Kultureller Austausch

Deutsche und Chinesen sind schon lange Freunde. Bei Events, Kulturfesten und Freundschaftstreffen kommt man sich näher. Hier finden Sie Nachrichten mit einem bunten Potpourri aus China-Kultur, deutsch chinesischen Wirtschaftsbegegnungen und China-Konferenzen.

Erstes europäisches Hotelprojekt der New Century Gruppe in Offenbach a.M.

NCTG-Chef CHEN Miaolin mit OB Horst Schneider
NCTG-Chef CHEN Miaolin mit OB Horst Schneider

27.06.2016, Offenbach a.M. – Die New Century Hotel Group ist die größte privat betriebene Hotelgruppe im gehobenen Sternebereich in der VR China. Nunmehr eröffnete das Unternehmen am 25.5.2016 in unmittelbarer Nähe der Europäischen Zentralbank und in Anwesenheit von 150 geladenen Gästen, unter ihnen der Vorsitzender der New Century Tourism Group (NCTG) CHEN Miaolin und Offenbachs Oberbürgermeister Horst Schneider, das erste Hotel außerhalb Asiens im Offenbacher Kaiserleigebiet an der Stadtgrenze zu Frankfurt. 

 

Hotelchef Rodderich Leffler beschrieb zu Beginn der festlichen Eröffnungszeremonie die Rahmendaten des Hauses: 223 Zimmer unterschiedlicher Kategorien auf 17 Stockwerken und 2 Restaurants. Für die Leitung der NCTG erinnerte sodann Präsident CHEN Canrong an die Historie des Projektes, das 2013 durch den Erwerb des früheren Golden Tulip Hotels durch das Unternehmen aus der Taufe gehoben wurde. Nach einer dreijährigen Totalumbauphase, die durch eine großartige Kooperation mit der Stadt Offenbach geprägt gewesen sei, könne nun der offizielle Startschuss erfolgen. Die NCTG sei 1988 gegründet worden, verfüge heute über 200 Hotels und ca. 24000 Mitarbeiter. Man habe inzwischen Platz 26 unter den internationalen Hotelgruppen erreicht. Nach dem europäischen Start in Offenbach habe man nunmehr auch Hotels in Frankreich erworben. Ziel des Services sei es, fernöstliche Kultur mit internationalen Standards zu kombinieren. Für die Stadt Offenbach dankte Oberbürgermeister Horst Schneider für die Standortwahl. Der Kaiserlei an der Grenze zwischen Offenbach und Frankfurt sei ein neuer Investitionsbereich, in dem große Umgestaltungsmaßnahmen noch im laufenden Jahr beginnen würden. Das Band Offenbachs mit der VR China, bisher schon geprägt durch eine Partnerschaft mit Yangzhou in Jiangsu, werde durch das Projekt weiter vertieft. Für den Frankfurter Magistrat entbot Dr. Lutz Raettig, Aufsichtsratschef der Morgan Stanley Bank, ein herzliches Willkommen an dem gewählten internationalen Standort. Der Finanzplatz werde durch den Brexit möglicherweise noch bedeutender werden, der Blick vom Hotel auf die Europäische Zentralbank habe durchaus Symbolcharakter. Das neue Hotel sei eine wundervolle Ergänzung der internationalen Palette des Standorts. XING Weiping, Vize-Generalkonsul der VR China in Frankfurt, prognostizierte, dass das Projekt Offenbach in China noch bekannter machen werde. Es lasse sich zwanglos in die immer tiefer, umfassender und freundschaftlicher werdenden Beziehungen zwischen der VR China und Deutschland einordnen. Umrahmt war die festliche Eröffnung von einem Mix aus chinesischer und europäischer Kultur. Einem traditionellen Drachentanz folgten die mitreißenden Rhythmen der rumänischen Band OVI & The Twins, der Eröffnungsband des Eurovision Song Contest 2015. (bo)

Jugendaustausch beschert SOZ neue Höhepunkte

23.06.2016, „Im kommenden September wird die Russisch-Tadschikische (Slawische) Universität mindestens zwei SOZ-Austauschprogrammstudenten an die chinesische Fremdsprachenhochschule Dalian schicken“, sagte der stellvertretende Rektor der Russisch-Tadschikischen (Slawischen) Universität, Umed Mansurov, auf der 10. Bildungswoche mit dem Titel „Bildung hat keine Landesgrenzen“ der Mitgliedsländer der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) an der Fremdsprachenhochschule Dalian. Des Weiteren pries er die Qualität der Bildungswoche und der Ausbildung der Russisch-Abteilung der Fremdsprachenhochschule Dalian.

 

Die Veranstaltung „Bildung hat keine Landesgrenzen“ fand zuvor bisher in verschiedenen russischen Städten statt, die diesjährige Bildungswoche in der nordchinesischen Hafenstadt Dalian ist die erste Veranstaltung, die nicht in Russland stattfindet. Knapp 80 Teilnehmer, darunter Verantwortliche von Bildungsministerien, Botschafter in China, Rektoren von SOZ-Universitäten, Verantwortliche des Austauschprogramms und Experten aus den fünf SOZ-Mitgliedsstaaten Russland, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan und China, besuchten die Bildungswoche und schlossen zahlreiche Kooperationsvereinbarungen.

 

Die SOZ legt großen Wert auf die Bildungsarbeit für junge Studenten aus den Mitgliedsstaaten. Dafür ist auch die Gründung und rasche Entwicklung der „Universität der SOZ“ ist ein gutes Beispiel. Auf dem Bischkek-Gipfeltreffen der SOZ im Jahr 2007 hat der russische Präsident Wladimir Putin die Gründung der „Universität der SOZ“ initiiert. Momentan ist sie das weltgrößte multilaterale regionale Bildungsprojekt mit den meisten Teilnehmenden. Diese Programmuniversität besteht aus knapp 80 Universitäten aus allen fünf Mitgliedsstaaten und umfasst die folgenden sieben Fachrichtungen: Lokal- und Regionalstudien, Ökologie, Energie, Informationstechnik, Nanotechnik, Wirtschaft und Pädagogik.

 

China unterstützt nach wie vor die Zusammenarbeit im Bereich Bildung zwischen allen Mitgliederländern und setzt die Versprechungen des chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping und des Ministerpräsidenten Li Keqiang in die Tat um. Die Volksrepublik unterstützt das Jugendaustauschjahr der SOZ und bietet ab dem Schuljahr 2016/2017 in den nächsten fünf Jahren jährlich 20.000 Stipendien für die Mitgliedsstaaten an (englischer Bericht: http://news.xinhuanet.com/english/2015-12/15/c_134920075.htm). Zudem lädt China weiterhin Lehrer und Studenten zur Ausbildung nach China ein und heißt junge Studenten in Sommerlagern willkommen.

Seit den letzten zehn Jahren hat die SOZ in den Mitgliederländern zahlreiche inhaltsreiche und vielfältige kulturelle Veranstaltungen wie Jugendforen oder Studenten-Kunstfeste organisiert. Solche Veranstaltungen haben allen Teilnehmenden viele gute Erinnerungen gebracht. Immer mehr Jugendliche wollen auch in Zukunft die Arbeit der SOZ fortsetzen und so die Freundschaft zwischen den Mitgliederländern vertiefen. Dadurch wird das Humankapital für die zukünftige Kooperation aller Mitglieder in allen Bereichen gewährleistet. (German.people.cn)

Berliner Theatertreffen erstmals in China

22.06.2016, Die chinesischen Theaterfans können sich zwischen dem 21. Juni und 9. Juli in Beijing und Shanghai an der deutschen Theaterkunst erfreuen: Denn das Berliner Theatertreffen, das bedeutendste Ereignis der deutschsprachigen Theaterwelt, eröffnet zum ersten Mal seine Pforten in China. Insgesamt drei Theaterstücke werden dem chinesischen Publikum präsentiert.

Zur Vorstellung dieses Kulturereignisses wurde am 20. Juni im Goethe Institut Beijing eine Pressekonferenz abgehalten. Die Gäste aus der Theaterwelt setzten sich mit dem Theatertreffen in China sowie dem Austausch im Bereich Theater zwischen China und Deutschland auseinander.

Dr. Thomas Oberender, Intendant der Berliner Festspiele, war an der Entwicklung des ganzen Projekts, das Berliner Theatertreffen nach China zu holen, beteiligt. Ihm zufolge hätten die Mitwirkenden dabei nicht nur die Theater-Performanz, sondern auch ein Treffen der Theaterkünstler realisiert. Nach seinen Vorstellungen beträfen die drei ausgewählten deutschen Theaterstücke die Veränderung der Gesellschaft und spiegelten die Erlebnisse der Menschen wider. Daraus wird auch die Verantwortung des Theaters deutlich.

Zur deutschen Theaterkultur gehören Neuinterpretation klassischer Werke sowie eigene neue Kreationen. Mit Stücken wie „JOHN GABRIEL BORKMAN“ und „WARTEN AUF GODOT“ wird dem chinesischen Publikum vorgestellt, wie ein neuinterpretierter Klassiker aussehen kann. Ganz im Gegenteil dazu wurde „COMMON GROUND” von einem jungen Ensemble kollektiv erarbeitet. Die beiden Inszenierungen entsprächen gerade dem Hintergrund der Internationalen Theatersaison des chinesischen National Theatre for Performing Arts, so Jiang Tao, Vizedirektor der Programmabteilung des Theaterhauses. Er erklärte auch die Gründe, warum das Nationaltheater Chinas das Berliner Theatertreffen gewählt hat. Zum einen sei das Auswahlsystem des Theatertreffens sehr überzeugend, denn man müsse dabei nur zehn aus 400 Werken auswählen und für das Beijinger Theaterhaus wieder drei aus zehn Werken. Daher sei die Qualität zweifellos hoch. Zum anderen verfolgten die Werke des Theatertreffens brandaktuelle Themen der Gesellschaft wie die Flüchtlingsfrage, Krieg oder die Wirtschaftskrise, die bei den Zuschauern auf hohe Resonanz stießen und zum Nachdenken anregten.

Shermin Langhoff, Intendantin und künstlerische Leiterin des Maxim Gorki Theaters, hat auf der Pressekonferenz die Besonderheit ihres Theaterhauses erklärt. Sie wollten kritische Stücke auf die Bühne bringen, die die aktuellen Themen der „neuen Menschen“ behandelten. Langhoff sagte, sie hätten seit drei oder vier Jahren neue Theaterstücke kreiert, um die gesellschaftlichen Probleme mit Selbstkritik zu interpretieren. Denn sie glaube, dass Deutschland durch die Einwanderung und Zuwanderung nicht mehr homogen sei. Sie wollten die multikulturelle und transkulturelle Eigenschaft Deutschlands darstellen, insbesondere könnten sie den Austausch und die Konflikte im Rahmen der Globalisierung aus künstlerischer und kultureller Perspektive neu interpretieren, so die Theaterleiterin.

Das Theater „COMMON GROUND” thematisiere den Krieg in Ex-Jugoslawien, wie Regisseurin Yael Ronen vorstellte. Die Inszenierung finde jedoch nicht auf makro-politischer Ebene, sondern durch Darstellung der eigenen Erlebnisse der Schauspieler statt. Dejan Bućin, der die Hauptrolle spielt, sagte, es ist für die Schauspieler eine große Herausforderung, eigene Erlebnisse als reale Geschichte auf der Bühne darzustellen. Denn der Krieg, den ihre Eltern erlebt haben, sei zu Hause ein Tabuthema.

Im Mai 2015 schlossen die Berliner Festspiele einen fünfjährigen Kooperationsvertrag mit der Agentur Wu Promotion ab. Ab 2016 bis 2022 wird das Theatertreffen alljährlich mit ausgewählten Inszenierungen nach China zurückkehren. In diesem Jahr werden drei Inszenierungen mit einem umfangreichen Rahmenprogramm vorgestellt. Die drei ausgewählten Theaterstücke zeigen die Vielfalt der deutschsprachigen Theaterkreationen und präsentieren dem chinesischen Publikum aktuelle Themen, Debatten und Tendenzen des Theaters in Deutschland. (german.china.org.cn)

Binzhou-Delegation zu Gesprächen in Frankfurt

20.6.2016, Frankfurt a.M. - Binzhou ist eine bezirksfreie Stadt mit ca. 4 Millionen Einwohnern und einer Fläche von 9.447 km² in der ostchinesischen Provinz Shandong. Eine durch Vize-Bürgermeister QIN Chuanbin geleitete Delegation von Vertretern zentraler Wirtschaftsbereiche der Stadt beendete am 18.6.2016 ihre Europareise zur Präsentation der wirtschaftlichen Attraktivität der Stadt für Investoren mit Gesprächen in Frankfurt a.M.

 

Die Reise hatte die Delegation zunächst nach London und Liverpool geführt, in Deutschland folgte die Stadt Köln vor der Schlussetappe in Frankfurt a.M.. Zur möglichst umfassenden Information potenzieller Investoren gehörten ihr u.a. Vertreter der wirtschaftlichen Entwicklungszone, der Hafenverwaltung und der Eisenbahn an, aber auch der städtischen Vereinigung zur Pflege der Freundschaft mit ausländischen Staaten. Die Stadtregierung war neben Vize-Bürgermeister Qin durch Vize-Generalsekretär QIU Yanbo vertreten. In Frankfurt führte Vize-Bürgermeister Qin im Hotel Steigenbergers Frankfurter Hof Kooperations-Gespräche mit dem Herausgeber der Chinesischen Handelszeitung in Deutschland (Huashangbao), XIU Haitao, sowie der Stellv. Vorsitzenden des Shandong-Wirtschaftsvereins  in Deutschland, Frau MENG Meng. Letztere ist zugleich Vertreterin der Europarepräsentanz des Binzhou Beihai New Districts, einer Wirtschaftsentwicklungszone der Stadt, die insbesondere um Unternehmen mit technischer Produktion ohne größere Umweltbelastungen wirbt. Das Foto zeigt die Delegation mit Gesprächspartnern im Frankfurter Hof, 5.v.l. VBgm Qin, rechts daneben Xiu Haitao, 3. v.l. Frau Meng, ganz rechts VGenS Qiu. (bo)

Erstmals große „China Bags Show“ in Offenbach

  20.6.2016, Offenbach – Die hessische Stadt Offenbach ist das traditionelle Zentrum der deutschen Lederindustrie. Hiervon zeugen die zweimal jährlich stattfindende Internationale Lederwarenmesse ebenso wie das in Offenbach beheimatete Deutsche Ledermuseum. Erstmals zeigten nunmehr die namhaften Leder-, Koffer- und Taschenproduzenten Chinas vom 17. – 18. 6. 2016 auf dem Offenbacher Messegelände in einer „China Bags Show“ ihr reichhaltiges und auch preislich attraktives Angebot dem deutschen Publikum.

 

Über 100 Aussteller aus der VR China, insbesondere auch aus dem Zentrum der Lederwarenindustrie in Guangzhou, präsentierten sich auf der von der Chinesischen Handelskammer für Leichtindustrie und Kunsthandwerk organisierten Veranstaltung. Zur Eröffnung betonte Offenbachs Stadtoberhaupt, Oberbürgermeister Horst Schneider, wie sehr es die Stadt zu schätzen wisse, dass die chinesische Seite als Austragungsort für diese Veranstaltung die traditionsreiche Lederwarenstadt Offenbach gewählt habe. Er hoffe, dass dieser erstmaligen Veranstaltung noch viele weitere folgen würden. Dies bestätigte für den Veranstalter Handelskammerpräsident WANG Zhungqi. Man betrachte es als Ehre, gerade in Offenbach mit dieser Veranstaltung präsent zu sein, und beabsichtige, aus dieser Veranstaltung eine gute Tradition in Offenbach werden zu lassen. Gemeinsam mit der Messe Offenbach wolle man eine „Plattform China Bags Show“ aufbauen. Im Anschluss an die Eröffnungszeremonie lud Oberbürgermeister Schneider die Veranstalter zu einer Sonderführung im Deutschen Ledermuseum ein, ein Geste, die von den Eingeladenen gerne angenommen wurde. Auf der Messe selbst war die Angebotspalette äußerst reichhaltig. Sie umfasste Reisekoffer, Mappen, moderne Taschen, Rucksäcke, Kinder-Rucksäcke, Damen-Handtaschen und Regenschirme.

Zu einem besonderen Salon hatte der Veranstalter am Abend des 17.6. gemeinsam mit der Chinesischen Handelskammer in Deutschland, vertreten durch Geschäftsführer DUAN Wei, in ein nahe gelegenes Hotel eingeladen. Als „Speaker of Honour“ erläuterte hier der frühere baden-württembergische Wirtschaftsminister Professor Herman Schaufler Aspekte der deutsch-chinesischen Beziehungen und der China-Fachmann von FrankfurtRheinMain, Bertram Roth, stellte in chinesischer Präsentation die wirtschaftliche Attraktivität der Rehin-Main-Region vor. Das Foto zeigt bei der Eröffnungszeremonie v.l.n.r. Wirtschaftskonsul ZHU Weige, OB Schneider, Präsident Wang, Stv.Leiterin der Guangzhou Handelskommission Frau CHEN Yongfang und Messe-CEO Arnd Hinrich Kappe. (bo)

Gegen Schwarzmalerei und Untergangsszenarien: Eine Perspektivstudie der Bundesakademie für Sicherheitspolitik zur VR China

Im Juni 2016, Berlin-Niederschönhausen – „Scheitert China? Risiken, Unwägbarkeiten und Perspektiven“ ist der Titel einer Perspektivstudie, die die Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS) nunmehr als „Arbeitspapier Sicherheitspolitik, Nr. 16/2016“ vorgelegt hat. Verfasst ist die Studie von Prof. Dr. Anja Senz (Professorin für Transkulturelle Studien mit dem Schwerpunkt Wirtschaft, Politik und Gesellschaft Chinas und Ostasiens am Institut für Sinologie der Universität Heidelberg). Die Untersuchung beschreibt, dass wirtschaftliche Untergangsszenarien über die VR China in der internationalen Debatte seit längerem Konjunktur haben, und wirbt für eine sachliche Betrachtungsweise.

