Kultur & Wissen

Auszubildende aus China gegen den deutschen Pflegekräftemangel

28.06.2016, Deutschland und China altern rasant und rechnen in den nächsten Jahrzehnten mit einem enormen Pflegekräftemangel. Durch eine Zusammenarbeit in der Pflegeausbildung sollen zukünftig vermehrt chinesische Fachkräfte in Deutschland arbeiten.

Am 16. und 17. Juni fanden sich Regierungsvertreter und Mitglieder privater und internationaler Organisationen im Zuge des EU-China-Dialogs über die Projektförderung in den Bereichen Migration und Mobilität zu einem Workshop in Beijing ein, um sich über die Arbeitsmigration aus China in die Europäische Union auszutauschen.

Am zweiten Tag wurde dabei hauptsächlich über den rechtlichen Rahmen der Arbeitsmigration nach Deutschland gesprochen und der konkrete Fall der Einreise von Auszubildenden im Pflegebereich näher betrachtet.

Laut der Fachkräfte-Engpassanalyse der Agentur für Arbeit besteht in allen deutschen Bundesländern bis auf Sachsen-Anhalt ein Mangel an Altenpflegefachkräften. Allein in diesem Bereich sind derzeit rund 10.000 Stellen unbesetzt und Dreiviertel der deutschen Pflegeeinrichtungen klagen über Rekrutierungsprobleme.

Dass Deutschland diesen zunehmenden Mangel aus eigener Kraft beheben könnte, scheint äußerst unwahrscheinlich. Selbst die vermehrte Werbung von Fachkräften aus anderen EU-Ländern verläuft nicht so schnell, wie man es wünschen könnte. Daher wird auch in Staaten außerhalb der Union für die Arbeit in deutschen Pflegeeinrichtungen geworben.

Dr. Frederic Speidel, Arbeits- und Sozialattaché der Deutschen Botschaft in Beijing, hielt zu diesem Thema am zweiten Tag des Workshops einen Vortrag über die deutschen Arbeitsmarktgesetze. Anschließend stellte Felix Kurz, langjähriger Spiegel-Mitarbeiter und Chinakenner, beispielhaft eine Kooperation im Pflegebereich vor.

Laut Kurz sei die Alterspyramide sowohl in Deutschland als auch in China gekippt. Dies stelle eine große Herausforderung für beide Gesellschaften dar. Es biete es sich daher an, dass beide Länder auch zusammen an Lösungen arbeiten. Einen Beitrag dazu solle die Ausbildung von chinesischen Bewerbern zu staatlich anerkannten Altenpflegern leisten. Deutschlands Ausbildungsqualität besitze international hohes Ansehen und könne China das für die kommenden Jahrzehnte nötige Know-how vermitteln, während zugleich der Fachkräftemangel an deutschen Pflegeeinrichtungen gelindert werde.

Die bisherigen Pilotprojekte stellen eine Zusammenarbeit des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbands und des Deutsch-Chinesischen Sozialwerks auf deutscher Seite und dem „China Service Center for Friendship and Cooperation with Foreign Countries“ (CSC) auf chinesischer Seite dar. Die sprachliche Ausbildung und Zertifizierung in China wurde durch das Goethe-Institut besorgt.

Als die wichtigsten Voraussetzungen für eine Bewerbung nannte Kurz ein Mindestalter von 18 Jahren, die mittlere Reife oder einen vergleichbaren Schulabschluss, eine abgeschlossene Ausbildung im Bereich der Kranken- oder Altenpflege in China und die Bereitschaft sich einer fremden Kultur und Sprache zu öffnen, einschließlich des Erreichens eines B2-Sprachniveaus.

Kurz stellte folgend den Ablauf der Pilotprojekte vor. In einer Vorphase wurden durch die CSC geeignete Bewerber gefunden, die sich in China einem intensiven Training der deutschen Sprache und Kultur unterzogen, um nach Erreichen des B1-Sprachniveaus ihre Reise nach Deutschland anzutreten und dort ihre duale Ausbildung zu beginnen.

Ausbildungsbegleitend wurden vom jeweiligen Arbeitgeber weitere Deutsch- und Integrationskurse angeboten, die vom Deutsch-Chinesischen Sozialwerk durchgeführt wurden, um die Auszubildenden auf ein B2-Sprachniveau zu bringen. Kurz zufolge konnten die Auszubildenden durch ihre Berufserfahrung etwaige sprachliche Hindernisse leicht kompensieren. Zudem seien die chinesischen Auszubildenden in deutschen Pflegeeinrichtungen – ganz sprachunabhängig – wegen ihrer menschlichen Wärme sehr beliebt.

2013 wurden im Zuge eines Pilotprojekts mit Pflegeeinrichtungen in Baden-Württemberg insgesamt 150 chinesische Pflegekräfte ausgebildet und auf beiden Seiten gute Erfahrungen gemacht. Doch laut Angaben des CSC gebe es auch noch Herausforderungen bei der Kooperation. Den chinesischen Auszubildenden und ihren Familien sei es äußerst wichtig, nach ihrer Ausbildung ein Zertifikat über ihre Leistungen in Deutschland zu erhalten, mit dem sie sich auf dem chinesischen Arbeitsmarkt qualifizieren können. Doch dem CSC zufolge mangele es derzeit noch an der zeitnahen Ausstellung solcher Zertifikate. Zudem seien die sprachlichen Anforderungen an die Auszubildenden enorm und schrecken viele der anfänglich Interessierten wieder ab.

Kurz stellte sich nach seinem Vortrag noch einem Interview mit People’s Daily Online, um vertieft auf die Vorteile einer Zusammenarbeit einzugehen. Für die chinesische Seite seien die relativ hohe Bezahlung, die schon während der Ausbildung beginne, die Ausbildungsqualität und die in Aussicht stehende unbefristete Arbeitserlaubnis nach 5 Jahren Beschäftigung in Deutschland die größten Vorteile. Auf deutscher Seite könne einerseits der Fachkräftemangel verringert und den Arbeitgebern außerdem fleißige, anpackende Auszubildende geboten werden, welche mit Berufserfahrung und einem traditionell hohen Respekt vor dem Alter aufwarten. Die Vorteile, welche sich aus einer Kooperation in der Pflege ergeben, seien daher für beide Seiten äußerst vielfältig. (german.people.com.cn)

Renovierung des Kaiserpalastes - Yangxin Halle geschlossen, Yuqing Schloss geöffnet

23.06.2016, Yangxin Dian, die Halle zur Geistespflege, war seit dem 18. Jahrhundert das Wohnhaus des Kaisers. Hier wurden auch Besprechungen mit dem Kronrat abgehalten. Noch bekannter wurde die Halle durch die Kaiserinwitwe Cixi, die China dort hinter einem Vorhang über vier Jahrzehnte lang bis zu ihrem Tod 1908 quasi regierte. Sie hielt sich rechts in der Halle züchtig verborgen, wenn Beamte zum Rapport erschienen.

 

Vor einigen Tagen wurde dieser Vorhang vorsichtig eingerollt und abgenommen. Damit begann die Renovierung der mobilen Kulturgegenstände in der Halle zur Geistespflege. Sowohl die Verpackung, der Transport und die Renovierung müssten von ausgebildeten Fachleuten durchgeführt werden, so Shan Jixiang, Direktor des Palastmuseums.

 

„Alle Mitarbeiter, die an der Renovierung des Kaiserpalastes teilnehmen, wurden von uns ausgebildet und sind qualifiziert. Dazu gehören Tischler, Maurer und so weiter. Wir wollen ein eigenes Team bilden." 

 

In der Halle zur Geistespflege wurden insgesamt 1890 Kulturgegenstände aufbewahrt. Sie werden in mehrere Kategorien eingeordnet wie Möbel, Kaligrafie und Malerei, Porzellan, Jadewaren, Stickwaren, tägliche Bedarfsgüter und Religionsartikel. Innerhalb von drei Monaten sollen all diese Kulturgegenstände aus der Halle befördert werden. Nach der Entstaubung und Renovierung soll ein Teil im Beijinger Hauptstadtmuseum ausgestellt werden. Ab Oktober können Touristen auch in einem Studio im Kaiserpalast die Renovierungsarbeiten hautnah beobachten.

 

Die architektonische Renovierung der Halle wird jedoch bis zum Jahr 2020 dauern. Bisher haben Touristen in die Halle nur durch ein Fenster sehen können. Diese Situation wird sich nach der Renovierung grundlegend ändern. Mehr Räume des Komplexes werden künftig den Besuchern zugänglich gemacht.

Wenngleich die Halle zur Geistespflege frühestens 2020 wieder zu besuchen ist, wird bald ein anderes, bisher verschlossener Teil des Palastes zugänglich gemacht: das Prinzschloss Yuqing. Vizedirektor der Schlossabteilung des Kaiserpalastes, Wang Zilin, erzählt über das mysteriöse Schloss:

„Hier wurden früher die Prinzen unterrichtet. Einige von ihnen haben da auch gewohnt. Manchmal haben die Kaiser hier auch gelesen. Nach Kaiser Jiaqing wurde Yuqing neben der Halle zur Geistespflege ein weiterer Ort für Throngeschäfte und die kaiserliche Ruhe. Das Schloss ist quasi das zweite politische Zentrum im gesamten Kaiserpalast."

 

Im vergangenen Jahrhundert diente das Schloss ausschließlich als Lagerhaus. 2014 begann die Renovierungsarbeit, die voraussichtlich Ende Juni abgeschlossen wird. Lange müssen die Touristen also nicht mehr warten, versprach Shan Jixiang, Direktor des Kaiserpalastmuseums. (www.german.people.cn)

Chinesen schätzen flexible Arbeitszeiten

22.06.2016, Das Internet hat die Art und Weise verändert, wie Menschen arbeiten. Einer Umfrage zufolge akzeptieren Chinesen zunehmend „nicht-traditionelle" Arbeitszeiten und freie Projekte.

Fast 80 Prozent der 2.000 Befragten sagten, dass sie es gutheißen, wenn junge Menschen eine flexible Arbeit annehmen, wie private Nachhilfelehrer, Freiberufler oder Jobs in der Sharing Economy wie bei Uber oder Airbnb.

Die Umfrage, welche die Tageszeitung China Youth Daily am Dienstag veröffentlichte, ergab, dass 72,3 Prozent der Befragten an selbstverwalteten, flexiblen Arbeitsplätzen interessiert sind.

Wang Jiale ist einer dieser Personen. Seit zwei Jahren arbeitet er in Beijing als Nachhilfelehrer für Mathematik. Anfangs wollte er diese Tätigkeit nur vorübergehend ausüben, um nach dem Studium die Zeit der Suche nach einem unbefristeten Job zu überbrücken. Doch er merkte, dass er damit bis zu 9.000 Yuan (1.200 Euro) pro Monat verdienen konnte, ein Lohnniveau, das dem vieler stabiler Arbeitsplätze entspricht.

Der Umfrage zufolge suchen zahlreiche Menschen wie Wang im Internet nach Jobs. Das Internet hat Chinas Arbeitslandschaft verändert, ein Land, das erst vor 30 Jahren damit begann, die Marktwirtschaft anzunehmen.

In den letzten Jahren ist selbst die Zahl der Bewerber für die Prüfung zum öffentlichen Dienst – die Zugangskarte zu einem soliden, sicheren Regierungsjob – zurückgegangen.

Von den Befragten kamen 47,6 Prozent von privaten Unternehmen oder Joint Ventures, 19,4 Prozent aus öffentlichen Institutionen, 16,4 von staatlichen Unternehmen und 7,4 Prozent waren freie Mitarbeiter. (german.people.com.cn)

Chinesische Wissenschaftler vermessen das menschliche Gehirn neu

22.06.2016, Nach sechs Jahren Bemühungen ist es chinesischen Wissenschaftlern in gemeinsamer Anstrengung mit ausländischen Kollegen gelungen, eine Kartographie des menschlichen Gehirns zu erstellen. Diese ist komplett neu und liefert ein unverzichtbares Werkzeug für die Erforschung der Beziehung zwischen dem Gehirn und dem Verhalten.

Die Vermessung des menschlichen Gehirns ist der Grundstein für das Verständnis der Gehirnstruktur und dessen Funktion. Die bisher am häufigsten verwendete Kartographie des menschlichen Gehirns ist die Brodmann-Karte, die vor 100 Jahren erstellt wurde. Sie basiert auf dem Körpergewebe einer einzigen Person. Obwohl Wissenschaftler in den letzten Jahren Magnetresonanzen verwendet haben, um das menschliche Gehirn zu vermessen, sind diese Darstellungen immer noch zu ungenau, um damit die Funktion des menschlichen Gehirns zu erforschen.

Die Wissenschaftler an der chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) haben mit dem bisher traditionellen Weg der Vermessung des Gehirns gebrochen. Sie haben neue Ideen und Methoden vorgeschlagen. Dazu zählt die Verwendung der Gehirnstruktur und -information, die mit den Funktionsverbindungen zusammenhängen. Die völlig neue Kartographie enthält 246 Sub-Regionen, die vier bis fünf Mal so detailliert sind wie die bisherige Darstellung von Brodmann. Zum ersten Mal wird die Verbindung des gesamten menschlichen Gehirns in mikroskopischer Weise dargestellt. Fan Lingzhong, ein Wissenschaftler an der CAS sagte, die Kartographie kann den Verbindungsmodus von jeder einzelnen Subregion und -struktur zeigen.

Damit wird diese Darstellung ein unverzichtbares Werkzeug für die Erforschung des Gehirns und den Zusammenhang mit dem Verhalten. Es sollen auch neue Wege gefunden werden, die Struktur und die Funktion des menschlichen Gehirns zu verstehen. Das hat wichtige Auswirkungen für das Design von digitalen Gehirnen innerhalb von smarten Systemen. Die neue Kartographie soll auch dabei helfen, durch Schlaganfälle geschädigte Regionen des Gehirns ausfindig zu machen. Außerdem sollen Blutgerinnsel nach Hirnoperationen besser entfernt werden können. (german.people.com.cn)

Sechs Dinge, die man über die Sommersonnenwende wissen sollte

21.06.2016, Der traditionelle chinesische Mondkalender teilt das Jahr in 24 Abschnitte ein. Die Sommersonnenwende (chinesisch: 夏至) ist der zehnte Abschnitt des Jahres. In diesem Jahr dauert er vom 21. Juni bis 5. Juli.

Zu dieser Zeit ist es in vielen Teilen der nördlichen Hemisphäre besonders hell. Am heißesten wird es aber erst 20 bis 30 Tage später.

Die 24 Jahresabschnitte entstanden in China vor tausenden von Jahren als eine Orientierung für die landwirtschaftliche Arbeit. Diese Jahreseinteilung ist aber auch für das Leben der Menschen von heute sinnvoll, sie ist eine Richtschnur für die Ernährung, für kulturelle Zeremonien und bietet zu jedem Jahresabschnitt passende Gesundheitstipps.

Folgende sechs Dinge sollte man über die Sommersonnenwende wissen:

 

Längster Tag des Jahres

Am Tag der Sommersonnenwende ist es in der nördlichen Hemisphäre am längsten hell. Danach werden die Tage dort wieder kürzer und die Temperaturen steigen.

Wie lang ist der längste Tag in China? Nach Angaben des Experten Yan Jiarong dauert der Tag in Mohe in der Provinz Heilongjiang in der nördlichsten Ecke Chinas fast 17 Stunden, wenn man Morgengrauen, Abenddämmerung und Abendrot mitrechnet. Die Sommersonnenwende ist die beste Zeit, um die Morgenröte in Mohe, „der Stadt, die nicht schläft", zu betrachten.

