chinesischen Volkswirtschaft. Im Rahmen der Tagungen sind mehrere Meinungen und Vorschläge in Bezug auf das Thema zu erwarten.

4. „One Belt, One Road“
Die von Staatspräsident Xi Jinping eingeleitete Initiative „One Belt, One Road“ ist der Schwerpunkt der chinesischen Diplomatie. Über 60 Länder und Regionen haben zugesagt, bei der Durchführung mitzuwirken.

5. Revision des Wohltätigkeitsrechts
Das Ständige Komitee des NVK hat vor zwei Monaten den Entwurf des neuen Wohltätigkeitsrechts überprüft. Ob es neue Revisionen bei den Tagungen 2016 gibt, wird von der Öffentlichkeit verfolgt.

6. Reform des Rechtssystems
Die Reform des Rechtssystems soll planmäßig im Großen und Ganzen in den kommenden zwei Jahren durchgeführt werden. Die chinesische Regierung hofft, durch die Reform die nationale Sicherheit und gesellschaftliche Stabilität zu garantieren. Die Jahresberichte des Höchsten Volksgerichts sowie der Höchsten Staatsanwaltschaft werden von den Abgeordneten und Vertretern verfolgt.

7. Grüne Entwicklung
Die Chinesen legen heutzutage großen Wert auf den Umweltschutz. Die Abgeordneten und Vertreter sind damit beauftragt, Probleme wie Smog und Wasserverschmutzung so bald wie möglich zu lösen.

8. Anti-Korruptions-Mechanismus
In seiner Rede zum Jahreswechsel 2016 versprach Präsident Xi, eine „saubere Umwelt in der Politik“ zu schaffen. In den letzten drei Jahren hat die chinesische Regierung den Mechanismus zum Kampf gegen Korruption verstärkt aufgebaut.(People’s Daily)

Regierung will Städte „lebenswerter und grüner machen“

22.02.2016, Peking - Als Ergebnis einer vor zwei Wochen in China abgehaltenen Konferenz zur nationalen Stadtplanung, wurden nun Richtlinien verabschiedet, die urbane Missstände wie Verkehrsstau, Zersplitterung oder Ressourcenknappheit in chinesischen Metropolen beheben sollen.

 

Die zentralen Behörden der Volksrepublik haben am Sonntag neue Richtlinien zur urbanen Entwicklung verabschiedet. Vor zwei Wochen hatten sich die führenden Politiker der Landes zur „Central Urban Work Conference“ zusammengefunden. Bei diesem Treffen zur urbanen Entwicklung hatten sie versprochen, der Zersiedelung der chinesischen Städte Einhalt zu gebieten. Auch sollen die chinesischen Metropolen grüner und lebenswerter werden.

 

Die von der Kommunistischen Partei Chinas, dem Zentralkomitee und dem Staatsrat verabschiedeten Dokumente besagen, dass die Volksrepublik ihre Städte beschränken und dafür Sorge tragen wird, dass diese nicht über die Möglichkeiten ihrer natürlichen Ressourcen hinauswachsen.

 

Sie rufen die Stadtplaner auch dazu auf, die urbane Landschaft der Städte auf der Grundlage lokaler Gegeben- und Besonderheiten unterschiedlich zu gestalten.

 

Das letzte Mal, dass China ein städtebautechnisches Treffen wie die „Central Urban Work Conference“ abhielt war im Jahre 1978 – einem Zeitpunkt, zu dem nur 18 Prozent der Bevölkerung in Städten lebte. Ende 2015 hat sich der in den Städten lebende Anteil der Bevölkerung auf 50 Prozent erhöht.

 

Die die vergangenen Jahrzehnte prägende Urbanisierung hat in China zu signifikanten sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen geführt und Probleme wie Zersplitterung, Verkehrsstau, Verschmutzung und gefährdete öffentliche Sicherheit mit sich gebracht.

 

Derartige urbane Missstände haben den Zorn der Öffentlichkeit provoziert und Druck auf die Stadtplaner ausgeübt, dafür geeignete Lösungen zu finden. (german.people.cn)

Chinesisches Bahnprojekt im Iran gestartet

16.02.2016, Peking - Chinas Hochgeschwindigkeitstechnologie ist ein Exportschlager. Aktuell wurde sie in den Iran verkauft. Dort sollen die beiden Metropolen Teheran und Mashhad durch eine Hochgeschwindigkeits-strecke verbunden werden.