 

Die 1992 durch den Bundessicherheitsrat gegründete BAKS ist die ressortübergreifende Weiterbildungsstätte der Bundesrepublik Deutschland auf dem Gebiet der Sicherheitspolitik. Sie ist seit 2004 der Schlossanlage Schönhausen im Berliner Bezirk Pankow ansässig. Die BAKS soll Führungskräfte aus Bund und Ländern und aus sicherheitspolitisch relevanten privaten Bereichen gemeinsam über die Ressortgrenzen hinaus weiterbilden. Dabei werden Bereiche der Sicherheitspolitik und des staatlichen und menschlichen Handelns erfasst. Die BAKS sieht sich als ein Diskussionsforum für die sicherheitspolitischen Interessen. Und sie soll insbesondere auch das sicherheitspolitische Verständnis in der Gesellschaft insgesamt stärken und eine „Strategic Community“ – so die Worte ihres Gründungspräsidenten Admiral a.D. Dieter Wellershoff – aufbauen. Im Rahmen dieses ihres Auftrages gibt die BAKS auch regelmäßig Arbeitspapiere zur Sicherheitspolitik zu unterschiedlichsten Fragestellungen heraus, zu denen auch die hier angezeigte Studie gehört. Bereits einführend verweist die Verfasserin darauf, dass China betreffende Untergangsszenarien in der internationalen Debatte seit längerem Konjunktur hätten, aber bereits ebenso oft daneben gelegen hätten  – teils aufgrund vereinfachender Annahmen, teils aufgrund westlichen Wunschdenkens.

Dass China durch seine wirtschaftliche Entwicklung mit zahlreichen profunden Schwierigkeiten zu kämpfen habe, ist nicht zu bestreiten. Daraus auf einen bevorstehenden Kollaps der Volksrepublik zu schließen, sei jedoch überzogen. Das es Prognosen über den nahen apokalyptischen Untergang Chinas bereits seit 1989 gegeben hat, belegt die Verfasserin anschaulich an konkreten Beispielen. Sie räumt ein, dass China als Resultat seiner Wirtschaftsentwicklung heute mit zahlreichen Schwierigkeiten zu kämpfen habe wie etwa Urbanisierung, demographischer Wandel, ein schwaches Sozialversicherungssystem, ein für die Qualifizierung von Arbeitskräften unzureichendes Bildungssystem, regionale Ungleichheiten, Einkommensdisparitäten oder auch ethnische Konflikte. Zu den Langzeitherausforderungen gehörten Umweltzerstörung und Klimawandel. Schließlich sei China ist durch die Integration in die globalen Wirtschaftsprozesse verwundbar geworden für Nachfrageschwächen auf dem Weltmarkt, und auch der Umbau zur Service- und Konsumgesellschaft berge Risiken in sich. Für die deutsche Wirtschaft sei ein handlungsfähiges. Starkes China jedenfalls von hoher Bedeutung. Deshalb solle man zwar einerseits auf Risiken vorbereitet sein, andererseits aber auch nach konstruktiven Ansätzen der Zusammenarbeit auf der Grundlage gemeinsamer Interessen suchen (https://www.baks.bund.de/sites/baks010/files/arbeitspapier_sicherheitspolitik_2016_16.pdf). Das Foto zeigt die BAKS in Berlin-Niederschönhausen (bo)

Vize-Landrat von Boxing besucht Kreis Offenbach

17.6.2016, Dietzenbach – Der Kreis Boxing liegt in der chinesischen Provinz Shandong. Er gehört zum Verwaltungsgebiet der bezirksfreien Stadt Binzhou. Boxing hat eine Fläche von 901 km² und zählt etwa 470.000 Einwohner. Sein Zentrum ist die Stadt Boxing. Am 15.6.2016 besuchte eine zehnköpfige Delegation von hochrangigen Unternehmensvertretern und Planungsbeamten des Kreises unter Leitung von Vize-Landrat ZHAO Chunliang den in der wirtschaftsstarken Rhein-Main-Region gelegenen Kreis Offenbach.

 

Der Kreis Offenbach ist nicht nur sehr hoch im wirtschaftlichen Gesamtranking der 295 deutschen Landkreise angesiedelt, sondern weist auch eine sehr hohe Ansiedelungsrate chinesischer Unternehmen auf. Zudem sind gerade die Beziehungen zu der chinesischen Provinz Shandong sehr ausgeprägt, unterhält der Kreis doch seit 2007 eine sehr lebendige Partnerschaft mit der Stadt Liaocheng. Ferner hat die Stadt Binzhou 2015  im Kreis eine Wirtschaftsrepräsentanz eingerichtet. Vor diesem Hintergrund begrüßte in Abwesenheit des verhinderten Landrats Oliver Quilling Kreisbeigeordneter Carsten Müller seinen Amtskollegen Zhao in der „Kreishauptstadt“ Dietzenbach besonders herzlich. Er verwies auf die logistisch ausgezeichnete Lage des Kreises (u.a. unmittelbare Nachbarschaft zum Flughafen Frankfurt) und beschrieb das äußerst dichte Unternehmensnetzwerk zwischen Kreisunternehmen und chinesischen Partnern. Die große „Lebendigkeit“ der Liaocheng-Partnerschaft dokumentiere sich u.a. in einer Schulpartnerschaft als Folge. Persönlich sei er von einem Chinabesuch sehr beeindruckt gewesen. Vize-Landrat Zhao dankte zum einen für den Empfang, zum anderen stellte er die logistisch günstige Lage Boxings und dessen Wirtschaftsstruktur (u.a. Petrochemie, Küchengeräte) einschließlich der diese in der Delegation vertretenden Unternehmer vor. Er bat die Vertreter des Kreises Offenbach, beim nächsten Shandongbesuch auch Boxing einzubeziehen und lud herzlich zu einem solchen Besuch ein. Nach einer kurzen Beschreibung der ausgezeichneten bilateralen Beziehungen zwischen der Deutschland und der VR China und der Standortvorteile des Landes Hessen durch MDgt. a.D. Dr. Michael Borchmann präsentierten Frau Sibylle Möller, LLM (Europe Direct Relais Rhein-Main, Kr. OF) und Frau Konstanze Fritsch (Europabüro und Wirtschaftsförderung) die Struktur des Kreises im Detail. Zugleich wurden in Einzelerörterungen mit den Delegationsteilnehmern Grundlagen für die Anbahnung konkreter Wirtschaftskontakte nach Boxing gelegt. Eine herausragende Rolle spielte bei der Veranstaltung auch der in Frankfurt ansässige Shandong Wirtschaftsverein in Deutschland: Der für die Besuchsorganisation verantwortliche Dr. WANG Xiaofeng gehört dem Vorstand dieses Vereins ebenso an wie die Unternehmerin Frau MENG Meng, die sich spontan für die Gesprächsübersetzungen zur Verfügung gestellt hatte.

Das Foto zeigt die Delegation im Kreishaus, v.l. K. Fritsch, S. Möller, 4.v.l. Dr. Wang, 7. v.l. VLR Zhao, 9.v.l. Beig. C. Müller, rechts M. Meng, 3.v.r. Dr. Borchmann (bo)

Musikaustausch "CHINA INN"

08.06.2016, „CHINA INN“ verbindet mit einem einzigartigen Konzept die Kulturen zwischen Deutschland und China und fördert den gemeinsamen Austausch zwischen den zwei Ländern. 2013 ist das internationale Hamburger Jugendmusikfestival CHINA INN gestartet und wird mit Unterstützung des Landesmusikrat Hamburg e.V. von DeIN Internationaler Kunst- und Kulturaustausch e.V. organisiert und von China Tours Hamburg mitveranstaltet. CHINA INN bietet den Musikschülern im Alter von 10 bis 20 Jahren die Möglichkeit an einem internationalen Musikaustausch teilzunehmen.

 

Die Veranstalter haben bereits die ersten Anmeldungen aus China bekommen und suchen nun Gastfamilien für die jungen Teilnehmer aus China. Wenn Sie 1-2 Gastkinder aus China bei sich aufnehmen wollen, melden Sie sich gerne bei Laura Zimmermann unter 040 819738-51 oder L.Zimmermann@ChinaTours.de.

 

Mehr Infos unter www.chinainn.eu

Chemiestandort Shanghai präsentiert sich in Frankfurt a.M.

25.5.2016, Frankfurt a.M. – Zu den bedeutendsten Chemiestandorten der VR China gehört Shanghai und hier namentlich der Shanghai Chemical Industry Park (SCIP). Unter Organisation des Ludwigshafener Unternehmens Far Eastern stellte am 24.5. 2016 am Chemiestandort Hessen in Frankfurt a.M. der SCIP-Vize-Chef WANG Hongjun Standortvorteile und Optionen für die deutsche chemische Industrie in Shanghai vor.

 

Far Eastern CEO Rolf Marohn erläuterte zum Auftakt der Veranstaltung Rolle und Bedeutung der Chemie im 13. Fünfjahresplan der VR China. Zielsetzung der Präsentation sei es nicht zuletzt, gerade Kontakte zu kleinen und mittleren Unternehmen der chemischen Industrie in Deutschland herzustellen. Die Eckdaten des SCIP stellte der Leiter der Delegation aus Shanghai vor, der stellv. Chef des Verwaltungsausschusses WANG Hongjun. Er wies auf die namhaften bereits angesiedelten Firmen hin und bekräftigte das Interesse der Stadt Shanghai namentlich auch an der Ansiedelung mittelständischer Unternehmen. MDgt. a.D. Dr. Michael Borchmann begrüßte aus deutscher Sicht, dass man als Ort der Veranstaltung den Chemiestandort Hessen gewählt habe, zumal auch das nahe gelegene Rheinland-Pfalz zu den herausragenden Chemiestandorten in Deutschland zähle. Für die Betreibergesellschaft des SCIP wies deren Vize-Präsident ZHU Jian darauf hin, dass nur ein umfassendes Angebot von Service- und Infrastrukturleistungen für die am Standort ansässigen Unternehmen die Wettbewerbsfähigkeit von gesamten Produktionsketten garantiere. Das konkrete Angebot seiner Gesellschaft für den SCIP legte er ebenso detailliert dar wie statistische Daten der Entwicklung sowie das Zusammenspiel von Umweltschutz und Ausbau der chemischen Produktion. Eine intensive Diskussion mit anwesenden Unternehmensvertretern schloss sich an. Auf ein besonderes Anliegen der mittelständischen Wirtschaft wies dabei Jörg von Netzer, Außenwirtschaftssprecher des Landesverbandes Hessen des BVMW hin: Diesen Unternehmen müsse man die Möglichkeit einräumen, ihr Investitionsvolumen sukzessive unter Erkundung des Marktes zu steigern.

Das Foto zeigt die Delegation in Frankfurt, 5.v.l. VP Zhu, rechts daneben DelLeiter Wang, rechts hinten Far Eastern-Chef Marohn. (bo) 

Jilin-Parteisekretär Bayin trifft Vize-MP a.D. Dr. Hahn in Frankfurt

24.5.2016, Frankfurt a.M. -  Zu einem Treffen zwischen dem obersten Repräsentanten der nordost-chinesischen Provinz Jilin, Parteisekretär BAYIN Chaolu, und dem früheren hessischen Vize-Ministerpräsidenten Dr. Jörg-Uwe Hahn ist es am 23.5.2016 in Frankfurt a.M. gekommen. Das Treffen fand im Vorfeld eines von der Provinz im Frankfurter Hilton-Hotel veranstalteten Symposiums über bilaterale Wirtschafts- und Handelszusammenarbeit statt.

 

Angereist war Parteisekretär Bayin nach Frankfurt mit einer stattlichen Delegation von nahezu 90 Mitgliedern, um die deutsch-chinesische Kooperation namentlich im Bereich der Schlüsselindustrien der Provinz wie etwa Automobilbereich und Petrochemie, aber auch Gesundheitssektor und Medizintechnik zu fördern. Dem Symposium voraus ging ein Meinungsaustausch des Parteisekretärs, begleitet durch den Frankfurter Generalkonsul LIANG Jianquan und Wirtschaftskonsul ZHU Weige, mit herausragenden Akteuren auf deutscher Seite, darunter Hessens früherer stellv. Ministerpräsident und Hunan-Beauftragter Dr. Jörg-Uwe Hahn, Staatssekretär a.D. und früherer Chef des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung Friedhelm Ost und BASF-President and Chairman Greater China Dr. Stephan Kothrade. Parteisekretär Bayin warb hier für die Standortvorteile seiner Provinz und brachte die Zielsetzung zum Ausdruck, Jilin in Deutschland und namentlich in der deutschen Wirtschaft noch bekannter zu machen. Diese Zielsetzung unterstrich Parteisekretär Bayin auch in dem anschließenden Symposium vor ca. 200 Besuchern, das durch Grußworte von Dr. Jürgen Ratzinger (IHK Frankfurt a.M.) und Generalkonsul Liang eingeleitet wurde. Nach der Vorstellung konkreter deutscher Firmenaktivitäten in Jilin durch Dr. Kothrade (BASF) und Andreas Kostal (Leopold Kostal GmbH & Co. KG) wurde die Veranstaltung durch die Unterzeichnung zahlreicher bilateraler Kooperationsvereinbarungen abgeschlossen, darunter auch auf hessischer Seite durch das Netzwerk Hessen-China, vertreten durch seinen Präsidenten, Wirtschaftsminister a.D. Alfred Schmidt.

Das Foto zeigt v.l.n.r. Vize-MP a.D. Dr. Hahn, Parteisekretär Bayin, Sts a.D. Ost und Dr. Kothrade. (bo)

China erleben – Kultur aus Westchina

19.5.2016, Frankfurt a.M. – Mit einer feierlichen Eröffnungszeremonie im Kap Europa, dem Kongresszentrum der Messe Frankfurt, gaben das Presseamt beim Staatsrat der VR China und das chinesische Generalkonsulat gemeinsam den „Startschuss“ zu der Veranstaltungsreihe „China erleben – Kultur aus Westchina“. Zugleich verabschiedete sich der ausgesprochen beliebte Generalkonsul LIANG Jianquan von den Besuchern und kündigte seinen Wechsel auf eine Position in Beijing an.

 

Aus China eigens zu der Veranstaltung angereist war Vize-Ministerin CUI Yuing vom staatlichen Presseamt, die in ihrem Grußwort auf die 56 chinesischen Minderheiten hinwies, die überwiegend in Westchina lebten, also dem Herzen Asiens. Ministerin Cui hob die völkerverbindende Funktion von Kunst und Kultur hervor: Dies sei das Feld, auf dem man die Menschen zusammenbringe. Generalkonsul dankte dem Presseamt für die intensive Unterstützung, die Veranstaltung „Faszination Westchina“ und den erstmaligen Auftritt des Gesangs- und Tanzensembles der Stadt Lhasa in Deutschland zu ermöglichen. Zugleich betonte er, wie sehr ihm die Arbeit in Frankfurt Freude bereitet habe und dass er den deutschen Freunden auch auf seinem neuen Posten in Beijing verbunden bleiben werde. Im Mittelpunkt standen sodann die Darbietungen des genannten Gesangs- und Tanzensembles der Stadt Lhasa. Die bereits 1960 gegründete Gruppe gehört zu den wichtigsten Ensembles im Autonomen Gebiet Tibet in Westchina. Es arbeitet daran, die Tradition von tibetischer Kunst und Musik zu pflegen und fortzusetzen. Seit seinem Bestehen kann es auf zahlreiche Auftritte in den USA, in Australien und Neuseeland,  sowie vielen Ländern Europas und Asiens zurückblicken. Neben Gesangs- und Tanzdarbietungen aus Xinjiang und der Mongolei bildeten Stücke aus Tibet naturgemäß den Schwerpunkt, wobei vornehmlich die kraftvollen Tänze das Publikum begeisterten. Den Abschluss bildete – als Verneigung vor dem Besuchsland Deutschland – die Aufführung von Mendelssohns „Auf den Flügeln des Gesanges“, vorgetragen in chinesischer Sprache. 

Das Foto zeigt Vize-Ministerin Cui bei ihrem Grußwort. (bo)

 

Umweltverschmutzung und -schutz entlang der Industrialisierung in Westchina

12.5.2016, Frankfurt a.M. – Einen besonderen Fokus hat das Konfuzius-Institut in seinem diesjährigen Veranstaltungsprogramm auf den Umweltschutz gelegt. Nach einem Vortrag über Energiesicherheit, Umweltschutz und Klimawandel im Monat April stand am 12.5.2016 die spezielle Situation in Westchina im Blickfeld einer Veranstaltung. Dr. FENG Yucheng aus Berlin befasste sich vor dem Frankfurter Publikum mit dem Fragenkreis: „Umweltverschmutzung und -schutz entlang der Industrialisierung in Westchina – Uigurisches Autonomes Gebiet Xinjiang“.