 

Ehemaliger Feiertag

Die Sommersonnenwende war im alten China ein wichtiges Fest. Schon in der Han-Dynastie (260 v. Chr. – 220 n. Chr.), als das Mittherbstfest und das Fest der Doppelten Neun noch nicht so wichtig wie heute waren, wurde bereits die Sommersonnenwende gefeiert.

Vor der Qing-Dynastie (1644-1911) gab es zur Sommersonnenwende sogar einen Urlaubstag. Laut Aufzeichnungen aus der Song-Dynastie (960-1279) konnten Beamte aus diesem Anlass drei Tage frei nehmen.

Zur Feier der Sommersonnenwende schenkten sich Frauen bunte Fächer und Beutel. Die Fächer sorgten für Kühlung und die Beutel dufteten süß und vertrieben die Mücken.

 

Die Sonnenwende beobachten

Der autonome Kreis Mojiang der Hani in der südwestlichen Provinz Yunnan liegt auf dem nördlichen Wendekreis. Jedes Jahr zu Sommersonnenwende steht die Sonne direkt über dem Wendekreis des Krebses und kehrt von Norden nach Süden zurück. Zu diesem Zeitpunkt entsteht das atemberaubende Phänomen des „senkrechten Pols ohne Schatten."

Die Hani verehren die Sonne und hatten immer schon eine enge Beziehung zu ihr. Sie heißen die Sommersonnenwende mit Opfergaben willkommen.

 

Nudeln essen

In der Provinz Shandong gibt es ein Sprichwort, das lautet: „Iss Teigtaschen zur Wintersonnenwende und Nudeln zur Sommersonnenwende." Menschen in verschiedenen Gebieten der Provinz essen an diesem Tag kalte Nudeln. Auch in anderen Gegenden Chinas, einschließlich Beijings, gibt es diese Tradition.

 

Drachenbootrennen in Zhejiang

Wegen des örtlichen Klimas finden Drachenbootrennen seit der Ming- (1368-1644) und Qing-Dynastie (1644-1911) in Shaoxing in der Provinz Zhejiang eher zur Sommersonnenwende als zum Drachenbootfestival statt. Diese Tradition ist auch heute noch lebendig und begeistert die Zuschauer.

 

Redewendung zur Sommersonnenwende

In China gibt es im Zusammenhang mit der Sommersonnenwende die Redewendung "杯弓蛇影".

Nach den Aufzeichnungen von Fengsutong (ein Buch über chinesische Sitten) von Ying Sao, einem Autor der Östlichen Han-Dynastie (25 – 200), nahm ein Mann namens Du Xuan zur Sommersonnenwende an einem Bankett teil. Er verwechselte den Schatten eines Bogens in seiner Tasse mit einer Schlange und trank sie ängstlich aus.

Nach dem Bankett litt er an Schmerzen in der Brust und im Bauch und erholte sich auch nach mehreren Arztbesuchen nicht. Schließlich begriff er, dass er den Schatten einer roten Armbrust an der Wand für eine Schlange gehalten hatte und wurde wieder gesund. Später wurde die Redewendung zur Beschreibung von abergläubischen und ängstlichen Menschen benutzt. (german.china.org.cn)

China hat den schnellsten Supercomputer der Welt

21.06.2016, Chinas neuer Supercomputer hat den bisherigen Spitzenreiter Tianhe-2 von Platz eins der 500 schnellsten Hochleistungsrechner der Welt verdrängt.

Erstmals eroberte China dabei den Spitzenplatz, ohne US-Technologie einzusetzen.

Der neue Supercomputer mit dem Namen Sunway TaihuLight ist doppelt so schnell und dreimal so effizient wie Tianhe-2.

Das neue Rechnersystem wurde vom Nationalen Forschungszentrum für Parallel-Computing entwickelt und im Nationalen Zentrum für Supercomputing in Wuxi (Provinz Jiangsu) installiert.

In einer Stellungnahme zur Halbjahresliste, die von Experten aus den USA und Europa zusammengestellt wird, hieß es: „China hat seinen ersten Platz auf der 47. Liste der schnellsten 500 Supercomputer der Welt behauptet, aber mit einem neuen Rechnersystem, das nur in China entwickelte und produzierte Prozessoren verwendet.“

Tianhe-2, ein Supercomputer auf Intel-Basis, führte die vergangenen sechs Top-500- Listen an.

Erstmals seit Einführung der Liste im Jahr 1993 sind die USA nicht mehr Standort der meisten Hochleistungsrechnersysteme.

„Durch den in den vergangenen Jahren zu beobachtenden Zuwachs von Industrie- und Forschungseinrichtungenliegt China mit 167 Toprechensystemen auf Platz eins, gefolgt von den USA mit 165“, hieß es in der Stellungnahme.

China führt demnach auch bei der Rechenleistung.

Jack Dongarra, Professor für Informatik an der Universität von Tennessee und Herausgeber der Liste, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Xinhua: „Das ist der Trend in China. 2001 gab es hier noch keine eigenen Rechnersysteme und heute überholt das Land die USA. Keine andere Nation konnte ein so schnelles Wachstum verzeichnen.“

Supercomputer seien so wichtig wie nie, erklärte Dongarra. Sie lassen sich mit einer großen Bandbreite von Industrien wie Energie, Pharmazeutika, Flugzeuge, Autos und Unterhaltungverknüpfen.

„Stärkere Rechnerleistungen werden es diesen Industrien ermöglichen, schneller neue und überlegene Produkte zu entwickeln und dies könnte die Wettbewerbsfähigkeit des Landes erhöhen“, erklärte er. (german.people.com.cn)

300 Millionen Jahre altes Fossil in Yunnan gefunden

20.06.2016, Eine Schlange sei es, sagten die einen. Ein Drache der Legenden, meinten die anderen. Experten stellten jedoch schnell fest, dass es sich bei dem Fossil, welches in Yunnan ans Tageslicht kam, um einen versteinerten Schuppenbaum mit hohem Forschungswert handelt.

Am 12. Juni wurde ein seltsam geformtes Fossil im südwestchinesischen Kreis Zhenxiong der Provinz Yunnan gefunden. Die dortigen Einwohner vermuteten aufgrund der Form des Fossils, dass es sich um die versteinerten Reste einer Schlange handele, manche glaubten jedoch, dass es das Fossil eines Drachen sei.

Experten stellten jedoch durch Analysen fest, dass das Fossil ein 250 Millionen bis 300 Millionen Jahre alter Schuppenbaum ist. Der Fund hat einen extrem hohen Forschungswert, da der bisher älteste solche Fund in Zhenxiong nur ein Alter von einigen Millionen Jahre besitzt.

Das Fossil ist in verwittertem Gestein eingebettet. Der freiliegende Teil hat eine Länge von annähernd 130 Zentimetern und einen Durchmesser von 17 Zentimetern. Seine Oberfläche ist sowohl glatt als auch hart und weist gleichmäßig angeordnete schwarze Schuppen auf der Oberfläche auf.

„Das Fossil kann kein Zoolith sein, da die Haut und Fleisch von Tieren nicht versteinern. Es muss sich daher zwangsläufig um ein uraltes Pflanzenfossil handeln“, erklärt Cheng Zhongyi, Leiter des Kulturzentrums vom Kreis Zhenxiong, basierend auf seiner mehr als 30-jährigen Erfahrung als Archäologe. (german.people.com.cn)

Chinas Fortschritte bei der Bekämpfung der Desertifikation

20.06.2016, Die Ausbreitung der Wüstengebiete ist ein weltweites Problem, doch China hat die Desertifikationsrate in den letzten zehn Jahren beständig verringern können und plant, die Hälfte der Wüstengebiete bis 2020 wieder zu begrünen.

China habe erfolgreich die weitere Desertifikation aufgehalten und die Desertifikationsrate in den letzten Jahren beständig verringert, wie die Staatliche Forstverwaltung mitteilt.

Laut Zhang Jianlong, Leiter der Forstverwaltung, sei die Nutzfläche, die von Desertifikation betroffen sei, über zehn Jahre hinweg jährlich um 2.424 Quadratkilometer geschrumpft. Im Gegensatz dazu nahm das Wachstum der desertifizierten Nutzflächen in den späten 1990er Jahren jährlich noch um 10.400 Quadratkilometer zu, wie Zhang am Freitag auf einem Forum erklärte. Zhang Yongli, stellvertretender Leiter der Forstverwaltung, betonte die Bedeutung dieser Trendwende, aber mahnte zugleich, dass noch weitere Herausforderungen anstehen.

Die Ausbreitung der Wüstengebiete ist ein weltweites Problem. Schätzungsweise ein Drittel der Erde ist von Desertifikation betroffen und das Leben von Millionen von Menschen beeinträchtigt.

China bemüht sich seit Jahrzehnten, der Desertifikation durch Begrünung Herr zu werden. Die Volksrepublik plant im Zuge dessen in den nächsten fünf Jahren 10 Millionen Hektar Land wieder nutzbar zu machen und mehr als die Hälfte der Wüstengebiete bis 2020 wieder zu begrünen.

Laut Angaben der Forstverwaltung sollen jene, die die Vegetation in Wüstengebieten schädigen, rechtliche Folgen erleiden. Zudem werde ein Entschädigungssystem eingerichtet, um Orte dazu zu motivieren, die Desertifikation zu bekämpfen. (german.people.com.cn)

Mehr Zeit zum Reisen – China fördert Zweieinhalbtage-Wochenenden

17.06.2016, Freitags schon zum Mittag Feierabend machen. Könnte dieser Traum eines zweieinhalbtägigen Wochenendes für Chinesen nun Realität werden? Einige Provinzen ermutigen das neue Wochenendmodell und sorgen damit für heftige Diskussionen.

Der chinesische Staatsrat veröffentlichte im August 2015 „Vorschläge zur weiteren Förderung von Tourismusinvestitionen und -konsum". Diese ermutigen eine flexible Wochenendlänge. Verschiedene Orte und Betriebe können im Sommer demnach ihren eigenen Voraussetzungen entsprechend ein zweieinhalbtätiges Wochenende einführen, um ihren Beschäftigten Wochenendtrips zu ermöglichen. Nach der Veröffentlichung des Staatsrats haben die zehn Provinzen und Städte Anhui, Hebei, Jiangxi, Chongqing, Gansu, Liaoning, Shaanxi, Fujian, Zhejiang und Guangdong begonnen, zur Durchführung des verlängerten Wochenendes zu motivieren.

Liu Da arbeitet in einem Designunternehmen in Hefei in der ostchinesischen Provinz Anhui. Er sagte, die Absichten seien gut, die Umsetzung sei jedoch nicht einfach. Er sei Designer und arbeite oft am Wochenende. Er mache nur wenig Urlaub. Ein zweieinhalbtägiges Wochenende sei für ihn daher ein weit entfernter Traum.

Wang Hongchang arbeitet in einer Ausbildungseinrichtung. Er erklärte, einige große Unternehmen könnten das neue Urlaubsmodell durch Schichtarbeit umsetzen. Viele kleine Unternehmen hätten aber nicht viele Angestellte. Es falle ihnen dadurch schwer, ein langes Wochenende anzubieten. Die Angestellten wollten mehr Freizeit, die Firmen müssten aber ihre reale Situation in Betracht ziehen.

Chen Junfeng, außerordentlicher Professor des Instituts für Gesellschaft und Politik an der Anhui-Universität, sagte, das neue Urlaubsmodell werde Tourismus, Konsum und die Inlandsnachfrage fördern. Es sei eine Methode zur Stimulierung der Wirtschaft. Die Regierung ermutige das neue Wochenendmodell inzwischen, es werde aber ein Untersuchungsprozess benötigt, bis die erwarteten Auswirkungen des Modells auch tatsächlich aufträten.

In einigen Städten in Jiangxi, Guizhou und Shanxi ist das neue Urlaubsmodell bereits eingeführt worden. Menschen im Kreis Ningxiang in der Provinz Hunan, die sich Freitagsnachmittags frei nehmen möchten, müssen dafür jedoch ihre normalen Urlaubstage nutzen. (german.people.com.cn)

Tianjin und ein verstecktes Stück Österreich

17.06.2016, In der Zeit der Österreichisch-Ungarischen Monarchie hatte der Staat eine ganz besondere Verbindung zu China. Die Doppelmonarchie besaß nur eine einzige außereuropäische Konzession – und zwar von 1902 bis 1917 in der chinesischen Stadt Tianjin. Damals lebten viele Kaufleute, Techniker, Ingenieure und Akademiker aus verschiedenen westlichen Staaten in der Hafenstadt, darunter auch einige Österreicher. Bis heute sind die Spuren jener Zeit in Tianjin sichtbar.

Bei einer Fahrt mit der Pferdekutsche durch das Stadtzentrum von Tianjin und einem Blick auf grüne, schattige Gärten und europäische Villen kann man schon einmal vergessen, dass man sich in China befindet. Die Hafenstadt ist wie ein architektonisches Museum mit Gebäuden im britischen, italienischen oder deutschen Baustil.

Im berühmten Bezirk Wudadao stehen über 2.000 dieser Gebäude. Die meisten von ihnen sind über 100 Jahre alt. Die zahlreichen westlichen Gebäude in einer so wichtigen chinesischen Hafenstadt gehen auf die ereignisreiche Geschichte dieses Ortes zurück.

Tianjin war einst eine ganz gewöhnliche chinesische Kleinstadt. Ihre Lage am Meer hat sie im 19. Jahrhundert jedoch zu einem Ziel für Seemächte aus dem Westen gemacht. Infolge der Niederlage Chinas im Zweiten Opiumkrieg (1856-1860) errichteten zunächst Großbritannien und Frankreich zwei Konzessionsgebiete südöstlich der Stadt, um Nordchina für den internationalen Handel zu erschließen. Aufgrund ihrer wachsenden Bedeutung als wichtiges Handels- und Kommunikationszentrum unweit Beijings folgten weitere Kolonialmächte, die ihre Konzessionen entlang des Haihe-Flusses errichteten. Nach der Unterstützung bei der Niederschlagung des Boxeraufstands, erhielt Österreich-Ungarn 1902 ebenfalls ein Konzessionsgebiet.

Die bis 1917 existierende, 60 Hektar umfassende Konzession lag am östlichen Ufer des Haihe-Flusses und besaß 40.000 Einwohner. Verwaltet wurde sie von einem Konsul. Das ehemalige Konsulat Österreich-Ungarns am Ufer des Haihe ist heute ein angesehenes Restaurant. In dem ehemaligen Konzessionsgebiet sind außerdem einige Häuser berühmter Tianjiner Einwohner bis heute erhalten, unter anderem das Haus von Yuan Shikai, einem berühmten Militärführer und Politiker während der späten Qing-Dynastie und der Zeit der Republik China.

Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts lebten jedoch auch viele herausragende Personen aus dem Westen in Tianjin. Ihr Einfluss zeigt sich bis heute und kann im Modern Tianjin und World Museum näher betrachtet werden. Hang Ying, Schriftstellerin und die Gründerin des Museums, erklärt:

„In der jüngeren Vergangenheit haben viele Österreicher in Tianjin gelebt. Sehr berühmt ist zum Beispiel der Arzt Richard Frey, der während des chinesisch-japanischen Kriegs große Beiträge geleistet hat. Der Architekt Rolf Geyling ist auch erwähnenswert. Sein Talent zeigt sich in Tianjin sehr deutlich. Bis heute sind viele seiner Bauwerke auf den Straßen zu sehen."

Während er als Kriegsgefangener des Ersten Weltkriegs in Sibirien festgehalten wurde, gelang Geyling 1920 die Flucht nach China. Dort wurde sein Talent von der damaligen Regierung entdeckt. Der Architekt aus Wien hat viele Bauwerke in China hinterlassen, allein in Tianjin sind es über 200. Anhand der damaligen Entwürfe lassen sich seine Werke noch heute nachvollziehen. Sie verbinden häufig Elemente des italienischen, englischen, deutschen und chinesischen Stils.