Eisenbahnstrecken im Iran
Eisenbahnstrecken im Iran

Die Wirtschafts- und Handelsabteilung der chinesischen Botschaft im Iran hat am vergangenen Sonntag bekannt gegeben, dass offiziell mit dem Bau des chinesischen Bahnprojekts in der Islamischen Republik – das in der Errichtung einer Bahnstrecke zwischen der iranischen Hauptstadt Teheran und der Metropole Mashhad besteht – begonnen wurde. Der iranische Präsident Hassan Rouhani wohnte der Inbetriebnahme-Zeremonie bei.

 

Der Bau des Bahnprojekts soll voraussichtlich 42 Monate dauern, danach erfolgt eine fünf Jahre lange Pflegeperiode. Das iranische Infrastrukturbau-Unternehmen MAPNA und die beiden chinesischen Unternehmen China National Machinery (CMC) und Sudian Power Transmission Technology führen die Elektrifizierung gemeinsam durch. Im letzten Juni haben die iranische und die chinesische Seite bereits ein Abkommen geschlossen. 85 Prozent der insgesamt 2,1 Milliarden US-Dollar hohen Kosten werden von chinesischer Seite getragen.

 

Die Bahnstrecke Teheran-Mashhad ist insgesamt 926 Kilometer lang. Laut iranischer Seite sollen 70 chinesische Züge mit einer Geschwindigkeit von 250 Stundenkilometern zwischen den beiden Städten der islamischen Republik verkehren.

 

Rouhani erklärte, dass die Erweiterung des Eisenbahnnetzes ein wichtiges Ziel der iranischen Regierung sei. „Ab heute werden Irans religiöse Hauptstadt Mashhad und die politische Hauptstadt Teheran durch eine Hochgeschwindigkeitsstrecke verbunden“, so Rouhani weiter.

 

Dank dem Bahnprojekt wird die Fahrtdauer zwischen den beiden Metropolen voraussichtlich von zwölf auf sechs Stunden verkürzt und die jährliche Transportfähigkeit auf 10 Millionen Tonnen erhöht werden.

 

Auch soll die neue Bahnstrecke die Sicherheit der Iraner erhöhen, denn jährlich sterben etwa 2500 Personen bei Unfällen auf der Autobahn zwischen Teheran und Mashhad. Bis zum Ende von Rouhanis Amtszeit soll die Eisenbahn 20 Prozent des gesamten Verkehrsnetzes im Iran ausmachen. (german.people.cn)

Chinas Außenminister besucht München

10.02.2016, Peking - Chinas Außenminister Wang Yi wird am Donnerstag nach München reisen. In der Hauptstadt Bayerns wird er an der vierten Außenministerkonferenz des internationalen Teams zur Lösung der Syrien-Krise teilnehmen. Dies sagte die chinesische Außenamtssprecherin Hua Chunying am Dienstag in Beijing. (cri)

Xi Jinping übermittelt Anteilnahme für Erdbebenopfer auf Taiwan

08.02.2016, Peking - Der Generalsekretär des ZK der KP Chinas Xi Jinping hat seine Anteilnahme für die Opfer des Erdbebens in Südtaiwan geäußert. Das Festland sei bereit, in allen Bereichen Hilfe anzubieten, so Xi Jinping.

 

Bei dem Erdbeben in der Stadt Tainan sind bereits 29 Menschen ums Leben gekommen. Statistiken des Rettungskommandos zufolge warten immer noch 120 Menschen auf Hilfe. Momenten sind 105 Feuerwehrfahrzeuge mit über 600 Mitarbeitern und 44 Sanitätswagen im Einsatz.

 

Das Erdbeben mit einer Stärke von 6,7 auf der Richterskala hatte sich Samstagmorgen Ortszeit ereignet. (cri)

www.chinatours.de
http://www.owc.de/thema/chinacontact/
http://german.cri.cn/
China Radio International
www.konfuzius-institute.de
Konfuzius-Institute
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