 

Referent Dr. FENG studierte an der Tongji-Universität in Shanghai und promovierte anschließend an der Technischen Universität Hamburg-Harburg. Erfahrungen gesammelt hat der zur Zeit bei einem mittelständischen Unternehmen Beschäftigte sowohl durch langjährige universitäre Forschung als auch in verschiedenen Industriebranchen, und zwar weitgehend in solchen der Umwelttechnik. Grund für den spezifischen Betrachtungsgegenstand der Veranstaltung war, dass im Zuge der Industrialisierung des chinesischen Westens verständlicherweise auch Themen wie Umweltverschmutzung und Umweltschutz zunehmend an Bedeutung gewinnen. Der Referent warf Fragen auf, wie es konkret im uigurischen autonomen Xinjiang aussehe; welche geologischen und klimatischen Voraussetzungen vorherrschten; wie  sich Flora und Fauna gestalteten,  und welche Lebensräume durch  den modernen Menschen in besonderem Maße gefährdet seien?  Seine Ausführungen beleuchteten ebenso unter anderem das Vorkommen natürlicher Ressourcen in Xinjiang, politische Entwicklungen sowie die Modernisierung von Landwirtschaft und Industrie. Auch ging er anhand ausgewählter Beispiele auf die Gefährdung fragiler Ökosysteme ein, und darauf, was zu ihrem Schutz unternommen werde. 

Das Foto zeigt Dr. Feng bei seinem Vortrag. (bo)

Kreis Offenbach baut China-Kooperation weiter aus

12.5.2016, Dietzenbach - Der Kreis Offenbach ist ein starker Wirtschaftsstandort in der Metropolregion FrankfurtRheinMain, den eine sehr niedrige Arbeitslosenquote und ein hohes Gewerbesteueraufkommen prägen. Hier haben sich nicht nur sehr viele chinesische Unternehmen angesiedelt, geprägt ist die Kreispolitik unter Leitung von Landrat Oliver Quilling zudem durch eine pro-aktive China-Kooperation, sei es durch Veranstaltungen zur Vermittlung chinesischer Kultur, sei es durch eine Partnerschaft mit der Stadt Liaocheng (Shandong). Am 12.5.2016 empfing Landrat Quilling im Kreishaus in Dietzenbach den Europachef der Investititonsförderungsagentur (CIIPA) des chinesischen Handelsministeriums XU Yaojun, um weitere Schritte der bilateralen Zusammenarbeit abzustimmen.

Bei seiner Begrüßung von Direktor Xu stellte Landrat Qulling vor allem den Wirtschaftsstandort Kreis Offenbach mit Rahmendaten vor und verwies darauf, dass der Kreis im neuesten Fokus-Ranking aller deutschen Wirtschaftsstandorte auf Platz 34 angesiedelt sei. Logistisch von Bedeutung seien die unmittelbare Grenze zum Frankfurter Flughafen und der Direktanschluss zum meistbefahrenen Autobahnkreuz Deutschlands. U.a. die logistische Privilegierung habe dazu geführt, dass sich 36000 Unternehmen in den 13 Städten und Gemeinden angesiedelt hätten, darunter sehr viele chinesische. Namhafte Firmen von Weltrang hätten ihre Europasitz im Kreis. Eine zusätzliche Attraktion bildeten Infrastruktur sowie Freizeit- und Naherholungsqualitäten. Direktor Xu seinerseits stellte Hintergründe, Entwicklung und Aufgabenstellung der CIIPA vor. Man nehme eine Brückenfunktion für bilaterale Wirtschaftsaktivitäten wahr. Dies gelte für Inbound- und Outbound-Aktivitäten. Man biete dem Kreis die Zuleitung von  Delegationen und auch die Präsentation Offenbachs in China an. Auch die Partnerschaft mit Liaocheng unterstütze man gerne. Landrat Quilling und Direktor Xu zeigten sich nach dem Treffen überzeugt, dass diese Begegnung der „Kick-off“ für eine fruchtbare Zusammenarbeit sei. Das Foto zeigt die Gesprächsteilnehmer im Kreishaus Dietzenbach, 3.v.l. LR Quilling, rechts von ihm Direktor Xu und Ralf Hügel, Leiter der Wirtschaftsförderung OF. (bo)

 

Hunan: Matchmaking und Präsentation in Frankfurt

10.5.2016, Frankfurt a.M. – Bereits seit 30 Jahren ist die chinesische Provinz Hunan mit dem Land Hessen seit 1986 durch eine Handels- und Wirtschaftskooperationsvereinbarung verbunden. Auf Einladung der IHK Frankfurt, von Hessen Trade & Invest und der Hunan-Untergliederung der chinesischen Außenhandelskammer CCPIT fand am 10.5.2016 in den Räumen der Frankfurter IHK eine große Matchmaking Veranstaltung Hessen – Hunan statt.

 

Nach Frankfurt angereist war eine recht große, von der chinesischen Außenhandelskammer zusammengestellte Delegation, die vor allem Kontakte auf den Geschäftsfeldern Logistik, Umwelttechnik, Biotechnologie, Handel und Tourismus suchte. In seinem Grußwort erinnerte Dr. Jürgen Ratzinger, Geschäftsführer International der IHK Frankfurt, an die lange Tradition und Intensität der Wirtschaftspartnerschaft zwischen Hessen und Hunan. An diese Tradition knüpfte auch XIONG Jian, Delegationsleiter auf chinesischer Seite und Vize-Chef der chinesischen Außenhandelskammer Hunan an und beschrieb die wirtschaftlichen Rahmendaten der Provinz im Einzelnen. In seiner Delegation seien zahlreiche Industrieparks und Unternehmen vertreten, die Kontakten mit deutschen Unternehmen gerne entgegensähen. Für das Generalkonsulat der VR China in Frankfurt stellte Wirtschaftskonsul ZHU Weige den Bezug des aktuellen Besuchs zum Gesamtrahmen der chinesischen Wirtschaftslage und den bilateralen Wirtschaftsbeziehungen her. Neben zahlreichen weiteren Grußworten von Vertretern des Landes-Wirtschaftsministeriums, der Stadt Loudi in Hunan und eines in Hunan ansässigen deutschen Unternehmens sowie des Deutschland Repräsentanten der CCPIT präsentierte sich vor allem die Changsha Jinxia Development Zone, bevor die Veranstaltung mit individuellen Matchmaking-Gesprächen von Unternehmen beider Seiten endet. (bo)

Chinesische Community auf den Spuren des Rieslings

Das Foto zeigt die Besucher auf ihrer Weinwanderung, vorne in der Mitte mit Flasche Winzer Stefan Ress, rechts neben ihm Xiu Haitao.
Das Foto zeigt die Besucher auf ihrer Weinwanderung, vorne in der Mitte mit Flasche Winzer Stefan Ress, rechts neben ihm Xiu Haitao.

7.5.2016, Hattenheim/Rheingau – Die „Rheingauer Schlemmer-Woche“ nahm die chinesische Community Frankfurt zum Anlass, sich in dem geschichtsträchtigen Rheingauer Weinort Hattenheim, unmittelbar neben dem Weinkloster Eberbach gelegen, auf die Spuren der in China sehr beliebten Rebsorte „Riesling“ zu begeben. Eine Gruppe von 20 angesehener Mitglieder der Community wanderte unter Organisation durch Handelszeitungs-Herausgeber XIU Haitao und unter Führung von Winzer Stefan Ress bei strahlendem Sonnenschein durch die Weinberge, besichtigte Keller und verkostete Rheinhauer Spitzengewächse.

 

Zu der diesjährigen Schlemmerwoche hatten in der ersten Maiwoche unter dem Motto „Regionale Weine, regionale Küche, regionale Orginale“ Winzer und Gastronomen ihre Gäste in Weingüter, Gutsschänken und Restaurants eingeladen, regionale Spezialitäten - und natürlich um den Rheingauer Wein und Sekt kennenzulernen. Die große Beliebtheit gerade des Rieslings bei Chinesen und entsprechende Nachfragen veranlassten Huashangbao-Herausgeber XIU Haitao, einen Gruppenbesuch bei einem der renommiertesten Rheingauer Weingüter zu organisieren, dem Weingut Balthasar Ress, dessen Weine durch Hessen regelmäßig auf Auslandsdelegationsreisen als hessische Vorzeigeweine präsentiert werden. Weingutsinhaber und Winzer Stefan Ress führte seine Besucher persönlich – mit begleitenden Verkostungen - durch den Hausweinberg Nussbrunnen und erläuterte den Weinanbau unmittelbar am Objekt „Rebe“ und beschrieb Geschichte und besondere Wertigkeit des Riesling. Es folgten Besuche in der Vinothek, dem Gutsausschank und auch eine Besichtigung von Keller und Weinbank. Diese Weinbank besteht aus Schließfächern im Keller, um Kunden die Gelegenheit zu geben, ihre persönlichen Weine unter optimalen Bedingungen reifen zu lassen und sie jederzeit in der besonderen Atmosphäre eines traditionellen Weinkellers mit Freunden und Bekannten zu genießen. (bo)

Parteisekretär von Wencheng besucht seine Landsleute in Deutschland

Das Foto zeigt v.l.n.r. Konsul Lu, YU Gangjin, Parteisekretär Wang, Dr. Borchmann und XIU Haitao.
Das Foto zeigt v.l.n.r. Konsul Lu, YU Gangjin, Parteisekretär Wang, Dr. Borchmann und XIU Haitao.

7.5.2016, Ginsheim-Gustavsburg - Der Kreis Wencheng ist ein Kreis in der chinesischen Provinz Zhejiang. Er gehört zum Verwaltungsgebiet der bezirksfreien Stadt Wenzhou. Aus Wencheng haben sich außerordentlich viele Chinesen gut in die Wirtschaft Deutschlands eingegliedert. Nunmehr besuchte der Parteisekretär von Wencheng, WANG Chi, seine Landsleute in Deutschland. In der nahe Mainz gelegenen Stadt Ginsheim-Gustavsburg gab ihm der Verein der Wengcheng Überseechinesen in Deutschland einen großen Empfang.

 

Besonders zahlreich vertreten sind die „Wengcheng-Chinesen“ im Bereich der Gastronomie. Sie haben Deutschland in besonderem Maße mit der chinesischen Küche und vor allem auch mit den Feinheiten der Küche von Zhejiang vertraut gemacht. Zu dem Empfang in Ginsheim-Gustavsburg waren denn auch „Wengchenger“ aus ganz Deutschland angereist, um dem hochrangigen Vertreter aus ihrer Heimat die Ehre zu erweisen. Von offizieller Seite aus war das zuständige Generalkonsulat der VR China in Frankfurt ebenso vertreten wie der Chef der deutschen Repräsentanz der Investitionsförderungsagentur des Handelsministeriums in Beijing und der Europavertreter des Wirtschaftsministeriums der Provinz Zhejiang. In seinem Grußwort hob Parteisekretär WANG die ausgezeichneten wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der VR China und der BR Deutschland hervor und wies besonders auf den im September geplanten G 20-Gipfel in Zhejiangs Hauptstadt Hangzhou hin, den ersten G 20-Gipfel in China überhaupt.

 

Wangs lobende Würdigung fand auch das große Engagement gerade der Wengcheng-Chinesen in Deutschland. An diese Punkte knüpfte Konsul LU Qizi, Leiter der Konsularabteilung des Frankfurter Generalkonsulats nahtlos an: Gerade auch im Bereich des Frankfurter Generalkonsulats erfreue sich der wirtschaftliche Austausch selbst bei schwächeren weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen einer nicht abnehmenden Dynamik. Für den Vorstand des Vereins der Wenchenger Überseechinesen dankte YU Gangjin herzlich für den hochrangigen Besuch, der die Wengchenger in ihrem Engagement fern der Heimat bestätige und weiter motiviere. Als deutsche Stimme betonte MDgt. a.D. Dr. Michael Borchmann den hohen Stellenwert der Kultur als zweitem Standbein neben der Wirtschaft für die deutsch-chinesische Freundschaft. Der kulturelle Austausch bringe die einzelnen Menschen einander näher, und die Wengchenger leisteten einen sehr großen Beitrag für die Verbreitung der feinen chinesischen Küche in Deutschland, also der Ess-Kultur. (bo)

Bad Vilbel vertieft Kontakt zu China

Das Foto zeigt die Delegation vor dem historischen Gebäude des Konsulats, v.l.n.r. Bgm. Dr. Stöhr, D. Hinkel, Th. Reimann, MDgt. a.D. Dr. Borchmann, Konsul Zhu und VMP a.D. Dr. Hahn
Das Foto zeigt die Delegation vor dem historischen Gebäude des Konsulats, v.l.n.r. Bgm. Dr. Stöhr, D. Hinkel, Th. Reimann, MDgt. a.D. Dr. Borchmann, Konsul Zhu und VMP a.D. Dr. Hahn

4.5.2016, Liederbach a.Ts. - Bad Vilbel ist mit 32.655 Einwohnern (Stand 30. Juni 2015) die an der Einwohnerzahl gemessen größte Stadt im hessischen Wetteraukreis und grenzt an den nördlichen Stadtrand von Frankfurt am Main. Sie ist Teil der dynamischen, wachstumsorientierten Metropolregion FrankfurtRheinMain. Die Stadt hat nunmehr Gespräche mit dem chinesischen Generalkonsulat zum Ausbau der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen aufgenommen.

 

Deutschlandweit bekannt ist Bad Vilbel für seine Mineralquellen und die Firma Hassia. Logistisch günstige Lage an der Grenze Frankfurts und günstige Grundstückspreise haben dazu geführt, dass sich auch Großunternehmen etwa im Pharmabereich und zahlreiche Mittelstandsunternehmen sowie Banken und Sparkassen hier angesiedelt haben, ferner der Sender FFH. Die Stadt hat aber zudem insbesondere auch verstärkte Angebote für chinesische Unternehmen im Auge. Auf Vermittlung des früheren Stellv. Hessischen Ministerpräsidenten Dr. Jörg-Uwe Hahn, der bereits als vormaliger Hunan-Beauftragter der Landesregierung entscheidende Beiträge zur Vertiefung der hessisch-chinesischen Beziehungen geleistet hat, ist die städtische Spitze nunmehr in intensive Gespräche mit der Wirtschaftsabteilung des Frankfurter Generalkonsulats der VR China in Liederbach a.Ts. eingetreten. Gemeinsam mit Vize-MP a.D. Dr. Hahn besuchte am 4.5. eine kleine Wirtschaftsdelegation der Stadt unter Leitung von Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr Liederbach. Mit Wirtschaftskonsul ZHU Weige wurden die Angebote der Stadt im allgemeinen sowie auch Fragen konkreter Projektentwicklungen (Thomas M. Reimann, Alea AG) und der Zusammenarbeit im Mineralbrunnenbereich (Dirk Hinkel, Hassia Gruppe) erörtert. Bürgermeister Dr. Stöhr und Konsul Zhu bewerteten beide die Gespräche als zielführend und verständigten sich darüber, den bilateralen Kontakt weiter zu vertiefen und auszubauen. (bo)

Große chinesische Delegation besucht China Logistik Center in Itzehoe

 

Am 24.04.2016 fand im Rahmen der Besichtigung von China Logistik Center (CLC) eine Delegation mit ca. 50 Geschäftsleuten aus Chengdu, Sichuan statt. Organisiert wurde die Veranstaltung vom chinesischen Investor und Geschäftsführer der Weijing Group Herr Peng. In Itzehoe und seinen umliegenden Orten hat das Logistikzentrum CLC stark an Bedeutung zugenommen. Das Konzept eines Logistikzentrums für deutsche und chinesische Unternehmen ist nicht nur für deutsche Unternehmen eine effektive Lösung, sondern bietet sich auch für chinesische Unternehmen als Zugang zum deutschen Markt an.

 

Empfangen wurde die Delegation von Itzehoes Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen, Schleswig-Holstein Wirtschaftsförderung Frau Chen, CLC Geschäftsführer Herr Tietje und Holger Scheibel, sowie Weitere der CLC-Geschäftsführung. Herr Dr. Köppen bedankte sich für die Errichtung des CLC in Itzehoe, was wie versprochen Arbeitsplätze schaffte. CLC Geschäftsführer Herr Tietje hieß seine Gäste in seiner Begrüßungsrede willkommen und sich auch bei seinem Kooperationspartner für die Ausrichtung der Veranstaltung bedankt, denn nur durch einen persönlichen Besuch können sich die Kunden von der guten Infrastruktur des CLCs überzeugen.

 

Der Geschäftsführer der Weijing Group Herr Peng ist sehr stolz auf das Projekt. In 2014 starteten die Verhandlungen und bereits 2015 wurde das Unternehmen in Betrieb genommen. Ziel des Ganzen ist die Handelsware aus China nach Itzehoe zu verlagern und zu verzollen, anschließend wird sie  von dort aus nach ganz Deutschland und Europa verteilt. CLC ist ein Familienunternehmen, das bereits seit fünf Generationen besteht. Es besitzt mehrere Lagerhallen in Norddeutschland. Mit 22 Hektar Lagerfläche, 70.000qm Gebäudeflächen und 5.000qm Bürofläche, bietet die CLC Lagerhaltung, Value Added Services, Zollabwicklung, Lagerhaltung, Kommissionierung, Versand, Exportlager für die Bündelung deutscher Hersteller und Händler für den chinesischen Markt und Importlager für chinesische Exporte nach Deutschland bzw. Europa. Das Lagerhaus ist direkt an der Autobahn A23 und nur 45 km von Hamburg entfernt. Das CLC ist strategisch sehr gut gelegen und bietet somit den idealen Standort. Bereits 163 Millionen Menschen aus den Provinzen Sichuan, Guizhou und Yunnan erreicht die Weijing Group.