Auch in der heutigen Zeit sind im Bezirk Wudadao nur wenige Autos auf den von grünen Bäumen und farbenfrohen Blumen gesäumten Straßen zu sehen. Viele der Gebäude beherbergen inzwischen Kindergärten, Grundschulen, Büros, Hotels, Restaurants und Cafés. Viele Leute nutzen das Viertel, um dem hektischen Alltag bei einem Spaziergang zu entfliehen. Hang Ying erklärt:

„Die Konzessionszeit ist für das chinesische Volk ein entwürdigender Abschnitt der jüngeren Vergangenheit. Aber für den Austausch von westlicher und chinesischer Kultur war Tianjin ein Treffpunkt beider Zivilisationen. In ihrer Modernisierung wurde die Stadt von den westlichen Industrienationen beeinflusst. Der Charakter ihrer Einwohner wurde in dieser Atmosphäre gebildet. Die Menschen hier sind offen, fröhlich, tolerant und nicht so voreingenommen wie an anderen Orten. Qualifiziertes Personal kann hier sein Talent in allen Bereichen zeigen. Ich glaube, das wurde von der einzigartigen Gesellschaftsform jener Zeit beeinflusst." (CRI)

Die Universität Nanjing verleiht Bundeskanzlerin Merkel die Ehrendoktorwürde

16.06.2016, Am Sonntag, dem 12.06.2016 wurde Bundeskanzlerin Merkel während ihres Besuchs in Beijing von der Universität Nanjing die Ehrendoktorwürde verliehen. Die Zeremonie fand auf dem Campus der Universität der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) statt. Das war eine wichtige Veranstaltung für den Austausch im Bereich Wissenschaft und Bildung im Rahmen ihres neunten Besuchs in China als Bundeskanzlerin. Präsident der CAS, Prof. Bai Chunli, sprach über die Tradition der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der CAS und den Forschungsinstitutionen in Deutschland sowie die zukünftige Entwicklungsrichtungen und Schwerpunkte der Zusammenarbeit unter neuen globalen Verhältnissen. Chinas Vize-Minister für Bildung, Prof. Hao Ping, äußerte bei der Zeremonie ebenfalls Grußworte und Gratulation an die Kanzlerin.

Präsident der Universität Nanjing, Prof. Chen Jun, verlas die Entscheidung zur Verleihung der Ehrendoktorwürde: „Als weltweit renommierte Politikerin und Sozialaktivistin wurde Frau Angela Merkel 2005 zur Bundeskanzlerin gewählt und bisher immer wiedergewählt. Mit hervorragender Courage und Weisheit hat sie beachtliche Beiträge zum Weltfrieden geleistet. Sie fördert ständig aktiv die strategische Partnerschaft zwischen Deutschland und China und die Intensivierung der gegenseitigen Zusammenarbeit. Sie legt viel Wert auf die deutsch-chinesische Kooperation im Bereich der Wissenschaft und Bildung sowie im Bereich des Jugendaustausches. Angesichts des Einsatzes und der Beiträge von Kanzlerin Merkel zur Förderung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und China hat sich der Bewertungsausschuss für Abschlüsse an der Universität Nanjing nach intensiver Beratung und der Einreichung des Antrags beim Komitee des Staatsrates für Akademische Abschlüsse entschieden, Kanzlerin Merkel die Ehrendoktorwürde der Universität Nanjing zu verleihen.“

Anschließend hielt Kanzlerin Merkel einen Vortrag vor dem Publikum, das auch 300 Studierende und Nachwuchswissenschaftler umfasste. Sie sprach über die Wichtigkeit der Freiheit für die Wissenschaft und Forschung, das transnationale Lernen zwischen jungen Leuten sowie die Bereitschaft von Deutschland, Chinas solider Partner zu sein. Nach dem Vortrag beantwortete sie die Fragen der Studierenden und Forschenden bezüglich ihrer Bildung, Forschung und Arbeit.

 

Der wissenschaftliche Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und China entwickeln sich mit einer guten Tendenz

 

Der Wissenschaftsaustausch zwischen Deutschland und China begann vor mehr als 100 Jahren. Der erste Kontakt entstand durch die wenigen Studenten aus China in Deutschland sowie durch die wenigen deutschen Wissenschaftler, die nach China kamen – vor dem ersten Weltkrieg wurden chinesische Schüler von der Regierung der Qing-Dynastie zur militärischen und Universitätsausbildung nach Deutschland entsandt. Seit der „Reform und Eröffnung“ in den 80er Jahren der Volksrepublik China, insbesondere seit dem neuen Jahrtausend, hat der Wissenschaftsaustausch schnell zugenommen. Mittlerweile bilden die Chinesen längst die größte Gruppe von ausländischen Studierenden an deutschen Hochschulen. Im Jahr 2015 befanden sich z.B. über 24.000 Auslandsstudierende aus China in Deutschland. Gleichzeitig kommen immer mehr deutsche Studierende und Wissenschaftler für Austausch und Zusammenarbeit an chinesische Universitäten.

Durch die Globalisierung ist der Austausch heute sehr umfangreich und nicht nur auf eine individuelle Ebene beschränkt. Immer mehr Hochschul- und Institutionskooperationen etablieren Rahmenbedingungen für vielfältige Programme und Projekte, die von beiden Ländern begrüßt und gefördert werden. Während in früheren Jahren diese Kooperationen einen gelegentlichen Austausch von Professoren oder den Besuch der deutschen Universitäten durch chinesische Studierende beinhalteten, zielen neuere Kooperationen verstärkt auf die gemeinsame Entwicklung von Lehrplänen bis hin zum Export ganzer Studiengänge nach China und auf gegenseitigen Austausch von Studierenden ab. Der deutsche Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) zählte bis 2011 insgesamt 552 Hochschulkooperationen mit China.

 

Musterbeispiel: die Universität Göttingen und die Universität Nanjing

 

Nimmt man den Göttinger Campus (die Universität Göttingen und die Forschungsinstitute in Göttingen) und die Universität Nanjing als Beispiel, sieht man die begeisternde Entwicklung des Wissenschaftsaustausches und der Bildungszusammenarbeit zwischen Deutschland und China. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Partneruniversitäten läuft bereits seit über 30 Jahren: von der Einrichtung des deutsch-chinesischen Masterstudiengangs mit einem Doppelabschluss in Rechtswissenschaften im Jahr 1984 bis zur Gründung des deutsch-chinesischen Forschungsinstituts für Wirtschaftsrecht im Jahr 1989, das für China und Deutschland viele hochqualifizierte Fachkräfte mit fundierten Kenntnissen der Gesetze beider Länder ausgebildet hat und in den Rechtswissenschaften beider Länder sehr anerkannt ist und positiv bewertet wird; von dem gemeinsamen Masterprogramm der Interkulturellen Germanistik bis zum deutsch-chinesischen Forschungsinstitut für soziale Netzwerke und Computer Science (das Sino-German Institut of social Computing) sowie dem gemeinsamen akademischen Konfuzius-Institut in Göttingen. Diese Entwicklung dürfte beiden Seiten die solide Zusammenarbeit verdeutlichen.

Präsidentin der Universität Göttingen Prof. Ulrike Beisiegel war als Ehrengast der deutschen Seite bei der Verleihungszeremonie ebenfalls anwesend, nicht nur weil die Universität Göttingen der größte deutsche Partner der Universität Nanjing ist, sondern auch aufgrund der langen Tradition und der neuen Strategie der Universität Göttingen, umfangreich und intensiv mit China zusammenarbeiten zu wollen. Während ihres Besuchs im Mai in China sprach sie im Interview mit Science and Technology Daily über ihre Hoffnung, dass die Zusammenarbeit mit der Universität Nanjing in Zukunft noch stärker wird und durch diese Zusammenarbeit noch mehr und vielfältigere Erfolge verzeichnet werden können.

 

Die Universitäten sollen noch offener und ihre Zusammenarbeit noch intensiver werden

 

Auf der Verleihungszeremonie am Sonntag äußerten Kanzlerin Merkel, Präsident Bai Chunli sowie Vize-Minister Hao Ping alle ausdrücklich ihre Hoffnung und ihren Willen für eine weitere Intensivierung des Wissenschaftsaustausches und der Bildungszusammenarbeit zwischen Deutschland und China. Kanzlerin Merkel betonte die Freiheit der Forschung und die Offenheit der Universitäten. Vize-Minister Hao sprach im Rahmen der Regierungskonsultationen über die langfristige Kooperation der Bildungsministerien beider Länder. Wie Präsident Bai Chunli bemerkte, sei die deutsch-chinesische Zusammenarbeit in der Wissenschaft und Bildung auf dem besten Wege in die Zukunft. (german.china.org.cn)

Palastruinen aus der Ming-Dynastie in der Verbotenen Stadt freigelegt

16.06.2016, Die Fundamente der Palastgebäude aus der frühen Ming-Dynastie (1368-1644) wurden in der Verbotenen Stadt in Beijing entdeckt, wie Beijing Times berichtete. Archäologen fanden die Überreste des Changxin-Tors des Cining-Palasts im Westen des Geländes. Die Ruinen, die sich in einem 2,50 Meter breiten und 5,40 Meter langen Schacht befinden, bestehen unter anderem aus Mauern, Pfahlköpfe sowie Lehm- und Ziegelschichten.

Dies war das erste Mal, dass Ming-Ruinen in solch großem Umfang in der Verbotenen Stadt gefunden wurden, auch wenn die genaue Größe der Mauerbasis unbekannt bleibt. Archäologen sind der Meinung, dass die Ruinen beim Studium der Geschichte Beijings und der Verbotenen Stadt sowie Chinas historischer architektonischer Technologie von Wert sind. (german.china.org.cn)

Qingdao: Chinas lebenswerteste Stadt

15.06.2016, Die Chinesische Akademie der Wissenschaften hat am Donnerstag einen Bericht über Chinas lebenswerteste Städte veröffentlicht. Unter den 40 chinesischen Städten sei die Küstenstadt Qingdao am lebenswertesten. Das Leben in Beijing sei dagegen am unangenehmsten.

Die Chinesische Akademie der Wissenschaften hat 40 chinesische Städte in den Bereichen städtische Sicherheit, öffentliche Dienstleistungen, Umwelt, soziales und kulturelles Umfeld, Verkehrssituation und umweltbedingte Gesundheitsgefahren verglichen. Die meisten Städte, vor allem die Provinzhauptstädte, mit einem fortgeschrittenen wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungsstand weisen einen durchschnittlichen Wert von 58,24 Punkten (von insgesamt 100 Punkten) auf.

Das Ergebnis dieser Forschung zeigt, dass Qingdao die lebenswerteste Stadt Chinas ist. Es folgen Kunming (Provinz Yunan), Sanya (Provinz Hainan), Dalian (Provinz Liaoning), Weihai (Provinz Shandong), Suzhou (Provinz Jiangsu), Zhuhai (Provinz Guangdong), Xiamen (Provinz Fujian), Shenzhen (Provinz Guangdong) und Chongqing.

Beijing ist wegen seiner starken Luftverschmutzung die am wenigsten lebenswerte Stadt in China. Andere Städte, die sich am unteren Ende der Rangliste befinden, sind Guangzhou (Provinz Guangdong), Harbin (Provinz Heilongjiang), Taiyuan (Provinz Shanxi) und Nanchang (Provinz Jiangxi).

Zhang Wenzhong, Hauptverfasser des Berichts und Forscher am Institut für geographische Wissenschaften und natürliche Ressourcen der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, erklärt, dass das Bewertungssystem absichtlich den Faktor Wohnungspreise ausgeschlossen habe, um mögliche Spekulationen von Immobilieninvestoren zu verhindern.

Die Befragten zeigten sich am meisten um die städtische Sicherheit, mögliche Gesundheitsrisiken durch die Umwelt und den öffentlichen Verkehr besorgt. Viele Befragten beschwerten sich über starke Luftverschmutzung und lange Staus, die ihre Lebensqualität beeinträchtigen.

Großstädte wie Beijing und Shanghai verfügen trotz schlechter Luft über insgesamt bessere öffentliche Dienstleistungen, höhere Sicherheit und bequemere Verkehrsverbindungen. (German.people.cn)

Deutsch lernen: Chinesische Schüler entwickeln Interesse an Land und Leuten

13.06.2016, Im Moment üben viele Kritik an Merkel wegen der zahlreichen Flüchtlinge in Deutschland. Aber ich finde, als ein starkes Land ist Deutschland in der Lage, viele Flüchtlinge aufzunehmen – Das kann auch ein gutes Image bilden!"

 

 „Merkel, sie ist freundlich. Die Freundschaft zwischen China und Deutschland ist sehr stark."

 

 „Merkel gab mir dieses Gefühl – sehr stilvoll und sehr sanft."

 

 „Merkel zeigt Mut und Weisheit bei der Behandlung des Flüchtlingsproblems."

 

Warum schenken diese Schüler der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel so viel Aufmerksamkeit und sorgen sich um die Geschehnisse in Deutschland? Die Antwort ist einleuchtend: Sie lernen Deutsch!

 

Neueste Statistiken belegen, dass die Zahl der Deutschlernenden in China stetig anwächst. Allein im Hochschulbereich stiegen die Zahlen seit der letzten Deutschlernerhebung im Jahr 2010 um ein Sechstel. So lernen heute in China insgesamt 45.000 Studenten Deutsch, darunter rund 22.000 im Hauptfach.

 

Dong Yiqun, Schülerin der Zweiten Caoyang Hochschule in Shanghai, lernt erst seit zwei Jahren Deutsch als zweite Fremdsprache.

 

„Pro Woche haben wir zehn Stunden Deutschunterricht. Er macht uns sehr viel Spaß, weil wir im Unterricht auch Kuchen backen, singen und spielen. Wenngleich die deutsche Sprache sehr mühsam zu erlernen ist, haben wir viel Freude am Lernen."

 

Hintergründe und Ursachen für das in China stetig ansteigende Interesse am Erlernen der deutschen Sprache sind vielfältig. Eine wichtige Rolle bei der Entscheidung, Deutsch zu lernen, spielt der Wunsch, einmal an einer deutschen Hochschule zu studieren.

 

Zhou Yutong von der der Wuhan University unterstellten Mittelschule betont, das Erlernen der deutschen Sprache habe in ihrem Leben eine große Veränderung hervorgerufen.

 

„Zu Beginn lernte ich Deutsch, weil ich der Auffassung war, dass Deutschland ein wichtiges Land ist. Nach der Anfangsphase lernte ich die Sprache selbst sehr zu schätzen und meine Sprachkenntnisse verbesserten sich kontinuierlich. Ein großer Wunsch ist, später an einer Universität in Deutschland studieren zu können."

 

Aber auch die Bedeutung von Deutsch als Wirtschaftssprache und die Chancen, die die deutsch-chinesische Wirtschaft bietet, motivieren junge Chinesinnen und Chinesen, Deutsch zu lernen.

 

Immer mehr chinesische Universitäten richten Fachbereiche für Germanistik ein: Während es 2009 weniger als 60 Hochschulen mit Studiengang Germanistik gab, so sind es im Jahr 2014 bereits 102 Hochschulen in ganz China mit Germanistik als Hauptfach.

 

Neben den Universitäten gibt es auch immer mehr chinesische Mittelschulen, die Deutsch als Lernsprache anbieten. Der Direktor der 67. Mittelschule von Beijing, Wang Jun, beteiligt sich aktiv an der Förderung des Deutschunterrichts an seiner Schule.

 

„Die gewissenhafte Haltung zur Arbeit und der Forschungsgeist der Deutschen inspiriert unsere Schüler zum Lernen der Sprache. Ich hoffe, die Schüler können durch den Austausch in den Bereichen Kunst, Sport und Gesellschaft diese herausragenden Charaktereigenschaften und Kulturaspekte kennenlernen."