 

Neben den anwesenden 37 Unternehmern waren auch Beamte und Vereinsmitglieder aus Chengdu anwesend. Für Interessenten, die an einer Kooperation mit deutschen Unternehmen interessiert sind, gilt CLC als ein erfolgreiches Beispiel. Nach ca. 3 Stunden Aufenthalt in Itzehoe ging es für die Delegation weiter nach Hannover. (M. Zhang)

Europa und Asien: Fragen einer neuen Infrastruktur und deren Finanzierung

4.5.2016, Frankfurt a.M. – Erstmals in Deutschland, und zwar in Frankfurt a.M., findet vom 2. – 5.5.2016 die (49.) Jahrestagung der Asiatischen Entwicklungsbank (Asian Development Bank – ADB) statt. Im Rahmen der vom Gastgeberland selbst veranstalteten 5 Seminare organisierte das Sino-German Center of Finance and Economy (SGC) am 3.5. eine Panelveranstaltung über den Zusammenhang zwischen der wirtschaftlichen Annäherung und der Notwendigkeit einer gemeinsamen Infrastruktur.

 

Das  SGC wurde im Zusammenhang mit dem ersten hochrangigen deutsch-chinesischen Finanzdelegation im September 2015 gegründet. Ziel ist eine Förderung des Wissensaustauschs zwischen der Deutschen Bundesbank und der People’s Bank of China. Als Dialogplattform möchte man mit dem Ziel einer Vertiefung der deutsch-chinesischen Finanzmarktkooperation Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammenführen. Den Vorsitz des Kuratoriums bilden die Zentralbanken beider Länder, neben Vertretern der Wissenschaft wirken auch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und die Hessische Landesregierung mit. Gegenstand der vorgenannten Seminarveranstaltung war eine Erörterung des Kontextes zwischen dem immer mehr zunehmenden wirtschaftlichen Austausch beider Kontinente und der daraus resultierenden Notwendigkeit, auch die erforderlichen infrastrukturellen und insbesondere logistischen Strukturen zu schaffen. Als herausragendes Beispiel hierzu sei die Initiative „neue Seidenstraße“ genannt. Eine sachgerechte Antwort auf die hier bestehenden Herausforderungen zu finden, so Moderator Professor Dr. Rüdiger von Rosen (Co-CEO des SGC), sei entscheidend für die Situation, in der Europa und Asien in 10 Jahren stehen würden. Im ersten Statement verwies Staatssekretär Dr. Friedrich Kitscheit (BMZ) auf die besondere Verantwortung beider Akteure, im Hinblick auf die globale Klimaentwicklung eine nachhaltige Politik mit Fingerspitzengefühl zu betreiben. Die Umweltherausforderungen für Asien seien auch diejenigen für Europa. Die Seidenstraßeninitiative sei Symbol und Vision einer neuen Qualität asiatisch-europäischer Beziehungen, die ein neues Konzept von Partnerschaft erforderten. Man brauche ein neues, ressourcenschonendes und nachhaltiges Wachstum. Die ADB gebe privaten Investoren Gelegenheit zur Finanzierung nachhaltiger Projekte. Demgegenüber liege das Augenmerk der Asian Infrastructure Investment Bank (AIIB) auf der Finanzierung vonInfrastrukturmaßnahmen. Die Seidenstraßeninitiative könne nur erfolgreich sein, wenn sie zu einer win-win-Situation für alle Beteiligten führe. Gebaut werden müsse eine „sustainable road“. Von Seiten der Deutschen Bundesbank erläuterte Dr. Andreas Dombret die unterschiedlichen Aufgaben von Zentralbanken und Development-Banken. In China und auch allgemein in Asien gebe es einen massiven Zuzug in die Städte, die Fahrzeugdichte steige hier dramatisch an. Dem sei mit einem hoch intensiven Ausbau der Infrastruktur zu begegnen. Hier seien die Aufgaben der ADB zu sehen. Die Errichtung einer Renminbi-Clearingbank werde die Realisierung solcher Infrastrukturprojekte erleichtern. Für AIIB-Präsident JIN Liqun ist die Weltwirtschaft derart dynamisch gewachsen, dass ein neues Finanzierungsinstrument wie die AIIB erforderlich geworden sei. Diese sei kein Rivale  von Weltbank und ADB, vielmehr gebe es ein komplementäres Kooperationsverhältnis. Dies helfe, die Verbindungen zwischen Europa und Asien zu einem einheitlichen „Eurasien“ weiter auszubauen, wobei auch die Länder in der Mitte der Seidenstraße „mitgenommen“ werden müssten. BU Yongxiang vom Forschungsinstitut der People’s Bank of China hob Stellenwert und Unverzichtbarkeit von Public-private-Partnerships bei der Umsetzung der Seidenstraßeninitiative hervor. Die Rolle des SGC im Prozess der großen Annäherung zwischen Deutschland und China hob Frau Cornelia Richter vom Vorstand der GIZ hervor. Daher wirke die GIZ auch nachdrücklich in der Arbeit des SGC mit. Die Schaffung gemeinsamer regionaler Infrastrukturen gehöre zu den großen Herausforderungen der Gegenwart. Die Finanzierung sei dabei allerdings nur ein Aspekt. Wesentlich sei ebenfalls technische Beratung zur Unterstützung der beteiligten Partnerregionen. Hinsichtlich der aktuellen Lage bedauerte der Bank- und Finanzwissenschaftler Professor BEN Shengling von der Zehjiang Universität, dass private Investitionen für den Aufbau gemeinsamer Infrastrukturen noch längst nicht in dem gewünschten Maße flössen. Da sei ein neues Denken angesagt. Die politischen Rahmenbedingungen sprach schließlich Peter Wolff vom Deutschen Institut für Entwicklung an: Ohne die Schaffung eines zeitgemäßen rechtlichen Rahmens durch politische Reformen werde auch die wirtschaftliche Kooperation nicht voranschreiten. Die Resonanz auf die von Professor von Rosen souverän moderierten Gespräche war jedenfalls außerordentlich eindrucksvoll, die Sitzplätze in dem Veranstaltungssaal reichten bei weitem nicht aus. (bo)

Das Foto zeigt Präsidenten Jin am Rednerpult, v.l.n.r. Moderator Professor von Rosen, Staatssekretär Kitschelt, Frau C. Richter, Professor Ben und Herrn P. Wolff

Wuqing-Delegation besucht Frankfurt a.M.

29.4.2016, Frankfurt a.M. – Die Bezirksstadt Wuqing gehört zum Verwaltungsgebiet der regierungsunmittelbaren Stadt Tianjin in der Volksrepublik China. Sie liegt im Nordwesten von Tianjin und bildet eine Brücke zu Beijing. Am 28.4.2016 besuchte eine Delegation der Stadt und Leitung des stellv. Bürgermeisters LIU Donghai Frankfurt, um deutschen Unternehmern die Wuqing Deverlopment Area (UDA) vorzustellen.

Eingerichtet wurde diese Wirtschaftszone 2006 durch die Stadtregierung von Tianjin. Sie umfasst ein Gebiet von knapp 93 qkm und soll als „High-Tech-Industriepark“ aufgebaut werden. Begrüßt wurde die Delegation durch Konsul ZHU Weige, Leiter der Wirtschaftsabteilung des Frankfurter Generalkonsulats der VR China. Er verwies auf das hohe Niveau der chinesisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen und nannte Hessen als Logistik- und Finanzzentrum Deutschlands als guten Besuchsort. Seine Abteilung stehe jederzeit als Anlaufstelle für die Schaffung von Kontakten zur deutschen Wirtschaft zur Verfügung. Vize-Bürgermeister Liu stellte Stadt und Wirtschaftszone anhand ausführlicher Daten vor und verwies logistisch auf die große Nähe zu Beijing und Tianjin. Anhand von Fotos demonstrierte er zudem die landschaftliche Schönheit der Stadt. Ziel von Wuqing sei es, mittelständische Unternehmen anzusiedeln und eine Partnerschaft mit einer deutschen Stadt zu begründen. In seiner Antwort verwies MDgt. Dr. Michael Borchmann darauf, dass beides nur mit konkreten Ansprachen funktionieren könne. Hinsichtlich der Unternehmensansprache sei es sehr hilfreich, dass Wuqing mit Jim LAO in Frankfurt vor Ort einen Repräsentanten in der Investitionsagentur platziert habe. Bei den deutschen Städten andererseits sei leider zuweilen noch eine große Zurückhaltung beim Eingehen von Partnerschaften mit weit entfernt liegenden Ländern festzustellen. Nach einer Beschreibung der hessisch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen und der Chronologie der Kontakte zwischen Hessen und Tianjin durch Vize-Referatsleiter Norbert Noisser (Hess. Wirtschaftsministerium) sowie einer Erläuterung der Entwicklungsgeschichte deutsch-chinesischer Kooperationen durch Robert Binder  (Warth&Klein Grant Thornton) präsentierte ZHANG Shaofeng, Chef der UDA-Verwaltungsgesellschaft, die Wirtschaftszone im Einzelnen. Das Foto zeigt den Empfang der Delegation bei der CIIPA in Frankfurt, vorne in der Mitte VBgm Liu, 2. v.l. Direktor Zhang, recht UDA-Repräsentant Lao. (bo)

Enge Abstimmung zwischen CIIPA und wirtschaftspolitischen Akteuren Hessens

28.4.2016, Frankfurt a.M. – Seinen Besuch in Frankfurt a.M. nutzte der aus Beijing angereiste Stv. Leiter der Investitionsförderungsagentur des chinesischen Handelsministeriums (CIIPA), LI Yong, zu ausführlichen Abstimmungsgesprächen mit maßgebenden wirtschaftspolitischen Akteuren Hessens. In der Europazentrale der CIIPA zu Gast waren HTAI, Frankfurt Rhein-Main GmbH, Wirtschaftsförderung Frankfurt, IHK Hanau, Gelnhausen, Schlüchtern und der BVMW Hessen.

Stv. Direktor Li wies auf die immer weiter steigende Bedeutung der wechselseitigen Investitionsaktivitäten zwischen Deutschland und China hin. Die enge Verflechtung zeige sich auch an den 500 chinesischen Unternehmen auf der aktuellen Hannover Messe, weit mehr als aus den USA und Korea. Im Fokus der Service-Arbeit der CIIPA stünden gerade kleine und mittlere Unternehmen, denen man gerne die Hand zum Einstieg in den chinesischen Markt reiche. Ein Weg hierbei sei der Aufbau einer Internetplattform zur Information. Als konkretes Beispiel für mittelständische Investitionsmöglichkeiten stellte Vize-Direktor LI Baojun den Equipment Manufacturing Industrial Park in Shenyang vor. Dr. Rainer Waldschmidt (CEO Hessen Trade & Invest) bezeichnete die Ansiedelung der Europarepräsentanz von CIIPA in Deutschland und in Hessen als „goldrichtige Entscheidung“. Er unterbreitete der chinesischen Seite konkrete Vorschläge, um die Zielsetzungen von CIIPA in praktische Arbeit umzusetzen. Für die industriepolitisch sehr interessante Region Hanau, Gelnhausen, Schlüchtern wies IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Gunther Quidde ebenso auf kreative Kooperationsfelder wie auf die günstigen Standortmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe Frankfurts hin. Bertram Roth (Director Overseas Operations & Head China Marketing bei FrankfurtRheinMain) beschrieb die Attraktivität der Region, und Frau Polly Yu (Wirtschaftsförderung Frankfurt) belegte die Anziehungskraft Frankfurts auf chinesische Unternehmen mit beachtlichen Daten. Als Vertreter der mittelständischen Wirtschaft beschrieb Joerg von Netzer, Außenwirtschaftssprecher des hessischen Landesverbandes des BVMW, auch noch bestehende Bedenken und Hindernisse, die einem stärkeren Engagement der von ihm vertretenen Unternehmen noch entgegenstünden und die auszuräumen seien. Das Angebot eines Unternehmens aus Rheinland-Pfalz zur Unterstützung von Firmen beim Eintritt in den chinesischen Markt stellte Frau Dr Yasmin Xie (Far Eastern GmbH Ludwigshafen) vor. In einer kleinen förmlichen Zeremonie am Rande der Gespräche wurde der frühere Abteilungsleiter Europa und Internationales des Landes Hessen, MDgt. Dr. Michael Borchmann, zum Ehren-Berater der CIIPA bestellt. Das Foto zeigt die Gesprächsteilnehmer in den Räumlichkeiten der CIIPA, in der Mitte Stv.Leiter Li. (bo)

Hannover Messe 2016: Auch China wieder im Fokus

27.6.2016, Hannover -  Auf der diesjährigen vom 25. bis 24. Findenden Hannover Messe kommen alle Schlüsseltechnologien und Kernbereiche der Industrie zusammen – von Forschung und Entwicklung, Industrieautomation und IT über Zulieferung, Produktionstechnologien und Dienstleistungen bis hin zu Energie und Mobilitätstechnologien. Obwohl aktuelles Partnerland die USA sind, steht auch in diesem Jahr bei Ausstellern und Veranstaltungen der Wirtschaftspartner China in einem besonderen Fokus.

Zu den zentralen Veranstaltungen gehörte am 25.4. das von der Investitionsförderungsagentur des chinesischen Handelsministeriums (CIIPA) im Rahmen der Veranstaltungsserie „Opportunities in China“ organisierte Symposium „Investitionen und Zusammenarbeit im Bereich der industriellen Produktion in China und Deutschland“ . CIIPA-Deutschland Direktor XU Yaojun, der gemeinsam mit MDgt. Dr. Michael Borchmann die Veranstaltung moderierte, erläuterte in seiner Begrüßung, dass das chinesische Handelsministerium mit der Errichtung der CIIPA eine ideale Plattform für die bilaterale Kooperation geschaffen habe, namentlich auch in Bezug auf Industrie 4.0 und „Made in China 2025“. Für das chinesische Generalkonsulat in Hamburg betonte Wirtschaftskonsul PEI Yonggui die große Stabilität der bilateralen Kooperation selbst in Zeiten von Finanz- und Wirtschaftskrise. Schwerpunkte dieser Zusammenarbeit müssten die ressorcenschonende Entwicklung (z.B. auch Elektromobilität, Industrie 4.0 sowie auch das ambitionierte Projekt „one belt, one road“ sein. Die Grüße des Gastgeberlandes und des niedersächsischen Wirtschaftsministers überbrachte Referatsleiter Aussenwirtschaft Rolf Pospich. Er erinnerte daran, dass der Begriff „Industrie 4.0“ in Niedersachsen geprägt worden sei und belegte anhand von Daten die große Bedeutung der Kooperation mit China für sein Land. Neben der lobenden Erwähnung der Partnerschaft Niedersachsens mit Anhui übermittelte Pospich vor allem 2 Botschaften: 1. Die Delegationsreisen seiner Landesregierung nach China hätten immer zu greifbaren Resultaten geführt. 2. Chinesische Unternehmensübernahmen in Niedersachsen hätten sich trotz zuweilen auf deutscher Seite zuweilen bestehenden Bedenken immer bewährt. Aus der CIIPA-Zentrale in Beijing eigens angereist war Vize-Direktor LI Yong. Er verwies auf die Rolle Deutschlands als größter Handelspartner Chinas in Europa. Große Bedeutung habe in seinem Land das Projekt „Made in China 2025“, das wesentliche gemeinsame Bezugspunkte mit der deutschen Wirtschaft aufweise. Für deutsche Unternehmen bestünden sehr gute Investitionsbedingungen in China. Aufgabe der CIIPA sei es gerade kleinen und mittleren Unternehmen als zuverlässiger Berater bei einem Engagement in China zu helfen. Die Bedeutung des Mittelstandes in der deutschen Wirtschaft wurde anschließend skizzierte von Stefan Keienberg, BVMW-Beauftragter Niedersachsen. Konkrete Investitionszonen wurden vorgestellt von Vize-Direktor LI Baojun (Shenyang Equipment Manufacturing Industrial Park) und Direktorin WU Zi (Foshan China Germany Industrial Service Zone), über die bilaterale Forschungszusammenarbeit im Sektor Hosting Equipment referierte Direktor YU Youfei (Weihua Group). Die bilaterale Kooperation im Bereich der beruflichen Bildung im dualen System wurde von Mario Holze (Steinbeis) vorgestellt. Einen anschaulichen Einstieg in die Praxis von Industrie 4.0 vermittelte der stv. Leiter der IHK-Innovationsberatung Hessen, Dr. Thomas Niemann. Industrie 4.0 sei ein Aspekt des großen Projektes Digitalisierung. Während die Vernetzung in der Automobilindustrie schon weit gediehen sei, habe der Mittelstand noch einen weiten Weg vor sich. Er erläuterte die Unterstützungsmöglichkeiten auf diesem Weg, geprägt durch eine europäische Strategie, eine deutsche Strategie sowie auch eine hessische (Landes-) Strategie. Den Schlusspunkt der Veranstaltung, deren Besucherandrang die räumlichen Möglichkeiten sprengte, setzte eine Podiumsdiskussion zum Thema über „Smart Production und geistiges Eigentum“. Das Foto zeigt Stv. Direktor LI Yong bei der Aufgabenbeschreibung der CIIPA. (bo)

Pearl River Bridge's neuer "Star Koch" wurde gefunden

26.04.2016, Hamburg - Am 16. April 2016 veranstaltete das Pearl River Bridge in Hamburg erfolgreich das „Kochduell in Norddeutschland“. Dank monatelanger Bewerbung nahmen an diesem Kochwettbewerb mehr als 250 Gäste aus Deutschland, England, der Schweiz, den Niederlanden sowie Luxemburg teil. Nach verschiedenen Ausscheidungsturnieren trafen sich am 16. April fünf Teilnehmer in Hamburg, um den Titel „ Star Koch“ zu gewinnen. Frau Yu CHEN aus Mühlheim konnte chinesische und westliche Kulinarik am besten vereinen und mit Gewürzen von Pearl River Bridge verfeinern und so zum Schluss den Sieg davontragen. Dank dieses internationalen Kochduells konnte Pearl River Bridge seine Bekanntheit unter den deutschen Gästen verbessern und wird in Zukunft noch mehr Beitrage zum kulinarischen und kulturellen Austausch zwischen China und Deutschland leisten.