 

Im Zusammenhang mit einem Wettbewerb des Goethe-Instituts für Deutschlernende in China zitierte Catrin Czyganowski, die stellvertretende Leiterin des Kulturreferats der deutschen Botschaft in China, einen Spruch des großen Dichters Goethe: „Alles auf der Welt kommt auf einen gescheiten Einfall und auf einen festen Entschluss an."

 

„Ein großes Ziel für einen Aufenthalt in Deutschland ist das Verständnis Deutschlands, unserer Gesellschaft, der Kultur und der Tradition. Wer weiß, vielleicht bietet dies auch die Grundlage für eine mögliche zukünftige Tätigkeit in deutsch-chinesischen Beziehungen: Zum Beispiel in einem Unternehmen, in der Wissenschaft oder in der Diplomatie. Ich möchte Sie ermutigen, diesen Weg engagiert weiterzugehen. Denn ich bin überzeugt, dass wir heute mehr denn je Menschen brauchen, die ein Verständnis der anderen Kultur entwickeln, die Brücken bauen und die als Mittler handeln können. Für die Partnerschaft zwischen Deutschland und China ist das ein sehr wertvolles Fundament."

 Palastmuseum ausgestellt. (german.cri.cn)

Chinesische Megastädte setzen Obergrenze für Einwohnerzahl fest

09.06.2016, Um gegen verschiedene sogenannte „Stadtkrankheiten" wie Luftverschmutzung und massive Verkehrsstaus zu kämpfen, wollen immer mehr chinesische Megastädte die Größe der Stadt kontrollieren. So haben die Städte Beijing, Shanghai, Guangzhou und Shenzhen beispielsweise in ihren Entwicklungsplänen für die kommenden fünf Jahre eine jeweilige Obergrenze für die Bevölkerungszahl festgesetzt.

Damit die unterschiedlichen Ressourcen wie Wasser und Boden für die Einwohner ausreichen, darf die Bevölkerungszahl der chinesischen Hauptstadt 23 Millionen nicht übersteigen, hieß es im Stadtentwicklungsplan für Beijing. Für Shanghai, Guangzhou und Shenzhen haben die Lokalregierungen jeweils eine Grenze von 25 Millionen, 15,5 Millionen und 14,8 Millionen veranschlagt.

Derzeit leben in der chinesischen Hauptstadt nahezu 22 Millionen ständige Einwohner, in der Wirtschaftsmetropole Shanghai sogar über 24 Millionen. Einen Expansionsraum gibt es also für die beiden Städte bis 2020 nur noch von etwa 1,3 Millionen und weniger als 850.000 Menschen.

Eine harte Obergrenze für die Bevölkerungszahl festzulegen sei ein notwendiger Schritt zur Lösung zahlreicher Probleme, die die Megastädte an einer gesunden Entwicklung hindern, sagte Li Zuojun, Vize-Leiter des Forschungsinstituts für Ressourcen- und Umweltpolitik beim chinesischen Staatsrat. In dem Bestreben, die Bevölkerungszahl zu kontrollieren, liegt der Schwerpunkt laut Li vor allem in den Bereichen der Stadtfunktionen, der Industrieverlagerung und der Beschäftigung.

Wirtschaftsexperte Cao Heping von der Peking-Universität hält eine gleichberechtige Entwicklung von großen und mittleren sowie kleinen Städten für entscheidend. Die aktuelle Stadtentwicklungspolitik sei eher auf große Städte ausgelegt, erklärte Cao. Um große Städte vom Bevölkerungsdruck zu entlasten, sollte die Anziehungskraft der mittleren und kleinen Städte erhöht werden, indem sie bei der Verteilung von sozialen Ressourcen mehr Vergünstigungen bekommen. (CRI)

Drachenbootfest in China

09.06.2016, In ganz China wird am 9. Juni das traditionelle Duanwu gefeiert, das Drachenbootfest.

Über die Ursprünge dieses Feiertages gibt es verschiedene Interpretationen. Die populärste ist das Andenken an den Beamten Qu Yuan aus der Frühlings- und Herbstperiode bzw. der Zeit der Streitenden Reiche. Qu schrieb mehrere Gedichte und setzte sich für die Verteidigung gegen das Reich Qin ein. Nachdem seine Heimat von Feinden eingenommen war beging er Selbstmord in einem Fluss. Damit sein Leichnam nicht von Fischen aufgefressen wurde, warfen seine Unterstützer angeblich Zongzi ins Wasser. Zongzi sind in Bananenblättern gedämpfte Reisklößchen.

Neben der Veranstaltung von Drachenbootrennen werden an Duanwu auch heute noch Zongzi gegessen. (CRI)

Dorfbewohner in Guangzhou bereiten sich auf Drachenbootfest vor

(09.06.2016, german.china.org.cn)

Chinesische Muslime begehen den Ramadan

08.06.2016 China ist Heimat von rund 20 Millionen Muslimen, die seit dem 6. Juni im ganzen Land den Fastenmonat Ramadan begehen. Zu diesem Anlass besuchten Parteifunktionäre eine bedeutende islamische Bildungsstätte in Xinjiang und richteten Grußworte an die Gläubigen.

Millionen Muslime in ganz China begingen am Montag den ersten Tag des Fastenmonats Ramadan, welcher noch bis zum 6. Juli andauert. Während dieser Zeit der spirituellen Reflektion fasten gläubige Muslime von Tagesanbruch bis Sonnenuntergang.

In China begehen unter anderem Volksangehörige der Hui, Uiguren, Kasachen, Usbeken, Tadschiken und Kirgisen den Ramadan. Allein das Uigurische Autonome Gebiet Xinjiang im Nordwesten Chinas ist Heimat von 13 Millionen Muslimen und besitzt rund 24.000 Moscheen.

Führende Regierungsvertreter der Lokalverwaltung besuchten am Sonntag Lehrer und Studenten des Islamischen Instituts Xinjiang, einer islamischen Bildungsstätte für die Ausbildung von Imamen und Religionslehrern. Zhang Chunxian, Sekretär des Regionalkomitees der Kommunistischen Partei Chinas richtete zu diesem Anlass einige Grußworte an Muslime unterschiedlicher ethnischer Zugehörigkeiten.

In China leben rund 20 Millionen Muslime. Der Fastenmonat Ramadan wird daher auch außerhalb Xinjiangs in anderen Autonomen Gebieten, Provinzen und Städten begangen wie Gansu, Ningxia und Beijing.

Xiao Yuchun vom Büro für religiöse Angelegenheiten der Provinz Gansu erklärt, dass die Freiheit zum Fasten in vollem Umfang gewährleistet sei und Zhang Heng, ein Imam in der Stadt Lanzhou, Hauptstadt der Provinz Gansu, sagt: „Muslime hier fasten und nehmen an religiösen Veranstaltungen teil – wie sonst auch.“ (German.people.cn)

Jiangxi – die letzte Heimat der Saurier?

07.06.2016, Im Mai wurden zwölf versteinerte Sauriereier im Dorf Youjia im Kreis Shanggao in der ostchinesischen Provinz Jiangxi entdeckt. Die Provinz ist bekannt für Dinosaurierfunde: Bereits eine Woche vor den Eiern wurden vermeintliche Fußabdrücke von Sauriern im Dorf Xinjian nahe der Stadt Ruijin entdeckt. Im vergangenen April waren es ein fossiler Dinosaurierknochen und sechs fossile Dinosauriereier, die im Dorf Longlingxinwu bei Nankang ausgegraben wurden.

Früher seien fossile Dinosaurierknochen und Dinosauriereiern ausschließlich in Jiangxi entdeckt worden, sagt Lü Junchang, Forscher am Institut der chinesischen Akademie der Geowissenschaften. Die Entdeckung von Dinosaurierfußabdrücken sei nun zum ersten Mal in Jiangxi nachgewiesen. Dieses Wissen sei von großer Bedeutung für die Forschung über die Umwelt und Gewohnheiten von Sauriern.

In der Kreidezeit hatte Jiangxi ein warmes und feuchtes Klima. Die milden Temperaturen, große Niederschläge und die hohe Anzahl von Sümpfen waren geeignet für Dinosaurier. Ein Experte aus dem Museum der Provinz Jiangxi sagte, im Kanal der Jiulianshan-Naturschutzzone und im Kreis Suichuan in Jiangxi seien Becherfarne entdeckt worden. Sie gelten als eines der wichtigsten Lebensmittel von pflanzenfressenden Sauriern. Die Entdeckung von Becherfarnen in Jiangxi sei damit auch Beweis, dass diese Zone in der Kreidezeit geeignet für Dinosaurier gewesen sei.

Die Kreidezeit begann vor rund 135 Millionen Jahren und endete vor etwa 65 Millionen Jahren. Sie ist damit die letzte der drei Perioden, in der Saurier lebten. Mit dem Ende dieser Ära starben die Vorfahren der Vögel aus. Die entdeckten Fossilien von Dinosaurierknochen und -Eiern gehörten zur späten Kreidezeit. Experten meinen, Jiangxi könnte somit die letzte Heimat von Dinosauriern gewesen sein. (CRI)

Mahjong-Spiele helfen Schülern beim Englischlernen in Chengdu

 

 

 

 

03.06.2016, Tian Jingyun, Rektor der Jitou Mittelschule in Chengdu in der Provinz Sichuan im Südwesten Chinas, erfand ein spezielles Mahjong-Spiel, um Schülern beim Englischlernen zu helfen. In diesem Mahjong-Spiel steht jeder Ziegel für einen englischen Buchstaben, und die Anzahl der Ziegel unterscheidet sich je nach der Häufigkeit eines Buchstaben in einem Text. Zum Beispiel gibt es acht Ziegel für den Buchstaben "i", und nur zwei für den Buchstaben "b" in einem Set von Mahjong. Die Spieler müssen die Steine ziehen und abwerfen, um Wörter zu buchstabieren. Je mehr Wörter man buchstabiert, desto höher die Punktezahl. Derjenige, der die höchste Punktzahl bekommt, muss einen Satz formulieren und eine Geschichte mit diesen Worten erzählen, um das Spiel zu beenden. (german.china.org.cn)

Beijinger Schulkinder sollen ihren Dialekt lernen

02.06.2016, Plaudern wie ein Beijinger - das können nur noch wenige Kinder in Chinas Hauptstadt. Der typische Beijing-Dialekt stirbt aus. Die Stadtregierung will jetzt auf Nachhilfe-Unterricht setzen.

Die Beijinger Stadtregierung plant Schulkurse, um den lokalen Dialekt der Hauptstadt zu bewahren. Das chinesische Bildungsministerium (MOE) hat am Dienstag seinen ersten Untersuchungsbericht über den Dialekt der Hauptstadt veröffentlicht. Dieser "Beijing Language Status Report" zeigt, dass viele Worte und Redewendungen, die früher von vielen Ur-Beijingern gebraucht wurden, inzwischen verloren gegangen sind. Um den Niedergang des Beijing-Dialekts aufzuhalten, werden Kinder ihn nun in der Schule lernen und andere kulturelle Aktivitäten im Unterricht haben. Das gab He Hongzhi, der Direktor des Beijinger Sprachen-Komitees, am Dienstag bekannt.

"Viele Jugendliche können nicht den Beijing-Dialekt sprechen, obwohl sie hier aufgewachsen sind", erklärte er der Beijing Youth Daily. "Das liegt an der Verstädterung und an der Globalisierung, sie haben viele Zuzügler in die Stadt gebracht."

Ein Chinesischlehrer aus der Zweiten angeschlossenen Mittelschule der Peking-Universität äußerte sich ebenfalls besorgt über den Verlust des Beijing-Dialekts. Er sagte der Beijing Daily, wenn er den Beijing-Slang "zhen ju qi" ("geradeaus und ehrlich") benutzt, schauen ihn die Schüler nur verständnislos an.

Das Beijinger Sprachen-Komitee hat im Juli 2014 eine Audiodatenbank eingeführt, um den typischen Beijinger-Dialekt aufzuzeichnen. Es ist die zweite Audiodatenbank einer Provinz. Zuvor hat die Jiangsu-Provinz eine Datenbank mit ihrem Dialekt angelegt.

Chinas erstes digitales Sprach- und Kulturmuseum wird Ende des Jahres online gehen. Auf der Website werden noch mehr Informationen zur Sprache in Form von Bildern, Stimmen und 3D-Filmen bereitstehen. (German.china.org.cn)

Pressekonferenz des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen in Beijing

01.06.2016, Am gestrigen Dienstag wurde in der chinesischen Hauptstadt Beijing eine Pressekonferenz über die Digitalisierung und Industrie 4.0, den Innovationsplan des Bundeslandes sowie die Investitionschancen in Nordrhein-Westfalen abgehalten. Der Staatssekretär im für Wirtschaft zuständigen Ministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Günther Horzetzky und die Geschäftsführerin von NRW.INVEST Petra Wassner haben an der Pressekonferenz teilgenommen. Zudem waren Vertreter über 30 chinesischer Mainstream-Medien anwesend. Dr. Günther Horzetzky und Petra Wassner haben jeweils eine kurze Rede gehalten und anschließend die Fragen der chinesischen Medienvertreter beantwortet. (german.people.cn)

„Made in China 2025“ und „Industrie 4.0“: Entwicklungschancen für China und Deutschland

01.06.2016, Die deutsche Industrie steht vor dem Digitalen Wandel und sucht im Zuge dessen die Kooperation mit China. Es gilt technische Standards zu vereinheitlichen und Fragen des Datenschutzes zu klären, so Günther Horzetzky, Staatssekretär im für Wirtschaft zuständigen Ministerium des Landes Nordrhein-Westfalen im Interview mit People's Daily Online.

1. Warum entwickelte man den Plan „Industrie 4.0“? Gibt es klare Teilziele?

Deutschlands Industrie, insbesondere der Maschinenbau, ist weltweit führend. Deutschland ist nicht nur eine der wichtigsten Industrienationen der Welt, sondern Deutschland baut die Produktionsmaschinen für Industrie und Mittelstand entlang der gesamten Produktionskette. Um die deutsche Industrie nun auf den Digitalen Wandel vorzubereiten, ihn weltweit auch in der Produktion möglich zu machen, hat die Bundesregierung im Bundeskabinett am 20. August 2014 einen wichtigen Baustein der Wirtschafts- und Innovationspolitik beschlossen. Der Begriff „Industrie 4.0“ steht für die intelligente Vernetzung von Produktentwicklung, Produktion, Logistik und Kunden. In dieser Vernetzung werden Material und Vorprodukte, Fertigungsmaschinen und Endprodukte digital verknüpft und in einer virtuellen Welt abgebildet. Dafür werden unter anderem sichere Kommunikationswege über das Internet und gemeinsame Standards benötigt. Das Ziel ist: eine hochflexible Produktion mit selbstkommunizierenden Maschinen, die flexibel Einzelfertigungen ermöglichen.

Hieran arbeitet die Bundesregierung mit den Bundesländern, Partnern aus Forschung, IT und Industrie aus dem In- und Ausland. Für Nordrhein-Westfalen (NRW) ist diese Entwicklung von besonderer Bedeutung, denn NRW ist das industrielle Herzstück Deutschlands. Wir sind das stärkste Industrieland – und wollen es bleiben. Seit Jahren fließen Millionen an Fördergeldern aus EU, Bund und Land in diese Entwicklung. Hierbei sind erste „Smart Factories“ wie in Aachen und Lemgo entstanden. Außerdem wird in NRW derzeit intensiv an dem dafür notwendigen „Betriebssystem“ geforscht. Am European Center for Ubiquitous Technologies and Smart Cities (UBICITEC) der Universität Duisburg-Essen arbeiten Wissenschaftler und Ingenieure an internationalen Standards.

2. Wie kann Deutschland im Zuge der Vierten Industriellen Revolution mit China kooperieren?

Schon heute sind China und Deutschland eng über die unterschiedlichsten Produktions- und Logistikketten verbunden. Daher ist es von großer Bedeutung, dass wir gemeinsam diesen Quantensprung in der Entwicklung gehen.

Wir sehen wirtschaftspolitisch wichtige Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt: So bedarf es einheitlicher technischer Standards. Keine globale Kommunikation über Netze und intelligente Systeme kann funktionieren, wenn in Korea und den USA andere Maschinensprachen verwendet werden als beispielsweise in Deutschland und China.

Außerdem geht es darum, Fragen des Datenschutzes und der Copyrights zu klären, um einen offenen Datenfluss entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu ermöglichen. Es wäre wünschenswert, wenn Partner aus Industrie, IT, Logistik und der Finanzwelt, aus China und Deutschland an ersten Pilotprojekten gemeinsam arbeiten.

3. Wie kann „Made in China 2025“ mit der Industrie 4.0 mithalten?

„Made in China 2025“ und „Industrie 4.0“ sind keine konkurrierenden Strategien von Deutschland und China. Sie bewerten nicht den Status quo beider Volkswirtschaften. Es geht vielmehr um die Gestaltung der Zukunft der Industrie in beiden Ländern mit Fokus auf dem Digitalen Wandel.

Es ist ein gemeinschaftliches Projekt mit unterschiedlichen Bezeichnungen, aber mit denselben Zielen. Deutschland ist eine starke Industrienation. China ist eine große Industrienation. Es führt kein Weg an einer bilateralen Zusammenarbeit vorbei. China und Deutschland können zum Beispiel gemeinsam Industrienormen der nächsten Generation durchsetzen. Das politische Vertrauen im Rahmen der umfassenden strategischen Zusammenarbeit und die enge Verflechtung der Wirtschaft sind die besten Voraussetzungen und Grundlage dafür.

NRW ist ein starkes Industrieland. Nirgendwo in Europa findet man in so einem geballten Raum eine so starke Industriepräsenz. Die Lehre aus der weltweiten Finanzkrise 2008/09 zeigt uns, dass nur eine starke Industriepräsenz eine Volkswirtschaft durch die Höhen und Tiefen des Konjunkturzyklus führen kann. Im Gegensatz zu anderen Wirtschaftsstandorten wie Frankreich, England oder Italien oder aber auch zu anderen Bundesländern in Deutschland beherrscht NRW die Industrie. Nur mit Industrie kann man Industrie 4.0 gestalten.

Folglich bieten „Made in China 2025“ und „Industrie 4.0“ die besten Voraussetzungen, dass NRW und China stärker auf diesem Gebiet kooperieren.

4. Wie verhält sich das „Internet der Dinge“ zum Datenschutz?

Beim Thema „Industrie 4.0“ und dem „Internet der Dinge“ wird der Datenschutz immer wieder als wichtiger Faktor aufgeführt. Unternehmen befürchten die Hoheit über ihre Daten zu verlieren und wichtige Betriebsgeheimnisse Konkurrenten offenlegen zu müssen. Dies sind ernst zu nehmende Einwände. Mit dem Horst-Görtz-Institut für IT-Sicherheit an der Ruhr-Universität Bochum haben wir in NRW eine der führenden Einrichtungen auf dem Gebiet der IT-Sicherheit in Europa. Dort wird mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und einem starken internationalen Netzwerk von Partnern aus Industrie und Wissenschaft an einem Technologietransfer gearbeitet und geforscht. Oder ein praktisches Beispiel:

Im Rahmen des ostwestfälischen Technologie-Netzwerks „it´s OWL“ arbeiten 180 Firmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und weitere Organisationen seit einigen Jahren an Lösungen für genau diese Fragestellung. IT-Sicherheit wird ein Schlüssel zum Erfolg von Industrie 4.0 sein. In NRW beschäftigen sich seit einigen Jahren mehrere Player intensiv mit dem Thema Cyber Physical Security. Eine sichere Datenwelt und klare Regeln mit dem Umgang der Daten sind eine zwingende Voraussetzung, um das „Internet der Dinge“ möglich zu machen.

Diese Voraussetzung gilt insbesondere auf internationaler Ebene. Die Aufgabe muss es sein, eine sichere Datenwelt mit klaren Regeln für die neuen digitalen Technologien aufzubauen. Dabei müssen dann auch Themen wie „Copyright-Schutz und E-Spionage“ offen diskutiert und gelöst werden. Kein Unternehmen wird seine Betriebsgeheimnisse, seine Innovationen in eine unsichere, ausspähbare Datenwelt einspeisen. Globale Datensicherheit bleibt der Schlüssel für die Verwirklichung von Industrie 4.0.

5. Inwiefern ist die Industrie 4.0 Werbung für die deutsche Industrie im Ausland?

Als der Begriff und das Thema „Industrie 4.0“ vor über fünf Jahren auf der Hannover Messe 2011 öffentlich diskutiert wurde, bewertete die internationale Öffentlichkeit diese deutsche Initiative zum Teil als neue Werbeplattform für die deutsche Industrie – als Marketing ohne grundsätzliche Substanz. Dank einer breiten Förderung von Bund und Ländern in Forschung und Entwicklung sind inzwischen jedoch Innovationen, neue Abläufe und Prozesse entstanden, die die deutsche Industrie näher an diese Zukunftsvision heranführen. Und die Industrie investiert. Das internationale Beratungsunternehmen PwC geht beispielsweise davon aus, dass die deutsche Industrie bis 2020 allein 40 Milliarden Euro in die Industrie 4.0 investieren wird. Davon versprechen sich die Unternehmen Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen, aber auch qualitative Vorteile wie mehr Flexibilität und die Möglichkeit, auf individuelle Kundenwünsche einzugehen. Sie sehen also, Industrie 4.0 ist auf dem Weg Realität zu werden. Und das ist natürlich die beste Werbung für die deutsche Industrie. (german.people.com.cn)

Die boomenden Themenparks in China

31.05.2016, Das Disneyland Shanghai, der Beijing Universal Theme Park, der Zhejiang Hello Kitty Park, das Dalian Discoveryland Kingdom—die Liste zeigt, dass Themenparks in China zu einem wichtigen Geschäft geworden sind.

Die chinesische Wanda Gruppe plant, seine elfte „Kulturelle Tourismusstadt“ in der Stadt Guilin in dem südchinesischen Autonomen Gebiet Guangxi zu gründen. Die Carnival Gruppe plant nun auch, in den chinesischen Städten ersten und zweiten Ranges bis zum Jahr 2020 dutzende Themenparks einzurichten. Die Haichang Gruppe wird ebenfalls in den kommenden fünf Jahren vier Themenparks bauen.

Im Jahr 2015 wurden 21 Themenparks in China eröffnet und weitere 20 befinden sich noch im Bau.

Die Analysefirma Aecom mit Hauptsitz in den USA prognostiziert, dass China bis zum Jahr 2020 die USA als größten Markt für Themenparks ablösen und die Besucherzahl 221 Millionen erreichen wird, doppelt so viel wie noch im Jahr 2015.

Die Popularität der Themenparks sei teilweise auf das langsamere Wirtschaftswachstum und die Schwächung der chinesischen Währung zurückzuführen, meinte Su Lishan, Analyst bei China Securities. Immer mehr Personen entschieden sich für Inlandsurlaube, statt ins Ausland zu reisen.

Meng Cai, Vorstandsmitglied der Carnival Gruppe, sagte, dass moderne Vergügungszentren für Familienbesuche in vielen Städten immer noch knapp seien. Das Potenzial für Vergnügungsparks sei in China riesig.

Aber die Aussichten sind unklar. 70 Prozent der Themenparks in China leiden unter wirtschaftlichen Verlusten. Nur 10 Prozent können Profite verzeichnen, heißt es in einem Bericht des Qianzhan Forschungsinstituts in Beijing. (german.china.org.cn)

Die Rolle der asiatischen Medien für die Konfliktentschärfung

31.05.2016, Das jährliche zweitägige Treffen des Asia News Network findet diese Woche in Beijing statt. Zu dieser Gelegenheit haben sich zahlreiche Medienvertreter eingefunden, um über die Situation der Medien in Asien und die Vertiefung der Kooperation zu diskutieren.

Führenden Medienvertretern zufolge könnten geopolitische Spannungen in Asien entschärft oder durch erhöhten Informationsaustausch zwischen den Medienanstalten teilweise verhindert werden. Zudem könnte auf diese Weise ein besseres Verständnis für die unterschiedlichen Standpunkte der Länder geschaffen werden.

Dies war die vorherrschende Meinung unter 30 Redakteuren asiatischer Medien, die sich am Montag in Beijing für das jährliche zweitägige Treffen des Asia News Network (ANN) versammelt haben. Das Treffen fällt auch auf das 35. Firmenjubiläum der China Daily, welches am Mittwoch begangen wird. Die ANN-Mitglieder setzen sich mehrheitlich aus englischsprachigen Medien zusammen.

Die zweitägige ANN-Konferenz umfasst Diskussionen über die Situation der Medien in Asien, einen Rückblick auf die Erfolge des Vorjahres und Gespräche über eine mögliche Expansion der Organisation. Am heutigen Dienstag findet eine Diskussion mit Jin Liqun, dem Präsidenten der Asiatischen Infrastrukturinvestmentbank, statt.

Zhu Ling, Herausgeber und Chef-Redakteur der China Daily, drückte auf der Konferenz seine Wertschätzung darüber aus, dass zwischen den führenden asiatischen Medien in den letzten Jahren ein Geist des Miteinanders und des Teilens aufgekommen sei. „Lasst uns noch mehr machen“, forderte Zhu, der von 2015 bis 2016 auch als ANN-Vorsitzender fungiert, bei der Eröffnungszeremonie.

Warren Fernandez, Redakteur der Singapurer „The Straits Times“, bemerkte, dass geopolitische Angelegenheiten stets die Aufmerksamkeit der Medien auf sich ziehen. „Ich denke, dass es für uns das Wichtigste sein sollte, darüber zu schreiben. Indem wir erklären, was vor sich geht, können wir Menschen helfen, den Standpunkt eines Landes zu einer Angelegenheit zu verstehen.“

Ravindra Kumar, Redakteur der indischen Tageszeitung „The Statesman“, merkte an, dass den ANN-Mitgliedsstaaten die Standpunkte der Gegenseite vorgestellt werden könnten, sobald geopolitische und politische Belange Probleme aufkämen, „Die Rolle von ANN könnte es sein, den Lesern die Ansichten des anderen Landes zu zeigen.“

Suthichai Yoon, Hauptberater der thailändischen Nation Multimedia Group, sagte, „mit einem offenen und ehrlichen Meinungsaustausch und der Analyse aller Aspekte erhält man ein umfassenderes Verständnis. Und hoffentlich können dadurch auch Spannungen verhindert werden.“ (german.people.com.cn)

Hongkong hat die längste Arbeitswoche

31.05.2016, Im Durchschnitt arbeiten Menschen in Asien länger als Menschen in Europa, während zugleich der bezahlte Jahresurlaub kürzer ausfällt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Schweizer UBS, die Arbeitnehmer in insgesamt 71 Städten befragt hat.

Einer Umfrage der Schweizer Großbank UBS zufolge hat Hongkong mit einer durchschnittlichen Arbeitszeit von 50 Stunden die längste Arbeitswoche der Welt. Insgesamt wurden Arbeitnehmer aus 15 Wirtschaftsfeldern in 71 Städten weltweit befragt, mit dem Ergebnis, dass Menschen in Asien länger arbeiten als Menschen in Europa.

Hongkong steht unter allen Städten ganz oben auf der Liste mit 50,11 Wochenarbeitsstunden. Taipeh kommt auf einen Durchschnitt von 41 Stunden, Tokio auf 39,5 Stunden und Beijing auf 37,42 Stunden.

Von allen 71 Städten genießt man in Paris die kürzeste Arbeitswoche mit nur 30,84 Stunden. Darauf folgt Lyon mit 31,36 Stunden. Um Menschen daran zu hindern, Arbeit mit nach Hause zu nehmen, wird in Frankreich derzeit darüber beraten, ob es nicht gesetzlich vorgeschrieben werden sollte, dass Arbeits-E-Mails nicht am Abend oder am Wochenende verschickt werden dürfen.

Die Umfrage untersuchte auch den bezahlten Jahresurlaub und befand, dass man davon in Hongkong lediglich 17,2 Tage jährlich bekommt. Der internationale Durchschnitt liegt hingegen bei 23 Tagen. (german.people.com.cn)

„Story Drive“ in Beijing

30.05.2016, Die fünftägige internationale Konferenz „StoryDrive“ der Frankfurter Buchmesse wurde am Samstag im Rahmen der China Beijing International Fair for Trade in Services (CIFTIS) in Beijing eröffnet.

Vorträge, Expertengespräche und Trainings zum Motto „New regions, New inspirations“ bringen führende Persönlichkeiten aus Verlag, Film, Fernsehen und Spiel zusammen.

Die Konferenz gilt als internationales Trend- und Zukunftsforum für die Medien- und Entertainmentindustrie. Vertreter aus der Verlags-, Film-, TV- und Games-Branche treffen sich seit 2010 auf dem globalen Marktplatz für Geschichten aus allen Mediensparten.

Der Geschäftsführer der Frankfurter Buchmesse Juergen Boos sagte, dass die europäische Kreativindustrie mit China und anderen asiatischen Ländern zusammenarbeiten solle. Asien könne einen großen Absatzmarkt und neue Ideen sowie Perspektiven bieten. (CRI)

Segeln auf dem Menschenmeer: Stapellauf des „Nummer-Eins-Drachenboots der Miao“

30.05.2016, Am 28. Mai haben 1650 starke Männer – jeder mit einem roten Stoff um die Stirn – ein gigantisches Drachenboot durch die Straßen der Stadt Shibing in der südwestchinesischen Provinz Guizhou getragen. Das Boot mit einer Länge von 77,8 Metern und einer Breite von 2,5 Metern wird als das „Nummer Eins Drachenboot der Miao-Nationalität“ bezeichnet. Für das kommende Drachenbootfest am 9. Juni bereiteten die Miao-Leute ein Ritual des Stapellaufs für das gigantische Boot vor.

Dieses Drachenboot wurde von Master Zhang Xianwen, dem Erbe der Manufaktur des Miao-Drachenboots gebaut und die in die nationale Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Der Hauptkörper des Drachenboots misst 67,8 Meter und der Kopf sowie der Schwanz des Drachens sind jeweils fünf Meter lang. (german.china.org.cn)

Chinas Erziehungsministerium will Deutschunterricht in Schulen fördern

27.05.2016, Am vergangenen Dienstag fand in Beijing die Jahreskonferenz der PASCH-Initiative im Rahmen des Deutsch-Chinesischen Jahres für Schüler- und Jugendaustausch statt. Teilnehmer der Veranstaltung, die das chinesische Erziehungsministerium organisierte, waren Akteure aus Deutschland, wie etwa die deutsche Botschaft in China, das Goethe-Institut und die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), die Vertreter der chinesischen Partnerschulen, an denen Deutsch einen besonders hohen Stellenwert hat, sowie die Funktionäre der chinesischen Erziehungsbehörde unterschiedlicher Ebenen.

 

Bislang verbuchte das Programm in der Volksrepublik beeindruckende Erfolge.130 chinesische Schulen aus 22 Gebieten auf Provinzebene hätten sich in den vergangenen sechs Jahren der PASCH-Initiative angeschlossen, sagte Yu Jihai, Vizeleiter der Internationalen Abteilung des Ministeriums, in seiner Ansprache. „Sowohl die deutsche als auch die chinesische Seite sind sich einig, dass die PASCH-Initiative einen positiven Beitrag dazu geleistet hat, das Verständnis der chinesischen Schüler gegenüber Deutschland zu fördern und die freundschaftliche Partnerschaft zwischen China und Deutschland zukunftsorientiert auszubauen“, so Yu über die Bedeutung des Programms.