Rheinland-Pfalz: Fachseminar Umwelttechnologie in der VR China vom 16. bis 23.06.2016

April 2016, Mainz – Ein Fachseminar Umwelttechnologie in der VR China plant die Landesregierung Rheinland-Pfalz für den kommenden Juni. Es soll in den beiden Provinzen Fujian und Shandong stattfinden, zu denen das Land besondere Beziehungen unterhält. Hierzu hat die Landesregierung nunmehr Unternehmen, auch über die Landesgrenzen hinaus, eingeladen.

Seit 1989 unterhält das Land Rheinland-Pfalz eine partnerschaftliche Beziehung zu der chinesischen Provinz Fujian. Seit der Delegationsreise von Wirtschaftsministerin Eveline Lemke im vg. September nach China hat das Land nicht nur seine Beziehungen zu Fujian vertieft, sondern auch enge Kontakte in die Provinz Shandong geknüpft. Zum Ausbau des bilateralen Handels wurden bei dieser Reise durch die Ministerin zwei Wirtschaftsrepräsentanzen des Landes Rheinland-Pfalz in Fuzhou (Fujian) und Qingdao (Shandong) eröffnet. Nunmehr bietet das Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz zum weiteren Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen für Unternehmen der Umwelttechnologien eine Wirtschaftsreise mit individuellen Kooperationsgesprächen in China an. Die Reise führt vom 16. bis 23. Juni 2016 nach Fuzhou und nach Qingdao.

An beiden Standorten der Reise wird es ein Fachseminar mit Präsentationsmöglichkeiten für teilnehmende Unternehmen aus dem Bereich der Kreislaufwirtschaft und des Wasser- und Abwassermanagements geben, um vor einem ausgewählten Fachpublikum die Produkte und Dienstleistungen vorzustellen. Abgerundet wird das Programm von individuellen Gesprächskontakten, einem Messebesuch anlässlich der „China Cross-Straits Technology and Projects Fair“ in Fuzhou sowie Firmen- und Projektbesuchen in Qingdao.

 

Alle wichtigen Informationen zum Reiseablauf gibt es in einem Flyer des Ministeriums, der unter folgendem Link abrufbar ist: http://s.rlp.de/aussenwirtschaft. Anmeldeschluss ist der 25. April 2016. Kontakte: Julia Spinger, Tel. 06131 162262; julia.spinger@mwkel.rlp.de; Sonja Zeitler, Tel. 06131 162575; sonja.zeitler@mwkel.rlp.de. Das Foto (Lianxun Zhang - fotolila.com) zeigt die Stadt Qingdao.  (bo)

M&A Forum der FAZ: „Ängste vor chinesischen Investoren sind unbegründet“

21.4.2016, Frankfurt a.M. – „Ängste vor chinesischen Unternehmensübernahmen in Deutschland sind unbegründet, weil diese die besten ausländischen Übernahmen sind“. Dies war die Botschaft von Bernd Meist, Geschäftsleiter der Frankfurter Niederlassung der Bank of China, am 21.4.2016 auf dem Forum der Frankfurter Allgemeinen Zeitung(FAZ)  „European Corporate M&A 2016“. Zum 4. Mal seit 2013 hatte die FAZ zu einem M&A Forum eingeladen, dieses Mal mit dem eindeutigen Schwerpunkt China. Und 300 Besucher verschafften der Veranstaltung in dem Spitzenhotel Villa Kennedy eine bemerkenswerte Resonanz.

Unter der Moderation von FAZ-Wirtschaftsredakteur Klaus Max Smolka startete das Forum mit einer Reihe von „Keynotes“. Dr. Martina Holmes von ProSiebenSat 1 Media beschrieb die globale Dimension von M&A im digitalen Zeitalter, Ex-Bundesminister Rudolf Scharping warb für die Heranziehung von früheren Politikern für das Knüpfen grenzüberschreitender M&A-Aktivitäten und Dr. Martin Holzapfel von Bain & Company hob die Notwendigkeit einer durchdachten Integrationsarbeit bei allen Firmenfusionen hervor. Im ersten Panel über die Rolle von M&A für weltwirtschaftliches Wachstum und Innovation erfolgte die eingangs zitierte Feststellung von Bernd Meist (Bank of China) zur Unbegründetheit deutscher Ängste vor Übernahmen. Solche Übernahmen zeichneten sich durch Respekt aus, Chinesen handelten bei Übernahmen im Unterschied zu manchen anderen Übernahmen „very smart“. Es gebe nur gute Erfahrungen mit chinesischen Übernahmen. Für eine besondere Erfrischung vor der Mittagspause sorgte ein Gespräch von Wirtschaftsredakteur Smolka mit WEI Yuliang (Fosun Group) über die Bedeutung von interkulturellen Kenntnissen und Vertrauen für erfolgreiche Verhandlungen. Lebhaft schilderte Wie seine eigene Studentenzeit in Deutschland – das Lernen der deutschen Sprache ohne Lehrbuch, das Leben in einer deutschen Wohngemeinschaft. Chinesen etwa müssten wissen, dass Deutsche sehr direkt seien, andererseits distanzierter als US-Amerikaner. Bei Verhandlungen mit Chinesen gebe es drei wichtige Aspekte: 1. Bevor man über das Geschäft rede, müsse man sich erst kennenlernen. Ideal sei ein gemeinsames Essen mit dem Austausch über Privates. 2. Es müsse zunächst eine wechselseitige Vertrauensbasis aufgebaut werden. 3. Grundkenntnisse in der chinesischen Sprache seien sehr wichtig. Wenn man in Shanghai verhandele, sei es vorteilhaft, wenn man „shanghainesische“ Redewendungen parat habe.

Der zweite Teil des Forums war wiederum durch Panels geprägt. „Abgearbeitet“ wurden Themen wie „Trends bei Technologie-Unternehmen“, „Optimale Verhandlungsstrategien bei M&A“, „Energie und Infrastruktur“, „Innovationserwerb“, „Industrielle Produktion und Maschinenbau“ sowie die „Anlage von Privatkapital“.  Das Foto zeigt die Teilnehmer des Panels „Optimale Verhandlungsstrategien“.  (bo)

Dongguan stellt sich hochrangig in Karlsruhe vor

19.4.2016, Karlsruhe – Sehr hochrangig präsentierte sich die im Perlflussdelta in der Nachbarschaft von Guangzhou gelegene Stadt Dongguan am 19.4.2016 in Karlsruhe. In einem von der Stadt gemeinsam mit dem Düsseldorf China Center veranstaltete die Stadt eine „Dongguan Investment & Matchmaking Tagung“, in der es zu intensiven Begegnungen mit deutschen Unternehmensvertretern und dem Abschluss zahlreicher bilateraler Kooperationsabkommen kam.

Der politischen Leitung der Delegation gehörte neben dem Stadtregierungsmitglied und Leiter des Industrieparks Songshan-Lake Eco Industrial Parks YIN Huanming sowie den Kreisverwaltungschefs LIU Yuchang (Kreis Liaobu) und WAN Zhuopei (Kreis Houjie) auch der stellvertretende Minister der Provinz Guangzhou Professor LIU Wie an. Begrüßt wurde die Delegation von Konsul ZHAO Weimin vom Frankfurter Generalkonsulat der VR China. Konsul Zhao hob hervor, dass auch bei ungünstiger Lage der Weltwirtschaft China immer noch eine Wachstumssteigerung von nahezu 7 % aufweise. Dies sei gerade vor dem Hintergrund des aktuellen Strukturwandels von der Werkbank zur innovativen Wirtschaft beachtlich. Es sei schön, dass die Veranstaltung in dem Bundesland stattfinde, das die Idee der „Industrie 4.0“ hervorgebracht habe. China habe mit dem Programm „Made in China 2025“ einen ähnlichen Weg eingeschlagen. Hier bestünden viele Möglichkeiten der bilateralen Kooperation. China wolle sich für innovative Mechanismen öffnen. Und Dongguan sei ein idealer Partner für die deutsche Seite: Hier sei der Strukturwandel sehr weit fortgeschritten, die Stadt sei vorne bei den innovativen Industrien. Man habe ein Maßnahmepaket zur weiteren Förderung und Ansiedlung moderner Industrien beschlossen und werbe auch um Forschungstalente. Für die Stadt Karlsruhe als Veranstaltungsort spreche auch die führende Rolle der TH Karlsruhe beim Ingenieurwesen. Sie weise zahlreiche prominente Alumni auf, die Zahl der hier studierenden Chinesen sei hoch. Für die deutsche Seite verwies MDgt. a.D. Dr. Michael Borchmann auf die passende Einbindung der Veranstaltung in die ausgezeichneten deutsch-chinesischen Beziehungen. Er prognostizierte, dass der Besuch auf fruchtbaren Boden fallen und gute Ergebnisse haben werde. Denn zum einen weise Dongguan im Perlflussdelta und als Brücke zwischen Guangzhou und Hongkong vorzügliche Standortbedingungen auf, zum anderen setze man mit Fernmeldetechnik, Biotechnologie, Robotik, neue Energien und Umweltschutzdienste auf Zukunftstechnologien. Überhaupt sei die Provinz Guangdong eine der wirtschaftlich erfolgreichsten in ganz China. Nach einer filmischen Präsentation über Dongguan warb Direktor YIN Huanming für den bilateralen Investitionsaustausch. Dongguan sei die erste Stadt der Reformöffnungspolitik. Es sei eine offene, ehrliche, sachlich vertrauenswürdige Stadt. Ihre wirtschaftliche Stärke belegte Direktor Yin ebenso mit eindrucksvollen Statistiken wie ihre optimalen logistischen Bedingungen im Straßennetz, bei den Häfen und Flughäfen. Mit Hongkong bilde man eine starke Wirtschaftsachse, Dongguan sei das Tor zum chinesischen Markt. Der Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland sei ihm ein großes Anliegen. Deutschland genieße in China ein hohes Ansehen, gerade in Bereichen wie der Chemie und Pharmazie, der Elektroindustrie und dem Anlagenbau. Die deutschen Ingenieure genössen einen sehr guten Ruf, gerne werbe man junge Ingenieure oder auch solche im Ruhestand an. Die Firma Huawei wolle gerne mit Deutschland beim Fachkräfteaustausch zusammenarbeiten. Allerdings gebe es bisher erst 31 deutsche Firmen in Dongguan. Während sich viele chinesische Firmen in Deutschland ansiedelten, bestehe umgekehrt ein großer Nachholbedarf. Diesen müsse man beherzt angehen. Die große Zufriedenheit mit den Standortbedingungen beschrieb anschließen für die Firma MIELE Alexander Hesse: Die Mitarbeiterzahl wachse, der Umsatz noch mehr. Einer der weltweit 12 Produktionsstandorte sei seit 1996 Dongguan (Staubsaugerherstellung). Ähnlich konnte für die Firma AIXaTECH (u.a. im LED-Bereich einsetzbare Aluminiumtechnik) Dr. Yilmaz Dikime über prositive Erfahrungen berichten. Abgeschlossen wurde die Veranstaltung durch die Unterzeichnung zahlreicher Kooperationsvereinbarungen deutscher Unternehmensvertreter mit Dongguan.  Das Foto zeigt die Unterzeichnung einer der zahlreichen Kooperationsvereinbarungen, im Hintergrund die politische Leitung der Delegation und Ehrengäste. (bo) 

Chinesisch-Deutsches Energieforum: Dezentrale Energien und Umwelttechnik

16.4.2016, Frankfurt a.M. – Ein gemeinsames Forum „Dezentrale Energien und Umwelttechnik“ veranstalteten am 16.4. im Frankfurter Tower 185, der deutschen Zentrale der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) der Chinesisch-Deutsche Verein für Energie (CDE e.V.), die Ecoliance Rheinland-Pfalz und PwC Deutschland. Eingeladen waren Politik- und Wirtschaftsvertreter aus China und Deutschland, um Spitzentechnologien und –konzepte aus dem Energiebereich ebenso zu erörtern wie wechselseitige Investitionen und Akquisitionen.

CDE-Präsident Dr. ZHANG Zhenhao stellte zunächst Zielsetzung und Geschichte des CDE vor und erinnerte daran, dass der aktuelle 13. Fünfjahresplan der VR China alleine 3 Energieschwerpunkte enthalte. Die Ecoliance Rheinland-Pfalz wurde durch Geschäftsführer Dr. Jürgen Gerber vorgestellt. Sie ist ein Zusammenschluss und von über 60 Umwelttechnik-Unternehmen, Ingenieurbüros und Forschungseinrichtungen aus Rheinland-Pfalz und fungiert als zentraler Ansprechpartner für die Umwelttechnologie in diesem Land. Das Netzwerk unterstützt rheinland-pfälzische Unternehmen dabei, die richtigen Verbundpartner für die erfolgreiche Umsetzung von schlüsselfertigen Komplettlösungen zu finden. Ihr großes Engagement gerade in diesem Bereich dokumentierte auch die rheinland-pfälzische Landesregierung durch eine starke personelle Präsenz bei dieser „Samstagsveranstaltung durch Abteilungsleiter Dr. Gottfried Jung und zwei Referatsleiterinnen aus dem Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung. Für das chinesische Generalkonsulat Frankfurt gab Konsul ZHU Weige in seinem Keynote-Vortrag einen Rückblick auf die bisherige bilaterale Zusammenarbeit im Energiesektor und zeigte zugleich Perspektiven für die Zukunft auf. Bisher gebe es bereits eine fruchtbare Zusammenarbeit im Bereich erneuerbare Energien, u.a. auf dem Sektor Smart Grid (intelligente Stromnetzwerke). Er zeigte die Planungen der VR China im Energiebereich auf, geprägt von den Rahmenbedingungen Luftverschmutzung und Wasserqualität. Es gelte, den Anteil der Solarenergie zu erhöhen und den der fossilen Energie abzubauen, ferner intelligente Stromnetze zu entwickeln. Für Mitveranstalter PwC erläuterte Partner WANG Wei die Rolle seines Unternehmens auf den Sektoren Umweltschutz und erneuerbare Energien, nämlich die Mitarbeit bei Investitionen und M&A-Aktivitäten. Der wirtschaftliche Aufstieg der VR führe zu einem dynamischen Anstieg der M&A-Aktivität. Bis 2010 habe es insgesamt 30 „Deals“ mit Deutschland gegeben, seitdem sei die Zahl auf 160 angewachsen, und es gebe jede Woche neue. Die Zielsetzungen und konkreten Aktivitäten des Ecoliance-Netzwerks wurden detailliert von Professor Dr. Oliver Türk (Stellv. Vorstandsvorsitzender) beschrieben. Perspektivisch gelte es, den Herausforderungen des Nachhaltigkeitserfordernisses gerecht zu werden, namentlich auch bei ganz konkreten einzelnen Standortprojekten. Abgerundet wurde das Programm durch Vorträge zu M&A-Finanzierungen und zu konkreten Erfahrungen einzelner Unternehmen in den Bereichen Solarthermie und Pumpen- und Armaturenwesen. Das Foto zeigt Wirtschaftskonsul Zhu bei seinen Ausführungen. (bo)

Chinesische Experten aus der Maschinenindustrie auf Deutschlandbesuch

15.4.2016, Frankfurt a.M. – Durch Bayern, Baden-Württemberg und Hessen reiste vom 10. bis 16.4. eine 23köpfige  Delegation chinesischer Vertreter der Maschinenindustrie. In Frankfurt a.M. ließen sich die Besucher am 15.4. im Sitzgebäude der China International Investment Promotion Agency (CIIPA) in Sachstand und Details des deutschen Projektes Industrie 4.0 einführen.