 

Des Weiteren bekräftigte Yu, das System und der Mechanismus der Programmverwaltung sollten reguliert und der Entwicklungsplan der Programms ebenfalls angeglichen werden. Die lokalen Regierungen sowie teilnehmende PASCH-Schulen sollten zudem über die Überlegungen des Erziehungsministeriums genau in Kenntnis gesetzt werden. Die unterschiedlichen Provinzen sollten untereinander ihre Erfahrungen austauschen, sagte der Beamte des Erziehungsministeriums über das Ziel der Jahreskonferenz.

 

Enrico Brandt, Leiter der Kulturabteilung der deutschen Botschaft in China, sagte, bei der Förderung der deutschen Sprache im Ausland spiele die PASCH-Initiative eine zentrale Rolle. Derzeit existiere ein globales Netzwerk von PASCH-Schulen, das auf über 1800 Schulen angewachsen sei. Diese Initiative eröffne den Schülern auch den Weg zu einem Studium in Deutschland und anschließend zu einer beruflichen Karriere mit Bezug zu Deutschland. Die positive Entwicklung des Programms in China soll dazu beitragen, die Partnerschaft zwischen den beiden Ländern nachhaltig zu gestalten, so der Diplomat.

 

In den Beiträgen der deutschen Vertreter, Goethe-Institut Chinas, ZfA sowie DAAD, wird die Aussage von Brandt mit zahlreichen Beispielen untermauert. Die Zahl der erfolgreichen Teilnehmer der DSD-Prüfungen (DSD: Deutsches Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz) nehme ständig zu. Dieses ermögliche den chinesischen Schülern einen schnelleren Zugang zum Studium oder Studienkolleg in Deutschland. Begleitet sei das Programm außerdem von zahlreichen Ausbildungsprogrammen für Lehrer, Stipendien und Austauschprogrammen für Schüler sowie einer Reihe von Veranstaltungen, wie der deutschen Olympiade, dem Kreativ- sowie Debattierwettbewerb und viele mehr, die unter den Deutsch-Lernenden in China bereits hohes Ansehen gewonnen haben. Das chinesische Ministerium erklärte sich daraufhin bereit, an der Planung und der Organisation der Programme teilzunehmen, um Unterstützung anzubieten und größeren Einfluss ausüben zu können.

 

Während der Jahreskonferenz wurden die Erfahrungen bei der Durchführung des Programms in Yunnan vorgestellt. Vor allem wurden in den zwei PASCH-Schulen der Stadt Yuxi beachtenswerte Erfolge erzielt, erklärte Wang Tao, Sonderbeauftragte der Erziehungsbehörde der südwestchinesischen Provinz. Beispielsweise haben alle 30 Teilnehmer der Unterstufe bei der DSD-I-Prüfung das Sprachdiplom erworben, während 29 der 30 Teilnehmer der Oberstufe die DSD-II-Prüfung erfolgreich bestanden haben. Unter anderem hätten die Schüler der Klassen mit Deutschunterricht auch bei unterschiedlichen Prüfungen anderer Fächern nicht schlechter als die Schüler der normalen Klassen abgeschnitten. Wegen des großen Erfolges seien die Lernplätze der deutschen Klasse äußerst gefragt. 2013 hätten sich über 1500 Schüler um diese beworben, aufgenommen seien lediglich 120, zitierte Wang eine Nachricht der lokalen Medien. In den PASCH-Schulen in der Provinzhauptstadt Kunming hingegen, sei es jedoch zu Problemen gekommen: Deutsch werde jeweils nur in Ober- oder Unterstufe der Mittelschule unterrichtet, so dass das Erlernen der Sprache für Schüler unterschiedlicher Stufen nicht kombiniert werden könne. Zudem gebe es Beschwerden über mangelnde Lernmaterialien zur Ergänzung der Lehrveranstaltungen sowie Schwierigkeiten bei Rekrutierung von Muttersprachlern als Lehrkräfte. Die lokale Erziehungsbehörde halte es für notwendig, mehr politische Unterstützung für dieses Programm zu gewähren und untereinander zu koordinieren. Darüber hinaus plane die Behörde, die PASCH-Initiative an den Mittelschulen der Provinz vorzustellen, um Interesse zu wecken, so Wang.

 

Aus dieser Jahreskonferenz ist zudem zu erfahren, dass sich momentan eine Arbeitsgruppe im Auftrag des chinesischen Ministeriums damit beschäftigt, einen nationalen Unterrichtsstandard auszuarbeiten, um die Lehrveranstaltungen für die deutsche Sprache in Mittelschulen besser zu regulieren und zu fördern. Qian Minru, Professorin an der Deutschen Fakultät der Fremdsprachenhochschule Beijing, die diese Expertengruppe leitet, erklärte in ihrem Vortrag, das Projekt sei bereits im Jahr 2014 initiiert worden. Einer der Hintergründe sei auch, dass Deutsch vor kurzem als Prüfungsfach ins System des chinesischen „Gaokao“, dem Nationalen Examen für die Hochschule, aufgenommen wurde. In diesem Bildungssystem würden nicht nur die Sprachkompetenz der Schüler, sondern auch die kulturelle Kommunikation, Mehrsprachigkeit sowie Lernautonomie als Schlüsselkompetenzen groß geschrieben. Mit dem System der Studienpunkte soll das Lernen in der Schule nicht zuletzt an den gegenwärtigen, globalen Trend sowie an die Anforderungen des Hochschulstudiums gekoppelt werden, führte die Professorin fort. „Der Unterrichtsstandard ist gewissermaßen von einem ‚Curriculum‘ oder ‚Rahmenplan‘ zu unterscheiden, wobei ersterer mehr Flexibilität aufweist, so dass die lokalen Bildungsbehörde und die Schulen mehr Freiheit genießen. Somit werden die Lernunterschiede der Schüler berücksichtigt und ihrem diversen Bedarf nachgekommen, was den Schülern ebenfalls mehr Perspektiven in der Zukunft eröffnet“, so Qian im Gespräch mit China.org.cn.

 

Die Teilnehmenden diskutierten angeregt über die Entwicklung des Programms in einzelnen Schulen, die Zukunft der Schüler oder die Fortbildung der Lehrkräfte. Dazu sagte Li Ming, Leiterin der 2. Unterabteilung für Erziehung in der Grundstufe des Ministeriums, in ihrer zusammenfassenden Rede, die Teilnehmenden sollten die Anregungen aus der diesjährigen Jahreskonferenz mit nach Hause nehmen und dieses Programm weiterhin vertiefen. Sie drückte außerdem die Hoffnung aus, dass die PASCH-Schulen bei diesem Programm weniger Wert auf das eigene Interesse legen, als vielmehrauf die Erhöhung der allgemeinen Fähigkeiten der Schüler. Anlässlich des Deutsch-Chinesischen Jahres für Schüler- und Jugendaustausch sollen mehr PASCH-Schulen an den Austauschprogrammen teilnehmen, so dass die PASCH-Initiative auch inhaltlich bereichert werden und die Schüler mehr Chancen bekommen können, das Land, die Menschen sowie ihre Kultur besser kennenzulernen, so die Beamtin. (german.china.org.cn)

China stellt Bus vor, der über andere Autos fährt

26.05.2016, Das ewige Steckenbleiben in einem Verkehrsstau zählt zu den frustrierendsten Erfahrungen, wenn man in einer geschäftigen Stadt unterwegs ist. Nun haben Ingenieure in China, dem weltweit meistbevölkerten Land, einen Weg gefunden, wie man mit dem Verkehrsproblem fertig werden kann.

Bei einer Technikmesse in China wurden Designs für einen neuen, fortschrittlichen Bus vorgestellt. Offensichtlich ist er in der Lage, 1.200 Passagiere aufzunehmen. Darüber hinaus kann er über die anderen Autos hinwegfahren und den Verkehr unter den eigenen Rädern weiterlaufen lassen.

Das Modell des „Transit Elevated Bus“ wurde diese Woche bei der 19. China Beijing International High-Tech Expo vorgestellt. Die Idee ist es, dass die Passagiere weit über den anderen Fahrzeugen auf der Straße sitzen, was wiederum den anderen Verkehrsteilnehmern erlaubt, unterhalb des Busses hindurch zu fahren. Bei dem Modell des Fahrzeugs sieht es so aus, als ob es auf fixen Schienen fahren würde, die in die Straße eingebettet sind. Das bedeutet, dass das Fahrzeug eher eine Kreuzung aus Straßenbahn und Bus ist. Die Ingenieure hoffen, dass dieses Design die Verfügbarkeit des vorhandenen Straßenraums erweitern wird und weniger Verkehrsstaus verursacht als normale Busse. Es wird auch erwartet, dass die Kosten im Vergleich zu anderen Verkehrsoptionen wie der U-Bahn gesenkt werden könnten.

„Mit einer Ladekapazität von 1.200 Personen hat der TEB dieselben Funktionen wie eine U-Bahn, während die Kosten für die Konstruktion weniger als ein Fünftel ausmachen würden“, sagte Bai Zhiming, ein mit dem Projekt beauftragter Ingenieur in einem Youtube-Video der CCTV News. Er fügte hinzu: „Die Konstruktion kann noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.“ Die ersten Tests sollen in der Stadt Qinhuangdao in der nordchinesischen Provinz Hebei vonstattengehen, voraussichtlich in der zweiten Hälfte dieses Jahres. Das heißt, dass diese Busse noch gegen Ende dieses Jahres einsatzbereit sein könnten. (german.china.org.cn)

China veröffentlicht Drei-Jahres-Plan für Wachstum von künstlicher Intelligenz

25.05.2016, China wird die Bemühungen bei der Entwicklung seiner künstlichen Intelligenz (AI) verstärken. Damit soll in den nächsten drei Jahren ein Markt mit einem Wert von mehr als 100 Milliarden Yuan (etwa 13,6 Milliarden Euro) entstehen. Dies gab die Nationale Kommission für Entwicklung und Reform in einer Erklärung bekannt, die gestern auf ihrer Webseite veröffentlicht wurde.

Bis 2018 soll China mehrere Plattformen für fundamentale AI-Ressourcen und Innovationen erschaffen und Durchbrüche bei der Basis-Kerntechnologie erzielen. Das geht aus dem Implementierungsprogramm für „Internet Plus“ bei künstlicher Intelligenz hervor. Der Plan wurde gemeinsam von der Nationalen Kommission für Entwicklung und Reform, dem Ministerium für Wissenschaft und Technologie, dem Ministerium für Industrie und Informationstechnologie und der Verwaltung für Cyberspace in China vorgelegt.

Nach Angaben der Webseite soll dasLand bis 2018 zu den globalen Standards bei AI-Technologie und Industrie aufschließen. In Schlüsselregionen soll das Land einige globalführende AI-Unternehmen hervorbringen und eine innovative, offene, kooperative, grüne und sichere AI-Industriewirtschaft entwickeln. Das Land wird die entstehenden Industrien für künstliche Intelligenz weiterentwickeln und kultivieren, die Innovation in intelligente Produkte fördern und das Intelligenzniveau der Endprodukte verbessern. Das Programm wird Schlüsselprojekte wie intelligente Heimanwendungen, smarte Automobile, intelligente, unbemannte Systeme, intelligente, tragbare Geräte und Roboter entwickeln.

Das Land wird auch einige Garantiemaßnahmen anbieten. Dazu zählen finanzielle Unterstützung, Schutz des intellektuellen Eigentums und internationale Kooperationen. Im letzten Jahr hat China die Strategie „Internet Plus“ veröffentlicht, um das mobile Internet zu integrieren. Zu dieser Sparte zählen auch Cloud Computing, Big Data und das Internet der Dinge, die mit traditionellen Industrien verschmelzen und das Wirtschaftswachstum befeuern sollen. (german.china.org.cn)

105jährige chinesische Schriftstellerin und Übersetzerin gestorben

25.05.2016, Heute früh ist Yang Jiang, die berühmte Dramatikerin, Schriftstellerin, Übersetzerin und Expertin für ausländische Literatur, im Alter von 105 in Beijing gestorben. Sie hat einige erfolgreiche Komödien geschrieben und war die erste in China, die eine komplette chinesische Version von „Don Quijote“ aus dem Spanischen übersetzt hat. Die Chinesen nannten sie „Master Yang Jiang“, wobei der Titel „Master“ in China normalerweise nur für Männer benutzt wird. Sie war auch bekannt als Frau des berühmten Schriftstellers und Sprachwissenschaftlers Qian Zhongshu.

Geboren am 17. Juli 1911 – kurz vor der Xinhai-Revolution, die Chinas letzte imperiale Dynastie die Qing-Dynastie beendete – hat Yang die ganze gesellschaftliche Entwicklung in der neuzeitlichen sowie modernen Geschichte Chinas miterlebt. Dank ihrer Langlebigkeit und zahlreichen Werke war sie eine der authentischsten Zeitzeugen dieses Jahrhunderts.

Bereits im Jahr 2012 hat Yang Jiang drei Forderungen rund um ihren Tod ausgedrückt: keine Trauerfeier, keine Totenopfer und nur sieben bis acht Verwandte und Freunden bei der Beerdigung.

Nach Yangs Tod haben viele Persönlichkeiten ihr Beileid ausgedrückt. In ihren Nachrufen wird nicht nur Yangs Talent als Schriftstellerin und Übersetzerin, sondern auch ihre Persönlichkeit geehrt. Man vergleicht ihren Tod mit der Verschmelzung eines Wassertropfens im Meer. (german.china.org.cn)

Beijing im Fokus ausländischer Fotografen

24.05.2016, Die diesjährige Fotografie-Veranstaltung „World Photographers Focus on Beijing“ wurde am Montag im Hauptstadtmuseum in Beijing eröffnet. In der kommenden Woche werden 20 Fotografen aus 16 Ländern versuchen, mit ihren Kameras die Schönheit der Stadt einzufangen. 

Die Geschichte der Kulturveranstaltung „World Photographers Focus on Beijing“ reicht bis ins Jahr 1999 zurück, als sie das erste Mal vom Pressebüro der Stadt Beijing organisiert wurde. In den vergangenen 17 Jahren sind mehrere hundert professionelle Fotografen aus aller Welt nach Beijing gepilgert und haben zahlreiche wunderbare Bilder der Stadt zurückgelassen, welche die historische Entwicklungen und Veränderungen in der chinesischen Hauptstadt für die Ewigkeit aufgezeichnet haben.

Dieses Jahr werden Fotografen aus den USA, Großbritannien, Frankreich, Südkorea, Kanada und weiteren Ländern Beijing gründlich durchkämmen und dabei die verschiedenen Facetten der Stadt durch Fotos sichtbar machen.

Die Orte, welche dieses Jahr besucht werden, sind in vier Kategorien eingeteilt: historische Sehenswürdigkeiten (einschließlich der Verbotenen Stadt, des Konfuzius-Tempels und des Lama-Tempels), natürliche Sehenswürdigkeiten (wie die Gubei-Wassergemeinde und der Xiangshan-Park), moderne Architektur sowie künstlerische und kulturelle Attraktionen.

„Für mich ist diese Veranstaltung nie wirklich Arbeit. Sie bietet mir vielmehr eine perfekte Bühne für mein künstlicherisches Schaffen. Ich kann nicht nur die Herrlichkeit der königlichen Paläste bestaunen, sondern auch das normale Leben der Beijinger im Siheyuan [dem traditionellen chinesischen Wohnhof] erleben“, begeistert sich ein Fotograf. (German.people.cn)

China mal ganz anders kennenlernen

23.05.2016, Für Heinrich Schultz, einen 77-jährigen Rentner aus Deutschland, ist es die Chance seines Lebens. Schultz gehört zu einer Gruppe von rund 50 Deutschen, die eine Busreise entlang der historischen Seidenstraße machen.

„Ich habe mich schon seit meiner Kindheit sehr für die Seidenstraße interessiert. Aber jetzt habe ich endlich die Möglichkeit, sie mit eigenen Augen zu sehen“, freut sich Schultz.

Die zweimonatige Busreise führt von Deutschland nach Polen, Weißrussland, Russland, Kasachstan, Usbekistan, Kirgisistan und dann über die westliche Landesgrenze nach China.

„Das wird ein unvergessliches Erlebnis, vom Atlantik bis zum Pazifik zu reisen“, meint Liu Gusheng, Leiter von China Tours, dem Mitveranstalter der Reise.

Nach seinen Angaben verläuft fast die Hälfte der 13.000 Kilometer langen Reisestreckeinnerhalb Chinas.

Auf ihrem Weg vom Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang im Westen bis nach Shanghai im Osten werden die deutschen Touristen mehr als 20 chinesische Städte besuchen.

„Wir veranstalten diese Reise seit rund zehn Jahren.Und die Zahl der Teilnehmer, nicht nur aus deutschsprachigen Ländern, steigt“, berichtet Liu.

2015 kamen fast 26 Millionen Touristen aus dem Ausland nach China, rund 5 Millionen davon stammten aus Europa.

Beijing, Xi'an, Shanghai und der Jangtse zählen zu Chinas klassischen Reisezielen für europäische Touristen.

„Verglichen mit den modernen Städten erscheint mit Westchina reizvoller. Die Kultur, die ethnischen Minderheiten, ihr Leben, all das ist sehr interessant“, beschreibt Schultz seine Wünsche im Hinblick auf die Reise.

Chinas Tourismusbehörde betrachtet den „Seidenstraßentourismus“ als eine neue Marke, mit der sie ausländische Besucher anlocken will. Seit zwei Jahren wirbt sie schwerpunktmäßig für dieses Thema.

„Es ist gut, wenn die Leute mehr über China erfahren, vor allem über seinen nordwestlichen Teil“, erklärt Shi Xiang, Leiter des Frankfurter Büros der chinesischen Tourismusbehörde. (german.china.org.cn)

Ein Drittel der Hochschulabsolventen geht in die Internetbranche

19.05.2016, Das Anfangsgehalt für Hochschulabsolventen liegt in diesem Jahr bei 4765 Yuan (730 US-Dollar). Damit bleibt esunter den erwarteten 4985 Yuan und leicht unter dem Vorjahreslevel. Das ergab ein am Dienstag veröffentlichter Bericht von Zhaopin.

Nur 3,1 Prozent der Absolventen entschließen sich zur Gründung eines eigenen Unternehmens, deutlich weniger als im Vorjahr (6,3 Prozent). 75,6 Prozent werden Angestellte in einem Unternehmen. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es71,2 Prozent.

Bei den drei Branchen, die die Hochschulabsolventen dieses Jahres bevorzugen, handelt es sich um: IT-Internet-Telekommunikation-Elektronik; Finanzen-Banken-Investment-Fonds-Wertpapiere-Versicherungen sowie Regierung-öffentlicher Dienst-gemeinnützige Organisationen.

Aufgrund seines schnellen Wachstums hat der Bereich IT-Internet-Telekommunikation-Elektronik fast ein Drittel der diesjährigen Absolventen übernommen.

In diesem Bereich werden mit durchschnittlich 5693 Yuan auch die höchsten Gehälter für frisch gebackene Absolventen gezahlt, gefolgt von 4685 Yuan in der Finanzindustrie und 4552 Yuan im Bereich Kultur-Sport-Unterhaltung-Medien.

Die Bereiche Landwirtschaft-Forstwirtschaft-Viehzucht-Fischerei-Sonstige;Dienstleistungsindustrien sowie Kultur-Bildung-Kunsthandwerkweisen mit 3500 Yuan, 3873 Yuan bzw. 3900 Yuanrelativ niedrigeEinkommensniveaus auf.

Der Bericht zeigte außerdem, dass Jura-, Medizin- und Maschinenbauabsolventen noch höhere Einkommen angeboten werden, die Durchschnittsgehälter liegen hier bei 6.060 Yuan, 5.722 Yuan bzw. 5.222 Yuan. (german.china.org.cn)

Hangzhou: Roboter dienen Senioren

18.05.2016, Vor kurzem hat das soziale Wohlfahrtzentrum der Stadt Hangzhou, Hauptstadt der ostchinesischen Provinz Zhejiang, Roboter zur Bedienung von Senioren willkommen geheißen. Die Roboter mit dem Namen „A Tie“ werden von einer technischen Firma in Hangzhou entwickelt. Sie sind 0,8 Meter hoch und 15 Kilogramm schwer. Nach der Akku-Ladung können sie 72 Stunden im Einsatz sein. Sie verfügen über Funktionen wie Echtzeit-Überwachung des Körperzustands der Senioren, Fernvideogespräche, medizinische Fernbehandlung und vieles mehr. Die Roboter sehen so niedlich aus, dass die Senioren sie sehr gern haben. (China.org.cn) 

Acht chinesische Unis unter den Top-100 der angesehensten Hochschulen

06.05.2016, Das britische Magazin Times Higher Education (THE), welches den Bereich Hochschulbildung zum Thema hat, gab am vergangenen Mittwochabend das Ranking der angesehensten Universitäten der Welt für 2016 bekannt. Fünf Universitäten vom chinesischen Festland lassen sich dabei unter den Top-100 finden.

Zu diesen fünf Universitäten zählen die beiden Elite-Unis Tsinghua-Universität (18) und Peking-Universität (21) in der Hauptstadt Beijing, die Fudan-Universität und Jiaotong-Universität in Shanghai (in der Gruppe 71-80) sowie die Zhejiang-Universität (in der Gruppe 81-90). Es gilt als das erste Mal, dass sich eine chinesische Hochschule unter den Top-20 befindet.

Zwei chinesische Hochschulen von der Liste befinden sich in der Sonderverwaltungszone Hongkong, nämlich die Universität Hongkong (45) und die Chinesische Universität Hongkong (in der Gruppe 71-80). Eine Universität stammt von der Inselprovinz Taiwan.

Laut dem verantwortlichen Redakteur für das Uni-Ranking von THE, Phil Baty, habe China seit den 1990er Jahren schon viel für die Hochschulbildung getan und reformiere immer noch unermüdlich sein Bildungssystem. Dadurch werden Chinas Hochschulen auf der internationalen Bühne von Jahr zu Jahr konkurrenzfähiger. 

Unter den zehn angesehensten Universitäten der Welt stammen acht aus den USA und die anderen zwei aus Großbritannien. Unter den Top-100 finden sich insgesamt 43 amerikanische und 12 britische Universitäten. 

Zusammen mit den chinesischen Hochschulen befinden sich insgesamt 18 asiatische Universitäten in den Top-100. Die Universität Tokio (12) steht dabei an der Spitze der Hochschulen aus China, Japan, Südkorea und Singapur. (German.people.cn)

Chinas 2000-jähriges Salzmonopol steht kurz vor dem Aus

06.05.2016, Laut einer Erklärung des Staatsrates werden die Preise aller Salz-Produkte ab dem 1. Januar 2017 nicht mehr länger vom Staat kontrolliert, sondern vom Markt bestimmt. Darüber hinaus dürfen in Zukunft auch private Investoren mit den bestehenden Satzunternehmen zusammenarbeiten. Salzproduktions- und Vertriebsunternehmen werde es erlaubt, auch überregional Geschäfte zu machen, wobei sich ihre Anzahl jedoch nicht erhöhen solle. Den Unternehmen stehe zudem die Möglichkeit offen, auch über das Internet ihre Salzgeschäft abzuwickeln.

Das staatliche Monopol wird offiziell am 1. Januar 2017 enden. Durch eine Übergangsphase soll Lokalverwaltungen und betreffenden Unternehmen Zeit gegeben werden, sich dem neuen System anzupassen.

Die Reform zielt darauf ab, der Salzindustrie neuen Schwung zu verleihen und das staatliche Salzmonopol zu brechen. Branchenkenner meinen, dass dies eine historische Veränderung des Salzverwaltungssystems darstelle und die Reform die Effektivität der Verteilung der Salzressourcen fördern könne. Die Reform werde zudem einen positiven Einfluss auf die Entwicklung der Salzindustrie und die Sicherheit der Salzversorgung haben.

Yan Zhonghua vom Verband der Salzindustrie der Provinz Jiangsu erklärt, dass der Salzpreis durch eine Reihe von Faktoren, wie Produktionskosten, Angebot und Nachfrage, Spekulationen sowie den Befindlichkeiten des Volks, beeinflusst werde. Nach der Reform werde der Salzpreis wahrscheinlich über längere Zeit schwanken. In ländlichen sowie verkehrsgünstig gelegenen Gebieten werde er eher sinken und in städtischen sowie abgelegenen Bergregionen steigen.

China ist aufgrund seiner wachsenden chemischen Industrie und dem riesigen Bedarf von fast 1,4 Milliarden Menschen einer der größten Salzkonsumenten weltweit. Das derzeit gültige System der Salzindustrie wurde im Jahr 1996 festgelegt, tatsächlich blickt das staatliche Salzmonopol in China jedoch auf eine länger als 2000-jährige Geschichte zurück. (German.people.cn)

Seoul, Bangkok und Tokio: Die drei beliebtesten Reiseziele der Chinesen

04.05.2016, Die asiatischen Städte Seoul, Bangkok und Tokio waren am Tag der Arbeit die Top drei ausländischen Reiseziele für Chinas Urlauber. Laut der chinesischen Tourismusbehörde liegt dies teilweise auch daran, dass diese Städte von China aus per Flugzeug in weniger als fünf Stunden erreichbar sind.

Andere Reiseziele wie Singapur und Bali waren bei Touristen während der dreitägigen Ferien, die am Montag zu Ende gingen, ebenfalls sehr beliebt. Dies zeigen die Statistiken der China National Tourism Administration (CNTA).

Zum ersten Mal stieg auch die durchschnittliche Dauer des Aufenthaltes für chinesische Urlauber an jedem der genannten Reiseziele auf über zwei Tage, heißt es in den Daten der CNTA.

Etwa 56 Prozent der nicht in Gruppen reisenden Touristen entschied sich dazu, mehr als eine Woche im Ausland zu bleiben – 12 Prozentpunkte mehr als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Sie sahen sich viele verschiedene kulturelle Aufführungen an, nahmen aber auch an sportlichen Aktivitäten – wie beispielsweise Tauchen – teil.

Nach Angaben der CNTA sind die Chinesen seit 2012 Reiseweltmeister. Die Zahl der Chinesen, die ins Ausland reisten, ist im letzten Jahr um 19,5 Prozent auf 120 Millionen gestiegen – und damit auf das 13-fache von 1998. (german.china.org.cn)

Senioren in Zhejiang leben am glücklichsten

04.05.2016, Das China Philanthropy Research Institute an der Beijing Normal University hat in Kooperation mit den Altenpflegeunternehmen das Ergebnis der Studie über die „Verbesserung der chinesischen Seniorenpolitik“ veröffentlicht. Im Rahmen der Forschung werden die Politik, die soziale Dienstleistungen und die Gesundheitsversorgung für Senioren sowie die Entwicklung der Altenpflege in 31 chinesischen Provinzen analysiert.

Der Studie nach haben die Senioren in den folgenden Top-Zehn-Provinzen (Städten) das stärkste Glücksgefühl: Zhejiang, Beijing, Shanghai, Shandong, Jiangsu, Guizhou, Fujian, Shaanxi, Gansu und Shanxi.

Die chinesische Hauptstadt Beijing führt den Ranking aufgrund einer Reihe von Politik und Maßnahmen, die den Senioren zugute kommen, einschließlich des monatlichen Zuschusses von 100 Yuan (13,4 Euro) für schwerbehinderte Leute zwischen 60 und 79 Jahren und Senioren über 80 Jahre alt.

Die Studie weist noch darauf hin, dass die Senioren in den östlichen Gebieten bessere Dienstleistungen und politische Unterstützungen als in Westchina genießen können. Dies hängt hauptsächlich von den wirtschaftlichen Entwicklungen der Regionen ab.

Des Weiteren hat China bedeutende Fortschritte in Altenpflege erzielt. Die Anzahl der Betten in Altenheimen sind zugenommen und die finanziellen Unterstützungen für Senioren wurden auch erhöht.

Der Bericht prognostiziert, dass die Regierungspolitik, soziale Unterstützung und Fürsorge für Senioren zukünftig weiter verbessert werden. Ein gegenwärtiger Beweis

dafür ist, dass die Subventionen für die älteren Bewohner auf dem Land und die Renten in diesen Jahren jährlich erhöht werden. (German.people.cn)

 

China will schlechtes Benehmen der Touristen verbessern

03.05.2016, In den vergangenen Jahren hat das Fehlverhalten von chinesischen Touristen weltweit für Schlagzeilen gesorgt – sei das mit Streitigkeiten in den Flugzeugen oder der Beschädigung von Wahrzeichen im In- und Ausland. Es gab daraufhin hitzige Diskussionen über die Ungleichheit zwischen den vollen Geldbeuteln und den Manieren.

 

In Wuhan, der Hauptstadt der Provinz Hubei, gibt das Reisebüro Wanda Xinhangxian seinen Kunden vor ihrer Reise nach Thailand ein paar Anstandsregeln mit: “Nimm nicht das Gepäck raus, bevor das Flugzeug steht. Verschwende am Buffet kein Essen. Mach keinen Lärm beim Besuch von Attraktionen. Zeige nicht auf Buddha-Statuen…”, heißt es da beispielsweise.

 

Yao Hui vom Reisebüro sagte, dass diese Lektion vom Tourismusamt der Provinz vorgeschrieben worden seien. “Die Tourguides müssen die Grundlagen wiederholen, damit niemand Abfall auf den Boden wirft oder auf Sehenswürdigkeiten kritzelt”, erklärte Yao. Die Behörden von Hubei haben jedoch auch einreisende Touristen im Visier, da die Provinz eine beliebte Urlaubsdestination ist mit ihren Naturwundern wie den Drei Schluchten und den Wudang-Bergen.

 

Vergangene Woche startete das Tourismusamt der Provinz eine Kampagne, bei der sie Touristen ermutigte, Fotos und Videos von sich schlecht aufführenden Landsleuten an das Wechat-Konto zu senden. Das Tourismusamt versprach, die Namen aller zu veröffentlichen, die in den Bildern verifiziert werden können.

Eine Putzfrau, die in einer Toilette einer Touristenattraktion von Wuhan arbeitet, sagte, dass sie die Touristenmassen in der Ferienzeit mit Sorge erwartet. Sie beschwerte sich, dass sie während ihrer achtstündigen Schicht wegen den schlechten Angewohnheiten der Urlauber keinen Moment Pause machen kann. “Einige spülen nicht einmal die Toilette”, sagte sie.

 

China erließ im Jahr 2013 ein nationales Tourismusgesetz. Dieses reguliert nicht nur das Benehmen von Touristen, sondern auch das Fehlverhalten von Reiseführern und Geschäftsleuten rund um die touristischen Stätten. Im Oktober 2015 verlor die Küstenstadt Qingdao an Ansehen nachdem bekannt wurde, dass ein Reisender ein Gericht mit Garnelen für 38 Yuan bestellt hatte und ihm später gesagt wurde, dass dies der Preis pro Garnele sei.