Geleitet wurde die Delegation von JIN Yang, Vize-Chef des SINOMACH-Konzerns, mit rund 100.000 Mitarbeitern, etwa 50 Werken und 140 Niederlassungen weltweit der größte Maschinenbauer Chinas. In München wurde zunächst die „Bauma“ besucht, die im Dreijahresrhythmus stattfindende weltweit bedeutendste Messe der Baumaschinen- und Bergbaumaschinenbranche. In Stuttgart folgte ein Besuch bei Mercedes Benz. Beim anschließenden Besuch in Frankfurt wurde die Delegation zunächst durch Vize-Direktor TANG Zheng in die Funktion und Aufgabenstellung der CIIPA eingeführt, einer Außenstelle des Handelsministeriums in Beijing zur Förderung des wechselseitigen Investitionsflusses. Die Präsentation des Projektes Industrie 4.0 erfolgte durch den stv. Leiter der IHK Innovationsberatung Hessen, Dr. Thomas Niemann. Er erläuterte die sich aus 7 Themenfeldern zusammensetzende Innovationsberatung (Life Science und Gesundheitswirtschaft,  Informations- und Kommunikationstechnologie, Logistik und Mobilität, Design, Kultur- und Kreativwirtschaft,  Automatisierung und Systemtechnik sowie  Digitalisierung und Industrie 4.0), von denen 3 zum Bereich Industrie 4.0 zählten. Zu der Erläuterung von Industrie 4.0 zählten sowohl Praxisbeispiele als auch Risiken und nicht geklärte Fragen (IT-Sicherheit, Erfordernis völlig neuer Geschäftsmodelle, offene Rechtsfragen). Dr. Niemann betonte auch, dass gerade die mittelständischen Unternehmen in Sachen Industrie 4.0 noch einen weiten Weg vor sich hätten. Zum Abschluss des Frankfurt-Aufenthaltes der Besucher führte MDgt. a.D. Dr. Michael Borchmann die Delegation noch in die wirtschaftlichen und logistischen Rahmenbedingungen des Standortes Frankfurt und die Daten der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Hessen und China ein. Das Foto zeigt v.l.r. Dr. Borchmann, Dr. Niemann, SINOMACH Vize-CEO Jin, Vize-Dir. Tang und Direktor BAN Yubing (China Construction Machinery Association). (bo)

Zhejiang M&A Summit Frankfurt 2016

14.4.2016, Frankfurt a.M. – Unter Leitung des Vize-Gouverneurs der Provinz, ZHU Congjiu, war am 14.4. eine Delegation aus Zhejiang nach Frankfurt angereist, um bilaterale M&A-Aktivitäten auszuloten und Kontakte mit deutschen Unternehmen aufzunehmen. Neben Vize-Gouverneur Zhu gehörten der Delegation u.a. auch Zhejiangs Handelskammerpräsident NAN Cunhui und Jiaxings Vize-Bürgermeister Sheng Quansheng sowie die CEOs bzw. Inhaber von mehr als 50 Spitzenunternehmen der Provinz an.

Den Auftakt zu der von der global agierenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) im Kongresszentrum Kap Europa organisierten und von PwC-Partner WANG Wei moderierten Veranstaltung machte der Frankfurter Generalkonsul der VR China LIANG Jianquan mit einer Gratulation für die Organisation dieser Veranstaltung. Mit Zhejiang stelle sich eine Provinz vor, die nicht nur zu den wirtschaftlich erfolgreichsten der VR China gehören, sondern auch durch eine großartige Kultur und besondere landschaftliche Schönheit geprägt sei. Die Rahmenbedingungen für diese Veranstaltung seien ausgezeichnet, denn der wirtschaftliche und touristische Austausch zwischen China und Deutschland wachse und wachse. Mit dem Finanz- und Wirtschaftszentrum Frankfurt a.M. habe man zudem eine gute Standortwahl getroffen. Die Provinz selbst wurde im Einzelnen vorgestellt durch Vize-Gouverneur Zhu, der GK Liang für seine lobenden Worte und PwC für die gelungene Vorbereitung dankte. Deutschland sei in China die erste Adresse in Europa für Kooperationen. Ein Indiz für die beiderseitige Nähe: Die Börse in Shanghai arbeite nach dem System der Börse Frankfurt. Weiter auszubauen gelte des die beiderseitige Investitionspolitik namentlich im Bereich der mittleren Unternehmen. Zhejiang sei hierfür in China der geborene Partner. Es sei die Provinz der Reformöffnungspolitik, der Wachstumsmotor für ganz China. Zhu unterstrich ferner die Bedeutung der Börsennotierung chinesischer Unternehmen und beschrieb im Einzelnen die von der Provinz gebildeten 7 Wirtschaftscluster. Renommierter Referent zur Darstellung des Veranstaltungs-Fokus war Professor Dr. Kai Lucks, Vorsitzender des Bundesverbandes Mergers&Acquisitions, der die Entwicklung und Struktur der chinesischen M&A Aktivitäten beschrieb („Trend zum Erwerb hochwertiger Unternehmen“). Eine Panel-Diskussion schloss sich an. Unter Moderation von Matthias Loos (PwC-M&A) erörterten als Experten CEO CHEN Jiancheng (Fa. Wolong), Vize-CEO ZHAN Xiaozhang (Zhejiang Communications Investment Group), Andi Klein (Triton Partners), Matthias Loos (PwC M&A) und MDgt. a.D. Dr. Michael Borchmann die künftigen Perspektiven für M&A Aktivitäten chinesischer Unternehmer in Deutschland. Die für deutsche Unternehmen sowohl auf Grund der Investitionsbedingungen als auch – logistisch – auf Grund ihrer Nähe zu Shanghai äußerst attraktive „Sino-Germany Industrial Zone“ der Stadt Jiaxing wurde von deren stv. Bürgermeister, SHENG Qiansheng, persönlich vorgestellt, bevor eine Darstellung der Herausforderungen und Möglichkeiten digital gesteuerter industrieller Fertigungsprozesse durch Vize-Präsident Dr. Gerhard Nowak (PwC) das Präsentationsprogramm abschloss. Es folgten individuelle Roundtable-Gespräche und ein Geschäftsdinner. Das Foto zeigt Vize-Gouverneur Zhu bei der Präsentation der Provinz Zhejiang. (bo)

CIIPA und Netzwerk Hessen - China planen Kooperation

08.04.2016, Frankfurt a.M. – Zu einem Spitzengespräch trafen am 6.4.2016 am Sitz der China International Investment Agency (CIIPA) in Frankfurt a.M. die Leitungen von CIIPA und des Netzwerkes Hessen-China zusammen. Ziel des Treffens war es, die Weichen für eine enge Kooperation beider Institutionen zu stellen.

 

Ein wesentliches Ziel im Jahre 2014 in Frankfurt a.M. gewissermaßen als Außenstelle des chinesischen Handelsministeriums eingerichteten CIIPA (Germany) ist es vornehmlich, den chinesischen und deutschen Unternehmen einen Service zum Ausbau der bilateralen Investitionen in beiden Richtungen anzubieten. Sie hat bereits innerhalb relativ kurzer Zeit ein großes Kontaktnetzwerk zu deutschen Wirtschaftsakteuren aufgebaut. Das inzwischen seit mehr als 10 Jahren bestehende Netzwerk Hessen–China mit Sitz in Kassel andererseits ist ein – nicht kommerziell arbeitender - Zusammenschluss von Unternehmen, Institutionen und Universitäten, dessen Ziel es ist, die wirtschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland, Europa und China zu fördern und zu vertiefen. In Deutschland haben sich namhafte Unternehmen, Universitäten und wissenschaftliche Institute dem Netzwerk angeschlossen. Das Netzwerk kooperiert eng zusammen mit der Industrie- und Handelskammer Kassel und der Wirtschaftsförderung Region Kassel GmbH. Ein weit verzweigtes Netz, das sich inzwischen über ganz China erstreckt, dokumentiert die Bedeutung des Netzwerks. Das Spitzengespräch in Frankfurt fand unter Leitung von Netzwerk-Präsident Alfred Schmidt, früherer Hessischer Wirtschaftsminister und Pionier beim Aufbau der hessisch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen, einerseits und für die CIIPA unter Leitung von Direktor XU Yaojun und Vize-Direktor TANG Zheng andererseits statt. Beide Seiten stellten ihre Zielsetzungen und Aufgabenstellungen sowie zeitnahe größere Projekte vor. Seiten des Netzwerkes wurde etwa auf eine vom 27. – 29.10. ds.J. in Kassel geplante Investorenkonferenz sein hingewiesen, seitens der CIIPA neben größeren Veranstaltungen auf der Hannover-Messe etwa auf eine für Juni ds.J. geplante Delegationsreise deutscher Unternehmen nach Liaoning. Beide Seiten fassten eine wechselseitige Unterstützung der jeweiligen Projekte ins Auge und konnten ein großes Kooperationspotenzial bilanzieren. Zur weiteren Vertiefung wurde eine Fortsetzung der Gespräche im kommenden Mai in Kassel ins Auge gefasst. Das Foto zeigt die Gesprächsdelegationen vor dem Sitz der CIIPA in der Bockenheimer Landstraße in Frankfurt, vorne in der Mitte (v.l.nr.) Vize-Dir. Tang, Präsident Schmidt und Direktor Xu. 

Vertretung der CCC Group unter neuer Leitung

31.03.2016, Frankfurt a.M. – Unter neuer Leitung steht seit Monat März die im Frankfurter Westhafen angesiedelte Deutschland-Vertretung der Zhejiang China Commodity City Group Co.,Ltd   (CCC GROUP). Frau LIU Zuoying löste die bisherige Leiterin Frau MAO Xianping ab. Die CCC Group ist ein staatliches Unternehmen und wurde 1993  durch die Stadtregierung von Yiwu (ca. 1,3 Mio Einwohner, Provinz Zhejiang) errichtet. Zu den Hauptaufgaben des sehr verzweigten Unternehmens gehören Veranstaltung und Betrieb der Yiwu Permanent Messe, der Yiwu Internationalen Messe (für Gebrauchsgüter) und der Yiwu Import Messe. Hinzu kommen zahlreiche Fachmessen im Jahresverlauf. Das Unternehmen beschäftigt etwa 5.000 Mitarbeiter. Die Deutschland-Repräsentanz in Frankfurt besteht seit dem Jahre 2004. Das Foto zeigt die bisherige Leiterin Frau Mao (li.) und die neue Leiterin Frau Liu. (bo)

CIIPA und DAW sondieren vertiefte wirtschaftliche Zusammenarbeit

30.3.2016, Frankfurt a.M. – Gespräche über eine vertiefte chinesisch-deutsche wirtschaftliche Zusammenarbeit haben die zum Handelsministerium der VR China gehörende China International Investment Promotion Agency Germany (CIIPA) und der Deutsch Asiatische Wirtschaftskreis (DAW) am 29.3.2016 in Frankfurt a.M. aufgenommen. 

Anstoß für die Gründung der CIIPA bildeten Absprachen zwischen der deutschen Bundeskanzlerin und den chinesischen Premierministern WEN Jiabao und LI Keqiang, wonach das chinesische Handelsministerium daran arbeiten werde, in Deutschland eine Förderungsstelle einzurichten, um den chinesischen und deutschen Unternehmen einen Service anzubieten, die bilateralen Investitionen in beiden Richtungen auszubauen. Umgesetzt wurde diese Planung durch die Gründung der CIIPA (Germany) im Jahre 2014 in Frankfurt a.M. Die Agentur verfügt zur Zeit über ca. 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Hierbei handelt es sich nicht nur um Vertreter aus dem Handelsministerium, sondern auch um Vertreter einzelner Wirtschaftszonen, Provinzen und Städte (Zhejiang, Jiangxi, Beijing, Tianjin, Yantai, Shijiazhuang, Taicang, Shenyang und Panjin). Ihre Aufgaben erfüllt die CIIPA u.a. durch die Organisation und Betreuung von Delegationsreisen von und nach China sowie durch die Ansetzung von Matchmaking-Veranstaltungen und Kooperationsbörsen. Der Deutsch Asiatische Wirtschaftskreis (DAW) andererseits wurde bereits 1995 ins Leben gerufen und hat sich seit dem zu einem der einflussreichsten Wirtschaftsclubs in Bezug auf Asien entwickelt. Er ist ein Netzwerk aus mehr als 1.900 Unternehmen und Institutionen, welches das Ziel hat, Freundschaften zwischen den Ländern Asiens und Deutschland zu vermitteln und Brücken zwischen den Kulturen zu bauen. Er hilft seinen Mitgliedsunternehmen, Projekte in Asien zu realisieren, notwendige Kontakte herzustellen und Machbarkeitsstudien auszuarbeiten. Im umgekehrten Sinne wird dieser Service auch asiatischen Firmen in Deutschland angeboten. Gerade auch die Zusammenarbeit mit der VR China bildet traditionell einen Schwerpunkt der Arbeit des DAW, dokumentiert etwa durch zahlreiche wirtschaftliche Informationsveranstaltungen für die chinesische Community in Deutschland oder auch jüngst in der Organisation des China-Tages in Rheinland-Pfalz in Kooperation mit dem Generalkonsulat. Um die beiderseitigen Netzwerke für eine weitere Steigerung des wechselseitigen Investitionsvolumens nutzbar zu machen, wurden nunmehr erfolgsversprechende Gespräche über eine strategische Kooperation zwischen CIIPA und DAW aufgenommen. Diese Gespräche fanden unter Leitung von CIIPA-Vize-Direktor TANG Zheng und DAW-Präsident Bodo Krüger (zugleich Honorargeneralkonsul Nepals) statt. Das Foto zeigt die beiden Verhandlungsdelegationen, in der Mitte DAW-Präsident Krüger und CIIPA-Vize-Direktor Tang. (bo) 

 

Hangzhou: Großer Erfinder- und Unternehmerwettbewerb 2016

23.03.2016, Frankfurt a.M. – Bereits 2015 hatte Hangzhou, Hauptstadt der Provinz Zhejiang, erstmals einen großen „Erfinder- und Unternehmerwettbewerb für Hochqualifizierte“ ausgerichtet. Der „Kick-off“ für die Neuauflage 2016 des Wettbewerbs „Chung Ke Tian Xia“ erfolgte am 20.3.2016 im Interconti-Hotel in Frankfurt a.M. 

Zur Wahl von Frankfurt als Ort der Auftakt-Informationsveranstaltung erläuterte BING Xia, Generalbevollmächtigter der chinesischen Gesellschaft für den internationalen Austausch von Fachkräften in Deutschland und Europa, dass man Frankfurt als überragendes Industrie-, Handels-, Finanz- und Verkehrszentrum in Europa ansehe. Zudem liege dieser Standort in Deutschland, das mit der VR China in besonderem Maße verbunden sei. Das deutsche Projekt „Industrie 4.0“ erwecke besonderes Interesse in China,  zudem zeichne sich Deutschland durch die besondere Forschungs- und Innovationsfreude seiner Unternehmen aus, und das Land weise eine besonders hohe Zahl chinesischer Studenten auf. Für die Veranstalter des Wettbewerbs, das Komitee der KPC in Hangzhou und die dortige Stadtregierung, wurde der Wettbewerb im Einzelnen vorgestellt durch CHEN Yu, Ständiges Mitglied der Organisationsabteilung der KPC in Hangzhou. Der Wettbewerb richte sich an Teilnehmer mit bestimmten akademischen Mindestabschlüssen, Arbeitserfahrung im Ausland in den Bereichen Erfindung und Innovation und mit dem Nachweis eigener innovativer Forschungsergebnisse. „Erfindungsmeldungen“ aus den Bereichen Life Science, IT, Automatisierung, Umwelt und Ingenieurwesen könnten eingereicht werden. Chen stellte den Zeitplan im Einzelnen vor, der in der Auszeichnung der Preisträger im Rahmen eines Galaabends im November 2016 in der Stadt Hangzhou stattfinde. Unterstützt werden die Veranstalter durch eine Reihe besonderer Kooperationspartner in China und Europa. In Europa sind dies u.a. der COBER Industrial Service Handels GmbH, die Chinesische Studentenvereinigung in Deutschland und England,  die Chinesisch-Französische Jungunternehmer-Vereinigung sowie andere europäische Hochschulvereinigungen, Alumni-Vereinigungen und Vereinigungen der Übersee-Chinesen. Nach weiteren Grußworten von Jumas Medoff (Vors. der kommunalen Ausländervertretung Frankfurt), XIN Jin (CEO Cober) und MDgt. a.D. (Hessen) Dr. Michael Borchmann erfolgten feierliche Unterzeichnung von Abkommen mit den Kooperationspartnern und die offizielle Eröffnung des Wettbewerbs 2016 durch Enthüllung einer symbolisierenden Baumpflanze. Das Foto zeigt die Veranstalter mit Ehrengästen, 5.v.r. CHEN Yu, 3.v.r. BING Xia. (bo)

 

 

Wirtschaftskonsul als Brückenbauer nach China

Das Foto zeigt Konsul Zhu (4. v.l.)mit den Teilnehmern in den Räumen des Generalkonsulats.
Das Foto zeigt Konsul Zhu (4. v.l.)mit den Teilnehmern in den Räumen des Generalkonsulats.

21.03.2016, Liederbach am Taunus – Unbeschadet der sich dynamisch entwickelnden bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und der VR China stellen sich gerade für kleinere und mittlere Unternehmen bei einem Eintritt in den chinesischen Markt doch viele Fragen. Um hier Hilfestellungen zu gewähren, führte ZHU Weige, seit mehr als einem halben Jahr Leiter der in Liederbach ansässigen Wirtschaftsabteilung des Frankfurter Generalkonsulats der VR China, am 14.3.2016 in seinen Amtsräumen ausführliche Gespräche mit zahlreichen Vertretern der mittelständischen Wirtschaft und auch des Bildungssektors. Das Spektrum der beteiligten Wirtschaftskreise war sehr vielfältig und erstreckte sich vom Logistiksektor über Bereiche wie Kabelmontage, Dichtungsherstellung, Holzverarbeitung, Maschinenbau, Gabelstaplerfertigung bis hin zur Mineralölwirtschaft. Konsul Zhu erläuterte ausführlich die aktuellen Entwicklungen in der Wirtschaft Chinas, die Funktion seiner Abteilung und beantwortete gezielt und konzentriert die von den Teilnehmern aufgeworfenen Fragen. Allen Beteiligten bot er die tatkräftige Unterstützung seiner Abteilung beim Aufbau von Wirtschaftsbeziehungen nach China an. Auf deutscher Seite organisiert worden war die Zusammenkunft namens des Bundesverbandes der mittelständischen Wirtschaft durch den Leiter des Kreisverbands Groß-Gerau/Südhessen des BVMW, Karsten Daugill. (bo) 

2015 studierten mehr als 500.000 chinesische Studenten im Ausland

Über vier Millionen Studenten hat es seit 1978 ins Ausland gezogen. Vier Fünftel von ihnen kehren nach ihrem Studium wieder zurück nach China. Insgesamt wächst die Zahl der Auslandsstudenten weiterhin beständig an.

 

Das chinesische Bildungsministerium hat vor kurzem einen Bericht über chinesische Studenten im Ausland veröffentlicht. Laut dem Bericht hat sich die Anzahl der chinesischen Studierenden im Ausland im Vergleich zum Jahr 2014 um 63.900 auf 523.700 erhöht, ein Zuwachs von 13,9 Prozent. 

Von den insgesamt 523.700 Studenten wurden 25.900 staatlich gefördert, 16.000 wurden von Firmen finanziell unterstützt und 481.800 mussten sich selbst finanzieren.

 

Gleichzeitig kehrten 2015 insgesamt 409.100 chinesische Studenten aus dem Ausland zurück nach China. Dies stellt einen Zuwachs von 21,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr dar. Insgesamt kehrten 44.300 Studenten heim ins Reich der Mitte. 21.100 davon waren staatlich geförderte, 14.200 von Firmen geförderte Studenten, die restlichen 373.800 trugen die Kosten selbst. 

 

Ein Verantwortlicher des Bildungsministeriums erklärte zudem, dass sich nicht nur die Anzahl der chinesischen Auslandsstudenten, sondern auch die Zahl der Rückkehrer erhöht habe. Die Proportion zwischen Studenten und Rückkehrern habe sich von 3,15:1 im Jahr 2006 auf 1,28:1 im Jahr 2015 verkleinert. Während 2006 also auf jede drei Studenten, die zum Studieren ins Ausland gingen, nur ein Student heimkehrte, näherte sich das Verhältnis in den letzten Jahren einer ausgeglichenen Bilanz an.

 

Statistiken zufolge belief sich die Gesamtanzahl der von 1978 bis Ende 2015 im Ausland studierenden Studenten auf 4.042.100. Davon studieren und forschen noch 1.264.300 weiterhin im Ausland, 2.777.800 haben ihr Studium bereits erfolgreich abgeschlossen, während sich 2.218.600 nach ihrem Auslandsstudium wieder in der Volksrepublik befinden und in der Heimat eine Karriere begonnen haben. Die letzte Gruppe macht dabei 79,87 Prozent aller chinesischen Auslandsstudenten aus, die ihr Studium erfolgreich abgeschlossenen haben. (German.people.com.cn) 

Chinesische Partnerschaftsprovinzen auf der ITB 2016

Das Foto zeigt die Vertreter Hunans, GONG Tiejun und GAO Yangxian von der Provinz-Tourismusverwaltung, bei der Präsentation Hunans für das Fachpublikum
Das Foto zeigt die Vertreter Hunans, GONG Tiejun und GAO Yangxian von der Provinz-Tourismusverwaltung, bei der Präsentation Hunans für das Fachpublikum

14.03.2016, Berlin (09.03 - 13.3.2016) – Nicht nur Reiseveranstalter, Fluggesellschaften und die „National Tourist Administration“ nahmen die Gelegenheit wahr, die VR China auf der 50. Berliner Internationalen Tourismus Börse zu präsentieren. Vor Ort war auch eine Reihe von Provinzen, die mit deutschen Bundesländern partnerschaftlich verbunden sind. Das gilt beispielsweise für die Provinz Zhejiang, die seit 1986 mit dem Land Schleswig-Holstein partnerschaftlich verbunden ist. Vertreten war ferner die Provinz Shandong, mit der der Freistaat Bayern 1987 eine Partnerschaft begründet hat. Seit 2006 Partner des Saarlandes ist die Provinz Hunan, die zudem mit dem Land Hessen seit 1986 durch eine Handels- und Wirtschaftskooperationsvereinbarung verbunden ist. (bo) 

Tourismusjahr 2016 der Seidenstraße: Eindrucksvolle Präsenz der VR China auf der ITB 2016

11.03.2016, Berlin – Am 9.3.2016 öffnete die weltweit größte Reisemesse, die ITB (Internationale Tourismus-Börse) Berlin, zum 50. Mal ihre Pforten, mit einer Dauer bis zum 13.3. Diesjähriges Partnerland waren die Malediven, aber begleitend zu der rapide ansteigenden Beliebtheit von China als Reiseziel war die Präsenz des Tourismussektors der VR China auch in diesem Jahre wieder eindrucksvoll.

Die Messe findet traditionell auf dem Messegelände im Schatten des Funkturms statt und wird von der Messe Berlin veranstaltet. Der Ausstellerumsatz liegt bei rund fünf Milliarden Euro. Auf der Messe sind Reiseveranstalter, Buchungssysteme, Zielgebiete, Fluggesellschaften, Hotels, Autovermieter und andere touristische Dienstleister vertreten. Die 26 Hallen unter dem Funkturm sind komplett belegt, das entspricht einer Fläche von rund 160.000 Quadratmetern. Insgesamt hatte es etwa 10.000 Personen aus dem Ausstellerbereich aus 187 Länder und Regionen in die deutsche Hauptstadt gezogen. Chinesische Aussteller (Institutionen, Fluglinien, Provinzen und Reiseveranstalter, aber auch namhafte deutsche wie China Tours Hamburg) waren vor allem in der Halle 26 konzentriert, hier fand auch am 9.3. die nun schon traditionelle, von Sven Meyer (One Billion Voices) organisierte und moderierte „China Opening Ceremony“  statt. Unter Leitung von Frau REN Jiayan (Deputy Director General der China National Tourism Administration) war eine aus 30 Gruppen bestehende und etwa 70 Mitglieder umfassende Delegation angereist. In ihrem Grußwort betonte Frau Ren – belegt mit statistischen Daten – das äußerst dynamische Wachstum der Tourismuswirtschaft in ihrem Lande. 48 Stätten des UNESCO-Weltkulturerbes bildeten die besonderen Attraktionen, die China zum größten Tourismus-Binnenmarkt der Welt machten. Optisch unterlegt wurden diese Worte durch eine anschließende Präsentation von Moderator Sven Meyer, die die Besucher auf eine Reise von Henan über die Stationen Hunan, Shanghai, Guilin, Guangzhou, Hainan, Yunnan und Tibet bis hin zur Seidenstraße mitnahm. Das Foto zeigt bei der China Opening Ceremony v.l.n.r. LIU Guosheng (CTH-Gründer und –Geschäftsführer), SHI Xiang (Leiter des Fremdenverkehrsamtes der VR China in Frankfurt), Frau REN Jiayan, LU Xuhuang (Managing Director Deutschland von China Eastern Airlines) und MDgt.a.D. Dr. Michael Borchmann. (bo)

 

Festliche Chunjie-Gala der Huayin-Sprachenschule

07.03.2016,  Frankfurt a.M. –Die Frankfurter Huayin Chinesische Sprachenschule ist eine Samstagsschule für die chinesischen Sprachen und Kulturen. Am 5.3.2016 lud sie Eltern und Freunde der Schule zu einer festlichen Chunjie-Gala in das Frankfurter Titus-Forum ein.

Die im Jahre 1997 gegründete Schule kann auf stetig wachsende Schülerzahlen in den vergangenen Jahren zurückblicken und ist heute eine der führenden chinesischen Schulen in Deutschland und Europa. Mit mehr als 500 Schülern und ca. 40 Lehrern und Angestellten bietet die Schule ein umfassendes Unterrichtsprogramm an. Das Angebot reicht vom Sprachunterricht bis hin zu verschiedenen kulturellen Kursen wie zum Beispiel Tanz-, Kalligraphie- und Malereikursen. Der große Saal des Titus-Forums war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Schulleiterin Frau Dr. Jingling WANG die Vielzahl der erschienenen Eltern, Schüler und Ehrengäste begrüßte. Nach Grußworten von Konsul LU Qizi vom Generalkonsulat der VR China in Frankfurt und MDgt. a.D. Dr. Michael Borchmann, die den großen Wert der schulischen Arbeit für die Festigung und den Ausbau der deutsch-chinesischen Beziehungen hervorhoben, startete ein abwechslungsreiches, von den Schülerinnen und Schülern dargebotenes zweistündiges Programm, das von musikalischen Darbietungen über Tänze und Theaterstücke bis hin zu „Kung-Fu-Vorführungen“ reichte. Zwischengeschaltet waren die Verlosung von Essensgutscheinen der Frankfurter China-Restaurants Xiang und Ding Ding Sheng sowie eine feierliche Ehrung der Sieger eines Lesewettbewerbs der Schule. Das Foto zeigt die Vorführung eines „Tanzes der Schlümpfe“ durch die jüngsten Schülerinnen. (bo)

 

 

Dayun: Schokolade und Bier als besondere Tourismusattraktionen

04.03.2016,  Frankfurt a.M. – Die 1,5 Mio. Einwohner zählende Großgemeinde Dayun liegt in der unmittelbar an Shanghai angrenzenden Kreisstadt Jiashan (Provinz Zhejiang). Unter Leitung von Parteisekretär FAN Guo Liang besuchte nunmehr eine städtische Wirtschaftsdelegation Deutschland, um Kontakte auf dem Gebiete des Brauereiwesens zu knüpfen. Am 2.3.2016 wurde die Delegation in Frankfurt a.M. empfangen. Parteisekretär Fan wies darauf hin, dass wirtschaftliche Schwerpunkte von Dayun zum einen der Sino-German Eco Park als attraktiver Investitionsstandort für umweltfreundliche deutsche Unternehmen in unmittelbarer Randlage zu Shanghai, zum anderen der Tourismus (u.a. ein Thermal- und Wellnessbad) seien. In letzterem Zusammenhang sei auch die aktuelle Delegationsreise zu sehen. Als Tourismusmagnet habe sich die eingerichtete „süße kleine Schokoladenstadt“ erwiesen, eine Kombination einer Schokoladenfabrik mit Schweizer Ursprüngen mit einem großen Schokoladenmuseum  mit Schokoladenbrunnen und anderen Attraktionen. Als zusätzlichen Anziehungspunkt plane man nunmehr die Errichtung einer Brauerei für die Produktion von Bier nach deutschem Reinheitsgebot nebst einem besonderen Biermuseum. In der Begrüßung der Gäste hob MDgt. a.D. Dr. Michael Borchmann die großen Standortvorteile von Jiashan und Dayun hervor und bekräftigte aus eigener Anschauung die Faszination der „süßen kleinen Schokoladenstadt“. In Bezug auf die wirtschaftlichen Kontakte stellte der Regionalbeauftragte Frankfurt und Landes-Außenwirtschaftssprecher des Bundesverbandes der mittelständischen Wirtschaft (BVMW), Jörg von Netzer, seinen Verband vor und erläuterte seine enge Kooperation mit dem Standort Shanghai. Er selbst kenne ebenfalls das Schokoladenprojekt aus eigener Anschauung und bot die tatkräftige Hilfe seines Landesverbandes bei der Umsetzung des neuen Vorhabens an. HE Ma Zhao, CEO des Technische-Anlagen-Bauer Jin-Ma, riet für das Projekt, unbedingt das deutsche Reinheitsgebot für Bier zu beachten, wenn man Erfolg haben wolle. Das Foto zeigt v.l.n.r. Unternehmer CHEN Qing Bo, SUN Lirong (Stadtregierung), Fr. XIANG Yuquan, BVMW-Außenwirtschaftssprecher J.v.Netzer, Dr. Borchmann, Parteisekretär Fan, XIU Haitao (Huashangbao) und He Ma Zhao.  (bo)

 

Briefing über aktuelle Entwicklungen in Hongkong

03.03.2016, Frankfurt a.M. – Zu einem Tischgespräch mit Nikolaus Graf Lambsdorff, Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Hongkong, hatte die Deutsche Hongkong Gesellschaft am 2.3.2016 in die Villa Merton eingeladen. Die gediegene Location war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Vorsitzender Eike Kühl den Generalkonsul zu seinem Vortrag ‚“Hongkong home alone“ – nach der gescheiterten Wahlrechtsreform‘ begrüßte. Aber der Bogen, den Graf Lambsdorff dann zog, war dann durchaus viel weiter gefasst. Er sprach über Planungen in Hongkong, im kommenden September eine große Wirtschaftsdelegation nach Deutschland zu führen. Den Schwerpunkt des Besuches werde Frankfurt bilden, daneben seien auch Besuche in Hamburg, Düsseldorf und München ins Auge gefasst. Ein besonderes „Highlight“ werde auch die Asia-Pacific-Konferenz 2016 in Hongkong bilden. Allgemein sei die wirtschaftliche Situation durch einen – wenn auch sehr ungleich verteilten – großen Reichtum geprägt, die Wirtschaftsindikatoren seien gut. Im Luxussegment stiegen die Immobilien Preise weiter. Dem Finanzplatz gehe es gut, und die Zahl der ansässigen deutschen Unternehmen sei stabil. Es sei sogar eine Tendenz der Rückkehr deutscher Unternehmen aus Festlandchina zu beobachten, deren Erwartungen bei der Abwanderung sich nicht erfüllt hätten. Trotz der guten wirtschaftlichen Ausgangsposition sei die Stimmung nicht ganz so gut. Zum einen habe man den Eindruck, dass die relative Bedeutung Hongkongs (etwa im Container-Bereich) abnehme. Hinzu komme, dass die Wirtschaft das Abschwächen der Dynamik auf dem Festland und die Flaute in der Weltwirtschaft spüre. Zum anderen gebe es doch Reibungen im Verwaltungsaufbau und den Eindruck eines Demokratisierungsstaus. Nachdem die Vorlage der geplanten Reform des Wahl des Chief Executives für 2017 im Parlament nicht die erforderliche Mehrheit gefunden habe, gebe es hier Stillstand. Die Regierung befinde sich in dem Dilemma zwischen den Wünschen aus Beijing und den Forderungen der eigenen Bevölkerung. Das Foto zeigt v.l.n.r. GK Graf Lambsdorff, DHG-Vors. Eike Kühl und Eduard Hechler (Stadt Frankfurt – International).  (bo)

 

Yunfu-Delegation in der Riesling-Stadt Nierstein

03.03.2016, Nierstein – Die knapp 10.000 Einwohner zählende, am Rhein gelegene Stadt Nierstein gehört zu den bekanntesten Weinorten in Rheinland-Pfalz. Sie war am 01.03. Ziel des Besuches einer chinesischen Delegation aus der Stadt Yunfu unter Leitung von Vize-Bürgermeister und Parteisekretär LIANG Haiwei. Die Besucher aus der westlich von Guangzhou gelegenen 3,3-Millionen Stadt in der Provinz Guangdong befinden sich zur Anbahnung wirtschaftlicher Kontakte auf Europareise, die sie nach Deutschland auch nach Spanien und Italien führt. In Deutschland hatte die Delegation, zu der u.a. auch Direktor ZENG Yufeng (Wissenschafts- und Technology Büro) und der stellvertretende Außenamtschef CHEN Gaoshui zählten, Frankfurt, Hamburg und München besucht, bevor sie mit Nierstein einen bekannten und traditionellen deutschen Weinort kennen lernen wollte. Sie wurde im städtischen Rathaus von Bürgermeister Thomas Günther und Erstem Beigeordneten Jochen Schmitt empfangen. Bürgermeister Günther skizzierte die Geschichte der örtlichen Weinkultur und rühmte den hochwertigen Riesling-Wein seiner Stadt, der ihr auch zu dem Beinamen „Riesling-City“ verholfen habe.

Namentlich die Weinlage „Roter Hang“ zeichne sich durch eine Spitzenqualität der dort geernteten Weine aus. Nierstein sei ein immer attraktiver werdendes Ziel insbesondere für Weintouristen, und er sei froh, dass der Besuch auch Potenzial für eine Steigerung des Bekanntheitsgrades Niersteins in China biete. Vize-Bürgermeister Liang bestätigte die Beliebtheit gerade des deutschen Riesling-Weines in China. Er beschrieb die Besonderheiten Yunfus, u.a. die reichen Mineralien vorkommen und die Mineralverarbeitungswirtschaft. MDgt. a.D. Dr. Michael Borchmann begrüßte besonders, dass die Besucher sich einen Weinort in der Rhein-Main-Region ausgesucht hätten, in der das wirtschaftliche Herz Deutschlands schlage. Dem Empfang folgten ein ausführlicher wechselseitiger Informationsaustausch im Ratssitzungssaal unter Leitung von 1. Beigeordnetem Schmitt und der Besuch in dem sehr traditionellen Weinlokal „Alter Vater Rhein“ in Nierstein.  Das Foto zeigt die Delegation beim Empfang im Rathaus, 4. v.l. Vize-Bgm. Liang, rechts neben ihm Bgm. Günther. 

 (bo)

 

Ensemble aus Shigatse begeistert in Bad Homburg

29.02.2016, Bad Homburg – Die Förderung des Kulturaustausches zwischen China und Deutschland sieht LIANG Jianquan, amtierender chinesischer Generalkonsul in Frankfurt, als wesentlichen Baustein des weiteren Ausbaus der bilateralen Beziehungen an. Die das Publikum begeisternde Aufführung eines Tanz- und Gesangsensembles aus Shigatse am 25.2.2016 in Bad Homburg reihte sich würdig in das durch das Generalkonsulat seit Jahr und Tag organisierte Kulturprogramm ein.