 

Um ähnliche Streitigkeiten zu lösen, hat die Provinz Guizhou am Donnerstag spezielle Gerichtshöfe in zwölf Touristenattraktionen eingerichtet. In Qufu, dem Geburtsort von Konfuzius in der Provinz Shandong, werden alle Reiseführer auf eine schwarze Liste gesetzt, die Besucher zum Kauf in Läden drängen oder von Shops Provisionen verlangen. (german.china.org.cn)

Beijing will Pekingoper in Schulen fördern

03.05.2016, Ein Pekingoper-Lehrbuch, welches vom Förderverein für Quintessenzen der chinesischen Kultur und dem Beijinger Lehrbuch-Komitee gemeinsam verfasst wurde, konnte in Mittelschulen im Stadtbezirk Fengtai der chinesischen Hauptstadt Beijing bereits erfolgreich getestet werden und soll zukünftig in allen Mittelschulen der Hauptstadt eingeführt werden. Lehrbücher für Grundschüler sind ebenfalls in Vorbereitung.

2015 hatte der Förderverein für Quintessenzen der chinesischen Kultur bereits eine Reihe von Büchern über das traditionelle chinesische Theater veröffentlicht. Die Bücher umfassen dabei Themen wie Musik, Gesang, Gestenspiel, Tanz und Akrobatik.

Das Beijinger Lehrbuch-Komitee wird in Zukunft Referenzmaterialien für Lehrer zusammenstellen, mitsamt Unterrichtsvorschlägen und anderen Lehrmitteln.

Das chinesische Bildungsministerium hatte im Vorfeld gefordert, dass Schulen die Vermittlung für traditionelle chinesische Kultur stärken sollen. Die Einführung von Pekingoper-Unterricht in den Schulen zielt darauf ab, traditionelle Kulturformen lebendig zu halten. (German.people.cn)

Buchrezension: Nur ein wilder Drache überquert das Meer

Nur ein wilder Drache überquert das Meer

 

Eine Lebensgeschichte zwischen zwei Kulturen

 

Die Autorin Weihong Dai-Lapsien hat sich mit diesem Buch befreit von ihren eigenen Gefühlen, Opfer einer in der deutschen Gesellschaft und Wirtschaft dominierenden Männergesellschaft zu sein. Sie widmet ihre Geschichte Deutschland, um – wie es im vorletzten Absatz des Buches heißt – „den deutschen Boden furchtbarer zu machen“. Ich habe damit begonnen, diese Autobiographie von den letzten Seiten her zu lesen. So fiel mir der Druckfehler auf: Meint die Autorin wirklich „furchtbar“?

Eine junge Frau verlässt mit 23 Jahren die VR China Anfang Februar 1991. Sie hat ein Stipendium für ein Germanistikstudium in Paderborn. Mit 30 hat Anna Dai (so wird sie in Deutschland genannt) ihren Magister in der Tasche, Erfahrungen gesammelt beim Jobben und Wirtschaftspraktika absolviert. Nun arbeitet sie in verschiedenen Unternehmen als Übersetzerin, Verkaufsrepräsentantin, Coach im Deutschland-China Geschäft. Anna wird die Härte der Konkurrenz erfahren, ihr schlägt Mißtrauen und Anfeindung als Ausländerin entgegen. Zig-mal wechselt sie den Arbeitsplatz, gezwungenermaßen. Ihr persönliches Lebensglück ist ebenso Irrungen und Wirrungen ausgesetzt. Anna ist zerrissen zwischen zwei Kulturen. Schließlich findet sie den Ruhepol bei ihrem deutschen Ehemann. Sie bekommt 2006 ihre Tochter Viktoria, der das Buch gewidmet ist.

Soweit der grobe Abriß des Lebenslaufs: Was den Leser darüber hinaus erwartet, ist eine sehr persönliche Analyse der chinesischen und deutschen Einstellung zu Politik, Wirtschaft, Kultur, Gesellschaft durch die Autorin. Anna Dai nimmt ihre Mitmenschen, seien es Freunde, Bekannte oder Verwandte, unter die Lupe. Schonungslos zeigt sie Schwächen und Stärken der chinesischen/deutschen Wegbegleiter auf. Ihr persönlicher Werdegang spiegelt auch die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen zwischen 1986 und 2014 in China und Deutschland wider: Die Studentenunruhen auf dem Tian’anmen, die Auswirkungen des 11. Septembers, der Golf-Krieg, die Sozialpolitik/Familienpolitik der Ursula von der Leyen.

Was bewegend ist, das sind die Schilderungen der seelischen Erschütterungen, der Zerrissenheit zwischen den Kulturen, zwischen Tradition und Moderne. Ihre chinesische Großfamilie läßt sie eigentlich im Stich. So nimmt es kein Wunder, dass mit der Heirat und der Geburt der Tochter Viktoria Weihong Dai-Lapsien in Deutschland endlich Wurzeln geschlagen hat. Sie kann nun den “deutschen Boden fruchtbarer machen“.

Empfehlenswert besonders all den Personen, die sich in ähnlicher Situation befinden: Deutsch-chinesische Paare und deren Angehörige. Die Autobiographie weckt Verständnis, trägt zum Abbau von Vorurteilen bei und kann den geistigen Horizont erweitern.  (v. d. Nahmer)

 

Nur ein wilder Drache überquert das Meer, Eine Lebensgeschichte zwischen zwei Kulturen, Berlin.

 

Pro BUSINESS 2016, 1. Auflage, www.book-on-demand.de,

 

ISBN 978-3-86460-371-6      €18.95

Aussichtsplattform aus Glas in Beijing eröffnet

02.05.2016, Das Foto vom 30. April 2016 zeigt eine Aussichtsplattform aus Glas in Shilinxia im Bezirk Pinggu in Beijing. Die Plattform mit einer Länge von 32,8 Metern und einer Fläche von 415 Quadratmetern wurde am Samstag eröffnet. (german.china.org.cn)

Chinesische Schriftstellerin unter den Hugo Finalisten

29.04.2016, Die chinesische Schriftstellerin Hao Jingfang wurde mit ihrem Roman "Folding Beijing" für die diesjährigen Hugo Awards nominiert. Der Science-Fiction-Roman ist einer der fünf Kandidaten der Kategorie "Bester Kurzroman". Hao freute sich darüber, in die engere Wahl gekommen zu sein und sagte, sie hätte nicht damit gerechnet.

Hao hat 2006 an der Tsinghua Universität ihren Abschluss in Physik gemacht. Dort arbeitet sie auch an ihrer Doktorarbeit.

Die Geschichte, die zunächst in einem neuen elektronischen Magazin erschienen ist, verfolgt den Protagonisten Lao Dao, während er versucht, die komplizierten Klassenschranken eines futuristischen Beijings zu überwinden, um seine Tochter zur Schule zu schicken.

"Ich habe in Vororten Beijings gelebt. Neben meinem Haus waren laute Alleen, kleine Restaurants und ein Open-Air-Markt", sagte sie. Diese Erfahrung regte sie dazu an, die Geschichte zu schreiben.

Hao brachte auch ihr Bedauern zum Ausdruck, dass der zweite Band von "The Three-Body Problem" von Liu Cixin, das 2015 den Hugo Award als Bester Roman gewonnen hat, nicht in die engere Wahl gezogen wurde.

Liu, 53, war der erste asiatische Schriftsteller, der den Hugo Award verliehen bekommen hat. Der Preis wird neben den Nebula Awards als höchste Ehrung für Science-Fictions gesehen.

Seit ihrer Einrichtung im Jahre 1953 werden die Hugo Awards jährlich für die besten Arbeiten der Science-Fiction oder Fantasy vergeben. Sie gelten als die "höchste Ehre der Science-Fiction- und Fantasy-Literatur". (german.china.org.cn)

Mulan - Verliebt in Shanghai

28.04.2016, Bei dtv, Reihe Hanser, erschien im Februar ein Jugendroman – geeignet ab 13 Jahre laut Empfehlung. Was erwartet ein junger Mensch, wenn er auf der Titelseite liest: „Verliebt in Shanghai“. Ist das Mädchen Mulan verliebt in diese gigantische Metropole mit ihrer nächtlichen Glitzerwelt, den berauschenden Einkaufstempeln, der Vielfalt an exotischen Genüssen, dem Nebeneinander/Durcheinander von östlicher und westlicher Kultur. Oder ist das junge Mädchen schlicht verliebt in einen jungen Mann? Letzteres ist der Fall.

Susanne Hornfeck schickt ihre Protagonistin für drei Monate von München nach Shanghai. Mulan, Tochter einer Chinesin und eines Deutschen, hat sich dem mütterlichen Wunsch widersetzt, weiterhin die chinesische Schule am Wochenende zu besuchen, um Schriftzeichen zu lernen. Zu lästig, zu umständlich, zu unbequem. Der Familienfriede droht zu platzen. So trifft die Tochter zum ersten Mal in ihrem Leben auf die chinesischen Verwandten. Aus dem bayrischen Reihenhaus in eine kleine zweieinhalb Zimmerwohnung, die sich Großmutter, Onkel, Tante, Cousin nun mit ihr teilen. Ein Kulturschock?

Die Autorin führt uns mit Mulans Nase, Augen und Ohren durch Shanghai: Der tägliche Einkaufsstress der Großmutter, die für das abendliche, gemeinsame Essen sorgt; der Cousin, der seine jüngere Verwandte mit den Vorlieben der Oma für Revolutionslieder und Sprüche von Mao und Konfuzius vertraut macht; der Onkel, der für Karaoke schwärmt und sich einen Firmenwagen mit Chauffeur für einen Familien-Ausflug mietet. Die Klassenkameraden in der Sprachenschule, die aus den unterschiedlichsten Ländern und Schichten kommen.

Dann! Nianshen, die erste zarte Liebe, für die nur kurze Zeit bleibt, denn der Student wird in Taipeh seinen Studienplatz wahrnehmen.

Wie nun entwickelt sich das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter: In den Briefen, die ihr die Mutter schickt, erfährt Mulan, warum die junge Frau einst China verlassen hat, wie ihr Verhältnis zu der eigenen Mutter war; was es bedeutet, in einem anderen Kulturkreis zu leben. Mulan wird durch die Großmutter belehrt, dass laut Konfuzius die Beziehung zwischen Eltern und Kindern eine der fünf menschlichen Grundbeziehungen ist. Nach 25 Jahren der Trennung werden Großmutter und Mutter sich in Shanghai wiedersehen und Mulan sich als Botschafterin in Familienangelegenheiten betrachten. Mulan ist in beiden Welten angekommen, „weil West und Ost sich hier schon immer begegnet waren.“     

Über die Geschichte des Mädchens Mulan hinaus, erfährt der Leser manches über Sitten und Gebräuche und wichtige historische Ereignis aus dem China des letzten Jahrhunderts: Kolonialzeit, Kulturrevolution, wirtschaftlicher Aufstieg.  (v. d. Nahmer)

 

Susanne Hornfeck, Mulan, Verliebt in Shanghai, dtv, Reihe Hansen, München, 2016

ISBN 978-3-423-65022-9        € 12.95

China ist Nummer 1 im Kampf gegen Kinderdiskriminierung

27.04.2016, Die Umfrageergebnisse von Dienstag zeigen, dass 74 Prozent der Chinesen der Meinung sind, dass sich die Zustände bessern würden – der größte Anteil unter allen befragten Ländern, zu welchen auch die USA, Indien und Großbritannien gehören.

 

Aus dem Bericht geht ebenfalls hervor, dass 77 Prozent der Befragten, die während ihrer Kindheit in China diskriminiert wurden, finden, die Situation habe sich verbessert – wiederum der höchste Wert unter den befragten Ländern. Mit 61 Prozent belegt Indien den zweiten Platz, Nigeria kommt an dritter Stelle mit 55 Prozent.

 

Laut der Studie, bei der 18.172 Erwachsene in den teilnehmenden Ländern befragt wurden, gaben weltweit fast 40 Prozent der Erwachsenen an, als Kind aufgrund von Volkszugehörigkeit, Religion, Behinderungen oder aufgrund ihres Geschlechts oder Wohnortes diskriminiert worden zu sein. Fast die Hälfte der Befragten in Asien gab an, als Kind mit Diskriminierungen zu kämpfen gehabt zu haben. In China lag die Zahl bei 44 Prozent.

 

Die Studie wurde im Zeitraum vom 23. März bis zum 14. April vom internationalen Unternehmen für Meinungsforschung und Beratung GlobeScan für Save the Children durchgeführt. Es war die bislang umfangreichste Umfrage, die von Save the Children, der weltweit führenden, unabhängigen Organisation, die sich für Kinder einsetzt, durchgeführt wurde.

Patrick Watt, Global Campaign und Advocacy Director bei Save the Children, sagt: „Unsere Erfahrung bei der Arbeit in 120 Ländern zeigt uns, dass Diskriminierung heute zunehmend die größte Bedrohung für die ärmsten Kinder ist. Diskriminierung versperrt einigen der gefährdetsten Kindern den Zugang zu lebensrettenden Diensten.“

 

Wang Le, stellvertretender Landesdirektor für China bei Save the Children, sagt, es sei deutlich zu sehen, dass das Land große Schritte gemacht habe. „Es ist wahr, dass sich die Situation für Kinder in Bezug auf Gesundheit, Bildung und Entwicklungsmöglichkeiten in den letzten Jahrzehnten deutlich verbessert hat. Wir sind auch glücklich darüber, dass die Gesellschaft der Meinung ist, dass sich im Hinblick auf die Diskriminierung von Kindern deutliche Verbesserung eingestellt hat.“

 

Doch Wang erklärt, dass die Diskriminierung von Kindern mit Behinderungen in der Studie unterschätzt wurde, da in der Gesellschaft nur wenig Bewusstsein für unbeabsichtigte Diskriminierung herrscht, da Kinder mit Behinderungen in der Öffentlichkeit nur wenig zu sehen sind.

 

Laut der Organisation gehörten Kinder mit Behinderungen zu der gesellschaftlich am meisten benachteiligten Gruppe in China und stünden besonders beim Zugang zu Bildung und Schulabschlüssen großen Herausforderungen gegenüber. (german.china.org.cn)

Ausstellung chinesischer Frauenschrift am Chinesisch-Tag der UN

22.04.2016, Seit Dienstag findet eine Ausstellung über die chinesische Frauenschrift für neun Tage im Palais des Nations in Genf statt, um den siebten Chinesisch-Tag der UN zu feiern.

Die Frauenschrift stammt aus einigen Bergdörfern in der Kreisstadt Jiangyong der zentralchinesischen Provinz Hunan. Nur die dortigen Frauen können diese Schrift lesen und schreiben. Da in früheren Zeiten nur wenige Frauen eine Ausbildung genossen haben, wurde von ihnen die Frauenschrift erfunden, um sich auszutauschen sowie um Erlebnisse aufzuzeichnen. Die Lokalverwaltung hat diese alte Kulturform gefördert und geschützt, sodass die Kenntnisse über die Schrift bis heute fortdauern und sogar weiter tradiert werden.

Wie der Name anklingen lässt, sehen die Schriftzeichen der Frauenschrift wie schlanke Frauenfiguren aus.

Auf der Eröffnungszeremonie am Dienstag haben zwei Frauen, Hu Xin und Pu Lijuan, der UN ihre Version der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ in Frauenschriftzeichen geschenkt. Sie haben anschließend etwa 300 Vertretern aus aller Welt das Schreiben der Schrift demonstriert und ein in Frauenschrift tradiertes Lied vorgetragen. (German.people.cn)

www.chinatours.de
http://www.owc.de/thema/chinacontact/
http://german.cri.cn/
China Radio International
www.konfuzius-institute.de
Konfuzius-Institute
SinoJobs – European-Chinese Job Portal