Shigatse liegt im Süden von Zentraltibet und ist die zweitgrößte Stadt Tibets. 1971 wurde dort eine Volkstanzgruppe zur Bewahrung und Darstellung der traditionellen Tanz- und Gesangskunst gegründet. Aus Anlass des tibetischen Neujahrsfestes und des chinesischen Frühlingsfestes, oftmals auf denselben Tag fallend, hatte Generalkonsul Liang zu einem Abend mit der Shigatse-Volkstanzgruppe nach Bad Homburg eingeladen. Das Besucherinteresse war so groß, dass das an sich über 500 Plätze verfügende städtische Kurtheater durch allerlei kreative Provisorien auf eine Kapazität von 700 Plätzen erweitert wurde. In seinem Grußwort ging Generalkonsul Liang auf die bilateralen Beziehungen ebenso ein wie auf den hohen Stellenwert der Volkskunst der 56 nationalen Minderheiten und die dynamische Wirtschaftsentwicklung Tibets. Sodann war die Bühne frei für die Künstlerinnen und Künstler. Unter der lebhaften Moderation der Deutsch-Chinesin WANG Weihua aus Schwetzingen wechselten Tanz- und Gesangsdarbietungen in bunter Reihenfolge einander ab, darunter auch Elemente der Tibet-Oper, charakterisiert auch durch das Tragen von Masken und 2012 von der UNESCO in die Liste der immateriellen Güter des Weltkulturerbes aufgenommen. Begeisterung des Publikums und dessen lang anhaltender Applaus honorierten die Künstler für ihre gelungene Vorstellung.  

 (bo)

 

Rüdesheim setzt auf Ausbau der Beziehungen zu China

Das Foto zeigt v.l.n.r. Gesprächsbegleiter MDgt.a.D. Dr. Michael Borchmann, Frau NIE Xuanzhi, Bürgermeister Volker Mosler und XIU Haitao.
Das Foto zeigt v.l.n.r. Gesprächsbegleiter MDgt.a.D. Dr. Michael Borchmann, Frau NIE Xuanzhi, Bürgermeister Volker Mosler und XIU Haitao.

29.2.2016, Rüdesheim -  Die im hessischen Rheingau gelegene, etwa 10.000 Einwohner zählende Stadt Rüdesheim gehört mit zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal. Sie liegt im hessischen Rheingau-Taunus-Kreis, am Fuß des Niederwald-Denkmals. Die Stadt im Rhein-Main-Gebiet ist eine der bekanntesten Touristen-Attraktionen Deutschlands und gehört zum Anbaugebiet des Riesling-Weines. Bereits bisher erfreut sich Rüdesheim des Besuches vieler chinesischer Touristen und auch in den Bereichen Kultur- und Jugendaustausch hat die Stadt eine Reihe von Initiativen ergriffen. Diesen Austausch möchte Bürgermeister Volker Mosler nunmehr weiter ausbauen und vertiefen. Aus diesem Grunde lud er am 26.2.2016 den Herausgeber der größten chinesisch-sprachigen Zeitung in Deutschland Huashangbao, XIu Haitao, und Angehörige von dessen Redaktionsteam zu konzeptionellen Gesprächen ein. Ziel der Zusammenarbeit soll die genannte weitere Vertiefung der China-Kontakte der Stadt sein. (bo)

CTH ein Gewinn für Frankfurt

24.02.2016, Frankfurt a.M. - Das Laternen oder Yuanxiao-Fest ist der traditionelle chinesische Feiertag, der das mehrtägige Neujahrsfest abschließt.

 

Das diesjährige Laternenfest (15. Tag des 1. Mondmonats nach dem traditionellen chinesischen Kalender, also vierzehn Tage nach dem Chinesischen Neujahrsfest), war Anlass für LIU Guosheng, Gründer und Inhaber von China Tours Hamburg (CTH), bei einem abendlichen Zusammensein mit geladenen Gästen in Frankfurt eine erste erfolgreiche Bilanz der Eröffnung einer Repräsentanz von China Tours am Tourismus-Standort Frankfurt zu ziehen.

Unter den Gästen befanden sich u.a. als Vertreter des chinesischen Generalkonsulats der Mainmetropole Konsul Dr. MA Yingchen, Manager WU Yue von Air China, natürlich der Leiter der Frankfurter Niederlassung Jürgen Kremer und auch Pressevertreter (Sven Meyer von der Presseagentur One Billion Voices, eine Vertreterin der Chinesischen Handelszeitung Huashangbao).

 

In einer kurzen Würdigung der Arbeit Lius und der Eröffnung einer Frankfurter Repräsentanz des führenden Spezialisten für Chinareisen bezeichnete MDgt. a.D. Dr. Michael Borchmann, vormaliger internationaler Abteilungsleiter des Landes Hessen, dies als absoluten Gewinn für Frankfurt. Frankfurt werde immer mehr zum Zentrum chinesischer Ansiedelungen in Deutschland und auch Zielort von immer mehr chinesischen Besuchern. Umgekehrt steige in der Rhein-Main-Region das Interesse an China kontinuierlich. Es sei kein Zufall, dass bedeutende Unternehmen wie das Handelsblatt oder Die Zeit bei der Veranstaltung hochwertiger Reisen auf die Kompetenz von CTH bauten.

 

Mit der Ansiedelung von CTH in Frankfurt sei eine wesentliche Lücke auf dem Frankfurter Tourismusmarkt geschlossen worden. Hierfür sei LIU Guosheng sehr zu danken. (bo)

Musik – „mein gelebter Traum“                                                    Ein Gespräch mit der Dirigentin Hong Xia

15.02.2016, Hamburg -

Das Große Chinesische Neujahrskonzert  „Ins  Jahr des Affen“ erklang am 10. Februar im großen Saal der Laeisz Halle. Das Chinese Traditional Orchestra des China National Opera & Dance Drama Theaters  führte unter der Leitung seiner Dirigentin Hong Xia traditionelle chinesische und volkstümliche Orchestermusik auf.

 

Zwischen Endproben und Auftritt suchten wir die Dirigentin in der Künstlergarderobe für ein Gespräch auf. Hong Xia saß am Schminktisch vor dem Spiegel und lächelte uns aufmunternd zu. Bei kurzen Unterbrechungen für  Augenbrauen-Nachziehen und Rouge-Auflegen beantwortete sie geduldig unsere Fragen.

 

Hong Xia stellte die Geschichte des Chinese Traditional Orchestra vor, das vor etwa  50 Jahren gegründet wurde und unter dem Dachverband des China National Opera&Dance Drama Theaters steht, dem ältesten und größten staatlichen Theater Chinas. Das staatliche Theater ist die Topadresse für die Ausbildungszweige: Oper, Ballett, Tanz, traditionelle chinesische wie westliche Orchester Musik. Die Dirigentin erläuterte uns, wodurch sich das Chinese Traditional Orchestra von anderen chinesischen Orchestern unterscheidet. Es hat seinen eigenen Stil gefunden, indem es traditionelle sowie moderne und avantgardistische Ansätze vereint. Die traditionelle chinesische Musik unterscheidet sich durch die Art des Vortrags und durch das pentatonische System. Hong Xias Orchester  hat einen hohen Standard. Es verbindet die ganz eigene Art der Musik der Minderheiten und die klassischen chinesischen Instrumente wie  Erhu, Guzheng, Suona, Pipa und Bambusflöten mit westlichen Elementen. Die Zusammensetzung des Orchesters ist so gestaltet, dass sowohl traditionelle chinesische Melodien als auch westliche Kompositionen aufgeführt werden können. In diesem Orchester werden die traditionellen Instrumente so eingesetzt, dass  alle zur Geltung kommen und eine Harmonie hergestellt wird zwischen westlicher und östlicher Musik unter Bewahrung des unschätzbaren immateriellen Kulturguts Chinas.

 

Die Dirigentin erläuterte uns, dass zur Grund-Ausbildung an der Musikakademie die Kenntnis der europäischen Klassik gehört, besonders für Komponisten und Dirigenten. Hinter der europäischen Klassik steht eine andere Philosophie, so muß auf die eigene Tradition geachtet werden. Der westliche Einfluß ist durchaus zu spüren bei den chinesischen Komponisten, das würde auch im Konzert zu hören sein. Durch das Verweben von Elementen der klassischen westlichen sinfonischen Musik mit der traditionellen chinesischen Oper („Liebe der Schmetterlinge“ komponiert von He Zhanhao, Chen Gang) entsteht eine  Harmonie. Die westliche Art zu musizieren und die Tradition in Musik und Kultur Chinas dabei zu bewahren, das ergibt diese besondere Harmonie.

 

Musik ist Traum und Leben
Bereits als kleines Kind bestimmte Musik ihr Leben; sie stammt aus einer Musiker- Familie. Hong Xia lernte traditionelle chinesische Instrumente zu spielen. Sie begann  in Peking ihre Ausbildung am Shen Yang Conservatory of  Music und verwirklichte sich ihren Lebens-Traum, indem sie die Dirigentenlaufbahn am Department für Dirigieren des Central Conservatory of Music einschlug. Dirigieren ist eine anspruchsvolle Tätigkeit, betonte die Künstlerin. Man muß sich mit den Instrumenten auskennen: Wie werden die Instrumente im Orchester eingesetzt bei den verschiedenen Musikrichtungen. Hong Xia beherrscht viele traditionelle chinesische Musikinstrumente. Sie hat Erfahrung gesammelt als Instrumental-Begleitung bei Aufführungen der Peking Oper. Diese Erfahrung hilft ihr bei ihrer Arbeit als Dirigentin und beflügelt sie, wenn sie vor dem Orchester steht. „Ich habe dies in meinem Blut“, “Es ist in mir tief verwurzelt“.

 

Auch europäische Musik mit einem westlichen Orchester hat die Dirigentin aufgeführt. An erster Stelle steht für Hong Xia Brahms, den sie besonders liebt. Sie schätzt Beethoven, Mozart und dirigiert gern Werke modernerer Komponisten wie Dvořák. Auf unsere Frage, ob sie sich vorstellen könne, als Gastdirigentin vor den Berliner Symphonikern zu stehen, geriet die Dirigentin ins Schwärmen. „Das wäre ein Traum, das wäre Luxus! Leider wird dieser Traum sich wohl nicht verwirklichen lassen“.

 

Im Hintergrund ertönte aus dem großen Saal der Laeisz Halle ein Klingeln. Zeit, sich von der großartigen Künstlerin zu verabschieden. Wir überließen uns später im Saal den Klängen des Orchesters. (Helga von der Nahmer, Rong Lu)

10-jähriges Jubiläum: China Lounge feiert Neujahrsfest

Das Foto zeigt v.l.n.r. Dr. Borchmann, Ren Damin und Konsul Zang.
Das Foto zeigt v.l.n.r. Dr. Borchmann, Ren Damin und Konsul Zang.

15.02.2016, Frankfurt a.M. – Zum 10. Mal lud REN Damin, Geschäftsführer des China Kultur- und Wirtschaftsservice (CKWS), am 12.2. zur in Frankfurt inzwischen zur Tradition gewordenen Chunjie China Lounge ein. Bis auf den letzten Platz besetzt war das Gewölbe des Frankfurter Restaurants Brückenkeller mit deutschen ebenso wie mit chinesischen Gästen, was die Beliebtheit der Veranstaltung in der Main-Metropole dokumentierte.

 

Ren Damin hatte das „Jubiläumsevent“ unter das Motto „Seidenstraße“ gestellt, wie er in seinem Grußwort hervorhob. Dieser Begriff sei zu einem länder- und kontinentüberschreitenden Symbol des wirtschaftlichen und freundschaftlichen Austauschs geworden.

 

Das Frankfurter Generalkonsulat der VR China vertrat ZANG Ming, der Ren Damin für seine Arbeit und die Einladung dankte. Das zurückliegende Jahr des Schafes sei für Deutschland und China bilateral gesehen ein sehr erfolgreiches Jahr gewesen. Er sprach in diesem Zusammenhang u.a. den Finanzdialog an. Aber auch die Arbeit des Generalkonsulats mit den Ländern Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland sei ausgesprochen intensiv gewesen. Speziell die Stadt  Frankfurt spiele für China als Finanzplatz und immer stärker wirkender Magnet für chinesische Investitionen eine herausragende Rolle. Mehr als 10.000 Chinesen lebten und arbeiteten hier.

 

Konsul Zang warf auch einen Blick auf die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung Chinas. 6,9 Prozent Wachstum dokumentierten eine neue Normalität. Hieran knüpfte der vormalige Abteilungsleiter Internationales der Hessischen Staatskanzlei, MDgt. a.D. Dr. Borchmann, an: 6,9 Prozent Wachstum sei eine Größenordnung, von der man in Europa nur träumen könne. China bleibe, wovon er sich bei seinem jüngsten Chinaaufenthalt in Gesprächen mit deutschen Unternehmern habe überzeugen können, ein höchst attraktiver Kooperationspartner für die deutsche Wirtschaft.

 

Borchmann dankte Ren Damin für sein großes Engagement in der chinesischen Community, in der er zu einer festen Größe geworden sei. LU Xuhuang, Manager Director Deutschland von China Eastern Airlines, ergriff abschließend das Wort, um allen Teilnehmern herzlich für die intensive Inanspruchnahme seiner Fluglinie im abgelaufenen Jahr zu danken.

 

Kulturell umrahmt wurde der Abend durch die virtuosen Violindarbietungen von YE Lin und eine Präsentation traditioneller chinesischer Volkstänze durch Frau FAN Linliang. (bo)

HKETO und HKTDC laden zum gemeinsamen Neujahrsempfang

Das Foto zeigt das Windpipe Chinese Music Ensemble beim Empfang in Frankfurt
Das Foto zeigt das Windpipe Chinese Music Ensemble beim Empfang in Frankfurt

11.2.2016, Frankfurt a.M. –

Zum traditionellen gemeinsamen Neujahrsempfang unter dem Motto „Kung Hei Fat Choi“ hatten das Hongkong Economic  and Trade Office (HKETO, Berlin) und das Hongkong Trade Development Council (HKTDC, Frankfurt) am 10.2. 2016 in das Frankfurter Hotel The Grand Westin eingeladen.

 

Zum Auftakt begrüßte Direktorin Betty HO (HKETO-Vertretung Mittel- und Osteuropa) die sehr zahlreichen Gäste, unter ihnen der Generalkonsul der VR China in Frankfurt, LIANG Jianquan, sowie die aus Brüssel angereiste Ständige Vertreterin des HKETO bei der EU, Frau Shirley LAM, unter Hinweis auf die erfolgreichen bilateralen Wirtschaftsbeziehungen und warb für den Standort speziell für junge Startup-Unternehmen. „Rule of Law“ und einfache Steuerregeln bildeten hierfür gute Rahmenbedingungen.

 

Hongkong sei das ideale Tor zum asiatischen und speziell auch chinesischen Markt. Stephen WONG, für Europa zuständiger Regionaldirektor des HKTDC, stellte den Bezug zum Jahr des Affen durch einen philatelistischen Hinweis her: Eine Briefmarke, welche einen Affen auf rotem Hintergrund zeigt, entwickele sich zum Renner unter den Sammlern: Die Sondermarke wurde 1980 zum chinesischen Jahr des Affen mit einer Auflage von fünf Millionen herausgegeben und erreiche im Satz heute Preise von mehr als 1 Mio. Yuan. Aus dem roten Affen sei buchstäblich ein goldener Affe geworden. Direktor Wong erinnerte ferner an den im Mai 2016 in Hongkong geplanten, hochkarätig besetzten Belt and Road Summit als wirtschaftliches Highlight. Als „Guest of Honour“ sprach Dr. Lutz RAETTIG, Vorsitzender des Aufsichtsrates Morgan Stanley Bank AG und Mitglied des Frankfurter Magistrats. Als führender Finanzexperte beschrieb er die langen, erfolgreichen Beziehungen zwischen den Finanzplätzen Hongkong und Frankfurt.

 

Zugleich würdigte er die Initiativen Hongkongs zur Förderung des Jugendaustauschs: Dies bedeute eine wichtige Option zur erfolgreichen Gestaltung der bilateralen Zukunft. Moderiert wurde der Abend von HKTDC-Marketing Manager Michael KATZMARCK, der den Besuchern zugleich eine kurze Präsentation des Standortes Hongkong bot. Den kulturellen Rahmen des Abends gestaltete das „Windpipe Chinese Music Ensemble“, das seinem Publikum faszinierende kantonesische Musik auf traditionellen chinesischen Musikinstrumenten präsentierte. (bo)

Rückkehr an frühere Wirkungsstätte

09.02.2016, Frankfurt a.M. –

Bereits zwischen 2005 und 2009 war die Beijinger Diplomatin SUN Ruiying als Leiterin der politischen Abteilung im Generalkonsulat der VR China in Frankfurt tätig. Nunmehr kehrte sie an ihre frühere Wirkungsstätte zurück. Sie nimmt künftig die bisherige Stelle eines der beiden Vize-Generalkonsuln ein, von FAN Yong, der nach Beijing zurückgekehrt ist.

 

Nach ihrer früheren Frankfurter Tätigkeit, in der sie sich einen großen Bekanntenkreis geschaffen hatte, war Frau Sun zunächst in der Berliner Botschaft als für die Presse verantwortliche Botschaftsrätin tätig. Es folgte eine Verwendung im Außenministerium in Beijing, bevor sie im Frühjahr 2015 die Nachfolge von WANG Xiting als Vize-Generalkonsulin im Münchener Generalkonsulat Chinas antrat.

 

Im Rahmen seines Chunjie-Empfanges am 5.2.2016 stellte sie der Frankfurter Generalkonsul LIANG Jianquan den anwesenden Überseechinesen und dem Frankfurter Publikum vor. (bo)

www.chinatours.de
http://www.owc.de/thema/chinacontact/
http://german.cri.cn/
China Radio International
www.konfuzius-institute.de
Konfuzius-Institute
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